BG-PRESS
  • Startseite
  • Werbung schalten
  • Suchen
  • Game
  • Über uns
    • Unsere Leistungen
    • Kontaktanfrage
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Menü Menü
  • Link zu Instagram
  • Link zu Facebook

Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Humanitäre Schulen

42 Schulen in Niedersachsen als „Humanitäre Schule“ geehrt

11. Juni 2025/in Niedersachsen

DRK würdigt Engagement von Schüler:innen für Humanität und Völkerrecht.

HANNOVER (redu). Im Kulturzentrum Pavillon in Hannover hat das Jugendrotkreuz (JRK) des DRK-Landesverbandes Niedersachsen 42 Schulen aus dem gesamten Bundesland als „Humanitäre Schule“ gewürdigt. Die teilnehmenden Schulen hatten sich im laufenden Schuljahr 2024/25 intensiv mit dem Humanitären Völkerrecht beschäftigt und eigene Projekte zur Förderung von Menschlichkeit im Alltag umgesetzt.

Eingeladen waren Vertreter:innen von über 1.500 Schulen, rund 300 Schüler:innen sowie etwa 50 Lehrkräfte und Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Duo „ohne Marie“. Zusätzlich gab es ein Erste-Hilfe-Kahoot-Quiz sowie einen Bühnenwettbewerb. Infostände zu Themen wie Freiwilligendiensten, der DKMS oder der Notfalldarstellung machten das Foyer des Kulturzentrums zu einem lebendigen Austauschort.

Die Kampagne „Humanitäre Schule“ verfolgt das Ziel, junge Menschen für humanitäre Werte zu sensibilisieren und ihr Engagement im sozialen Umfeld zu fördern. Zwei verpflichtende Bestandteile qualifizierten die Schulen für die Auszeichnung: das Planspiel „h.e.l.p.“ – ein szenarisches Rollenspiel zum Humanitären Völkerrecht – sowie ein selbst initiiertes humanitäres Projekt. Dabei entwickelten die Schüler:innen eigene Ideen zur Frage, wie sie sich für mehr Menschlichkeit einsetzen können – in ihrer Schule, in der Gemeinde oder im digitalen Raum.

In ihren Redebeiträgen würdigten mehrere Vertreterinnen das Engagement der Jugendlichen. Sabine Schipplick, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands Niedersachsen, hob hervor, dass junge Menschen Verantwortung und Mitgefühl übernehmen und mit großem Einsatz das Thema Menschlichkeit in ihr Umfeld tragen. Ulrike Würth, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, betonte, dass die Erfahrungen aus der Kampagne langfristige Spuren hinterlassen können. Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate stellte den Zusammenhang zwischen dem Engagement der Jugendlichen, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischen Werten heraus.

Die Kampagne „Humanitäre Schule“ existiert seit 2004 und hat bislang über 28.000 Schüler:innen an mehr als 200 Schulen in Niedersachsen erreicht. Ab dem Schuljahr 2025/26 wird sie erstmals auch in weiteren Bundesländern angeboten. Die Landesverbände Oldenburg, Hessen und Baden-Württemberg starten dann mit eigenen Programmen, um das Konzept weiter zu verbreiten.

Kampfmittelbeseitigung

Kampfmittelbeseitigung: 221 Tonnen Weltkriegsmunition 2024 entschärft

23. Mai 2025/in Niedersachsen

Landesweiter Anstieg bei Bergung und Entschärfung von Altmunition.

HANNOVER (redu). Der niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hat im Jahr 2024 deutlich mehr gefährliche Altmunition aus den Weltkriegen geborgen als im Vorjahr. Bei über 1.200 Einsätzen wurden rund 221 Tonnen Kampfmittel unschädlich gemacht – darunter zahlreiche Blindgänger, die vor Ort gesprengt werden mussten.

Der aktuelle Jahresbericht des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) zeigt: Die Gefahr durch nicht detonierte Kampfmittel aus den beiden Weltkriegen ist auch Jahrzehnte nach deren Ende weiterhin groß. Im Jahr 2024 mussten bei insgesamt 1.216 Einsätzen landesweit rund 221 Tonnen Munition geborgen und fachgerecht entsorgt werden. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist das ein deutlicher Anstieg – damals wurden in 1.023 Einsätzen rund 164 Tonnen Kampfmittel entfernt.

Ein erheblicher Teil der Funde stammte aus dem Bereich der niedersächsischen Nordsee: Hier wurden allein knapp 23 Tonnen Altmunition geborgen. Besonders problematisch bleiben Blindgänger, die aufgrund ihres Zustands nicht transportfähig sind. Diese mussten im vergangenen Jahr in 77 Fällen direkt am Fundort gesprengt werden – ein erneuter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Die niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, betonte die Bedeutung der Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für die Sicherheit der Bevölkerung: „Die Zahlen zeigen, wie viel Munition noch immer im Boden verborgen liegt. Die Arbeit des KBD ist für den Schutz unseres Landes unverzichtbar.“ Sie lobte die Expertise und das Engagement der Mitarbeitenden und wies auf die hohe persönliche Gefährdung bei jedem Einsatz hin.

