BG-PRESS
  • Startseite
  • Werbung schalten
  • Suchen
  • Über uns
    • Unsere Leistungen
    • Kontaktanfrage
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Menü Menü
  • Link zu Instagram
  • Link zu Facebook

Meldungen zu Kultur, Veranstaltungen, Museen und Bühnen aus Hannover und Niedersachsen. Berichte, Hintergründe und Termine im Überblick.

Aya Fujioka

Open-Air-Ausstellung „boss|working women“ startet in Hannover

4. März 2025/in Kultur

Fotografinnen aus Hannover, Hiroshima und Poznan zeigen ihre Werke.

HANNOVER (redu). Vom 8. März bis zum 19. April 2025 werden großformatige Porträts selbstständiger Frauen in Hannovers Innenstadt zu sehen sein. Die Ausstellung „boss|working women“ bringt Fotografien aus Hannover, Hiroshima und Poznan zusammen und würdigt Frauen, die als Unternehmerinnen oder Selbstständige tätig sind.

Die Fotografinnen Katrin Ribbe (Hannover), Kamila Kobierzynska (Poznan) und Aya Fujioka (Hiroshima) haben für das Projekt insgesamt 19 Frauen in ihren jeweiligen Städten portraitiert. Sechs von ihnen wurden zusätzlich interviewt. Die Bilder, die an den Arbeitsplätzen der Frauen entstanden, machen weibliches Unternehmertum sichtbar und betonen die Vielfalt beruflicher Wege. Die Ausstellung im öffentlichen Raum verbindet künstlerische Handschriften mit interkulturellem Austausch zwischen den drei Partnerstädten.

Die Vernissage findet am 8. März um 17 Uhr im Hofsaal des Künstlerhauses in Hannover statt. Kulturdezernentin Eva Bender eröffnet die Ausstellung, gefolgt von einer Einführungsrede von Inka Schube aus dem Sprengel Museum Hannover. Zwei der drei beteiligten Künstlerinnen werden anwesend sein.

Das Projekt entstand im Rahmen des städtischen Beteiligungsformats „Dialog im Dreieck“, das neue kulturelle Impulse im Bereich zwischen Künstlerhaus, Schauspielhaus und Staatsoper setzen soll. Die interdisziplinär besetzte Jury wählte die Idee von Katrin Ribbe als Gewinnerprojekt aus.

„Ziel der Open-Air-Fotoausstellung ist es, die Lebenswege und Bilder von Frauen wertschätzend miteinander zu verbinden, unsere Vorstellungen von Macht und Erfolg neu zu schreiben und Empowerment zu ermöglichen“, erklärt Ribbe. Die Präsentation unter freiem Himmel ermögliche einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zur Ausstellung und bereichere das Kulturerlebnis in Hannovers Innenstadt.

Zusätzlich wird die Ausstellung digital begleitet: Ab dem 8. März 2025 sind die Fotografien und Interviews unter www.boss-workingwomen.com abrufbar. So bleibt das Projekt über die Laufzeit hinaus verfügbar.

Barock Konzert

Erfolgreiche Saison für Herrenhausen Barock mit 5500 Besuchern

4. März 2025/in Kultur

Konzertreihe Herrenhausen Barock begeistert mit 17 Aufführungen.

Die Konzertreihe Herrenhausen Barock begeisterte in der Saison 2024/25 rund 5500 Besucherinnen. Vom 27. November 2024 bis zum 2. März 2025 fanden insgesamt 17 Konzerte im Festsaal der Galerie Herrenhausen statt. Internationale Stars, renommierte Ensembles und regionale Künstlerinnen gestalteten das vielfältige Programm.

„Die Reihe Herrenhausen Barock hat sich hervorragend entwickelt und ist ein fester Bestandteil der hannoverschen Konzertlandschaft geworden“, erklärte Dr. Benedikt Poensgen, Veranstaltungsleiter der Herrenhäuser Gärten. Der historische Festsaal bot dabei einen authentischen Rahmen für die Aufführungen.

Ein Höhepunkt der Saison war der Auftritt von Startenor Rolando Villazón, der mit dem Ensemble L’Arpeggiata unter der Leitung von Christina Pluhar Händels „Orfeo son io!“ in einem ausverkauften Konzert interpretierte. Die Reihe wurde zudem durch international renommierte Gäste wie den Tenebrae Choir und die Academy of Ancient Music aus London bereichert.

Auch regionale Künstler*innen fanden in Herrenhausen eine Bühne. Die Hannoversche Hofkapelle, la festa musicale und Pianist Markus Becker präsentierten spannende Programme. Der Knabenchor Hannover widmete sich den Werken des Barockdichters Paul Gerhardt und musizierte gemeinsam mit Jazzposaunist Nils Landgren und dem Barockorchester la festa musicale.

Junge Talente erhielten ebenfalls eine Plattform: Studierende der Hochschule für Musik, Theater und Medien führten Johann Sebastian Bachs Kantate „Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen“ (BWV 249a) auf. Das Gymnasium Goetheschule setzte mit dem Konzertprojekt „Kontrapunkt“ einen modernen Akzent, indem es Barockmusik mit zeitgenössischen Texten verband.

