BG-PRESS
  • Startseite
  • Werbung schalten
  • Suchen
  • Game
  • Über uns
    • Unsere Leistungen
    • Kontaktanfrage
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Menü Menü
  • Link zu Instagram
  • Link zu Facebook

Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Wasserwacht

Wasserwacht des DRK gibt Tipps für den Badeurlaub

27. Juni 2023/in Niedersachsen

Sicherheit am und im Wasser

BERLIN (PM). Die Temperaturen steigen und die Sommerferien stehen vor der Tür. Jung und Alt zieht es ans Wasser. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gibt praktische Tipps, für einen entspannten Aufenthalt am und im Wasser. „Vor dem Sprung ins kühle Nass sollten einige einfache Regeln beherzigt werden“, betont Andreas Paatz, der Bundesleiter der Wasserwacht, zum Start in die Badesaison.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Die beste Vorbeugung vor Ertrinkungsunfällen ist das Schwimmenlernen. Aber: „Die Einschränkungen während der Corona-Pandemie haben es noch mal deutlich verschärft: Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht angeboten wird und Schwimmbäder geschlossen sind“, erklärt Andreas Paatz.

Die Wasserwacht rät deshalb: Eine Wassergewöhnung kann bereits im Säuglingsalter mit dem Babyschwimmen beginnen und stetig erweitert werden.

Wenn ein neun- bis zehnjähriges Kind nicht sicher schwimmen kann – mindestens Niveau des Deutschen Schwimmabzeichens in Bronze – sollten Eltern spätestens jetzt aktiv werden und selbst mit dem Kind üben oder noch besser einen Schwimmkurs besuchen. Schwimm- und Wassergewöhnungskurse bietet die Wasserwacht vielerorts an. Und: „Für das Schwimmenlernen ist man nie zu alt“, so Andreas Paatz.

Kinder unbedingt im Blick behalten

Eltern dürfen am Wasser spielende Kinder keinen Augenblick unbeaufsichtigt lassen. Das gilt bereits bei geringer Wassertiefe. Denn Wasser zieht Kinder magisch an – und nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schlimme Folgen haben. Planschbecken, Pool oder Teich auf Grundstücken müssen gesichert sein und dürfen für kleine Kinder nicht selbst zugänglich sein. Kinder ertrinken leise oder lautlos.

Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen oder Auftriebsmittel wie Luftmatratzen oder Schwimmtiere sind kein Garant für Sicherheit. Sie können die Wassergewöhnung unterstützen, schützen aber keinesfalls vor dem Ertrinken. Eltern sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um den Ausflug selbst auch entspannt genießen zu können. Damit die Kleinen nicht unterkühlen, müssen regelmäßige Pausen an Land gemacht wären. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten für alle an Bord Pflicht.

Baderegeln beachten

Das Beachten der Baderegeln und eine realistische Eigeneinschätzung der eigenen Kräfte sind eine empfehlenswerte Lebensversicherung. Auch das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze kann Kinder oder Erwachsene nicht zuverlässig vor dem Ertrinken schützen. Wichtig ist, die Regeln für den Spaß im und am Wasser zu beachten. Dazu gehört: Jemandem Bescheid zu geben, wenn man ins Wasser geht. Längere Strecken nicht allein schwimmen. Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht mit vollem Bauch oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht in unbekannte Gewässer springen, da man häufig nicht erkennen kann, wie tief das Wasser ist.

Erfahrungsgemäß überschätzen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene oftmals ihre eigenen Kräfte, was sich unter Einfluss von Drogen wie Alkohol leider oftmals drastisch verschärft und zum Ertrinkungsunfall führen kann.

Vorbereitung ist alles

Zum Besuch am Wasser gehört neben einer Picknickdecke auch ein ausreichender Proviant an alkoholfreien Getränken und Essen möglichst in einer Kühlbox. Ganz wichtig: der Sonnenschutz. Kopfbedeckung, Sonnencreme, Sonnenschirm oder Strandmuschel sollten nicht fehlen. Ideal ist zudem ein möglichst schattiger Platz. Handtücher und trockene Wechselkleidung zwischen den Badegängen gehören ebenfalls dazu. Zu guter Letzt noch eine Mülltüte, um den Müll mitnehmen zu können und keine Spuren in der Umwelt nach einem tollen Tag am Wasser zu hinterlassen.

Die Wasserwacht leistet mit 140.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften vielerorts in Deutschland Aufsicht an Badestellen und bei Veranstaltungen am und im Wasser und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken. Eine Wasserwacht-Gruppe in der Nähe findet man neben vielen hilfreichen Tipps, Angeboten und Informationen auf der Website www.wasserwacht.de

Daniela Behrens Niedersächsische Innenministerin© Matthias Falk

Gemeinsamen Lagebildes von Polizei und Justiz zur Clankriminalität 2022 in Niedersachsen

26. Juni 2023/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens: „Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent“

HANNOVER (PM). Innenministerin Behrens: „Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent ist ein Beleg dafür, dass wir bei der Zuordnung von Taten deutlich besser geworden sind. Er verdeutlicht aber auch, dass wir die Clankriminalität weiter sehr genau beobachten und entschieden bekämpfen müssen“

Justizministerin Wahlmann: „Das heute vorgestellte Lagebild zeigt, dass die von Justiz und Polizei getroffenen Maßnahmen greifen. Die hohe Zahl von Anklagen im Verhältnis zu den eingeleiteten Strafverfahren bei den Zentralstellen belegt: Straftaten krimineller Clanmitglieder werden konsequent verfolgt und geahndet. Unser Rechtsstaat lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen“

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, und die Niedersächsische Justizministerin, Dr. Kathrin Wahlmann, haben heute (26.06.2023) das dritte gemeinsame Lagebild von Polizei und Justiz zur Clankriminalität in Niedersachsen vorgestellt.

