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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Niedersachsen unterstützt mit zwei Spezialfahrzeugen die Bekämpfung von Waldbränden in Südfrankreich – CCFM3000 cmm© Carl-Marcus Müller

Niedersachsen unterstützt mit zwei Spezialfahrzeugen die Bekämpfung von Waldbränden in Südfrankreich

11. August 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). In der französischen Region Gironde wüten aktuell erneut verheerende Waldbrände. Aufgrund der sich zuspitzenden Lage unterstützt Niedersachsen die französischen Kräfte bei der Bekämpfung. In der vergangenen Nacht (11.08.2022) wurde eine speziell für solche Ereignisse EU-standardisierte Brandbekämpfungseinheit in Bonn zusammengezogen, an der auch zwei Spezialfahrzeuge und Personal aus Niedersachsen beteiligt sind.

Die niedersächsische Einheit besteht aus einem Führungsfahrzeug und zwei sogenannte CCFM 3000 Niedersachsen. Das sind speziell für derartige Einsatzlagen entwickelte Fahrzeuge, die erst im April dieses Jahres vom Land Niedersachsen an die niedersächsischen Feuerwehren übergeben wurden. Die Dauer des Einsatzes vor Ort ist zunächst für sieben Tage geplant.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Die Bilder der verheerenden Brände aus der Region um Bordeaux sind furchtbar. Natürlich unterstützen wir unsere französischen Nachbarn in so einer Situation insbesondere auch mit unseren speziell für solche Einsätze angeschafften Fahrzeugen. Dieser Sommer zeigt dramatisch, dass wir Wald- und Vegetationsbrände besser und effizienter mit einem gemeinsamen europäischen Ansatz bekämpfen können. Diese Einsätze werden infolge des Klimawandels immer häufiger werden. Die von mir seit Jahren geforderte – und auch im Rahmen des Koalitionsvertrages auf Bundesebene verhandelte – Stärkung von RescEU ist in diesem Zusammenhang ein essenzieller Baustein. Ich wünsche allen Kameradinnen und Kameraden viel Erfolg bei ihrem Einsatz und eine gesunde Heimkehr!“

Niedersachsen – Gemeinsam durch die Energiekrise – Gemeinsam durch die Energiekrise

Niedersachsen – Gemeinsam durch die Energiekrise

9. August 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf die Ukraine war eine Zäsur für uns alle. Die daraufhin erfolgten Sanktionen der EU waren und sind notwendig. Die Folgewirkungen des Krieges und der Sanktionen für unsere Bevölkerung und Unternehmen sind schwerwiegend. Wir stehen deshalb vor großen, vor allem sozialen aber gleichsam auch wirtschaftlichen Herausforderungen in Niedersachsen. Fast alle Lebensbereiche sind von den steigenden Energiepreisen und der anhaltend hohen Inflation betroffen.

Deswegen ist es ein starkes Zeichen, dass sich viele relevante gesellschaftliche Akteure wie die öffentliche Hand mit Land und Kommunen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen, Energieversorger und Sozialverbände zusammengefunden haben, um gemeinsam Lösungen für die Menschen in Niedersachsen umzusetzen. Ihnen gemeinsam ist das Ziel, alles zu unternehmen, damit die aktuelle Lage nicht zur Zerreißprobe für die Menschen in unserem Land wird. Niedersachsen steht zusammen und packt gemeinsam an. Wir setzen ein Zeichen des gemeinsamen Handelns und wollen gemeinsam durch die Energiekrise gehen.

1.      Soziale Notlagen abfedern

Spätestens mit der ab Oktober greifenden zusätzlichen Umlage für alle Haushalte auf Gas werden vor allem einkommensschwache Haushalte an finanzielle Grenzen stoßen. Die beteiligten Akteure sind sich darüber einig, dass gerade die wirtschaftlich Schwächsten in dieser Krise unterstützt werden müssen.

Einigkeit besteht bei den beteiligten Akteuren darüber, dass es hierzu vor allem weiterer wirksamer staatlicher Entlastungsmaßnahmen des Bundes bedarf, wozu unter anderem eine schnelle Anpassung des Regelsatzes zur Grundsicherung, der Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Heizung, des Kindergeldes und des Wohngeldes, Energiekostenzuschüsse sowie die Streckung der EnSiG-Umlagen gehören. Darüber müssen aber vor allem auch Haushalte im unteren Einkommensbereich und von Nicht-Erwerbstätigen in den Blick genommen werden, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben.

Denn die Energiepreissteigerungen treffen nicht nur Menschen hart, die finanziell kaum Spielraum haben, Rücklagen zu bilden, sondern auch Menschen aus der Mittelschicht werden die immensen Kosten nicht mehr alle zahlen können. So sollten beispielsweise Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende in die Zahlung des Energiegeldes einbezogen werden bzw. eine vergleichbare Leistung bekommen.

Neben dem Abfedern bestehender Notlagen gilt es zudem, das Entstehen weiterer sozialer Notlagen zu vermeiden. Die Sicherung von Arbeitsplätzen ist dafür wesentlich.

Alle Mieterinnen und Mieter werden angesichts der absehbaren Nachzahlungen bei den Nebenkosten dringend dazu aufgerufen, in den nächsten Monaten mit Gas und Strom umsichtig umzugehen und die Verbräuche zu reduzieren – auch wenn damit kleinere Komfortverluste verbunden sein sollten. Auf dieser Grundlage werden die Verbände der Wohnungswirtschaft ihrerseits so weit als möglich Wohnungskündigungen vermeiden, wenn Haushalte ihre Nachzahlungen nicht leisten können. Voraussetzung dafür seien aber eigene Sparbemühungen der einzelnen Mieterinnen und Mieter. Die Verbände der Wohnungswirt-schaft unterstützen hierbei auch durch entsprechende Beratung. Außerdem setzen die vdw-Mitgliedsunternehmen die energetische Sanierung ihrer Altbestände fort und werden die vorhandenen Heizanlagen vor dem kommenden Winter technisch optimieren und in Einzelfällen auch um wenige Grad herunterregulieren.