Kampfmittelbeseitigung

Symbolbild Kampfmittelbeseitigung © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Neben den operativen Einsätzen spielt auch die sogenannte Kriegsluftbildauswertung eine zentrale Rolle für die Sicherheit bei Bauvorhaben. Im Jahr 2024 wurden 5.489 Anträge auf Auswertung historischer Luftbilder bearbeitet. Das stellt einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar. Die Zahl der eingegangenen Anträge lag mit 5.000 geringfügig unter dem Vorjahreswert. Die Auswertungen dienen dazu, mögliche Fundstellen frühzeitig zu erkennen und gezielt sichern zu können.

Trotz der sorgfältigen Arbeit kommt es immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen. So wurden 2024 erneut Fälle mit alten Brandbomben dokumentiert, bei denen es auch zu Personenschäden kam. Die Polizei und das Innenministerium warnen eindringlich davor, alte Munition zu unterschätzen. Durch Alterung und Korrosion kann es zu unkontrollierten Explosionen, Bränden oder dem Austritt von giftigen Substanzen kommen.

Die Beseitigung dieser Altlasten ist häufig mit großem logistischem und personellem Aufwand verbunden. Betroffen sind neben den Fachkräften des KBD auch Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, die die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen begleiten.

Innenministerin Behrens hob daher die Notwendigkeit hervor, dem Kampfmittelbeseitigungsdienst auch in Zukunft ausreichende finanzielle und personelle Mittel bereitzustellen: „Nur so kann diese sicherheitsrelevante Arbeit auch weiterhin erfolgreich und störungsfrei erfolgen.“

Olaf Lies Ministerpräsident mit Kabinett

Olaf Lies ist neuer Ministerpräsident in Niedersachsen

20. Mai 2025/in Niedersachsen

Olaf Lies übernimmt das Amt von Stephan Weil und stellt neues Kabinett vor.

HANNOVER (redu). Olaf Lies ist am 20. Mai 2025 im Niedersächsischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Stephan Weil an, der nach über zwölf Jahren aus dem Amt schied. Lies berief ein teils neu zugeschnittenes Kabinett.

Nach dem Rücktritt von Stephan Weil mit Ablauf des 19. Mai 2025 hat der Niedersächsische Landtag Olaf Lies am heutigen Tag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Lies war zuvor Umweltminister in der Landesregierung und übernimmt nun die Leitung des Landes Niedersachsen.

In seiner ersten Amtshandlung berief Olaf Lies die Mitglieder seines Kabinetts. Julia Willie Hamburg wurde zur stellvertretenden Ministerpräsidentin ernannt. In mehreren Ministerien kam es zu strukturellen Änderungen und Ressortzuschnitten.

Folgende Ministerinnen und Minister gehören der neuen Landesregierung an:

  • Daniela Behrens ist künftig Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung.

  • Gerald Heere bleibt Finanzminister.

  • Dr. Andreas Philippi übernimmt das Ressort für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.

  • Falko Mohrs bleibt für Wissenschaft und Kultur zuständig.

  • Julia Willie Hamburg bleibt Kultusministerin.

  • Grant Hendrik Tonne verantwortet das neu geschnittene Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen.

  • Miriam Staudte bleibt Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

  • Dr. Kathrin Wahlmann ist weiterhin Justizministerin.

  • Christian Meyer bleibt Umweltminister mit Zuständigkeit für Energie und Klimaschutz.

  • Melanie Walter wurde zur Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung in der Staatskanzlei ernannt.

Mit der Berufung von Melanie Walter und der Auflösung des bisherigen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten wird die Europapolitik institutionell gestärkt. Die zugehörigen Aufgaben wurden in die Staatskanzlei integriert.

Zudem wurde die Zuständigkeit für Digitalisierung vom Wirtschaftsministerium zum Innenministerium verlagert. Dies führte zu einer entsprechenden Umbenennung beider Ressorts.

Alle Ernennungen wurden im Landtag mit Mehrheit bestätigt.

Serenade Stephan Weil

Feierliche Serenade für Weil vor Amtsübergabe an Lies

20. Mai 2025/in Hannover, Niedersachsen

Zeremonie im Maschpark würdigt Weils Amtszeit – Olaf Lies soll heute gewählt werden.

HANNOVER (redu). Mit einer Serenade der Bundeswehr im Maschpark wurde Stephan Weil am Montagabend aus dem Amt verabschiedet. Heute soll Olaf Lies im Landtag zu seinem Nachfolger gewählt werden.

Stephan Weil wurde am Montagabend mit einem militärischen Ehrenzeremonielle der Bundeswehr verabschiedet: Der Serenade. Die feierliche Serenade fand bei Einbruch der Dunkelheit im Maschpark hinter dem Neuen Rathaus in Hannover statt – jener Stadt, die Weils politische Laufbahn über Jahrzehnte geprägt hat.

Die Veranstaltung wurde vom Heeresmusikkorps Hannover musikalisch gestaltet. Stephan Weil hatte drei Musikstücke ausgewählt, die persönliche wie politische Bezüge aufwiesen. Den Auftakt machte das „Bürgerlied“, ein historisches Arbeiterlied aus dem 19. Jahrhundert, das die Verbundenheit mit den Werten der Arbeiterbewegung symbolisiert. Es folgte das Lied „Die Moorsoldaten“, das ursprünglich von Häftlingen im Konzentrationslager Börgermoor verfasst wurde. Beide Lieder stehen für Weils politische Haltung und sein Geschichtsbewusstsein.