Kriminelle Clanstrukturen sind gekennzeichnet durch die Begehung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten jeglicher Deliktsart und -schwere aus diesem Umfeld, das sich durch ein hohes kriminelles Potenzial und eine allgemein rechtsfeindliche Gesinnung auszeichnet.

Die maßgeblichen, ergänzenden Indikatoren umfassen unter anderem:

  • das Ausleben eines stark überhöhten familiären Ehrbegriffs und das innerfamiliäre Sanktionieren von Verstößen gegen diesen Ehrbegriff,
  • das Voranstellen von familieninternen, oft im Gewohnheitsrecht verwurzelten Normen über das Gesetz und die Verfassung,
  • das Provozieren von Eskalationen auch bei nichtigen Anlässen oder geringfügigen Rechtsverstößen unter Ausnutzung clantypischer Mobilisierungs- und Bedrohungspotentiale,
  • eine den Rechtsstaat umgehende oder unterlaufende Paralleljustiz. 

Wesentliche Inhalte des Lagebildes 2022

Im Jahr 2022 wurden der Clankriminalität insgesamt 3.986 Straftaten zugeordnet, im Jahr 2021 waren es noch 2.841. Dieser deutliche Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent ist sowohl auf einige Umfangsverfahren als auch auf eine durch intensive Befassung mit den Strukturen verbesserte phänomenbezogene Zuordnung zurückzuführen. Verglichen mit der gesamten Polizeilichen Kriminalstatistik, welche 523.996 Straftaten insgesamt ausweist, ergibt dies für die Clankriminalität einen prozentualen Anteil von 0,76 Prozent.

Innenministerin Behrens erklärt dazu: „Der Anstieg der Fallzahlen um etwa 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist ein Beleg dafür, dass wir bei der Zuordnung von Taten deutlich besser geworden sind. Er verdeutlicht aber auch, dass wir die Clankriminalität weiter sehr genau beobachten und entschieden bekämpfen müssen. Sogenannte ‚Hotspots‘, wie wir sie dieser Tage in anderen Bundesländern wahrnehmen, gibt es in Niedersachsen nicht in vergleichbarem Ausmaß. Die Niedersächsische Polizei und die Justiz setzen alles daran, dass das auch in Zukunft so bleibt!“

Dr. Kathrin Wahlmann: „Die niedersächsische Justiz hat auf das Phänomen der Clankriminalität reagiert und vier spezialisierte Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften in Braunschweig, Hildesheim, Osnabrück und Stade eingerichtet. Die Arbeit der Zentralstellen basiert dabei auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die konsequente Bekämpfung von Clankriminalität umfassend nicht erst ab der Schwelle zur Organisierten Kriminalität, sondern bereits deutlich darunter, zum Gegenstand hat. “

Die Clankriminalität hat zwar statistisch nur weniger als ein Prozent Anteil an der polizeilich erfassten Kriminalität, stellt aber die Strafverfolgungsbehörden anhaltend vor große Herausforderungen und wirkt sich neben den objektiv von ihr ausgehenden Gefahren insbesondere auf die subjektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger negativ aus, weshalb sie seit mehreren Jahren als ein landesweiter Schwerpunkt in der Aufgabenwahrnehmung von Polizei und Justiz verfolgt wird.

Kennzeichnend für das Phänomen der Clankriminalität machen Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 1.268 Taten fast ein Drittel der Gesamtfälle aus. Bei genauerer Betrachtung wird dabei ersichtlich, dass insbesondere die Körperverletzungsdelikte mit 763 Fällen einen Großteil der Rohheitsdelikte ausmachen. Bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 452 Delikten liegt der Schwerpunkt bei den Bedrohungen mit insgesamt 354 Fällen.

3.323 Personen wurden als tatverdächtige Personen erfasst, im Vergleich dazu waren es im Jahr 2021 noch 2.622 Tatverdächtige. Etwa 82 Prozent der tatverdächtigen Personen waren männlich und 57% in einem Alter unter 30 Jahren. Etwa 55 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Tatorte verteilen sich – in unterschiedlicher Ausprägung – über das gesamte Flächenland Niedersachsen, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. Eine dauerhafte Konzentration an bestimmten Orten ist nicht festzustellen.

Maßgebliche Bekämpfungsansätze

Mit der im Januar 2022 aktualisierten „Landesrahmenkonzeption zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen in Niedersachsen“ bestehen landesweit einheitliche und zukunftsfähige Standards, die auf einen ganzheitlichen und niedrigschwelligen Ansatz abzielen.