Die 500.000 ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer der LAG Freien Wohlfahrtspflege ebenso wie Kirchen stehen zur Unterstützung und Beratung von Menschen in Notlagen zur Verfügung. Das können peer-to-peer-Beratungen, Unterstützung bei Energiechecks oder andere Hilfeleistungen sein.

Die beteiligten Akteure sind sich einig, dass bei Zahlungsschwierigkeiten die Einstellung von Gas- und Stromlieferungen und die Überschuldung betroffener Haushalte möglichst vermieden werden müssen. Die Energieversorger in Niedersachsen versuchen Lösungen zu finden, die eine Sperrung verhindern. Viele Stadtwerke und Versorger arbeiten dabei mit Schuldnerberatungen, karitativen Einrichtungen und den Jobcentern zusammen. Diese Unterstützung hilft den Betroffenen mehr als ein Moratorium und vermeidet den Aufwuchs von Forderungen, die schnell zur Schuldenfalle werden. Die niedersächsische Energiewirtschaft sagt zu, die bereits von ihr praktizierten Maßnahmen für bedürftige Haushalte fortzuführen und weiter zu intensivieren. Die Liquidität der Energieversorger muss dabei sichergestellt sein.

In Ergänzung und nachrangig zu Maßnahmen des Bundes kann die Einrichtung von Härtefallfonds ebenfalls dabei helfen, Strom- und Gassperren zu verhindern. Die Landesregierung ist bereit, sich auf der Basis von Konzepten der Kommunen und/ oder Energieversorger zu einem Drittel an den Kosten von lokalen Härtefallfonds zu beteiligen. Mit diesen Härtefallfonds sollen Menschen in besonderen Notlagen, die ihre Energiekosten nicht bezahlen können und bei denen soziale Sicherungssysteme nicht greifen, subsidiär eine Unterstützung bekommen Hierzu ist landesseitig zunächst ein Betrag bis zu 50 Millionen Euro vorgesehen. Die kommunalen Spitzenverbände sowie die Verbände der Energiewirtschaft in Niedersachsen sagen zu, das Ob und Wie in ihren Gremien zügig abschließend zu beraten. Die Landesförderung ist ein Angebot, die Fonds, ihr Volumen und die Administration bleiben eine Entscheidung vor Ort.

Die beteiligten Akteure sehen auch einen höheren Bedarf an Verbraucher- und Schuldnerberatungen. Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Kommunen und Land sagen zu, diese Angebote weiter zu unterstützen. Die Landesregierung beabsichtigt, ihre finanzielle Förderung für die soziale Schuldnerberatung sowie die Verbraucherberatung noch in diesem Jahr zu erhöhen.

Die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbaren Lebensmitteln ist von herausragender Bedeutung. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist angesichts des aktuell wachsenden Bedarfs für die zahlreichen in Niedersachsen vorhandenen Tafeln eine zunehmende Herausforderung. Die strukturelle Unterstützung und Stärkung der professionellen Arbeit der Tafeln wird derzeit von einer Reihe von Akteuren geprüft. Geplant wird daher eine stärkere Einbindung der Direktvermarkter in die Lieferkette der Tafeln. Die Tafeln beabsichtigen die Einrichtung von regionalen Verteilzentren. Die Landesregierung beabsichtigt, hierzu ihre finanzielle Förderung für die Tafeln noch in diesem Jahr zu erhöhen. Außerdem soll es landesseitig eine „Werbekampagne” zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements bei den Tafeln geben und dabei auch die stärkere Einbindung von Freiwilligencentern und Jobcentern sowie weiterer Akteure in den Blick genommen werden.

2.      Energie sparen

Die beteiligten Akteure sind sich einig, dass durch ein geändertes und energiebewusstes Verhalten jeder und jedes Einzelnen in der Summe ein deutlicher Beitrag zur Energieeinsparung geleistet werden muss. Die beteiligten Akteure haben rund 250 Vorschläge zusammengetragen und werden diese in ihrem Wirkungskreis vorantreiben. Die Vorschläge reichen von lebenspraktischen Hinweisen zum Lüften bis hin zu technischen Maßnahmen wie den hydraulischen Abgleich von Heizungsanlagen oder Dämmmaßnahmen an Fenstern, Türen und Gebäuden. Das Generieren von Einsparungen betrifft sowohl private Haushalte als auch Unternehmen.

Die beteiligten Akteure sind sich einig, dass einkommensschwache Haushalte einer besonderen Unterstützung bei der Realisierung von Energieeinsparmöglichkeiten brauchen. Die Energieberatung soll daher ausgebaut werden. Dazu gehören insbesondere Angebote wie Stromspar-Checks, Gebäude-Checks oder Beratungen zur Optimierung der Heizung. Dazu will jeder der beteiligten Akteure seinen Beitrag leisten. Die Landesregierung beabsichtigt, ihre finanzielle Förderung für die Energieberatung noch in diesem Jahr entsprechend zu erhöhen.

Zudem hat die Landesregierung für seine landeseigenen Liegenschaften bereits einen
4-Punkte-Plan vorgelegt. So soll durch effizientes Flächenmanagement die Flächennutzung um zehn Prozent bis 2030 reduziert werden. Landeseigene Dächer werden mit Photovoltaik erschlossen. Es wird mehr Geld eingesetzt für die energetische Ertüchtigung von Landesliegenschaften. Und Gebäude mit dem schlechtesten energetischen Stand werden zuerst saniert. Die Beschäftigten sollen zudem einen Leitfaden mit Energiespartipps für den Arbeitsplatz an die Hand bekommen.