Den Abschluss bildete „Won’t Forget These Days“ der hannoverschen Band Fury in the Slaughterhouse – ein Titel, den Weil als besonders treffend für diesen Moment bezeichnete. „Zu dieser Hymne habe ich schon hingebungsvoll gefeiert“, erklärte der 66-Jährige in seiner kurzen Ansprache. „Aber heute Abend bringt nichts meine Gefühle besser auf den Punkt als dieser Titel.“ Im Anschluss erklang das Niedersachsenlied und die deutsche Nationalhymne.

Etwa 20 Fackelträger des Wachbataillons aus Berlin rahmten die Zeremonie ein. Die Lichter der Fackeln spiegelten sich im Wasser des Maschteichs und sorgten für eine symbolträchtige Kulisse. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius war ebenso anwesend wie Oberst Dirk Waldau vom Landeskommando Niedersachsen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren vor Ort und verfolgten die Zeremonie im öffentlichen Park, was dem offiziellen Akt eine besondere Nähe verlieh.

Die militärische Ehrenbezeigung ist Persönlichkeiten vorbehalten, die über einen langen Zeitraum in herausgehobener politischer Verantwortung standen – Voraussetzung ist in der Regel eine mindestens zweifache Amtszeit. Stephan Weil hatte das Amt des Ministerpräsidenten seit 2013 inne und war damit über zwölf Jahre Regierungschef des Landes Niedersachsen. Die Serenade, ein Teil des eigentlichen Großen Zapfenstreichs, würdigte diese lange Amtszeit und das politische Wirken des scheidenden Ministerpräsidenten.

Die Zeremonie war zugleich Ausdruck eines planmäßigen politischen Übergangs. Stephan Weil hatte im April 2025 angekündigt, sich aus persönlichen Gründen und wegen seines Alters aus der aktiven Politik zurückzuziehen. Er beendete damit auch seine Funktion als Landesvorsitzender der SPD.

Heute soll Olaf Lies, bisheriger Wirtschaftsminister und langjähriges SPD-Mitglied, im niedersächsischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden.

Olaf Lies, geboren am 8. Mai 1967 in Wilhelmshaven, gilt als politisches Schwergewicht der SPD in Niedersachsen. Der studierte Elektrotechniker begann seine Laufbahn als Entwicklungsingenieur und arbeitete später als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Dozent an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven.

Erst 2002 trat Lies in die SPD ein, wurde jedoch rasch zum führenden Landespolitiker. 2008 zog er erstmals in den Landtag ein. Von 2010 bis 2012 war er SPD-Landesvorsitzender. Ab 2013 bekleidete er mehrere Ministerämter, zunächst für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, später für Umwelt, Energie und Bauen. Seit 2022 ist er erneut Wirtschaftsminister.

Am 16. Mai 2025 wurde Lies auf einem Sonderparteitag einstimmig als Nachfolger von Stephan Weil nominiert. Mit der geplanten Wahl zum Ministerpräsidenten am 20. Mai 2025 würde er die politische Führung des Landes Niedersachsen übernehmen. Gleichzeitig soll er auch den Landesvorsitz der SPD übernehmen und die Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2027 führen.

Die rot-grüne Koalition verfügt über eine stabile Mehrheit im Landtag. Ein reibungsloser politischer Übergang wird erwartet.

  • Feierliche Serenade für Weil vor Amtsübergabe an Lies – BGPress 1
    Einmarsch der Fackelträger des Wachbatallions der Bundeswehr aus Berlin © Bernd Günther
  • Feierliche Serenade für Weil vor Amtsübergabe an Lies – BGPress 2
    Auf dem Podest standen neben Stephan Weil (Mitte) als Ehrengast Verteidigungsminister Boris Pistorius (li.) und der Kommandeur des Landeskommandos Oberst Dirk Waldau.
  • Feierliche Serenade für Weil vor Amtsübergabe an Lies – BGPress 4
    Hinter Stephan Weil hatten sich zahlreiche Gäste des Empfangs für Stephan Weil versammelt © Bernd Günther
  • Feierliche Serenade für Weil vor Amtsübergabe an Lies – BGPress 5
    Stimmungsvolle Atmosphäre verbreitete das Abspielen der drei Musikstücke für Stephan Weil © Bernd Günther
  • Feierliche Serenade für Weil vor Amtsübergabe an Lies – BGPress 6
    Abschlussmeldung von Obersleutnant Martin Wehn vom Heeresmusikkorps Hannover © Bernd Günther

 

Junge Blaumeise

Wildtierschutz: Jungtiere bitte nicht vorschnell mitnehmen

7. Mai 2025/in Niedersachsen

Behörden und Fachstellen raten zur Zurückhaltung beim Einsammeln junger Wildtiere.

HANNOVER (redu). Im Frühjahr häufen sich Fälle, in denen junge Wildtiere wie Vögel oder Eichhörnchen irrtümlich von Menschen aufgenommen und in Tierkliniken oder Auffangstationen gebracht werden. Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen, die Landeshauptstadt Hannover und die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover warnen nun gemeinsam vor voreiligem Handeln.