Innenministerin Behrens sagt: „Die niedersächsischen Strafverfolgungsbehörden setzen dabei konsequent auf eine Null-Toleranz-Strategie. Das bedeutet erstens: hoher Kontrolldruck und zweitens: niedrigschwelliges Einschreiten. Wir schauen hin, wenn kriminelle Mitglieder von Großfamilien ihre Macht zur Schau stellen und greifen konsequent ein.“

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Verkehrs- und Gewerbekontrollen – ­auch unter Beteiligung kommunaler Behörden wie Ordnungs‐, Finanz‐ und Bauämtern sowie der Gewerbeaufsicht. Ziel ist die eindeutige Botschaft und Realität, dass Rechtsverstöße jedweder Art mit aller Konsequenz verfolgt werden.

Justizministerin Dr. Wahlmann ergänzt: „Aus einem Großteil der Straftaten von Clanmitgliedern spricht eine grundsätzliche Verachtung unserer offenen, demokratischen Gesellschaft und unseres Rechtssystems. Das nehmen wir nicht hin. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat; Parallelgesellschaften werden wir auch in Zukunft nicht dulden. Unsere Botschaft ist klar: Wer sich über unsere Gesetze und Regeln stellt, der wird auch in Zukunft die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.“

Bei der Bekämpfung des Phänomens Clankriminalität ist zudem die Intensivierung der Netzwerkarbeit von besonderer Bedeutung. Dazu Ministerin Behrens: „Die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden mit anderen externen Netzwerkpartnern hat sich mittlerweile etabliert und ist ein entscheidender Bekämpfungsansatz gegen die Verfestigung krimineller Clanstrukturen. Bei vielen Behörden herrscht der Konsens, dass die Intensivierung dieser Partnerschaften unabdingbar ist und auch im zurückliegenden Berichtsjahr sind weitere Kooperationen entstanden. Mit diesem Ansatz nimmt Niedersachsen auch im Bundesvergleich eine Vorreiterrolle ein und bringt sich entsprechend mit Best-Practice-Beispielen in der geplanten ‚Allianz gegen Clankriminalität‘ des Bundesinnenministeriums ein.“

Das Fazit von Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann: „Unsere niedersächsischen Behörden sind gut vernetzt – dadurch gelingt es uns, Clankriminalität schnell und effektiv zu verfolgen. Dabei kooperieren unsere Ermittlungsbehörden auch mit Kommunen und führen regelmäßige Netzwerktreffen durch. Es freut mich, dass Niedersachsen inzwischen eine beispielgebende Vorreiterrolle bei der Bekämpfung von Clankriminalität eingenommen hat.“

FSJ Freiwilligendienst

Wer sind eigentlich „diese“ Freiwilligendienstleistenden?

26. Juni 2023/in Niedersachsen

Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen/Bremen bietet jährlich über 200 Plätze und fordert die Stärkung der Freiwilligendienste

HANNOVER / BREMEN (PM). Tausende junger Menschen werden in den nächsten Wochen die Schule beenden und überlegen sich, im Anschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu absolvieren.

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat, um sich noch besser auf seine Freiwilligen einzustellen, eine Analyse erstellt, die einige überraschende Ergebnisse rund um den Freiwilligendienst liefert. Insbesondere im Hinblick auf die aktuell von der Bundesregierung ab 2024/25 geplanten Kürzungen im Bereich der Freiwilligendienste unterstreichen zentrale Ergebnisse dieser Studie, wie unverzichtbar eine verlässliche Förderung und Stärkung in diesem Bereich sind.

Denn noch immer ist bei den Interessierten für ein FSJ oder BFD der Familienhintergrund entscheidend und scheint finanziell oder sozial schwächere Jugendliche vom Dienst beinahe auszuschließen. Der Freiwilligendienst wird mit einem Taschengeld in Höhe von 518 Euro monatlich entlohnt. Die Freiwilligen werden sozialversichert und erhalten 30 Tage Urlaub. Eine Unterkunft allerdings kann die JUH nicht stellen, der Freiwilligendienst wird also in der Regel von den Eltern ideell und finanziell unterstützt. „Einen Freiwilligendienst muss man sich leider leisten können. Es wäre wünschenswert, wenn auch mehr Menschen aus finanziell schwächeren Familien an den Diensten teilnehmen könnten“, erklärt Bodo Dannhöfer als Verantwortlicher für die Freiwilligendienste im Landesverband.

Die Planungen der Bundesregierung allerdings würden diese Diskrepanz erheblich verstärken. Laut Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen sei die bereits für 2024 geplante Mittelkürzung daher ein völlig falsches Signal: „Freiwilligendienste sind ein wichtiger Teil des bürgerlichen Engagements. Wir brauchen also neben einer gesellschaftlichen auch eine finanzielle Stärkung dieses Engagements und den Ausbau des Angebots, so dass jeder und jede die gleiche Chance auf ein FSJ hat. Nicht selten wird aus dem FSJ zudem eine ehrenamtliche Tätigkeit oder eine Berufsausbildung bei uns.“ Entsprechend unterstützen die Johanniter auch bundesweit die Petition https://www.fwd-staerken.de/unterschreiben.

Die gesamte Studie der Johanniter und ihre Analyse läuft seit 2017, bisher liegen dazu rund 3.000 Datensätze vor. Sie wurden anhand von 530 Interviews mit Freiwilligen aus den Einrichtungen der JUH erstellt und durch weitere Jugendstudien, wie zum Beispiel den Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder die der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ergänzt. „Der Freiwillige“ ist demnach 20 Jahre alt, knapp überwiegend männlich, hat deutlich mehrheitlich Abitur und leistet seinen Freiwilligendienst meistens in den Sozialen Diensten wie Hausnotruf, Menüservice oder Kindertagesstätten ab. „Zu den Johannitern kommen Interessierte über das Internet und den sozialen Nahbereich, also Freunde, Familie oder Bekannte“, erklärt Bodo Dannhöfer.