Notwendig sind zudem verbesserte Beratungs- und Förderangebote auch auf Bundesebene für Private und Unternehmen, die Maßnahmen zur Verbesserung der baulichen oder betrieblichen Energieeffizienz durchführen oder die Energie- und Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien umstellen wollen.

3.      Kampagne „Gemeinsam durch die Energiekrise”

Da der Informations- und Beratungsbedarf rasant wächst, haben die beteiligten Akteure sich auf eine gemeinsame Kampagne „Gemeinsam durch die Energiekrise” verständigt. Ziel dieser modular aufgebauten Kampagne ist es, die unterschiedlichsten Zielgruppen im Land zu erreichen. Dabei wird es über aktuelle Hinweise zum Energiesparen hinaus auch Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten, sozialen Hilfen oder Best-Practice-Beispielen geben. Logo und Slogan dienen als „Dach” für die Kommunikationsmaterialien. Die Zusammenführung erfolgt auf der Homepage des Landes, auf der die Energiespartipps für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen weiterführend erklärt und grafisch aufbereitet werden. Die Inhalte sollen barrierefrei zugänglich sein.


4.      Weitere unnötige Belastungen vermeiden

Die ohnehin schon belastete Situation für viele Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen darf nicht durch zusätzliche gesetzliche und administrative Hemmnisse verschärft werden. Die Landesregierung wird hierauf bei ihren Vorhaben einen besonderen Fokus legen und auch bei neuen Vorhaben des Bundes und der EU seine Möglichkeiten zur Einflussnahme nutzen.

KMU, insbesondere die Klein- und Kleinstunternehmen sowie die gemeinnützigen Vereine der Freien Wohlfahrtspflege, können im Energiebereich anders als Großabnehmer keine Preise aushandeln, zugleich aber die Preissteigerungen auch nicht weitergeben; Gaseinsparungen oder der Wechsel zu anderen Energieformen sind für einen Großteil der KMU (kurzfristig) kaum oder nur unter immensen wirtschaftlichen Einbußen möglich. Die Folgen der Energiekrise treffen auch sie deshalb ebenso wie die Privathaushalte massiv. Da die allermeisten KMU die Zugangsvoraussetzungen für die Sonderprogramme des Bundes indessen nicht erfüllen und damit von diesen nicht werden profitieren können, muss es auch für sie Hilfsprogramme geben, damit sie durch die Gaskrise nicht in Insolvenzen geraten, in deren Folge sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht länger beschäftigen können. Niedersachsen hat deshalb bereits eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht, um ein branchenoffenes und bundesweit wirkendes Förderprogramm für den Mittelstand aufzulegen. Bessert der Bund seine Hilfsprogramme dennoch nicht nach, kann es möglich sein, auch Klein- und Kleinstunternehmen bei den regionalen Härtefallfonds zu berücksichtigen.

Darüber hinaus wird das Land seine Kompetenzen im Vollzug des Steuerrechtes verstärkt nutzen. So können zur Sicherung der Liquidität der Unternehmen die Finanzbehörden Maßnahmen treffen, wie die Herabsetzung der Vorauszahlungen, Stundungsregelungen, Verlängerung der Erklärungsfristen sowie den Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen. Deren Anwendung wird das Finanzministerium möglichst einheitlich regeln.

Die Landesregierung will noch in diesem Jahr einen Energiehilfe-Notfallfonds von zunächst bis zu 100 Millionen Euro bereitstellen. Davon sollen bis zu 50 Millionen Euro für die Unterstützung lokaler Härtefallfonds sein.

Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern beschaffen gemeinsam vier neue Polizeihubschrauber – Polizeihubschrauber Niedersachsen© Bernd Günther

Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern beschaffen gemeinsam vier neue Polizeihubschrauber

9. August 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wollen gemeinsam vier neue Polizeihubschrauber kaufen – je zwei für jedes Bundesland. Die gemeinsame Beschaffung durch das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) spart Aufwand, Zeit und Geld. Am 1. August 2022 wurde die Ausschreibung auf der Vergabeplattform veröffentlicht. Interessierte Unternehmen haben nun zunächst bis zum 1. September 2022 Zeit, ihre Teilnahmeanträge einzureichen.

Pistorius: „Durch die gemeinsame Beschaffung der Polizeihubschrauber sparen beide Länder Sach- und Personalkosten.”

Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Unsere Polizei muss bestens für alle Einsätze ausgerüstet sein – das gilt nicht nur auf dem Land und auf dem Wasser, sondern auch in der Luft. Da das LZN bereits mit den Vorbereitungen der Hubschrauberbeschaffung für Niedersachsen begonnen hatte, macht es nur Sinn, die Beschaffung auch für das Land Mecklenburg-Vorpommern zu übernehmen. Die gemeinsame Beschaffung dieser vier Polizeihubschrauber spart erhebliche Sach- und Personalkosten und bietet weitere Synergieeffekte, die sich bei den späteren Wartungen und Instandhaltungen sowie bei der Ausbildung der Pilotinnen und Piloten zeigen werden. Möglicherweise müssen wir aufgrund der höheren Stückzahl der Hubschrauber auch weniger investieren.”

„Im Juni hat unser Bundesland mit dem Doppelhaushalt 2022/23 beschlossen, zwei neue Polizeihubschrauber als Ersatz für die bisherigen zu beschaffen. Da die Ausstattung der Polizeihubschrauber beider Länder vergleichbar ist, lag es nahe, eine gemeinsame Beschaffung mit Niedersachsens Polizei zu initiieren. Den Vergabeprozess für beide Länder übernimmt das Logistik Zentrum Niedersachsen, da es bereits mit den Vorbereitungen der Hubschrauberbeschaffung für Niedersachsen begonnen hatte. Dies spart Zeit und Aufwand für die umfangreiche Vorbereitung der Ausschreibung und entlastet zudem unser Landesamt für innere Verwaltung von dieser Aufgabe”, ergänzt Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel. Zum Zweck der gemeinsamen Beschaffung wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport sowie vom Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern kürzlich eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Für beide Minister ist klar: „Größere Anschaffungen gemeinsam vorzunehmen, bietet immer auch immense Vorteile für beide Seiten. Darum wollen wir auch künftig, wann immer es Sinn macht, Kooperationen mit anderen Bundesländern bei unseren Beschaffungen nutzen.”