Dr. Florian Brandes, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation, weist darauf hin, dass Jungvögel, die scheinbar allein am Boden sitzen, sich in einer normalen Entwicklungsphase befinden. In der sogenannten Ästlingsphase verlassen sie das Nest, bevor sie vollständig flugfähig sind. Die Elterntiere sind meist in der Nähe, meiden jedoch vorübergehend den Kontakt, wenn Menschen in der Umgebung sind.

Auch bei jungen Eichhörnchen ist Vorsicht geboten. Diese erkunden ab einem gewissen Alter eigenständig ihre Umgebung oder können durch einen Sturz aus dem Nest am Boden landen. Wie Professor Dr. Michael Pees von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover erklärt, sind gesunde Tiere grundsätzlich am Fundort zu belassen. Nur bei Verletzungen oder eindeutigem Verlassenwerden durch die Eltern sei ein Eingreifen erforderlich. Selbst bei guter Pflege seien die Überlebenschancen in Menschenhand deutlich schlechter.

Dr. Kirsten Görlich, zuständig für Veterinärwesen in der Landeshauptstadt Hannover, betont, dass es sich bei der Entnahme junger Wildtiere um Ausnahmefälle handeln muss, die gut überlegt sein sollten.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet grundsätzlich das Mitnehmen geschützter Wildtiere. Eine Ausnahme besteht bei offensichtlich verletzten oder kranken Tieren. In diesem Fall übernimmt die Person, die das Tier aufnimmt, auch die Verantwortung – inklusive der Versorgungskosten. Nach Genesung ist eine umgehende Freilassung verpflichtend. Bei streng geschützten Arten wie Feldhamstern oder Weißstörchen ist die Aufnahme der Unteren Naturschutzbehörde zu melden.

Empfehlungen zum richtigen Verhalten

  • Ausreichend Abstand halten, damit Elterntiere zurückkehren können.

  • Tiere zunächst über Stunden beobachten, bevor gehandelt wird.

  • Nur offensichtlich verletzte oder kranke Tiere mitnehmen.

  • Fundtiere möglichst nicht auf befahrenen Wegen liegen lassen, sondern an sichere Stellen umsetzen.

  • Vor einer Mitnahme tierärztlichen oder fachlichen Rat einholen – im Notfall bei der Feuerwehr anrufen (112), die in vielen Regionen Tierrettungseinheiten unterhält.

Einmal aus der Natur entnommene Tiere erleben großen Stress, sind oft fehlgeprägt und haben geringere Überlebenschancen. Fachleute in Tierarztpraxen oder Auffangstationen prüfen objektiv, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Ist eine Rückkehr in die Natur nicht möglich, kann auch eine Einschläferung aus Tierschutzgründen erforderlich sein.

Streifenwagen von Innen

Digitalfunk der Einsatzkräfte fällt in ganz Deutschland aus

6. Mai 2025/in Panorama, Niedersachsen

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste greifen auf Notlösungen zurück – Problem ist behoben.

BERLIN (redu). Am 6. Mai 2025 war das bundesweite Digitalfunknetz der Sicherheitsbehörden ausgefallen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mussten teilweise auf alternative Kommunikationswege zurückgreifen.

Der Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) war am Dienstag bundesweit ausgefallen. Betroffen waren unter anderem Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in ganz Deutschland.

Das Bundesinnenministerium bestätigte die Störung auf Anfrage. Die Ursache für den Ausfall ist bisher nicht bekannt. Der Vorfall wird derzeit untersucht. Der BOS-Digitalfunk ist das zentrale Kommunikationsmittel für Einsatzkräfte. Ein Ausfall wie dieser kann die Koordination von Einsätzen erheblich beeinträchtigen. Nach Angaben aus internen Quellen wurden in einigen Regionen bereits alternative Kommunikationsmittel eingesetzt.

Bereits im Jahr 2022 kam es zu einem Ausfall des BOS-Netzes. Damals war eine technische Wartung die Ursache. Der aktuelle Vorfall ist jedoch schwerwiegender, da er mehrere Stunden andauert und bundesweit auftritt.

Laut Bundesinnenministerium ist die Einsatzfähigkeit der Kräfte weiterhin grundsätzlich gewährleistet. Notfallmaßnahmen seien aktiviert worden. Die Öffentlichkeit soll informiert werden, sobald nähere Erkenntnisse zur Störung vorliegen.

Der Vorfall machte deutlich, wie stark sicherheitsrelevante Bereiche von funktionierenden digitalen Infrastrukturen abhängig sind. 

Stellungnahme des BDBOS

Auf Anfrage teilte uns die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) im Wortlaut Folgendes mit:

Am 06.05.25 kam es am späteren Nachmittag für die Dauer von knapp 2 Stunden zu Störungen im BOS-Digitalfunknetz. Nach aktuellem Kenntnisstand waren hiervon zahlreiche Basisstationen und Leitstellen in verschiedenen Teilen des Bundesgebiets betroffen.

Bei der Prüfung der Systemtechnik wurden Netzwerkprobleme als Fehlerursache lokalisiert und behoben. Die Analyse wurde von der BDBOS und ihren Partnern mit höchster Priorität verfolgt und wird weiter fortgesetzt.

