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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Niedersachsen prüft gesetzliche Regelungen zu Einsatzkosten – Demo 14.02.2021© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Niedersachsen prüft gesetzliche Regelungen zu Einsatzkosten

14. Januar 2025/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens fordert Konsequenzen nach Gerichtsurteil.

HANNOVER (redu). Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Veranstalter kommerzieller Hochrisikospiele können für zusätzliche Polizeieinsatzkosten zur Kasse gebeten werden. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens begrüßt das Urteil und fordert Konsequenzen von DFB und DFL.

Das Bundesverfassungsgericht hat heute entschieden, dass der Staat bei kommerziellen Veranstaltungen wie Hochrisikospielen zusätzliche Polizeieinsatzkosten auf die Veranstalter umlegen darf, wenn eine Eskalation der Gewalt zu erwarten ist. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens äußerte ihre Zustimmung zur Entscheidung und sieht darin eine klare Botschaft an Fußballverbände und Vereine.

„Dieses Urteil schafft endlich Klarheit. Es ist nun an DFB, DFL und den Vereinen, die Tragweite zu erkennen und ihre Sicherheitskonzepte zu überarbeiten“, so Behrens. Sie forderte die Fußballverbände auf, ihre bestehenden Regelungen konsequent umzusetzen und neue Maßnahmen zur Gewaltprävention in Stadien zu entwickeln.

In Niedersachsen wären Gebührenbescheide jedoch erst nach einer entsprechenden gesetzlichen Regelung möglich. Bei der anstehenden Novelle des Niedersächsischen Polizeigesetzes (NPoG) soll dieses Thema intensiv diskutiert werden. Behrens betonte, dass die Gebührenpflicht allein nicht die Lösung sei. Ihr Ziel bleibe, die Gewalt in Stadien durch präventive Maßnahmen und Zusammenarbeit mit Vereinen und Polizei zu verhindern.

Sollten sich die Zustände in den Stadien nicht nachhaltig verbessern, schließt Behrens die Erhebung von Gebühren nicht aus. Sie erwartet von den Fußballverbänden konkrete Vorschläge und wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit.

Daniela Behrens

Jahreswechsel in Niedersachsen: Weniger Einsätze, aber Angriffe auf Einsatzkräfte

2. Januar 2025/in Niedersachsen

Angriffe auf Polizei und Feuerwehr trotz Rückgang der Einsätze – Konsequenzen gefordert

HANNOVER (redu). Der Jahreswechsel 2024/2025 verlief in Niedersachsen weitestgehend friedlich. Mit 1527 Einsätzen registrierte die Polizei deutlich weniger Vorfälle als im Vorjahr (2757 Einsätze). Dies führte auch zu einem Rückgang von Zwangsmaßnahmen, darunter nur neun Festnahmen (Vorjahr: 26). Dennoch prägten Angriffe auf Einsatzkräfte und Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben die Silvesternacht.

Rückgang der Einsätze durch gute Vorbereitung

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, hob die gründlichen Vorbereitungen der Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste hervor. „Die Waffenverbotszonen und die stringente Kontrolle ihrer Einhaltung haben sich bewährt“, so Behrens. Sie dankte den rund 2093 eingesetzten Beamtinnen und Beamten für ihren engagierten Einsatz und betonte: „Nur weil es sie gibt, können wir so sicher leben.“

Ein besonderer Schwerpunkt lag erneut auf der Überwachung der Feuerwerksverbotszonen, insbesondere in der hannoverschen Innenstadt. Auf dem Steintorplatz, wo weniger Personen als im Vorjahr anwesend waren, kam es trotzdem zum Abbrennen von Pyrotechnik. Insgesamt wurden 55 Ermittlungsverfahren wegen Missachtung der Verbotszonen eingeleitet.