1 Mio. Euro aus dem Ad-hoc-Paket zur Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes in Niedersachsen – Antreten DRK© Bernd Günther / BG-PRESS.de

1 Mio. Euro aus dem Ad-hoc-Paket zur Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes in Niedersachsen

3. August 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Pistorius: „Es ist wichtig, die Fähigkeiten der Hilfsorganisationen auszubauen und zu stärken, damit sie weiterhin ihren für uns so wichtigen Beitrag im Katastrophenschutz leisten können.“

Das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) hat heute (03.08.2022) Förderbescheide an die sechs Landesverbände der Hilfsorganisationen übergeben. Die Förderungen werden im Rahmen der kurzfristigen Umsetzung des 40 Mio. Euro umfassenden Ad-hoc-Pakets für den Brand- und Katastrophenschutz gewährt. Bis 2024 wird damit der bisherige jährliche Mittelansatz um jeweils eine Million Euro verstärkt.

Dadurch werden die Ausstattung und die Ausbildung in den Verbänden unterstützt und verbessert.

Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Mit dieser zusätzlichen Unterstützung unserer Hilfsorganisationen aus dem 40. Mio. € Ad-hoc-Paket gehen wir wichtige Schritte, um den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz insgesamt zu stärken. Wir setzen damit einen deutlichen Schwerpunkt auf Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie Übungen im Katastrophenschutz. Niedersachsen stellt sich damit noch besser für die kommenden Herausforderungen auf. Es ist wichtig, die Fähigkeiten der Hilfsorganisationen auszubauen und zu stärken, damit sie weiterhin ihren für uns so wichtigen Beitrag im Katastrophenschutz leisten können.“

„In den Hochzeiten der Pandemie mussten viele praktische Ausbildungen und Übungen wie zum Beispiel LKW-Führerscheine, Speziallehrgänge und Katastrophenschutzübungen zu Gunsten der Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit zurückgestellt werden. Dies gilt es nun nicht nur nachzuholen, sondern mit den geplanten Maßnahmen die Fläche deutlich zu stärken“, ergänzt Mirko Temmler, Präsident des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz.

Das von Minister Pistorius angeregte Ad-hoc-Paket im Umfang von 40 Mio. Euro umfasst zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Aufgabenwahrnehmung im Katastrophenschutz in Niedersachsen. Diese Mittel werden zusätzlich zu den aktuell knapp 18 Mio. Euro bereitgestellt, die regulär jährlich für den Katastrophenschutz eingeplant sind. Es beinhaltet zahlreiche kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen verteilt auf die Jahre 2022 bis 2025.

Eine der vier Säulen des 40 Mio. Euro umfassenden Ad-hoc-Pakets betrifft die gezielte Aus- und Fortbildung der Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz. Die Hilfsorganisationen wirken im Rahmen des Niedersächsischen Katastrophenschutzgesetzes in den Einheiten auf kommunaler Ebene sowie in den Landeseinheiten. Hierfür erhalten die Hilfsorganisationen in den Jahren 2022, 2023 und 2024 eine Verstärkung des bisherigen jährlichen Mittelansatzes von 436.000 Euro pro Jahr um jeweils eine Million Euro.

Die Förderanteile entfallen damit zusätzlich zur mittelfristigen Haushaltsplanung wie folgt und jährlich für 2022, 2023 und 2024 auf

– das Deutsche Rote Kreuz: 510.000 Euro

– den Arbeiter-Samariter-Bund: 122.500 Euro

– die Johanniter-Unfall-Hilfe: 122.500 Euro

– den Malteser Hilfsdienst: 122.500 Euro

– die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft: 122.500 Euro

Um diese Mittel schnellstmöglich umsetzen zu können, werden diese über die Gewährung von Zuwendungen für Ausstattung und Ausbildung von Katastrophenschutzeinheiten privater Träger verfügbar gemacht.

Ernteprojekt „GELBES BAND“ des ZEHN geht in die 3. Runde – Gelbes Band

Ernteprojekt „GELBES BAND“ des ZEHN geht in die 3. Runde

29. Juli 2022/in Niedersachsen

OLDENBURG (PM). Ab sofort heißt es wieder: Obstbäume gesucht und Obst retten! Ob im privaten Garten oder auf der Streuobstwiese im Ort – eigene Obstbäume können beim ZEHN registriert und mit einem Gelben Band gekennzeichnet werden. Ein Gelbes Band am Stamm signalisiert: Hier darf kostenlos und ohne Rücksprache geerntet werden.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren war das Ernteprojekt ein voller Erfolg. Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) koordiniert die Aktion nun bereits zum dritten Mal. Ab dem 15. Juni ist ganz Niedersachsen wieder aktiv gegen Lebensmittelverschwendung und rettet Obst vor dem Verderb.