Durch die Störungen war die netzgebundene Kommunikation der Einsatzkräfte der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in den betroffenen Bereichen vorübergehend beeinträchtigt; die Kommunikation im Versorgungsbereich der jeweiligen Funkzelle war aber im sog. Fallback-Modus jederzeit möglich. Auch die Nutzung der Direktverbindung im netzungebundenen Modus (Direktmodus) stand durchgehend zur Verfügung, sodass die Einsatzkräfte innerhalb einer Funkzelle auch während der Störung miteinander kommunizieren konnten.

 

Rettungswagen

Bevölkerungsschutz: DRK Niedersachsen fordert bessere Finanzierung

28. April 2025/in Niedersachsen

DRK-Bereitschaften fordern mehr Mittel für Ehrenamt und Ausstattung.

BAD MÜNDER (redu). Beim Landesausschuss der DRK-Bereitschaften Niedersachsen in Bad Münder forderten rund 70 Vertreterinnen und Vertreter eine bessere finanzielle Ausstattung des Bevölkerungsschutzes. Angesichts steigender Anforderungen mahnten sie politische Unterstützung an.

Am 26. und 27. April 2025 kamen etwa 70 Delegierte der ehrenamtlichen Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus ganz Niedersachsen zum jährlichen Landesausschuss im Wilhelm-Gefeller-Tagungszentrum in Bad Münder zusammen. Schwerpunkt der Tagung waren die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz.

Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, betonte in seiner Rede die gemeinsame Verantwortung von Hilfsorganisationen, Gesellschaft und politisch Verantwortlichen, den Bevölkerungsschutz auf hohem Niveau zu halten. Dabei kritisierte er Einsparungen im Bereich der Landesmittel, die die Handlungsfähigkeit der DRK-Kreisverbände erheblich einschränkten. Besonders die sogenannten konsumtiven Kosten – also die Kosten für Wartung, Unterbringung und Instandhaltung von Einsatzmaterial und Fahrzeugen – würden bisher fast ausschließlich von den Hilfsorganisationen getragen. Hartmann forderte hier eine spürbare Entlastung durch die Katastrophenschutzbehörden.

Auch Landesbereitschaftsleiter Holger Klünder stellte klar, dass angesichts wachsender Bedrohungslagen wie Naturkatastrophen, Pandemien oder Angriffen auf kritische Infrastrukturen eine stärkere staatliche Unterstützung zwingend notwendig sei. Ohne die rund 7.000 ehrenamtlichen Kräfte der DRK-Bereitschaften sei eine effektive Bewältigung von Katastrophenlagen nicht möglich. Deshalb müsse die Finanzierung für Ausstattung und Ausbildung der Einsatzkräfte deutlich aufgestockt werden.

Dr. Christian Kielhorn, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK), nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. In einer Podiumsdiskussion hob er die bedeutende Rolle der ehrenamtlichen Bereitschaften hervor und dankte für deren Engagement. Er bekräftigte, dass die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Gefahrenabwehr oberstes Ziel des NLBK sei.

Patrick Smolin vom DRK-Generalsekretariat Berlin referierte über die zivil-militärische Zusammenarbeit, insbesondere die Unterstützung durch den Sanitätsdienst der Bundeswehr im Katastrophenfall. Ergänzend berichtete Dr. Uwe Lühmann, DRK-Landesbeauftragter für Katastrophenschutz, über die Arbeit der Katastrophenschutzbeauftragten in Niedersachsen.

In einem weiteren Workshop widmeten sich die Teilnehmenden der Nachwuchsförderung und Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz. Die Gewinnung junger Ehrenamtlicher wird als wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Bereitschaften gesehen.

Die Aufgaben der DRK-Bereitschaften umfassen nach einer Grundausbildung verschiedene Spezialisierungen, etwa in den Bereichen Drohnenbetrieb, Bergwacht, Wasserwacht, Rettungshundearbeit oder psychosoziale Notfallversorgung. Die Ehrenamtlichen sind bei Großveranstaltungen, Rettungseinsätzen sowie bei Naturkatastrophen im Einsatz und betreiben im Bedarfsfall Notunterkünfte für Geflüchtete oder Evakuierte.

Der DRK-Landesverband Niedersachsen unterstützt 44 Kreisverbände mit insgesamt 974 Ortsvereinen. Über 208.000 Mitglieder tragen die Arbeit des Verbandes, rund 20.400 Menschen engagieren sich ehrenamtlich, davon etwa 7.000 in den Bereitschaften. Zusätzlich sind rund 5.000 Kinder und Jugendliche im Jugendrotkreuz aktiv. Das DRK ist zudem einer der größten Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitswesen in Niedersachsen mit etwa 27.000 hauptamtlichen Beschäftigten.

Stauhilfe Johanniter Motorradstaffel

Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz

17. April 2025/in Niedersachsen

80 ehrenamtliche Johanniter unterstützen mit 23 Motorrädern Reisende auf Autobahnen in Niedersachsen.

HANNOVER (redu). Die Johanniter-Motorradstaffeln haben ihren Einsatzbetrieb zur Ferienreisezeit 2025 aufgenommen. Mit 23 Motorrädern unterstützen 80 Ehrenamtliche die Verkehrssicherheit auf niedersächsischen Autobahnen.