Die Konzertreihe profitierte erneut von etablierten Kooperationen mit der Staatsoper Hannover, der NDR-Radiophilharmonie und dem Forum Agostino Steffani. Die 8. Steffani-Festwoche stand unter dem Motto „Blütezeiten“ und brachte Künstler*innen wie Hana Blazikova (Sopran) und Tomas Kràl (Bariton) nach Herrenhausen. Im Rahmen des 350-jährigen Jubiläums des Großen Gartens fand ein Konzert in der Orangerie statt, umgeben von der Ausstellung „Gartenkunst aus Meisterhand“.

Die Saison 2024/25 wurde durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Hannover, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die Klosterkammer Hannover gefördert. Kooperationspartner waren unter anderem die Staatsoper Hannover, die NDR-Radiophilharmonie, das Forum Agostino Steffani und die Hannoversche Hofkapelle.

Mit dieser erfolgreichen Saison hat sich Herrenhausen Barock weiter als fester Bestandteil der Musiklandschaft Hannovers etabliert und bot dem Publikum ein hochkarätiges Programm historischer Musik.

Hannover Kiosk

Hannover Kiosk: Kultur für alle während Museumssanierung

25. September 2024/in Kultur

Mit kostenlosem Eintritt lädt der Hannover Kiosk zu Kunst und Dialog ein

HANNOVER (redu). Mit der Eröffnung des „Hannover Kiosk“ präsentiert das Historische Museum Hannover eine innovative Zwischenlösung während der Sanierung. Die neue Ausstellungsfläche im Herzen der Stadt wird zum Treffpunkt für Kulturinteressierte und Familien.

Am 28. September 2024 eröffnet der „Hannover Kiosk“, eine temporäre Ausstellung des Historischen Museums Hannover, um den Bürgern und Besuchern während der Sanierung des Museums weiterhin kulturelle Angebote zu ermöglichen. Die offizielle Eröffnung erfolgt um 15 Uhr durch den Oberbürgermeister Belit Onay, die Kulturdezernentin Eva Bender sowie die Direktorin der Museen für Kulturgeschichte, Anne Gemeinhardt.

Das Eröffnungswochenende bietet von Samstag, 28. September, 15 bis 18 Uhr, bis Sonntag, 29. September, 11 bis 18 Uhr, Aktionen für alle Altersgruppen. Der Eintritt ist frei.

Der Hannover Kiosk ist mehr als nur ein Ausstellungsraum. Er dient als Forum für Diskussionen, Veranstaltungsort für Kindergeburtstage und Familienaktivitäten sowie als Lernort, der sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt befasst. „Wir gestalten die Innenstadt zu einem lebenswerten Ort“, betonte Oberbürgermeister Onay und hob die Bedeutung kultureller Einrichtungen bei der kreativen Nutzung von leer stehenden Flächen hervor.

Eva Bender unterstrich die Bedeutung des Kiosks als „Experimentierraum“ und lobte die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Der Kiosk steht symbolisch für die innovative Kulturpolitik Hannovers und schafft inmitten der Stadt einen Ort der Begegnung.

Hannover Kiosk: Kultur für alle während Museumssanierung – Hannover Kiosk2 mf

Der Hannover Kiosk ist das moderne, offene und einladende Museum auf Zeit. © Matthias Falk

Hola Utopia!

Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen

20. August 2024/in Hannover, Kultur

Hannover und Braunschweig werden zur Leinwand für internationale Street-Art

HANNOVER (redu). Zum fünften Mal verwandelt das Hola Utopia! Street Art Festival Hannover in eine lebendige Open-Air-Galerie. Vom 19. bis 25. August 2024 werden renommierte Künstler die Stadt mit großflächigen Murals verschönern. Auch regionalen Künstler bietet die Hola Utopia! Open Street Art Gallery eine dauerhafte Plattform. In diesem Jahr erstrecken sich die künstlerischen Aktivitäten über die Stadtteile Linden und Nordstadt, wo bekannte Street Artists wie Robert Matzke und Mocx live an ihren Werken arbeiten werden.

„Wir freuen uns, Hannover wieder in eine lebendige Galerie zu verwandeln“, betont Festival-Mitgründer Artie Ilsemann. Unterstützt wird das Festival vom Verein Hip Hop Kultur e.V. und weiteren Partnern. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die geplante Erweiterung nach Braunschweig. Vom 16. bis 22. September wird das Festival dort erstmals stattfinden und die urbane Kunstszene der Region stärken. Die Hola Utopia! Open Street Art Gallery wird an beiden Standorten weiter ausgebaut und soll als kontinuierliche Plattform für regionale Künstler dienen.

Parallel zum Festival in Hannover findet auch das Urban Nature Festival statt, das zusätzliche Ausstellungen, Workshops und Livemusik bietet. Durch diese Zusammenarbeit wird die lokale Hip-Hop- und Street-Art-Kultur weiter gestärkt.