Die Idee ist simpel: Immer wieder bleibt Obst ungenutzt unter Bäumen liegen oder Beeren an Sträuchern hängen. Manchen Privatpersonen wächst die Obsternte in puncto Zeit und Menge über den Kopf oder aber die Streuobstwiese im Ort wird nicht aufgesucht und abgeerntet. Mit einem Gelben Band wird hier Abhilfe geschaffen. Eigene Obstbäume können beim ZEHN registriert und in eine Landkarte eingetragen werden. Schon bekommen Obstbaumeigentümer*innen Gelbe Bänder und Informationsmaterialien vom ZEHN kostenfrei zugeschickt. Nun eine Schleife an den Baumstamm binden und schon ist klar: Hier dürfen alle ohne Rücksprache für den eigenen Bedarf Obst ernten. Ziel des Ernteprojekts ist es, gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen und Menschen für dieses Problem zu sensibilisieren. Denn: Lebensmittel sind zu wertvoll, um ungenutzt zu bleiben oder sogar im Müll zu landen. Wer selbst in die Obsternte einsteigt, erfährt viel über Lebensmittel. Wie wachsen sie, wann sind sie reif und wie kann ich sie gut lagern und schließlich zubereiten. Und auch ein Apfel mit einer kleinen Delle ist wertzuschätzen und macht sich als Saft, im Kuchen oder als Mus gut.

„Das Ernteprojekt hat sich in Niedersachsen bereits etabliert. Waren es im Jahr 2020 noch 1800 Gelbe Bänder an 70 Standorten, so konnten wir 2021 bereits 3300 Bänder an über 170 Standorte verteilen“, freut sich Maren Meyer, die das Projekt im ZEHN koordiniert. Auch Informationsmaterialien wurden begleitend zum Projekt gut angenommen, um thematisch einzusteigen. Auch in diesem Jahr können Saisonkalender, Fakten-Checks zu ausgewählten Themen und Rezeptkarten kostenlos bei der Registrierung bestellt werden.

„Besonders gefreut hat uns, dass sich im vergangenen Jahr viele Kommunen und Städte bei uns gemeldet haben. Sie haben eine große Vorbildfunktion und können mit Aufrufen, Aufmerksamkeit und Aktionstagen das Thema der Lebensmittelverschwendung ihren Bürgerinnen und Bürgern näherbringen“, so Maren Meyer. Um diese Aktionen zu unterstützen, plant das ZEHN das Ernteprojekt in diesem Jahr zu erweitern. Zum einen wird ein Aktionspaket für Kitas erarbeitet, um bei einem Ausflug auf die Streuobstwiese alles rund um den Apfel zu lernen. Zum anderen folgen Tools, mit dem die vor Ort gerettete Menge an Obst gemessen werden kann. Wie wird das geerntete Obst weiter genutzt? „Wir wollen es wissen! Wie viel und wie retten die Niedersächsinnen und Niedersachsen Obst tatsächlich? Dafür braucht es aber zunächst einmal ein großes Angebot von der Küste bis zum Harz“, so der Aufruf des ZEHN an alle interessierten Eigentümer*innen von Obstbäumen. Alle Informationen zum Ernteprojekt sowie ein Online-Teilnahmebogen zur Registrierung gibt es auf www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband.

Hintergrund: Neben dem Schwerpunkt Lebensmittelwertschätzung setzt sich das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen auch für die Themen Ernährung, Hauswirtschaft und Alltagskompetenz ein. Im Jahr 2020 hat das ZEHN das Projekt „Gelbes Band“, das erstmals im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg durchgeführt wurde, nach Niedersachsen geholt. Mehr Infos zum Gelben Band gibt es unter www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband.

Auch in der Landeshauptstadt bereitet man die Bäume vor

HANNOVER (PM). Rund 200 im öffentlichen Raum stehende städtische Obstbäume erhalten derzeit jeweils ein gelbes Band. Diese Markierung bedeutet, dass das Obst dieser Bäume gepflückt werden darf. Damit nimmt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover, wie in den vergangenen beiden Jahren, auch 2022 an dem niedersachsenweiten Ernteprojekt „Gelbes Band“ vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) teil. Ziel der Aktion ist es, auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen.

Die zuständigen Gärtner*innen des Bereichs Öffentliche Grünflächen werden voraussichtlich bis Ende der ersten Augustwoche die Markierung der Bäume beenden. Gekennzeichnet werden etwa diverse Apfelsorten, Birnen, Pflaumen, Kirschen oder Mirabellen. Die Bäume stehen unter anderem im Willy-Spahn-Park in Ahlem, im Hinüberschen Garten in Marienwerder und im Hermann-Löns-Park im Stadtteil Kleefeld. Eine detaillierte Standortkarte mit allen markierten Bäumen ist auf der Internetseite von ZEHN unter www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband hinterlegt. Im Herbst 2022 werden die Bänder, die aus reißfestem Papier bestehen, von den Mitarbeiter*innen der Grünflächenbetriebe wieder entfernt.

Beim Ernten sollten die Pflücker*innen so vorsichtig vorgehen, dass die Äste nicht beschädigt werden. Zudem ist die Menge auf den Eigenverbrauch begrenzt.

Schwerbehindertenausweis kann jetzt online beantragt werden – Schwerbehindertenausweis

Schwerbehindertenausweis kann jetzt online beantragt werden

19. Juli 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Anträge nach dem Schwerbehindertenrecht können jetzt auch online gestellt werden. Damit ermöglicht das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung das digitale Beantragen weiterer wichtiger Sozialleistungen.

Menschen mit einer Behinderung oder ihre Bevollmächtigten können folgende Anträge beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie nun komfortabel über den neuen Online-Zugang stellen:

  • Antrag auf Feststellung einer Behinderung und Zuerkennung von Merkzeichen
  • Antrag auf Ausstellung eines Beiblattes zum Schwerbehindertenausweis
  • Antrag auf Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises

Sie zeichnen sich durch eine barrierefreie sowie auch für Smartphones und Tablets optimierte Benutzerführung aus. In einer vorgelagerten Testphase von zwei Monaten konnten die oben genannten Leistungen bereits online beantragt werden. In dieser Zeit sind insgesamt schon über 2.500 Anträge eingegangen und werden bearbeitet.