Laut einer Analyse der Bertelsmann Stiftung von 2022 machten im Jahr 2020 fast 85.000 junge Menschen im Alter bis 27 Jahren einen Freiwilligendienst. Das entspricht circa 11,1 Prozent der Schulabsolventen. Über Abitur verfügten 59% aller Freiwilligen im Jahr 2020, fand der 16. Kinder- und Jugendbericht heraus. Viele nutzen den Freiwilligendienst aber auch als praktischen Teil zur Erlangung der Fachhochschulreife.

Die Motivation der Teilnehmenden für einen solchen Dienst resultiert aus der individuellen Schnittmenge von Motiv, Anlass, Thema und zeitlicher Limitierung, das heißt als Art Projektcharakter. Für viele Freiwillige ist der Freiwilligendienst eine Form der verlängerten Jugend, auch wenn sie in dieser Phase des Engagements viele wertvolle Erfahrungen für das anstehende Berufsleben machen.

Wer den Zivildienst von früher noch als Ersatzdienst zur Bundeswehr kennt und denkt, dass der Freiwilligendienst diesen 1:1 abgelöst hat, der irrt. „Das ist nicht der Fall. FSJ und BFD sind absolut freiwillig und jeweils ein Dienst an der Gemeinschaft. Beide Dienstformate dauern in der Regel zwölf Monate und können mit einer vierwöchigen Frist gekündigt werden“, klärt Dannhöfer auf.

Die JUH bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) für alle junge Menschen im Alter bis 27 Jahren an, die ihre Schulpflicht erfüllt haben. Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) steht dabei auch für Menschen offen, die älter sind als 27 Jahre. Beide Formate sind für junge Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv. Nach der Schulausbildung bildet ein Freiwilligendienst eine willkommene und anerkannte Übergangsphase zur Berufsausbildung, zum Studienplatz und zur Selbstfindung.
Das Besondere: In den zwölf Monaten werden die Freiwilligen pädagogisch unter anderem mit mindestens 25 Seminartagen begleitet und können ihre Erfahrungen in der Gruppe austauschen und gemeinsam reflektieren. Darin enthalten sind auch die jeweilige fachliche Ausbildung für das Einsatzgebiet (zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungshelfenden oder-sanitäter). Hinzu kommt, dass pädagogische Fachkräfte die jungen Menschen während des Freiwilligendienstes intensiv vor Ort in den Verbänden betreuen.

„Die Freiwilligendienste bieten damit die Chance, bereits vor dem Berufseinstieg eine Menge Erfahrungen zu sammeln, was sich unter anderem prägend auf die jeweilige Persönlichkeitsentwicklung und anschließende Berufsfindung auswirken kann“, sagt Bodo Dannhöfer. In den 60 Ortsverbänden der JUH in Niedersachsen und Bremen gibt es vielseitige und beliebte Einsatzgebiete wie Rettungsdienst, Krankentransport, Fahrdienst, Hausnotruf, Menüservice, Erste Hilfe-Ausbildung, Jugendarbeit oder Kindertageseinrichtungen. „Neben geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen für den Einsatzbereich lernen die jungen Menschen fürs Leben. Sie integrieren sich in ihre neuen Teams, finden neue Freunde und machen sehr viele soziale und besondere Erfahrungen. Und natürlich erhalten die Absolventen zum Abschluss ein qualifiziertes Zeugnis. Ein Freiwilligendienst macht sich immer gut im Lebenslauf“, unterstreicht Dannhöfer.

Weitere Infos zu den Freiwilligendiensten der Johanniter in Niedersachsen und Bremen unter: www.johanniter.de/fsj-bfd-nb

Starkregen und Unwetter

Südlicher Teil Niedersachsens von starkem Unwetter betroffen

23. Juni 2023/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens: Polizei und Feuerwehr waren und sind trotz Starkregen und Gewitter unermüdlich im Einsatz

HANNOVER (PM). Die starken Regenfälle und Gewitter im Zusammenhang mit der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für Niedersachsen haben besonders in Braunschweig und im Großraum Göttingen, Northeim, Hildesheim gestern (22.06.2023) und heute in den frühen Morgenstunden für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt.

Auch sorgten diese insgesamt dafür, dass im südlichen Bereich Niedersachsens der Individualverkehr und Öffentliche Personennahverkehr stark beeinträchtigt wurde. Vollgelaufene Keller und das Eindringen von Regenwasser verursachten außerdem an vielen Gebäuden zum Teil große Schäden und überschwemmte Straßen.

Im Einsatzbereich der Polizeidirektion Braunschweig kam es zu rund 1.000 Feuerwehr- und knapp 500 Polizei-Einsätzen, die überwiegend Hilfeleistungen bei Beschädigungen und Gefahrenstellen umfassten. Rund um Göttingen rückten die Rettungskräfte mehr als 250 Mal aus, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen und vollgelaufene Keller trockenzulegen.