  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1175914
    An der Strangriede 50 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Künstlers Moritz Harzendorf. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185950
    An der Petristraße 2 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Dresdner Künstler Robert Matzke. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185952
    An der Deiisterstraße entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Künstlers MOCX aus Berlin. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185942
    An der Petristraße 2 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Dresdner Künstler Robert Matzke. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185944
    An der Petristraße 2 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Dresdner Künstler Robert Matzke. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185940
    Gute Laune mit DJ Cabb Mo Hoppa aus der USA in der Nordstadt © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185929
    Gute Laune mit DJ Cabb Mo Hoppa aus der USA in der Nordstadt © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1175913
    An der Strangriede 50 unterstützt Myra Martin das neues Street Art Werk des Künstlers Moritz Harzendorf. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185930
    An der Strangriede 50 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Künstlers Moritz Harzendorf. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1185937
    An der Strangriede 50 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Künstlers Moritz Harzendorf. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Hola Utopia!
    An der Strangriede 50 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Künstlers Moritz Harzendorf. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
  • Fünf Jahre Hola Utopia! – Kunstfestival wächst und stärkt urbane Szenen – BGPress 1175912
    An der Strangriede 50 entsteht an einer Hauswand ein neues Street Art Werk des Künstlers Moritz Harzendorf. © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de
Vampirin

Fantasy-Abenteuer im Neuen Rathaus: Hannover wird zur Filmkulisse

19. Januar 2024/in Hannover, Kultur

Franziska Pohlmann inszeniert mit regionalen Talenten eine abenteuerliche Gesellschaftskomödie im Herzen Hannovers

HANNOVER (red). Das Neue Rathaus in Hannover dient Ende Januar als Drehort für den Fantasy-Film „Hidden University – Ein Pakt gegen die Ohnmacht“. Unter der Regie von Franziska Pohlmann finden die Dreharbeiten mit rund 150 regionalen Schauspielerinnen und Komparsinnen statt. Die Produktion, die sich thematisch zwischen „Harry Potter“ und „Sherlock Holmes“ bewegt, stellt eine abenteuerliche Gesellschaftskomödie mit Tiefgang dar.

Das imposante historische Neue Rathaus in Hannover verwandelt sich vom 26. bis 28. Januar in eine Filmkulisse für das Fantasy-Genre. Regisseurin Franziska Pohlmann bringt mit ihrem Team und etwa 150 Darstellerinnen die Filmproduktion „Hidden University – Ein Pakt gegen die Ohnmacht“ auf die Leinwand. Die Handlung des Films konzentriert sich auf jugendliche Heldinnen, die in einer Welt voller Vampire und Piraten agieren.

Die Geschichte des Films erzählt von der Vampirin Kassja von Unterdunkel, gespielt von Holly Geddert, und der Piratin Joris von der Höllenwelle, dargestellt von Luna Kuse. Diese Charaktere sind in einer Mission der Selbstfindung und des Erwachsenwerdens verwickelt, wobei sie sich gegen Machtmissbrauch und Ausgrenzung stellen. Die Handlung, angesiedelt an der fiktiven Hidden University, ist als Plädoyer für starkes Miteinander in die heutige Zeit eingebettet.

Pohlmann äußerte sich begeistert über die Drehbedingungen im Rathaus, dessen Pracht-Säle und verwinkelte Ecken ideale Hintergründe für die Fantasy-Geschichte bieten. Die Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf begrüßt das Filmprojekt und betont die kulturelle Bedeutung des Rathauses. Aufgrund der Dreharbeiten bleibt das Rathaus für Besucher*innen vom 26. bis 28. Januar geschlossen.

Franziska Pohlmann, bekannt für ihren Spielfilm „Die Krone von Arkus“ und die Regie der ARD-Kinderserie „Schloss Einstein“, erhält für ihr aktuelles Projekt „Vampirates“ Unterstützung von Nordmedia. Ein genauer Veröffentlichungstermin des Films steht noch aus.

 

Casper de Vries

Kleines Fest im Großen Garten: Casper de Vries übernimmt und setzt neue Akzente

17. November 2023/in Kultur, Hannover

Ab der Saison 2024 übernimmt Casper de Vries die künstlerische Leitung der beliebten Veranstaltung „Kleines Fest im Großen Garten“

HANNOVER (PM/red). Das Festival „Kleines Fest im Großen Garten“ wurde 1986 von Harald Böhlmann gegründet und hat seitdem rund 1,5 Millionen Menschen mit einem herausragenden Programm aus internationaler Kleinkunst, Varieté und Artistik begeistert.

De Vries hat nun erste Einblicke in den Ablauf der zukünftigen Veranstaltungsabende gegeben.

Vieles wird weiterhin Bestand haben: Die Anzahl von Tickets pro Veranstaltung (3.900 Stück), die Ticketpreise, die Anzahl von Spieltagen sowie die Einrichtung einer Abendkasse mit garantiert 300 Tickets pro Abend. Es gibt jedoch auch Neuerungen, wie Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf erklärt: „Es gab viele Stimmen, die sich gegen das Abschlussfeuerwerk aussprachen, dem sind wir gefolgt. Es wird ab 2024 eine neue Abschlusszeremonie ohne Feuerwerk geben. Und es wird ein reguläres Online Ticket-System anstelle des bisher eingesetzten Losverfahrens installiert, um allen eine reale Chance auf Karten zu gewähren. Wir sind sehr gespannt, welche neuen Ideen Casper de Vries umsetzen wird, und ich bin sicher, dass sie uns begeistern werden.“