Viele Menschen mit Behinderungen werden von Sozialverbänden dabei unterstützt, Anträge zu stellen. Um das zu erleichtern, sind die Verbände technisch an das Antragssystem angebunden. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben somit die Möglichkeit, die in einem Beratungsgespräch erfassten Daten in das Online-Formular einzupflegen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema „Schwerbehindertenausweis online beantragen“? Weiterführende Informationen finden Sie hier:

Feststellung    https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/go/a/748?c=bc

Ausweis          https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/go/a/1626?c=bc

Beiblatt           https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/go/a/1625?c=bc

Die Online-Anträge für Leistungen nach dem Schwerbehindertenrecht sind in enger Kooperation zwischen dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und dem nachgeordneten zuständigen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie entstanden. Betroffene wie auch andere Bürgerinnen und Bürger waren in den Entwicklungsprozess ebenfalls einbezogen und haben dazu beigetragen, die Anträge zielgruppengerecht und barrierefrei zu gestalten.

„Mit den Online-Anträgen für die Leistungen nach dem Schwerbehindertenrecht ermöglichen wir die digitale Antragstellung für einen der größten Leistungsbereiche im Themenfeld Gesundheit. Betroffenen und Angehörigen wird die Beantragung dieser Leistungen damit deutlich erleichtert, denn im Falle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung sollte eine unkomplizierte, nutzerfreundliche Beantragung von Leistungen möglich sein. Bei der Umsetzung des OZG arbeiten wir sehr eng mit dem zuständigen Landesamt zusammen. Daher möchte ich mich ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie für die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Online-Dienste bedanken“, erklärt Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Dr. Horst Baier, IT-Bevollmächtigter der Landesregierung (CIO), ergänzt: „Das Bereitstellen der digitalen Anträge für die Leistungen nach dem Schwerbehindertenrecht ist ein Meilenstein für mehr digitalen Zugang von Bürgerinnen und Bürgern zu wichtigen Verwaltungsleistungen. Diverse Leistungen wie zum Beispiel die Infektionsschutzbelehrung, das Arbeitslosengeld II oder das Landesblindengeld sind bereits in ausgewählten Kommunen im Rahmen eines Praxistests verfügbar. Weitere Online-Dienste folgen sukzessive.“

Hintergrund

Die Projekte sind Teil der bundesweiten Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Es sieht das Digitalisieren aller Verwaltungsleistungen aus 14 sogenannten Themenfeldern vor, die unterschiedliche Lebens- und Unternehmenslagen abbilden – wie beispielsweise die Geburt, die Eheschließung oder eine Gewerbeanmeldung. In jedem Themenfeld besitzen mindestens ein Bundesland und ein zuständiges Bundesressort die Federführung.

Das Land Niedersachsen ist für das Themenfeld Gesundheit zuständig. Für 18 Gesundheitsleistungen entwickeln das Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport die digitalen Anträge sowie die hierfür erforderliche technische Infrastruktur. Nach dem Prinzip „Einer für Alle“ (EfA) können andere Länder diese anschließend nachnutzen. Das spart Zeit, Ressourcen und Kosten.

Damit schnell möglichst viele Behördengänge überflüssig werden und noch mehr online erledigt werden kann, stellt die Bundesregierung zusätzliche Finanzmittel in Höhe von drei Milliarden Euro bereit, um die Digitalisierung der Verwaltung in den Ländern zu stärken. Davon erhält das Land Niedersachsen etwa 90 Millionen.

Start der Sommerferien in Niedersachsen – start in sommerferien cmm

Start der Sommerferien in Niedersachsen

13. Juli 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). In Niedersachsen sowie in Bremen und Sachsen-Anhalt beginnen morgen (14.07.2022) die Sommerferien, in einigen anderen Bundesländern haben sie bereits begonnen. In den nächsten Wochen ist darum auch auf den Straßen in Niedersachsen mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen.

Im Rahmen einer gemeinsamen Ferienanfangsaktion für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr möchten das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport sowie der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, die Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V. und die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. heute (13.07.2022) alle Verkehrsteilnehmenden daran erinnern, bei der Fahrt in den Urlaub besonders achtsam zu sein und auch bei langen Autofahrten oder stressigen Stausituationen Ruhe zu bewahren.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Mit der heutigen Aktion möchten wir für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr werben. Mit Beginn der Schulferien werden gerade die Autobahnen in Niedersachsen immer voller werden. Damit erhöht sich auch das Risiko für Stausituationen, Pannen und Unfälle. In diesen Fällen zählt jede Sekunde. Darum ist es wichtig, sich vor dem Start in die Ferien auch mit dem richtigen Verhalten bei herannahenden Einsatzfahrzeugen zu beschäftigen. Dabei gibt es nur einige wenige Grundregeln zu beachten, die im Zweifel Leben retten können. Ein Schlüssel für das korrekte Verhalten in Notsituationen auf der Straße ist die optimale Wahrnehmung der eigenen Umgebung. Alles was ablenkt, muss deswegen auf ein Minimum beschränkt werden. Auch auf das Bedienen des Navigationsgerätes oder des Radios während der Fahrt sollte unbedingt verzichtet werden.“

Die gemeinsame Aktion für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr wird außerdem durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sowie die Polizei Niedersachsen und den Landesfeuerwehrverband Niedersachsen unterstützt.