Angriffe auf Einsatzkräfte – klare Konsequenzen gefordert

Trotz des insgesamt friedlichen Verlaufs wurden in der Silvesternacht Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten aus Menschenmengen heraus mit Raketen und Böllern attackiert. 16 Polizisten wurden leicht verletzt, davon zehn durch Gewalttaten. Zudem verzeichnete die Feuerwehr zwei Verletzte, wobei eine Verletzung ebenfalls auf eine Gewalttat zurückzuführen ist.

„Wer Einsatzkräfte angreift, greift uns alle an“, erklärte Ministerin Behrens und forderte konsequente Bestrafung der Täter. Dank des entschiedenen Eingreifens der Polizei konnten viele Tatverdächtige identifiziert werden.

Verstöße und Ermittlungen

Landesweit leitete die Polizei 619 Strafverfahren ein, darunter wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Branddelikten. Im Vergleich zum Vorjahr (704 Verfahren) verzeichneten die Behörden auch hier einen Rückgang.

Der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern führte wiederholt zu gefährlichen Situationen. Trotz der Vorfälle blieb es bei leichten Verletzungen, wie Knalltraumata, ohne schwere Folgen.

Stephan Weil© Bernd Günther

Neujahrsansprache der Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil

1. Januar 2025/in Niedersachsen

Neujahrsgruß: Gemeinsam ins Jahr 2025 – Herausforderungen meistern

Hannover (red). Neujahrsansprache unseres Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil: 

Liebe Niedersächsinnen, liebe Niedersachsen,

ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr 2025. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Glück und viel Erfolg bei allem, was Sie sich vornehmen. Und ich wünsche uns gemeinsam, dass wir viele anstehende Aufgaben engagiert und beherzt angehen und dann am Ende auch gemeinsam schaffen. Hauptsache, das Neue Jahr wird besser als das alte gewesen ist – werden jetzt manche von Ihnen sagen. Und es stimmt, das Jahr 2024 hat uns viele Herausforderungen und Probleme bereitet.

Es ging schon los mit Sorgen bei uns in Niedersachsen. Heute vor einem Jahr hielt uns das große Hochwasser in Atem, das weite Teile unseres Landes betroffen hat. Und das Jahr ging zu Ende mit Sorgen in Niedersachsen vor allem rings um Volkswagen. Aber am Ende dann vor allem auch nach dem furchtbaren Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg, der uns alle erschüttert hat. Auch dazwischen gab es viele andere schlecht Nachrichten – von den andauernden grausamen Kriegen im Nahen Osten und der Ukraine bis zu schlechten Botschaften aus der deutschen Wirtschaft.

Nein, das Jahr 2024 wird auch nicht zu meinen Lieblingsjahren gehören. Es hat einmal mehr sehr klar gezeigt, dass wir in einer Periode tiefgreifender Umbrüche sind. Aber wenn man genau hinschaut, dann hat auch das abgelaufene Jahr vieles gehabt, was wir gut mitnehmen können ins neue Jahr. Denken Sie noch einmal zurück an das Hochwasser, das konnte am Ende erfolgreich bewältigt werden durch einen riesigen Kraftakt von über 140 000 vorwiegend ehrenamtlich engagierten Menschen aus der Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen. Und dank der wirklich spontanen, großen Hilfsbereitschaft unzähliger Bürgerinnen und Bürger. Das war ein Beispiel dafür, wozu unsere Gesellschaft imstande ist, wenn wir zusammenhalten.

Denken Sie daran, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor die drittgrößte in der Welt ist. Wir haben in Niedersachsen zum Beispiel nach wie vor eine Zahl von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen auf einem Rekordniveau, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen. Wenn wir es jetzt schaffen, die bestehenden Wachstumsbremsen schnell zu lösen, dann werden wir auch wieder gute Nachrichten von unseren Unternehmen hören – davon bin ich überzeugt.