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, sagt: „Trotz der Wucht, mit der das Unwetter vor allem den südlichen Teil Niedersachsens getroffen hat, richteten der Starkregen und Gewitter glücklicherweise weitestgehend nur Sachschäden an. Polizei und Feuerwehr waren und sind trotz Starkregen und Gewitter unermüdlich im Einsatz, um Gefahrenstellen zu sichern und Schäden zu beseitigen – das ist ein großartiger Einsatz der Rettungskräfte. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken. Das Wichtigste ist, dass keine Menschen schwer verletzt wurden. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, Keller liefen voll Wasser und viele Menschen strandeten vor allem an den Bahnhöfen in Braunschweig und Hannover. Allein in der Leitstelle Braunschweig gingen seit Beginn des Unwetters rund 5.000 Notrufe ein. Vor allem im Raum Braunschweig arbeiten Polizei und Feuerwehr nach wie vor auf Hochtouren daran, die Schäden zu beseitigen. Das zeigt mir einmal mehr: Auf unsere Einsatzkräfte können wir uns in jeder Notlage verlassen!“

Neben vielen privaten Gebäuden wurden auch Dienstgebäude der Polizei Niedersachsen durch Regenwasser beschädigt. Der Dienstbetrieb wurde und wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt.

Hochwasserschutz

38 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland

16. Juni 2023/in Niedersachsen

Umweltminister Christian Meyer: „Klimakrise ist längst angekommen – Anpassungsmaßnahmen sind zwingend nötig“

HANNOVER (PM). Das Niedersächsische Umweltministerium setzt das Bau- und Finanzierungsprogramm (BuFP) für den Hochwasserschutz im Binnenland fort. 2023 stehen insgesamt rund 38 Millionen Euro bereit. Gefördert werden insgesamt 123 Projekte.

Umweltminister Christian Meyer: „Die Klimakrise ist längst angekommen in Niedersachsen – und ihre Folgen werden uns künftig noch stärker treffen. Starkregenkatastrophen und extreme Hochwasser werden auch bei uns zunehmen. Und die Orte und Risiken verändern sich. Um die Bürgerinnen und Bürger vor den Folgen der Klimakrise zu schützen, brauchen wir zwingend Investitionen in den Schutz unserer Bevölkerung. Ich bin froh, dass wir diese auch 2023 unterstützten. Und natürlich werden wir den Klimaschutz im Land konsequent vorantreiben.“

Bei den jetzt bewilligten Maßnahmen handelt es sich um Hochwasserschutzmaßnahmen im Binnenland. Dank des 2. Nachtragshaushaltes konnten Kürzungen vermieden werden. Die Mittelkürzungen des Bundes um 2,5 Millionen Euro wurde von der neuen Landesregierung vollständig kompensiert. Damit können wichtige Hochwasserschutzprojekte in allen Landesteilen fortgesetzt werden.

Zu den neu dazugekommenen Projekten gehören unter anderem eine Deichverstärkung zwischen Achim-Bierden und Bollen sowie ein Kompensationspool unterhalb von Wehningen. Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), dem GAK-Sonderrahmenplan Nationales Hochwasserschutzprogramm, aus Landesmitteln, Mitteln des Wirtschaftsförderfonds „Ökologischer Bereich“ und des Klimafonds sowie aus ELER-Mitteln. Minister Meyer: „Mit der Fortschreibung des Bau- und Finanzierungsprogramms wollen wir außerdem Voraussetzungen schaffen, um den teils sehr komplexen Planungsarbeiten und rechtlichen Verfahren den nötigen zeitlichen Vorlauf zu ermöglichen und damit den reibungslosen Ablauf der so wichtigen Projekte im Hochwasserschutz zu gewährleisten.“

Förderschwerpunkt des BuFP 2023 ist, wie in den letzten Jahren, der Neubau, die Grundinstandsetzung sowie die Erweiterung von Schöpfwerken mit 48 Vorhaben und einem ELER-Mittelvolumen von 27,5 Millionen Euro (mehrjährig). Zu den bedeutsamen Projekten, die über mehrere Jahre gefördert werden, gehören außerdem der Ausbau des Vechtaer Moorbachs zwischen Willohstraße und Wassermühle oder die Deichverstärkung am Allerdeich parallel zur B 215.

Air Defender 2023

Großübung „Air Defender 2023“ über Deutschland

12. Juni 2023/in Niedersachsen

Mehr als 250 Militärflugzeuge beteiligt

LANGEN / HANNOVER (PM/red). Vom 12. bis zum 23. Juni veranstaltet die Bundeswehr gemeinsam mit den NATO-Partnern unter der Bezeichnung „Air Defender 2023“ eine Großübung im deutschen und angrenzenden Luftraum.

Mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 25 Nationen und mehr als 250 beteiligten Flugzeugen ist dies die größte militärische Verlege-Übung von Luftstreitkräften seit Bestehen der NATO.

Festgelegte Teile des deutschen Luftraums werden jeweils zeitlich befristet für militärische Einsatzübungen reserviert und werden dann vorübergehend für zivilen Flugverkehr nicht zur Verfügung stehen.

Verspätungen und verlängerte Flugzeiten

Zivile Flüge werden, wo erforderlich, umgeleitet und erhalten feste Startzeitfenster. Übersteigt die geplante Anzahl an Flügen die aus Flugsicherungsgründen akzeptable Kapazität, können Verspätungen entstehen.