Pünktlich zum Beginn der Osterferien hat die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. ihre ehrenamtlichen Motorradstaffeln in Niedersachsen und Bremen wieder in Betrieb genommen. Rund 80 Helferinnen und Helfer stehen für die Reisesaison bereit. Sie sind mit insgesamt 23 Motorrädern entlang wichtiger Autobahnabschnitte im Einsatz, um bei Staus, Unfällen und Pannen schnell und gezielt Hilfe zu leisten. Die Einsatzzeit läuft bis zum Ende der Herbstferien.

Die offizielle Saisoneröffnung fand am Gründonnerstag im ADAC-Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen statt. Neben den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern waren auch Daniela Behrens, Niedersachsens Innenministerin, Stefan Radmacher vom Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe und ADAC-Vertreter Michael Weber anwesend.

Innenministerin Behrens betonte bei der Veranstaltung die langjährige und bewährte Zusammenarbeit zwischen den Motorradstaffeln, der Polizei und weiteren Partnern. Die Helferinnen und Helfer seien seit der Expo 2000 auf niedersächsischen Autobahnen aktiv und unterstützen seither sowohl die Polizei als auch Verkehrsteilnehmende in Ausnahmesituationen. Im Jahr 2024 wurden auf den Autobahnen des Landes rund 15.000 Unfälle registriert. Dabei gab es knapp 2.300 Verletzte. In solchen Situationen seien die ehrenamtlichen Motorradstaffeln ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsstruktur, so Behrens.

Johanniter-Landesvorstand Stefan Radmacher verwies auf das 25-jährige Bestehen der organisierten Motorradstaffeln seit ihrer strukturellen Einführung zur Expo 2000. Damals wurden erstmals gezielt Motorräder beschafft und systematisch eingesetzt, um auf das erhöhte Verkehrsaufkommen zu reagieren. Die positive Entwicklung setzte sich seither kontinuierlich fort – auch durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Polizei und dem ADAC. Besonders betonte Radmacher die wachsenden Qualifikationen der Ehrenamtlichen in Bereichen wie Fahrsicherheit und Notfalleinsatz.

Für den Betrieb der Staffel und die Ausstattung von Mensch und Maschine investiert die Johanniter-Unfall-Hilfe jährlich rund 100.000 Euro. Die Ausstattung umfasst neben modernen Motorrädern auch medizinisches Gerät zur Ersten Hilfe. Viele der regionalen Staffeln bemühen sich zusätzlich, durch lokale Kooperationen oder Sponsoring weitere Mittel zu gewinnen.

In der Saison 2024 leisteten die Einsatzkräfte 5.154 ehrenamtliche Stunden an über 400 Einsatztagen. In 970 Einsätzen wurden Verkehrsteilnehmende direkt unterstützt. Dabei legten die 23 Motorräder insgesamt mehr als 135.000 Kilometer zurück. Dies entspricht einem Anstieg von rund 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Seit 2012 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Der Automobilclub unterstützt das ehrenamtliche Engagement nicht nur finanziell, sondern auch durch Trainingsangebote. Unter dem Motto „Wir sind da“ erhalten die Helfenden etwa vor Saisonbeginn ein intensives Fahrsicherheitstraining im ADAC-Zentrum in Laatzen.

Die Eröffnung der Saison beinhaltete auch eine Andacht und ein Segensgebet durch die Johanniter-Landespfarrerin Inge Matern. Im Anschluss begaben sich die Fahrerinnen und Fahrer zu einem Übungsprogramm auf die Trainingsfläche des Zentrums.

Die Johanniter-Motorradstaffeln sind insbesondere auf den Autobahnen A1, A2, A7, A27, A28 und A29 unterwegs – häufig an stark frequentierten Autobahnkreuzen. Dort helfen sie bei Pannen, leisten Erste Hilfe, sichern Unfallstellen oder koordinieren Abschleppdienste. Zu den Aufgaben zählt auch die Unterstützung bei der Bildung von Rettungsgassen sowie bei Bedarf das Verteilen von Wasser oder Spielzeug an staugeplagte Familien.

Weitere Informationen zu den Einsätzen und zur Organisation der Motorradstaffeln finden sich unter www.johanniter.de/motorradstaffel-nb.

  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286531
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286547
    Polizei und ehrenamtliche Stauhelfer der Johanniter - Motoradstaffel gemeinsam als Team. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286596
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286680
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1296821
    Für die Pressevertreter ging es zum Schluß noch durch eine Wasserwand. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1296836
    Ein Fahrer der Johanniter - Motorradstaffel durchquert die Wasserwand auf dem ADAC Verkehrsübungsplatz in Laatzen. © Bernd Günther
  • Stauhilfe Johanniter Motorradstaffel
    Ab dem Osterwochenende sind sie als ehrenamtliche Stauhelfer der Johanniter auf den Autobahnen unterwegs. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286465
    Moderne Funkkommunikation ist in dem Helm der Johanniter Motorradstaffel eingebaut. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286471
    Symbolbild Motorradstaffel Warnweste © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286482
    Innenministerin Daniela Behrens eröffnet die Saison der Johanniter - Motorradstaffel. (v.l. Inge Matern, Stefan Rademacher, Daniela Behrens, Michael Weber) © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286490
    Die Innenministerin vertrat bei dem Saisonauftakt die Polizei. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286497
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286509
    Gespräch zwischen Innenministerin Daniela Behrens und einem Mitglied der Johanniter - Motorradstaffel. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286522
    Dicht hintereinander fahren die geübten Stauhelfer der Johanniter auf ihren Motorrädern auf einen Rundkurs. © Bernd Günther
Bekleidungsordnung Feuerwehr

Niedersachsen führt moderne Feuerwehrkleidung ein

10. April 2025/in Niedersachsen

Kommunen entscheiden selbst über Umstellung und Modellwahl der neuen Dienstbekleidung.