„Tagtäglich erleben wir im Straßenverkehr, dass Fahrzeugführende zu laut Musik hören oder einfach im Handschuhfach kramen. So sind sie abgelenkt und übersehen selbst Warnhinweise, wie das Blaulicht im Rückspiegel“, sagt Stefan Radmacher, ehrenamtliches Mitglied im Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen und Bremen. „Zudem nutzen viele Verkehrsteilnehmende innerorts die Wartezeit an Ampeln, um sich mit ihrem Mobiltelefon zu beschäftigen. Wer hat nicht schon selbst an der Ampel mal das Mobiltelefon zur Hand genommen und war unachtsam oder musste andere Verkehrsteilnehmende dezent mit einem kurzen Hupen auf die Weiterfahrt hinweisen. Handygebrauch, laute Musik und auch schlechte Sicht nach hinten durch den Rückspiegel sind alles Dinge, die die notwendige Achtsamkeit für den gesamten Straßenverkehr massiv einschränken. Teils auch mit schwerwiegenden Folgen. Gerade wenn Rettungskräfte entscheidende Minuten auf dem Weg zum Einsatzort durch fehlende Achtsamkeit verlieren“, so Radmacher weiter.

„Wir raten, die Fahrt in den Urlaub gut zu planen und ausreichend Pausen einzulegen – damit die volle Aufmerksamkeit der Fahrerenden auch tatsächlich auf den Verkehr gerichtet werden kann“, sagt Christine Rettig, Sprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. „Nur wer wahrnimmt, was um ihn herum passiert, kann frühzeitig und richtig auf Gefahrensituationen reagieren und z. B. korrekt eine Rettungsgasse bilden. Ablenkungen durch Smartphone, Tablet und Co sind eine weit unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr. Aber auch Aktivitäten wie Essen, Trinken oder lautes Musikhören können die Konzentration auf die Fahrtätigkeit stören. Nach Schätzungen des ADAC ist Ablenkung Hauptunfallursache in 10 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden. Auch langjährige Fahrpraxis reduziert das Risiko in solchen Situationen nicht.“

Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. ergänzt: „Immer wieder hören wir in den Nachrichten oder lesen in der Zeitung: ‚… auf dem Weg in den Urlaub tödlich verunglückt.‘ Und immer häufiger steht in polizeilichen Ermittlungsberichten: ‚Kam aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab oder in den Gegenverkehr‘. Sommerferienzeit ist Reisezeit! Viele Niedersachsen wählen das Auto, um ans Urlaubsziel zu reisen. Ob Smartphone, Navigationssystem oder einfach nur das Autoradio – moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche Informations- und Kommunikationssysteme. Doch was die Fahrenden unterstützen oder unterhalten soll, birgt mitunter ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Am Steuer reicht ein kurzer Blick auf das Handy, um zu verunglücken: kurz mal antworten, kommentieren oder liken und schon ist es passiert. Jedem Verkehrsteilnehmenden sollte bewusst sein, dass Ablenkung eine große Gefahr für einen selbst und für andere Verkehrsteilnehmende darstellt – mehr noch: sie kann tödlich sein! Also Handy weg vom Steuer und den Urlaub sicher genießen.“

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. hat vor diesem Hintergrund gemeinsam mit dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt heute bei einem Vor-Ort-Termin im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen zwei typische Verkehrssituationen simuliert, die die Gefahren durch mangelnde Aufmerksamkeit am Steuer demonstriert haben. Die Landesverkehrswacht Niedersachsen präsentierte zudem einen Ablenkungssimulator und einen sog. Blindflugteppich. Der 14 m lange Teppich führte den Anwesenden bildlich vor Augen, welche Strecke bei einer Sekunde Ablenkung „blind“ mit dem Auto zurückgelegt wird: bei Tempo 50 sind es 14 Meter. Der Simulator veranschaulicht, wie schwerwiegend die Auswirkungen einer Ablenkung sein können. In einer fiktiven Autofahrt, die durch Anrufe oder weitere Aktivitäten am Steuer gestört wird, wird ein Aufprall mit den gleichen physikalischen Kräften wie bei einem „echten“ Auffahrunfall simuliert. Die Polizei Niedersachsen hat in diesem Zusammenhang auf die aktuelle landesweite Sensibilisierungskampagne zur Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr #fahrKLAR hingewiesen und appellierte damit einmal mehr an die Vernunft und die Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmenden, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Fortbewegungsmittel.

Sommerhitze kann gefährlich werden – sommerhitze

Sommerhitze kann gefährlich werden

13. Juli 2022/in Niedersachsen

BERLIN (PM). In vielen Teilen Deutschlands erfreuen sich Menschen derzeit der Sonne und sommerlichen Temperaturen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) weist darauf hin, dass mit den Temperaturen aber auch das Risiko für Hitzenotfälle steigt. Das gilt insbesondere für ältere und kranke Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder.

„Die Gefahr von Hitzenotfällen sollte nicht unterschätzt werden“, sagt DRK-Bundesarzt Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Böttiger. „Es gibt einfache Tipps, wie man sich schützen kann. Wichtig ist auch, Notfälle zu erkennen und im Ernstfall Erste Hilfe leisten zu können.“

„Bei Hitze sollte man vor allem darauf achten, ausreichend zu trinken, mindestens einen Liter mehr als die üblichen 1,5 bis 2 Liter täglich und das nicht erst, wenn ein Durstgefühl einsetzt“, so Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uniklinik in Köln ist. Sofern möglich, sollten körperliche Aktivitäten reduziert werden, um eine Doppelbelastung des Kreislaufs zu vermeiden. Wenn sich Aktivitäten nicht vermeiden lassen, sollte wiederum mehr getrunken werden. Außerdem kann man hitzebedingten Notfällen vorbeugen, indem man direkte Sonneneinstrahlung meidet, sich im Schatten aufhält und schützende Bekleidung trägt. Dazu gehören Sonnenhüte und andere Kopfbedeckungen sowie leichte, lichtdichte Kleidung, die den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist. Räume, in denen man sich aufhält, können durch morgendliches und abendliches Durchlüften abgekühlt werden.