Oder ein drittes Beispiel, das mir besonders wichtig ist: Im Frühjahr haben wir 75 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik feiern können. Die Zwischenbilanz war beeindruckend. Ein Dreivierteljahrhundert Frieden, ein Dreivierteljahrhundert persönliche und politische Freiheit, stetig wachsender Wohlstand und alles in allem auch immer wieder eine Gesellschaft, die sich bemüht, anständig miteinander umzugehen. Natürlich ist unsere Demokratie nicht perfekt und nicht fehlerfrei, aber sie ist es wert, dass wir uns für sie einsetzen und sie verteidigen. Schauen wir einmal in andere Teile der Welt, dann sehen wir, was wir an unserer Demokratie und an unserem Rechtsstaat haben.

Liebe Niedersächsinnen, liebe Niedersachsen,

auch das Jahr 2025 wird nicht problemfrei werden, das wissen wir alle. Aber zu einem guten Teil haben wir es auch selbst in der Hand, wie wir damit umgehen.

Ich wünsche mir für uns vor allem dreierlei:

Dass wir die anstehenden Probleme klar benennen und angehen, und das auch mit dem gebotenen Selbstbewusstsein und der notwendigen Zuversicht tun.

Dass wir es zweitens gemeinsam angehen, wo immer das möglich ist, auch wenn es schwierig erscheinen mag. Ein gutes Beispiel ist die am Ende eben doch noch gelungene Tarifeinigung bei Volkswagen.

Und drittens, dass wir dabei immer und überall auch unsere Demokratie stärken und schützen. Wie Sie wissen, sind in wenigen Wochen vorgezogene Bundestagswahlen, das ist dafür eine gute Gelegenheit. Meine herzliche Bitte an Sie alle ist: Gehen Sie zur Wahl, machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Ich wünsche Ihnen allen ein gutes, neues Jahr 2025. Und ich wünsche uns gemeinsam, dass wir es schaffen, aus diesem Jahr das Beste zu machen, wo immer wir das tun können.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, machen Sie es gut.

Jahreswechsel

BG-PRESS.de wünscht allen einen friedvollen und gesunden Jahreswechsel

30. Dezember 2024/in Region Hannover, Hannover, Niedersachsen

Kommt gut und gesund ins Neue Jahr 2025

Hannover (red). Liebe Leserinnen und Leser, ein ereignisreiches Jahr klingt aus, und wir vom BG-PRESS.de – Team möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei euch allen zu bedanken. Eure Treue, euer Interesse und eure Unterstützung motivieren uns täglich, die besten und relevantesten Nachrichten für euch zu liefern.

Ein besonderes Dankeschön geht auch an die vielen Pressestellen und Pressesprecherinnen und -sprecher, die uns durch ihre gute Zusammenarbeit stets tatkräftig in diesem Jahr unterstützt haben. Nur so können wir zeitnah und neutral über das Geschehen in unserer Region berichten.

Danke an alle, die in der Silvesternacht Dienst haben

Besonders am Herzen liegt uns ein Gruß an all jene, die in der Silvesternacht arbeiten, um unsere Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten: Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei, Krankenhauspersonal, Pflegerinnen und Pfleger. Ihr seid die wahren Heldinnen und Helden dieser Nacht, und euer Einsatz verdient größten Respekt. An dieser Stelle möchten wir auch alle Leserinnen und Leser darum bitten, den Einsatzkräften mit dem gebotenen Respekt zu begegnen und sie bei ihrer Arbeit nicht zu behindern. Bitte haltet Abstand zu Einsatzstellen und ermöglicht Ihnen reibungslose Abläufe. Stellt an diesen Stellen möglichst die Nutzung von Feuerwerkskörpern ein, um keine zusätzliche Gefahr zu erzeugen.

Vorsichtiger Umgang mit Feuerwerk

Zudem appellieren wir an einen vorsichtigen Umgang mit Feuerwerk und Böllern, besonders im Hinblick auf mögliche Sturmlagen oder starken Wind, die in dieser Silvesternacht auftreten könnten. Die Wetterdienste warnen in Norddeutschland davor, dass sich in den Nachtstunden zum Jahreswechsel Windböen von 70-80 km/h bilden können. Hierbei können Feuerwerkskörper unkontrolliert in andere Richtungen abgetrieben und Menschen verletzt oder Brände verursacht werden. Sicherheit geht vor – sowohl für euch selbst als auch für andere!