Casper de Vries hat sich im Vorfeld intensiv in vielfältige Richtungen mit Künstler*innen und Beteiligten ausgetauscht, die dafür gesorgt haben, dass das Kleine Fest sich einen Namen gemacht hat – und damit ein allseits bekanntes und beliebtes Festival wurde. So hat er sehr viele Meinungen und Eindrücke gesammelt, die er nun in das Kleine Fest einfließen lässt. Der Niederländer freut sich besonders, in einem so wunderschönen Ambiente wie dem Großen Garten das Festival leiten zu können: „Beim Kleinen Fest treffen sich Besucher*innen und Künstler*innen und lernen sich untereinander und gegenseitig kennen. Es ist ein Fest der Möglichkeiten, eine Welt ohne Grenzen, die dazu einlädt, sie zu entdecken.“

Ziel ist es, den Besucher*innen auch ausreichend Gelegenheit zur Begegnung zu bieten. So ist eine Aufwertung des Picknickbereichs mit langen Tischen geplant. Es wird zudem erstmals die Möglichkeit geben, bereits beim Kauf der Eintrittskarten auch eine Picknickbox zu bestellen. Jedes Jahr wird die Eröffnungsrede wechselnden Künstler*innen übergeben, die sie künstlerisch gestalten. Das „Kleine Fest im Großen Garten“ findet ab kommendem Jahr unter einem jährlich wechselnden Motto statt. 2024 lautet das Thema „Wasser“. Zusätzlich zu den etablierten Genres Comedy, Clownerie, Zirkus, Straßentheater, Puppenspiel, Sideshows und Walk Acts wird es auch Programmpunkte mit zeitgenössischem Tanz, Urban Dance, Performances, Theater, Kunst und interaktiven Installationen geben. Einzelne konkrete Programme werden zum Start des Vorverkaufs im März 2024 bekanntgegeben.

Eckdaten zum Kleinen Fest im Großen Garten

Das Kleine Fest findet von Mittwoch, 10. Juli bis Sonntag, 28. Juli 2024 statt, Spieltage sind jeweils Dienstag bis Sonntag, Montag ist Ruhetag. Der Kartenvorverkauf startet in der ersten Hälfte März 2024, dann werden auch einzelne Künstler*innen vorgestellt. Der Kartenverkauf erfolgt über einen Ticketdienstleister, der Webshop wird mit der Homepage der Herrenhäuser Gärten verlinkt.

Details und aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen ab sofort unter: www.herrenhausen.de/kleinesfest

Über die Person Casper de Vries

Seit 1997 arbeitet der Niederländer Casper de Vries in diversen Kulturbereichen. Seit 2001 ist er als selbständiger Organisator, Berater und Konzeptentwickler mit den Schwerpunkten Outdoor Theater, Tanz und Zirkus tätig. So ist er Künstlerischer Berater des KoresponDance Festivals (Prag und Zdár nad Sázavou, Tschechien) sowie des Festivals „De Tuin der Lusten“ in den Niederlanden. Zudem ist er seit vielen Jahren zusammen mit Gabriele Koch für das Programm von La Strada Bremen verantwortlich. Daneben führt er mit Claudia Geubel eine Agentur für Outdoor Arts. Casper de Vries ist Mitgründer vom Niederländischen Outdoor Theater Künstler Verein, spricht vier Sprachen und ist in Europa gut vernetzt.

Streetart

Catcalling is OVER in HannOVER

23. Oktober 2023/in Kultur

Streetart-Graffito am Küchengarten als urbanes Statement gegen verbale sexuelle Belästigung

HANNOVER (PM/red). Kunst im öffentlichen Raum als Statement gegen sexuelle Belästigung: Mit einer großen Streetart- Fläche, einem bunten Graffito, hat die Landeshauptstadt Hannover (LHH) ein Zeichen gegen das sogenannte Catcalling, also verbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum, gesetzt.

„Ich freue mich, dass es nun im Stadtbild von Hannover ein nachhaltiges urbanes Statement gegen Catcalling gibt. Mir ist es ein Anliegen, die Menschen auf unterschiedliche Art und Weise auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, so Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent der Stadt, bei der Vorstellung des Bildes am Freitag (20. Oktober).

Direkt am Eingang der Limmerstraße hat die hannoversche Künstlerin Etaja eine Hausfassade gestaltet. Mit Sprühfarben hat sie ein farbenfrohes und aussagekräftiges Wandbild geschaffen, das bereits von Weitem signalisiert: Catcalling hat keinen Platz im öffentlichen Raum. „Ich bin beim Projekt dabei, weil besonders der Körper von FLINTA*-Personen im öffentlichen Raum immer noch Opfer von Objektivizierung, Angriff und Beleidigung ist. Auch der verbale, oftmals sexuell motivierte Übergriff darf nicht verharmlost und muss thematisiert werden, um dieser Belästigung ein Ende zu setzen. Catcalling war nie und wird nie ein Kompliment sein“, so die Künstlerin. Die Firma Montana Colors hat die Farben zur Verfügung gestellt. „Montana Colors unterstützt sehr gerne die Künstlerin Etaja wie schon bei ihrer Teilnahme am ersten „Hola Utopia!-Festival“ 2020 in Hannover und freut sich auf ein weiteres Kunstwerk mit Aussage im Stadtbild“, so Artie Ilsemann von Montana.