Simulationen der europäischen Flugsicherungsagentur EUROCONTROL lassen erwarten, dass mit Flugannullierungen im Vorfeld nicht zu rechnen ist. Flugverspätungen sowie verlängerte Flugzeiten dagegen werden unausweichlich sein. Dies liegt an der zu erwartenden Dynamik dieser bislang einzigartigen Großübung und der ohnehin vorhandenen Komplexität des Systems.

Deutsche Flugsicherung setzt mehr Personal ein

Die DFS Deutsche Flugsicherung wird im Zeitraum der Übung ihr Personal in außergewöhnlichem Umfang aufstocken. Fluggesellschaften und Flughäfen wurden schon früh mit allen relevanten Informationen versorgt. Sie haben ihrerseits operative Planungen beziehungsweise Bodenprozesse so weit wie möglich auf diese Situation angepasst.

Gemeinsam mit allen Systempartnern im Luftverkehr wird die DFS alles tun, um die Auswirkungen auf den zivilen Flugverkehr so gering wie möglich zu halten.

Lärmbelästigung lässt sich nicht komplett ausschließen

Um die Belastung durch Fluglärm so gering wie möglich zu halten, hat die Luftwaffe Maßnahmen ergriffen. Dazu zählt unter anderem die Nutzung von Luftraumkorridoren über dünn besiedelten Gebieten. Zusätzlich werden die Übungsgebiete großflächig verteilt und zeitlich gestaffelt, um punktuelle Belastungen auszuschließen.

Trotz dieser Vorkehrungen lässt sich der Fluglärm nicht gänzlich vermeiden. Dennoch sind Übungen wie Air Defender 23 von entscheidender Bedeutung für das militärische Training und eine Voraussetzung dafür, dass die Luftwaffe und ihre Verbündeten ihre Aufgaben in Bezug auf Landes- und Bündnisverteidigung erfüllen können.

Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 8620730 können sich alle Bürgerinnen und Bürger mit Fragen oder Beschwerden zum militärischen Flugbetrieb direkt an das Luftfahrtamt der Bundeswehr wenden.

Als zentrale Ansprechstelle beantworten die Mitarbeiter der Flugbetriebs- und Informationszentrale als Sonderleistung Fragen zum Thema Fluglärm und Tiefflug. Das Bürgertelefon steht Ihnen montags bis donnerstags zwischen 08:00 Uhr und 17:00 Uhr, freitags zwischen 08:00 Uhr und 12:30 Uhr zu Verfügung.

Warum ist die Air Defence 23 – Übung wichtig?

Im Rahmen der Air Defender 23 – Verlegeübung werden die Streitkräfte der NATO-Bündnispartner eine wegweisende Initiative starten. Diese Übung, die bis dato als die größte ihrer Art gilt, wird ihnen ermöglichen, ihre Fähigkeiten zur internationalen Verteidigung in einem realen Übungsraum zu trainieren. Verglichen mit einem Kleinfußballfeld wird hier auf einem richtigen Fußballfeld gespielt – das bedeutet, dass die Übungen so realistisch wie möglich gestaltet werden, um eine optimale Vorbereitung auf den Ernstfall zu gewährleisten.

Air Defender zielt darauf ab, die Ausbildung und Schulung der Streitkräfte zu stärken, die Wartung der Ausrüstung und Technik zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Soldatinnen und Soldaten verschiedener Nationen zu fördern. Aufgrund der umfangreichen Dimensionen von Air Defender wird es zwangsläufig im Juni 2023 zu einem erhöhten Luftaufkommen und damit auch zu gesteigertem Fluglärm kommen.

Wenn die Waldbrandgefahr steigt – Umgekippter Leitkegel Feuerwehr

Wenn die Waldbrandgefahr steigt

9. Juni 2023/in Niedersachsen

Wichtiges Hilfsmittel für Feuerwehren bei Wald- und Vegetationsbränden

HANNOVER (red). Mit der zunehmenden Hitze und Trockenheit steigt auch die Wald- und Vegetationsbrandgefahr in Niedersachsen massiv an. Am Wochenende ist in Teilen von Niedersachsen die Stufe 4, in einigen Landkreisen sogar die höchste Stufe 5 ausgerufen worden.

Hierbei sind laut Deutschem Wetterdienst (Stand 09.06.2023) vorrangig die Bereiche Lüchow, Faßberg, Bergen, Nienburg und Celle von der höchsten Stufe 5 betroffen.

Wie kennzeichnet die Feuerwehr den Weg zur Einsatzstelle?

Um bei Waldbränden oder in größeren Vegetationsflächen nachrückenden Feuerwehrkräften den Weg zur Einsatzstelle zu markieren, werden sogenannte Verkehrsleitkegel gezielt umgekippt als Markierung neben die Wege oder Kreuzungen gelegt. Hierbei zeigt die Spitze des liegenden Verkehrsleitkegels die Fahrtrichtung zur Einsatzstelle an. Die Hinweise sind vorrangig für ortsunkundige Löschkräfte sehr wichtig.

Sollten Sie also bei einem Spaziergang in der Feldmark oder in Waldgebieten auf solche liegenden Verkehrsleitkegel stoßen, ist bitte Folgendes unbedingt zu beachten:

  • Verkehrsleitkegel unter keinen Umständen aufstellen oder gar mitnehmen bzw. entfernen

  • Nicht die angegebene Richtung verändern. So können nachrückende Feuerwehrkräfte fehlgeleitet werden und sich im schlimmsten Fall festfahren oder es werden sogar Menschenleben gefährdet.