„Um bei Hitzenotfällen Erste Hilfe leisten zu können, ist es wichtig, frühe Anzeichen zu erkennen“, sagt Prof. Böttiger. „Dazu können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ein hochroter heißer Kopf, kühle Körperhaut, Schüttelfrost, aber auch ernste Kreislaufprobleme gehören.“ Zu wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen zählen: Betroffene sofort aus der direkten Sonne holen und in den Schatten bringen bzw. Schatten spenden. Den Oberkörper erhöht lagern. Beengende Kleidung öffnen, um einen Wärmestau zu vermeiden. Sofern Betroffene bei Bewusstsein sind, Wasser oder elektrolythaltige Getränke wie Apfelschorle oder Tee anbieten. Durch kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft weitere Abkühlung schaffen. Bei Bewusstlosigkeit und sicher normaler Atmung die stabile Seitenlage anwenden und umgehend den Notruf 112 tätigen. Wenn sich der Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, sollte ebenfalls der Notruf 112 getätigt werden.

Metronom am Bahnsteig© metronom Eisenbahngesellschaft mbH

Hoher Krankenstand führt zu zahlreichen Zugausfällen bei metronom

9. Juli 2022/in Niedersachsen

UELZEN (PM). Heute und in den kommenden Tagen werden bei metronom zahlreiche Zugverbindungen ausfallen. Grund sind hohe, überwiegend Corona bedingte Krankenstände und daraus resultierende akute Personalengpässe. Allein heute rechnet metronom mit ca. 60 Zugausfällen. Das Unternehmen hofft, dass sich die betriebliche Lage Mitte kommender Woche wieder entspannt – je nachdem, wie sich die Zahl der Krankmeldungen entwickelt.

Von hohen Krankenständen sind neben dem Fahrpersonal weitere zentrale Bereiche betroffen, insbesondere die Disposition und die Leitstelle in Celle. Die Zugausfälle sind in den elektronischen Fahrplanauskunftsmedien vermerkt, Fahrgäste sollten sich am besten kurzfristig auf den bekannten Webseiten oder über die FahrPlaner- oder metronom App informieren.

Auch über das Wochenende und Anfang kommender Woche werden noch etliche Züge ausfallen. „Zu Mitte der Woche rechnen wir mit einer Entspannung der Situation, da dann etliche Kollegen und Kolleginnen aus der Quarantäne zurückkehren. Beim Fahrpersonal können die Engpässe noch etwas länger andauern“, so Miriam Fehsenfeld, Sprecherin des Unternehmens. „Alle zur Verfügung stehenden Kräfte sind bereits an Bord, die Möglichkeiten sind ausgeschöpft.“ Auch bereits verfügbare Kollegen des Schwesterunternehmens erixx Holstein, das erst zum Jahresende zwischen Lüneburg, Lübeck und Kiel den Betrieb aufnimmt, seien aktuell bei metronom im Einsatz.

„Die Corona-Sommerwelle trifft ja nicht nur uns. Anders als etwa in der Verwaltung können Kolleginnen und Kollegen auf den Zügen aber nicht im Home-Office arbeiten, sondern müssen sich isolieren, selbst wenn Sie nach einem positiven Test keine akuten Symptome aufweisen“, erklärt Fehsenfeld. Aufgrund nicht vorhandener Kapazitäten bei den Busunternehmen ließe sich aktuell auch kein Busersatzverkehr einrichten. Gerade angesichts der aktuell häufig sehr vollen Züge appelliert Fehsenfeld auch an die Fahrgäste: „Die FFP2-Maskenpflicht ist kein gut gemeinter Hinweis, sondern nach wie vor Pflicht in all unseren Zügen. Daran sollten sich alle halten.“

Internationaler Schlag gegen Geldautomatensprenger – BGPress 6346© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Internationaler Schlag gegen Geldautomatensprenger

29. Juni 2022/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Sprengungen von Geldautomaten beschäftigen Justiz- und Polizeibehörden in ganz Deutschland. Jetzt gelang deutsch-niederländischen Ermittlungskräften unter Koordination der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück und der Staatsanwaltschaft Osnabrück ein bundesweiter Coup.

Gestern (28. Juni 2022) durchsuchten in einer konzertierten internationalen Polizei- und Justiz-Aktion rund 100 Beamtinnen und Beamte aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und den Niederlanden 16 Objekte, darunter Geschäfts- und Wohnadressen sowie Adressen von Fahrzeugverleihfirmen. Weitere zwölf zum Verfahren gehörende Objekte wurden bereits Tage zuvor durchsucht. 13 mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger konnten im Zusammenhang mit den Ermittlungskomplexen insgesamt festgenommen werden.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt zu dem heutigen Ermittlungserfolg:

„Dieser von der Polizeidirektion Osnabrück koordinierte, internationale Schlag gegen mehrere Geldautomatensprenger und deren Mittelsmänner ist ein herausragender Ermittlungserfolg. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Ermittlern, die das in dieser Form möglich gemacht haben. Insbesondere wegen der zunehmend genutzten gefährlichen Festsprengstoffe und wegen des skrupellosen Vorgehens der Täter werden diese Taten auch für Unbeteiligte immer gefährlicher, teils lebensgefährlich. Auch wenn diese von den Tatorten mit bis zu 300 km/h ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer fliehen, kann das zu furchtbaren Unfällen führen. Die Durchsuchungen und Festnahmen der vergangenen Tage und Wochen haben gezeigt, dass wir mit polizeilichen Mitteln, internationaler Zusammenarbeit und konsequentem Vorgehen nicht hilflos gegen diese Form des Verbrechens sind. Auch darum habe ich mich vor zwei Wochen mit Vertretern der Bankwirtschaft in Niedersachsen getroffen. Wir müssen gemeinsam mit ihnen vor allem präventive Maßnahmen intensivieren. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Taten von vornherein so gut wie möglich zu verhindern, die Taten müssen für die Täter immer unattraktiver werden.“

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