Seit einem Jahr widmet sich der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Landeshauptstadt mit einem Netzwerk unter der Überschrift „Catcalling is OVER in HannOVER“ diesem Themenfeld. Dort entstand auch die Idee, ein dauerhaftes Gemälde im Stadtbild zu integrieren. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Sachgebiet Junge Kultur der LHH.

Grundlage ist ein Ratsauftrag, der das Thema Catcalling und die Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema in den Vordergrund stellt. Das Netzwerk ist breit aufgestellt, es ist eine Kooperation zwischen der Initiative „catcallsofhannover“, der Gleichstellungsbeauftragten der LHH, dem Frauennotruf Hannover, dem Netzwerk „We Take Care“, der Polizeidirektion Hannover sowie seitens der Stadt der Antidiskriminierungsstelle, des Bereichs Junge Kultur, des städtischen Ordnungsdiensts sowie der Textilwerkstatt.

Neben der Gestaltung der Hausfassade sind im Rahmen des Projekts bereits verschiedene andere Sensibilisierungsmaßnahmen erfolgt. So wurden beispielweise Bierdeckel mit angekreideten Sprüchen produziert, die in Clubs und Gastronomie die Gäste auf das Thema aufmerksam machen sollen. Auf dem Opernplatz hat in Kooperation mit den „catcallsofhannover“ und dem Frauennotruf eine sogenannte „Chalk back“ Veranstaltung stattgefunden, die Menschen dazu einlud, sich zu informieren und in einem geschützten Rahmen eigene Erfahrungen aufzuschreiben. Der städtische Ordnungsdienst ist geschult worden, um solche Fälle zu identifizieren und entsprechend handeln zu können.

Als Catcalling bezeichnet man sexuell anzügliches Rufen, Reden, Pfeifen oder Gestikulieren gegenüber einer Person in der Öffentlichkeit. „Catcalling is OVER in HannOVER“ soll auf dieses Verhalten aufmerksam machen und dafür sensibilisieren, dass es sich um eine unerwünschte Form von Belästigung handelt, die von betroffenen Personen als unangenehm, störend und belastend wahrgenommen wird.

Kultursommer

Kultursommer ade! Insgesamt 30 gut besuchte Veranstaltungen

29. August 2023/in Region Hannover, Kultur

Rund 5.000 Besucher*innen entdeckten kulturelles Neuland in der Region Hannover

REGION HANNOVER (PM).  Eine runde Sache: Im Jubiläumsjahr erreichte der 25. Kultursommer 5.000 Musikliebhaberinnen und -liebhaber in der Region und sorgte an 20 Orten für Anklang. „Unser Konzept ist aufgegangen: Den Kultursommer im Jubiläumsjahr neben der Musik auch für andere Sparten zu öffnen, hat für eine durchweg positive Resonanz beim Publikum gesorgt und ganz neue Zielgruppen angesprochen“, resümiert Stefani Schulz, Leiterin des Teams Kultur der Region.

„Die musikalische Bandbreite zwischen neuer Musik, Klassik, Jazz und Folk, aber auch die interdisziplinären Formate zwischen Literatur, Theater und Kunst, die besonderen Spielorte und das persönliche ländliche Flair machen den Kultursommer zu einer ganz besonderen Veranstaltungsreihe – das hat uns das Publikum mit viel Lob bestätigt“, ergänzt Stefan Becker, Geschäftsführer der Stiftung Kulturregion Hannover, die das beliebte Musikfestival gemeinsam mit der Region Hannover veranstaltet.

Zu den besonderen Publikumsmagneten gehörte das Konzert mit Noam Bar im Bürgerpark Wunstorf mit über 600 Gästen, ebenso wie der Auftritt von Brazzo Brazzone auf der Wiese am Blumenauer Wäldchen mit mehr als 400 Besucher*innen. Wunstorf war erstmals in der 25-jährigen Geschichte des Kultursommers dabei – eine gelungene Premiere also. Ein kleiner, feiner und gut besuchter Klassikabend war das Heitlinger Sommerkonzert mit rund 180 Gästen. Und auch das Festival „Parkbeben“ auf dem KulturGut Poggenhagen in Neustadt am Rübenberge mit rund 800 Kulturfans kam beim Publikum gut an.

„Literatur, Theater, Film, Konzert, Performances und Tanz, in diesem Jahr war wirklich für jede*n etwas dabei – das bestätigen auch die Zahlen“, fasst Sandra van de Loo vom Team Kultur der Region Hannover zusammen, das gemeinsam mit der Stiftung Kulturregion Hannover und zahlreichen Vereinen und Initiativen das Programm auf die Beine gestellt hat. Eine Erkenntnis aus dem vergangen Kultursommer hat sich auch in diesem Jahr bestätigt: „Auf den Vorverkauf allein konnte man nicht setzen“: Die Menschen kaufen Tickets nicht mehr lange im Voraus, sondern entscheiden sich spontan für einen Konzertbesuch“, berichtet van de Loo. Wegen des unsteten Wetters im August wurde so manches Konzert kurzerhand nach drinnen verlegt. „Das tat der guten Stimmung vor Ort aber keinen Abbruch.“

Der Kultursommer 2024 wird mindestens ebenso bunt

Nach dem Kultursommer ist vor dem Kultursommer: Im nächsten Jahr findet das Festival vom 20. Juli bis 31. August statt. Und weil das Konzept in diesem Jahr so gut ankam, dürfen sich Veranstalter*innen aus den Städten und Gemeinden der Region auch für das kommende Jahr mit Veranstaltungen oder spartenübergreifenden Programmen für die Teilnahme am Festival und um eine Förderung der Stiftung Kulturregion Hannover bewerben. Wichtig dabei ist, dass die Veranstaltungen sich durch eine überzeugende künstlerische Qualität, ihre Einzigartigkeit, besondere Formate bzw. Spielorte von üblichen Kulturprogrammen abheben und auf das sommerliche Festival zugeschnitten sind.