HANNOVER (redu). Ab dem 11. April 2025 gilt in Niedersachsen eine neue Feuerwehrverordnung. Diese ermöglicht unter anderem die Einführung moderner Dienstkleidung in den Feuerwehren.

Mit Veröffentlichung im Niedersächsischen Amtsblatt ist am 10. April 2025 die geänderte Feuerwehrverordnung (FwVO) bekannt gemacht worden. Sie tritt am Freitag, den 11. April, in Kraft. Ein zentrales Element ist die Einführung einer neuen, modernen Dienstkleidung für Feuerwehrangehörige in Niedersachsen.

Die Neufassung ist das Ergebnis der Arbeit der Strukturkommission „Einsatzort Zukunft“, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Bereiche der Feuerwehr, kommunaler Verbände und des Landes mitwirkten. Ziel war es, die Feuerwehrstrukturen im Land zu stärken und zukunftssicher zu gestalten.

Die neue Dienstkleidung wurde unter Leitung des Landesfeuerwehrverbandes entwickelt. Sie soll nicht nur den praktischen Anforderungen entsprechen, sondern auch zur Attraktivität des Ehrenamts beitragen. Parallel dazu wurden auch die Dienstgradabzeichen neugestaltet.

Innenministerin Daniela Behrens sieht in der neuen Verordnung ein Zeichen der Anerkennung für die Einsatzkräfte: „Mit der Änderung der Feuerwehrverordnung geht das Land Niedersachsen einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der Feuerwehren.“

Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Umstellung obliegt den Städten und Gemeinden. Es gibt keine verbindliche Frist. Auch die Auswahl des Uniformmodells liegt bei den Kommunen. Die bisherige Kleidung kann übergangsweise weiter genutzt werden. Damit sollen finanzielle Spielräume der Kommunen berücksichtigt werden.

Neben Regelungen zur Kleidung enthält die Verordnung auch Anpassungen zur Ausbildung in den Freiwilligen Feuerwehren.

Unfalltote Niedersachsen© Bernd Günther

Niedersachsen 2024: So wenige Verkehrstote wie nie zuvor

7. April 2025/in Niedersachsen

Polizei meldet Rückgang bei tödlichen Verkehrsunfällen – Schwerpunkte bleiben bestehen.

HANNOVER (redu). Im Jahr 2024 ist die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen deutlich gesunken. Mit 347 Todesopfern erreichte das Land einen neuen Tiefstwert seit Beginn der statistischen Erfassung. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging zurück. Die Polizei will Kontrollmaßnahmen ausweiten.

Verkehrsunfallstatistik 2024: Rückgang bei Unfällen und Todesopfern
Die Polizei Niedersachsen hat im Jahr 2024 insgesamt 209.001 Verkehrsunfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 1,8 Prozent beziehungsweise 3.929 Unfällen. Damit setzt sich der Trend einer leichten Abnahme fort.

Die Zahl der Verkehrstoten sank um 18 Prozent auf 347. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Erhebungen vor mehr als 70 Jahren. Auch bei den Schwerverletzten wurde ein Rückgang verzeichnet: 4.961 Menschen wurden schwer verletzt, im Vorjahr waren es 5.150. Die Zahl der Leichtverletzten verringerte sich geringfügig auf 36.083 Personen.

Ministerin Behrens: Jeder Todesfall ist einer zu viel
Innenministerin Daniela Behrens wertete den Rückgang als positiv, betonte jedoch, dass jeder Todesfall im Straßenverkehr einer zu viel sei. Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen sowie bei sogenannten Baumunfällen.

Im Jahr 2024 starben 58 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahren – fünf mehr als im Vorjahr. Davon waren 37 mit dem Pkw und 15 mit motorisierten Zweirädern unterwegs. 28 Personen aus dieser Altersgruppe starben bei einem Aufprall gegen einen Baum.

Seniorinnen und Senioren überdurchschnittlich betroffen
126 Verkehrstote entfielen auf Menschen ab 65 Jahren, das waren 16 weniger als 2023. Ihr Anteil an den Verkehrstoten lag bei rund 36 Prozent, obwohl sie nur etwa 23 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Etwa die Hälfte der verunglückten älteren Menschen war zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Pedelec unterwegs.

Weniger Todesopfer bei Radfahrenden
Die Zahl der getöteten Radfahrenden sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich: 49 Menschen kamen ums Leben, 31 Prozent weniger als 2023. 38 von ihnen waren über 65 Jahre alt, 30 nutzten zum Unfallzeitpunkt ein Pedelec. Die Entwicklung zeigt, dass ältere Radfahrende weiterhin eine besonders gefährdete Gruppe darstellen.