Ausserdem ist es wichtig, in Bereichen von Wäldern, Grasflächen und Feldern Folgendes zu beachten:

  • Nur ausgewiesene Parkflächen zu nutzten und nicht auf Grünstreifen zu parken (Brandgefahr durch heiße Katalysatoren)
  • Nicht zu rauchen und keine Zigarettenstummel aus fahrenden Fahrzeugen zu schmeißen
  • Kein offenes Feuer zu machen
  • Nicht in gefährdeten Gebieten zu grillen
  • Zu- und Durchfahrten für Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Forstbetrieb freizuhalten

Falls Sie im Wald oder auf Feldern Feuer oder Rauch sehen, ist unbedingt sofort die Feuerwehr unter 112 zu verständigen. Hierbei ist möglichst eine genaue Ortsangabe bzw. Richtungsangabe zum vermutlichen Brand  bzw. der Rauchentwicklung mitzuteilen.

Waldbrandgefahr

Feuerwehrverbände warnen: Waldbrandgefahr nimmt dramatisch zu!

7. Juni 2023/in Niedersachsen

In einigen Regionen höchste Alarmstufe erwartet

MÜNSTER (ots). Im Norden und Osten Deutschlands wird die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen dramatisch zunehmen. Darauf weisen der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) hin.

Nach Einschätzung des Waldbrandexperten von DFV und vfdb, Dr. Ulrich Cimolino, wird in einigen Regionen bereits in den nächsten Tagen die höchste der fünf möglichen Waldbrandwarnstufen sowie fast überall der zweithöchste Gefahrenindex für Graslandfeuer erreicht. „Das bedeutet, dass überall schnell Brände entstehen können. In den Gebieten mit hoher Waldbrandgefahr können sich bereits kleine Brände schnell auch in die ausgewachsene Vegetation ausbreiten und rasch weiter entwickeln, wenn sie nicht sofort massiv bekämpft werden“ so Cimolino, der sich auf Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes beruft.

Die beiden Verbände appellieren deshalb dringend an die Bevölkerung, das in ganz Deutschland bis zum 31. Oktober bestehende Verbot von Feuer und Rauchen im Wald zu beachten. Zugleich gibt Cimolino weitere wichtige Tipps:

Vermeiden Sie den Kontakt von heißen Oberflächen wie zum Beispiel Katalysatoren von KFZ oder heißen Maschinenteilen mit der Vegetation sowie die Überlastung und damit Überhitzung von Maschinen (Traktoren, Forstarbeitsgeräte).

Forstwirtschaftliche Betriebe sollten bei Tätigkeiten mindestens in abgelegenen, schwer durch die Feuerwehr zu erreichenden Gebieten, eigene Löschgeräte (Feuerlöscher, kleinere Wasserbehälter oder ähnlich) mitführen, um einen Entstehungsbrand zumindest bis zum Eintreffen der Feuerwehr klein halten zu können.

Alarmieren Sie schon beim Verdachtsfall auf einen Vegetationsbrand oder einem Brand an einer Maschine in der Vegetation die Feuerwehr unter 112.

Geben Sie eine möglichst genaue Orts- bzw. Anfahrtsbeschreibung an; sofern möglich, gern auch mit den GPS-Koordinaten aus Ihrem Smartphone.

Falls notwendig, weisen Sie die ersten Einheiten der anrückenden Feuerwehr ein, damit der Brandherd schneller bekämpft werden kann.

Sofern es sich um einen Entstehungsbrand handelt, versuchen Sie ihn mit etwas Wasser oder durch Ausstreichen mit einer Jacke, einem stabilen Stoff (z.B. Handtuch), oder einem Ast klein zu halten, wenn das noch gefahrlos möglich ist.

Aufgrund der Temperaturentwicklung der nächsten Tage und Wochen weist Cimolino insbesondere bei Einsätzen im Freien auf die Hinweise zur richtigen Schutzkleidung sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr hin.

Weltnichtrauchertag

Weltnichtrauchertag 2023

31. Mai 2023/in Niedersachsen

Gesundheitsminister Philippi warnt vor dem Rauchen und Dampfen – Verbot von Aromen in E-Zigaretten gefordert

HANNOVER (PM). Zum Weltnichtrauchertag 2023 fordert Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi ein Verbot von Aromen in E-Zigaretten. Philippi: „Auch Dampfen ist gefährlich und macht abhängig. E-Zigaretten sind der leichte Einstieg in die Sucht. Die bedauerliche Trendumkehr beim Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener lässt sich mutmaßlich auch mit den süßen und fruchtigen Aromen, die beim Konsum von E-Zigaretten verdampft werden, erklären. Die Aromen täuschen Spaß und Leichtigkeit vor, wo Gesundheitsschädigungen und Sucht drohen. Daher bin ich für ein konsequentes Verbot von Aromen in E-Zigaretten, sowohl für Nachfüllvarianten als auch für die Einweg-Vapes.“

Nach der aktuellsten Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (Debra) von Ende 2022 ist der Anteil von Raucherinnen und Rauchern unter den 14- bis 17-Jährigen zuletzt von 8,7 auf 15,9 Prozent deutlich gestiegen und hat sich damit fast verdoppelt. Bei den jungen Erwachsenen in der Kohorte der 18- bis 24-Jährigen stieg der Anteil der Raucherinnen und Raucher von 36,1 auf 40,8 Prozent. E-Zigaretten wurden der Befragung nach deutlich häufiger genutzt (0,5 auf 2,5 Prozent bei den 14- bis 17-Jährigen; 2,4 auf 4,0 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen).