Bewerben können sich alle ehren- und hauptamtlichen Kulturveranstalter*innen mit Sitz in der Region Hannover. Ansprechpartnerinnen sind Sandra van de Loo (Team Kultur der Region Hannover), Telefon (0511) 616-26414, und Friederike Kohn (Stiftung Kulturregion Hannover), Telefon (0511) 22061015. Weitere Informationen unter: www.kultursommer-region-hannover.de

Geosound

„GeoSounds“: Die Hörregion lädt zur akustischen Schnitzeljagd

3. August 2023/in Region Hannover, Kultur

Geocaching-Rätseltour führt Spieler*innen an 17 klangvolle Orte in der Region

REGION HANNOVER (PM). Hinhören lohnt sich: Die Hörregion Hannover hat gemeinsam mit der Landeshauptstadt als UNESCO City of Music und dem Unternehmen „Geheimpunkt“ eine neue Geocaching-Tour quer durch die Region Hannover entwickelt: die „GeoSounds“. Spieler*innen können mithilfe ihres Smartphones oder eines GPS-Geräts 17 Schätze, die sogenannte Caches, aufstöbern. Wer vor Ort dann noch ein Rätsel rund um Klang und Musik löst, darf seinen Erfolg im Logbuch verewigen.

„Die Geocaching-Tour ist ein toller Anlass für einen Ausflug zu besonderen Orten in der Region – und sie macht für alle erlebbar, warum die Region Hannover eine Hörregion ist: Hier wurde die Schallplatte erfunden, hier sitzt das weltweit größte Versorgungszentrum für Cochlea-Implantate und hier spürt ein Institut Gravitationswellen auf und horcht so gewissermaßen in den Weltraum“, erklärt der Erste Regionsrat Jens Palandt.

Die Tour basiert auf der Reihe „Musikalische Ge(o)heimnisse“ von 2013. „Nach zehn Jahren waren nicht mehr alle Caches aktuell, die Idee einer akustischen Schnitzeljagd durch die Region hat aber nichts von ihrem Reiz verloren. Deswegen haben wir als Hörregion die Tour übernommen und grundlegend überarbeitet“, berichtet Hörregionsleiter Nils Meyer. Fünf der 17 Caches sind neu, fünf wurden aufwendig umgestaltet. Die Ziele liegen in sieben Regionskommunen und reichen vom Naturparkhaus am Steinhuder Meer über den Park der Sinne in Laatzen bis zum Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik.

Daniel Pflieger ist Gründer von „Geheimpunkt“ und war mit seinem Team von Geocaching-Expert*innen für die Umsetzung der Tour verantwortlich. Er sagt: „Uns war wichtig, mit den Rätseln zu zeigen, wie vielfältig das Thema „Hören“ ist: Am MusikZentrum Hannover lässt sich der Cache öffnen, indem man Musik von hannöverschen Acts lauscht und die Band errät. Am Deutschen HörZentrum versteckt sich das Logbuch hinter Fragen zur Hörgesundheit. In Burgdorf müssen Spieler einen Hörspaziergang durch die Stadt absolvieren, um zur Lösung des Geocaches zu gelangen.“

Die Stadt Hannover war als UNESCO City of Music bereits bei der Entwicklung der Vorgänger-Tour an Bord und hat drei kulturelle Caches zu den „GeoSounds“ beigesteuert. „Wir sind stolz auf unsere vielfältige Kulturlandschaft und freuen uns darauf, dass neugierige Besucher*innen über die Geocaching-Tour Locations wie das Kulturzentrum Pavillon oder das MusikZentrum Hannover entdecken und am besten für einen Konzertbesuch wiederkommen“, berichtet Janika Millan vom Kulturbüro der Landeshauptstadt.

So funktioniert die Tour

Wer die Rätseltour ausprobieren möchte, braucht dafür nur ein Smartphone oder ein GPS-Gerät. Die Koordinaten zu den 17 Stationen gibt es online unter www.geocaching.com/play/geotours/geosounds. Wie genau das Rätsel funktioniert, ist am jeweiligen Cache beschrieben. Die Caches haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sind aber alle für Jugendliche ab 14 Jahren oder Familien mit Kindern lösbar.

Informationen zur Tour sind online unter www.hannover.de/geosounds abrufbar.

Die Hörregion Hannover             

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hörsinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

365 Tage - 365 Fotos – BGPress 0075© Bernd Günther

365 Tage – 365 Fotos

30. Juli 2023/in Region Hannover, Kultur

Von einer Idee zum fertigen Bildband

BURGDORF (bg). Im Jahre 2019 hat sich die Fotografin Susanne Rost (56) aus Burgdorf spontan vorgenommen, ein Jahr lang jeden Tag ein Foto zu machen. Daraus sollte später ein Bildband mit dem Titel „365“ entstehen. „Nichts unbedingt Neues, aber für mich eine Herausforderung“, so die Fotografin. Wir haben mit ihr ein einstündiges Interview geführt und die Entstehungsgeschichte verfolgen können.