Motorradunfälle bleiben auf Vorjahresniveau
Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrenden blieb 2024 mit 59 stabil. 48 davon waren mit einem Motorrad über 125 ccm unterwegs – das sind drei mehr als im Vorjahr. Die Landesregierung kündigt verstärkte Aufklärungsmaßnahmen zu Beginn der Motorradsaison an.

Gefahren auf Landstraßen: Baumunfälle weiterhin ein Schwerpunkt
Zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich 2024 auf Landstraßen. Die Zahl der sogenannten Baumunfälle ging leicht zurück auf 3.109. Dennoch stieg die Zahl der Todesopfer in diesem Bereich von 111 auf 117. 601 Menschen wurden dabei schwer verletzt, 1.591 leicht. Beide Zahlen sanken im Vergleich zu 2023.

Weniger Verkehrstote auf Autobahnen
Auf niedersächsischen Autobahnen starben 2024 insgesamt 20 Personen – das waren 17 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist damit besonders deutlich ausgefallen.

Alkohol und Drogen: Zahl der Todesopfer leicht gesunken
Die Zahl der unter Alkohol- oder Drogeneinfluss tödlich Verunglückten sank von 25 auf 23. Die Gesamtzahl der damit in Verbindung stehenden Unfälle lag 2024 bei 4.282 – ein Rückgang um 4,2 Prozent.

Konkrete Auswirkungen der im April 2024 eingeführten Cannabislegalisierung lassen sich laut Polizei Niedersachsen noch nicht beurteilen. Gründe sind unter anderem die erst im Spätsommer erfolgte Anpassung der THC-Grenzwerte sowie die fehlende Verfügbarkeit geeigneter Testmittel.

Kontrollschwerpunkte bleiben Geschwindigkeit und Fahrtüchtigkeit
Zu hohe Geschwindigkeit bleibt die häufigste Ursache tödlicher Unfälle. Weitere Hauptursachen waren Vorfahrtsverstöße, Abbiegefehler, riskantes Überholen und zu geringer Abstand.

Die Polizei plant 2025 landesweite Kontrolltage. Neben Autofahrenden sollen auch Fahrende von Motorrädern, E-Scootern und Fahrrädern einbezogen werden. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Prävention und konsequente Ahndung von Regelverstößen.

Die Unfalluhr 2024 in Niedersachsen
Alle 2,5 Minuten: ein polizeilich erfasster Unfall
Alle 13 Minuten: eine verunglückte Person
Alle 50 Minuten: ein verletzter Radfahrender
Alle 82 Minuten: ein verunglückter junger Erwachsener
Alle 86 Minuten: ein verunglückter Senior oder eine Seniorin
Alle 2 Stunden: ein Unfall durch fahruntüchtige Fahrende
Alle 2,5 Stunden: ein tödlich verunglückter Motorradfahrender
Alle 2 bis 3 Stunden: ein Unfall mit Baumkontakt
Alle 2 bis 3 Stunden: ein verunglückter Pedelec-Fahrender
Alle 3,5 Stunden: ein verunglückter Fußgänger
Jeden Tag: mindestens ein Verkehrstoter

Seite 8 von 79«‹678910›»

Hinweise von Bürgern für unsere Redaktion über aktuelle Geschehen

Fotos oder Hinweise?

Sende Informationen, Hinweise oder Fotos direkt an die Redaktion.

📤 Fotos / Hinweise senden
📤 Hinweis senden
Fotos / Hinweise an Redaktion übermitteln
Zur Startseite

Anzahl unser Artikelaufrufe

Search Search

Neueste Beiträge

  • Dachstuhlbrand in Osterwald-Unterende macht Wohnhaus unbewohnbar 14. Oktober 2026
  • Reform Notfallversorgung: Rettungsorganisationen fordern Nachbesserungen 13. Oktober 2026
  • Unfall auf A2: Vier Verletzte und 240.000 Euro Schaden 13. Oktober 2026
  • Kellerbrand Steinmetzstraße: Vier Verletzte in Hannover 12. Oktober 2026

Kategorien

  • Gesundheit
  • Hannover
  • Kultur
  • Niedersachsen
  • Panorama
  • Politik
  • Polizei
  • Region Hannover
  • Reisen
  • Veranstaltungen
  • Verkehr
  • Welt-News
  • Wirtschaft
Oktober 2026
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
« Sep.    
RSS Feed Logo RSS Feed Logo Abonniereden RSS Feed

Eigener RSS-Nachrichten Feeder

Artikelaufrufe seit 2020

Titelbild BG-PRESS.de

Kategorien

© Copyright 2025 - bg-press.de - Enfold Theme by Kriesi
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
Cookie Warnung
This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass dies für Sie in Ordnung ist, aber Sie können die Verwendung von Cookies ablehnen, wenn Sie dies wünschen. ACCEPT / AKZEPTIERT REJECT / ABLEHNEN
Privacy & Cookies Policy

Privacy Overview

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary
immer aktiv
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Non-necessary
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.
SPEICHERN & AKZEPTIEREN