In den Vorjahren war die Anzahl junger Raucherinnen und Raucher kontinuierlich gesunken. Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen aus dem Jahr 2021, die im Auftrag des Niedersächsischen Sozialministeriums erstellt wurde, hat der Anteil von Jugendlichen in Niedersachsen, die regelmäßig Zigaretten konsumieren, in den letzten Jahren erfreulicherweise kontinuierlich abgenommen. So gehörten 5,6 Prozent der Jugendlichen 2019 zu den täglichen Raucherinnen und Rauchern, während es 2013 noch 8,2 Prozent waren.

Philippi: „Rauchen ist und bleibt ein vermeidbares Gesundheitsrisiko. Raucherinnen und Raucher erkranken deutlich häufiger beispielsweise an Herz-Kreislauf, Atemwegs- und Krebserkrankungen. Jedes Jahr sterben deutschlandweit rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Auch wenn das Dampfen in seinen Folgewirkungen noch nicht erforscht ist wie das Rauchen, so ist definitiv von negativen Folgen auf die Gesundheit auszugehen.“

 

Innenministerin Daniela Behrens© Carl-Marcus Müller

Innenministerin Daniela Behrens zur Online-Befragung zu Gewalt gegen Einsatzkräften

30. Mai 2023/in Niedersachsen

Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen gibt Ergebnisse bekannt

HANNOVER (PM). Die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen hat heute (30.05.2023) die Ergebnisse der Online-Befragung in den niedersächsischen Freiwilligen Feuerwehren zu Erfahrungen mit Beleidigungen, Beschimpfungen, Bedrohungen und tätlichen Angriffen im Einsatzdienst veröffentlicht.

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, sagt: „Angriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte, Polizistinnen und Polizisten sowie Feuerwehrleute sind völlig inakzeptabel. Diese Gewalt dürfen wir nicht hinnehmen – denn wer Einsatzkräfte daran hindert, ihre Pflicht zu tun, der greift uns alle an. Wir werden alles dafür tun, um die Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich für unsere Sicherheit engagieren, zu schützen.

Die Ergebnisse der aktuellen Online-Befragung zeigen deutlich, dass sich insbesondere unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte von den verbalen Attacken und Beleidigungen stark belastet fühlen. In vielen Fällen werden die Angriffe und Erlebnisse gar nicht zur Anzeige gebracht. Wir müssen gerade den Ehrenamtlichen in der Feuerwehr, die ihre kostbare Freizeit für den Schutz unserer Gesellschaft opfern, den Rücken stärken. Klar ist: Diejenigen, die unsere Einsatzkräfte angreifen, müssen die volle Härte unseres Rechtsstaates zu spüren bekommen. Wir müssen endlich anfangen, den Strafrahmen bei Angriffen auf Einsatzkräfte voll auszuschöpfen. Doch allein das reicht aus meiner Sicht noch nicht aus. Mir ist wichtig, die Menschen hinter der Uniform stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Die Angriffe und Respektlosigkeiten auf sie gehen uns alle an. Aus diesem Grund steht das Thema auch auf der Tagesordnung der anstehenden Innenministerkonferenz in Berlin. Es ist dringend geboten, gemeinsame Aktivitäten abzustimmen und dabei einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz zu verfolgen.“

Seite 21 von 79«‹1920212223›»

Hinweise von Bürgern für unsere Redaktion über aktuelle Geschehen

Fotos oder Hinweise?

Sende Informationen, Hinweise oder Fotos direkt an die Redaktion.

📤 Fotos / Hinweise senden
📤 Hinweis senden
Fotos / Hinweise an Redaktion übermitteln
Zur Startseite

Anzahl unser Artikelaufrufe

Search Search

Neueste Beiträge

  • Dachstuhlbrand in Osterwald-Unterende macht Wohnhaus unbewohnbar 14. Oktober 2026
  • Reform Notfallversorgung: Rettungsorganisationen fordern Nachbesserungen 13. Oktober 2026
  • Unfall auf A2: Vier Verletzte und 240.000 Euro Schaden 13. Oktober 2026
  • Kellerbrand Steinmetzstraße: Vier Verletzte in Hannover 12. Oktober 2026

Kategorien

  • Gesundheit
  • Hannover
  • Kultur
  • Niedersachsen
  • Panorama
  • Politik
  • Polizei
  • Region Hannover
  • Reisen
  • Veranstaltungen
  • Verkehr
  • Welt-News
  • Wirtschaft
Oktober 2026
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
« Sep.    
RSS Feed Logo RSS Feed Logo Abonniereden RSS Feed

Eigener RSS-Nachrichten Feeder

Artikelaufrufe seit 2020

Titelbild BG-PRESS.de

Kategorien

© Copyright 2025 - bg-press.de - Enfold Theme by Kriesi
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Cookie Warnung
This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass dies für Sie in Ordnung ist, aber Sie können die Verwendung von Cookies ablehnen, wenn Sie dies wünschen. ACCEPT / AKZEPTIERT REJECT / ABLEHNEN
Privacy & Cookies Policy

Privacy Overview

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary
immer aktiv
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Non-necessary
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.
SPEICHERN & AKZEPTIEREN