Schon als junges Mädchen hat sie sich mit der Fotografie auseinandergesetzt. Analog, schwarz-weiß und mit einem eigenen kleinen Labor. Dann war nach ein paar Jahren Schluss. Fotografie war nicht mehr ihr Thema. Erst vor 10-15 Jahren hat Susanne Rost dann ihr analoge Kamera wieder zum Leben erweckt.

Für sie änderte sich mit einer Digitalkamera, die sie geschenkt bekam, das Verhältnis zur Fotografie. Obwohl die grundsätzliche Bedienung zwischen analogen und digitalen Kameras im Prinzip gleich geblieben ist, war sie nach ihren Aussagen etwas mit der neuen Technik überfordert. Da sie sich nicht als Autodidaktin sieht, holte sie sich durch Fachbücher und Kursen an der Volkshochschule das für sie benötigte Hintergrundwissen. Ein Virus war geboren – der Fotografievirus –, ansteckend und wenn man die Leidenschaft entwickelt, eine dauerhafte Leidenschaft auf Lebenszeit. Die selbst gesteckten Herausforderungen wuchsen von Tag zu Tag. Immer neue kreative Ziele mussten her. Die Suche nach dem einen Foto, was jeden Fotografen und sich selber zufrieden stellt, begann. Ein weiter Weg.

Susanne erzählt: „Die größte Herausforderung für mich ist und war, die Bilder, die ich im Kopf habe, in einem Foto zu verwirklichen. Die Technik habe ich inzwischen im Griff. Ich gehe gar nicht gezielt los, um eine Idee zu verwirklichen. Mein eigenes Bild muss mich berühren. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, fotografisch zu sehen. Mit der eigenen Entwicklung hat man die Fähigkeit bekommen, Bilder im Voraus im Kopf entstehen zu lassen“.

Auf die Frage, ob es bei ihr auch immer wieder einen „fotografischen Stillstand“ gebe, sagte sie:“ Ich habe häufig das Gefühl, ich komme nicht weiter. Meine Bilder entwickeln sich nicht. Ich entwickel mich nicht weiter. Mit einem gewissen eigenen Abstand sehe ich dann aber schon, es geht Schritt für Schritt voran.“ Ob es ein Ziel für sie gebe? „Ein Ziel… ich weiß nicht. Da bin ich mir nicht sicher. Vielleicht ist der Weg das Ziel.“ Nach jedem Berg kommt ein neuer Horizont

Die Idee mit einem eigenen Bildband und den 365 Tagen hat sie immer wieder zuerst verworfen. Dann, am 5. Juni 2019, fing sie spontan das Projekt „365“ an. „Mir war klar, dass dieses Buch eine persönliche Herausforderung darstellte. Man benötigt Durchhaltewillen und vor allem unglaubliche Selbstdiziplin.“ Jeden Tag musste ein Foto entstehen. Motive gab es genug, aber reichten die Susanne? „Manchmal konnte ich nicht einschlafen? Habe nachgedacht. Über den nächsten Tag, das nächste Motiv. Würde ich es finden? Reicht es meinen Ansprüchen? Ist das vielleicht doch schon das Ende meines Projektes?“

Häufiger war sie kurz vor dem Aufgeben. Der Sinn wurde plötzlich in Frage gestellt. Ihr Mann Michael, selber leidenschaftlicher Fotograf, war in diesen Tagen immer ihr größter Motivationsfaktor. Besonders schlimm waren für sie die letzten 10 Tage. „Ich hatte das Gefühl, die Fotos würden immer schlechter. Mich quälte die Fertigstellung. Ich wollte, dass es endlich aufhört.“, so Susanne. Im Nachhinein sind gerade die letzten Aufnahmen interessant und gelungen. So sieht sie es heute auch, wenn sie den 330 Seiten dicke Bildband für sich durchblättert. Er ist textlich mit eigenen Gedanken und Anmerkungen zusätzlich versehen. Viele von ihren Fotos sprechen aber für sich. Erzählen eine eigene kleine Geschichte in ihrer Bildsprache. Es gibt nur zwei Bände. „Der Bildband ist für mich persönlich. Ein Abschluss für eine lange Zeit mit Zweifeln und Ängsten, sein gestecktes Ziel zu erreichen“, sagt Susanne. Und sie hat es erreicht. Daran besteht kein Zweifel beim Betrachten ihrer Bilder. Vielleicht gibt es irgendwann einmal eine Ausstellung. Ob sie sich das vorstellen könnte, frage ich sie. Susanne zögert: „Weiß nicht, wen interessieren denn meine Bilder? Ja vielleicht, mal sehen.“ Sie geht mit sich sehr kritisch um. Kann es nicht glauben, dass viele Fotos von ihr etwas Besonderes haben. Man entdeckt kleine Details, die dem nicht fotografischen sehenden Auge verborgen bleiben. Dabei stechen ihre Bilder zum Teil gerade wegen der Details heraus. Sie zeigt das Leben, so wie sie es sieht. Eigentlich schon immer ihr persönliches Ziel. Das Leben einfangen und Personen fotografieren. In ihrem Umfeld. Unbeeinflusst von gestelltem Bildaufbau.

Die Entstehung der Aufnahmen fielen nach knapp einem halben Jahr in die Anfänge der Corona-Pandemie. Ob sie das behindert hat? „Sicherlich. Plötzlich ist alles anders. Wir verändern uns. Die Welt verändert sich. Ich bin auf Landschaften ausgewichen, aber das ist nicht meine Welt. Plötzlich waren da leere Regale. Ein neuer Blickwinkel entstand. Aber Corona hat mich auch gehemmt. Man merkte die Distanzierung unter den Menschen. Die Vorsicht und Skepsis gegenüber dem Mitmenschen. Masken dominieren die Persönlichkeit und man stellt eines fest. Die Augen – Fotografen wissen das – sind einer unserer Hauptkontakte zur Aussenwelt. Sie zeigen Lächeln, Verzweiflung, Ängstlichkeit und Freude.“, erzählt Susanne. 

Wie ihre weiteren Ideen aussehen? Dazu ließ sie eine Antwort mit einem Lächeln schuldig. Es lohnt sich, diese Fotografin zu beobachten. Nach über einer Stunde endet unser Interview. Mit vielen persönlichen Eindrücken und einer spürbaren Begeisterung von ihr für die Fotografie. 

Ihr Buch begann und endete übrigens mit einem Foto ihres persönlichen Blicks in den Außenspiegel ihres Autos. Vielleicht sollte er uns sagen, schau auch hinter dich,  um alles zu entdecken und zum Schluss einen Rückblick auf die vergangenen 365 Tage, die sie hinter sich gelassen hat. Mit 365 ganz persönlichen Eindrücken.

In der heutigen schnelllebigen Zeit hat sich das Gesicht der Fotografie durch Digitaltechnik und Handys stark gewandelt. Millionen von Schappschüssen werden jeden Tag geschossen und schnell in die Social Medias hochgeladen. Dabei fangen unsere Augen an, dass besondere Sehen einer Fotografin oder eines Fotografen langsam zu verlieren. Vielen Bildern fehlen die Aussagekraft. Sie sind nicht besser oder schlechter – sie sind einfach anders. Das ist auch ein Grund für Susanne Rost, ihre Fotos nicht so stark der Öffentlichkeit zu präsentieren, die nach ihren eigenen Aussagen schnell in der Masse untergehen. Ein kurzer Blick und dann der nächste Klick. Likes sind wichtiger als die Betrachtung einer Bildaussage in aller Ruhe. Ein Tribut, denn wir mit unserer digitalen Sichtweise leider bezahlen müssen. Vielleicht sogar eine Gefahr für die ursprüngliche Art der Fotografie.

Ein paar Impressionen aus ihrem Buch „365“ hat Susanne Rost uns zur Verfügung gestellt.  

  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 2
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 3
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 4
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 5
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 6
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Nach dem Lockdown endlich wieder zum Friseur © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 7
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Die Geschwindigkeit unserer Zeit © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 8
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 9
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost- Corona hinterläßt Spuren © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 10
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Details muss man sehen © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost - Das Startbild als Einstieg © Susanne Rost 2021
  • 365 Tage - 365 Fotos – BGPress 365
    Ein Bildband der Fotografin Susanne Rost © Susanne Rost 2021
Seite 2 von 13‹1234›»

Hinweise von Bürgern für unsere Redaktion über aktuelle Geschehen

Fotos oder Hinweise?

Sende Informationen, Hinweise oder Fotos direkt an die Redaktion.

📤 Fotos / Hinweise senden
📤 Hinweis senden
Fotos / Hinweise an Redaktion übermitteln
Zur Startseite

Anzahl unser Artikelaufrufe

Search Search

Neueste Beiträge

  • Fahrerflucht Hannover: Pkw überschlägt sich nach Kollision 19. Juli 2026
  • Verkehr Finals: Neue Karte erleichtert Anreise in Hannover 17. Juli 2026
  • Sperrung der Podbielskistraße: Umleitungen ab 20. Juli 16. Juli 2026
  • KI-Ernährungsforschung: MHH entwickelt Vorhersage-Plattform 16. Juli 2026

Kategorien

  • Gesundheit
  • Hannover
  • Kultur
  • Niedersachsen
  • Panorama
  • Politik
  • Polizei
  • Region Hannover
  • Reisen
  • Veranstaltungen
  • Verkehr
  • Welt-News
  • Wirtschaft
Juli 2026
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
« Juni    
RSS Feed Logo RSS Feed Logo Abonniereden RSS Feed

Artikelaufrufe seit 2020

Titelbild BG-PRESS.de

Kategorien

© Copyright 2025 - bg-press.de - Enfold Theme by Kriesi
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Cookie Warnung
This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass dies für Sie in Ordnung ist, aber Sie können die Verwendung von Cookies ablehnen, wenn Sie dies wünschen. ACCEPT / AKZEPTIERT REJECT / ABLEHNEN
Privacy & Cookies Policy

Privacy Overview

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary
immer aktiv
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Non-necessary
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.
SPEICHERN & AKZEPTIEREN