Wir wünschen euch allen einen gelungenen Jahreswechsel und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2025. Bleibt uns treu – wir freuen uns darauf, euch auch im neuen Jahr mit spannenden Nachrichten und Reportagen zu begleiten!

Eure Redaktion von BG-PRESS.de

Daniela Behrens

Lehrleitstelle des NLBK eröffnet – Moderne Ausbildung beginnt

19. Dezember 2024/in Niedersachsen

Trainingszentrum für Leitstellenpersonal offiziell in Betrieb genommen

CELLE (redu). Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens hat die neue Lehrleitstelle des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz in Celle offiziell eröffnet. Das moderne Ausbildungszentrum soll die Qualifikation von Leitstellenbediensteten verbessern.

Am Donnerstag, den 19. Dezember 2024, wurde die neue Lehrleitstelle des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle-Scheuen offiziell übergeben. Innenministerin Daniela Behrens und Finanzminister Gerald Heere betonten bei der Eröffnung die Bedeutung des Projekts für die Ausbildung von Leitstellenpersonal in Niedersachsen.

Die Lehrleitstelle dient der praxisnahen Ausbildung von Feuerwehrleuten, Rettungsdiensten sowie Mitarbeitenden in Katastrophenschutzstäben und technischen Einsatzleitungen. Stress- und Belastungssituationen wie ein erhöhtes Notrufaufkommen oder Katastrophenlagen können hier realitätsnah simuliert werden. Zusätzlich ist die Nutzung der Lehrleitstelle für reale Einsätze, etwa durch die Polizei oder die Autorisierte Stelle Digitalfunk Niedersachsen, möglich.

Der Bau der Lehrleitstelle war Teil einer umfassenden Modernisierung auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne. In drei Jahren Bauzeit wurden ein bestehendes Gebäude umgebaut und ein dreigeschossiger Neubau errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf 8,8 Millionen Euro. Die Landesregierung setzte dabei auf Nachhaltigkeit: Der Neubau erfüllt die Anforderungen des Niedersächsischen Klimagesetzes, ist an ein Nahwärmenetz angeschlossen und wird durch eine Photovoltaikanlage ergänzt.

„Wir schaffen beste Voraussetzungen für eine moderne Ausbildung“, sagte Petra Könneker, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide. Der Behördenleiter des NLBK, Dr. Christian Kielhorn, erklärte, dass das neue Gebäude über modernisierte Seminar- und Büroräume, ein Lage- und Führungszentrum sowie einen Regieraum verfügt. Die Anlage ist notstromversorgt und kann unabhängig vom öffentlichen Netz betrieben werden.

Die neue Lehrleitstelle wird künftig eine zentrale Rolle in der Aus- und Fortbildung des Katastrophenschutzes in Niedersachsen spielen und ist ein weiterer Schritt in Richtung treibhausgasneutraler Landesliegenschaften bis 2035.

Gerätewagen THW

THW modernisiert Fahrzeugflotte mit neuen Gerätekraftwagen

19. Dezember 2024/in Niedersachsen

Erste Auslieferung moderner GKW stärkt THW-Bergungsgruppen

BONN / PLAUEN (redu). Das Technische Hilfswerk (THW) hat zehn neue Gerätekraftwagen (GKW) an Ortsverbände in Bayern, Bremen und Niedersachsen ausgeliefert. Sie sind Teil einer umfassenden Modernisierung.

Das Technische Hilfswerk (THW) stärkt seine Einsatzfähigkeit durch die Auslieferung neuer Gerätekraftwagen (GKW). Am vergangenen Freitag gingen die ersten zehn Fahrzeuge der neuen Serie an Ortsverbände in Bayern, Bremen und Niedersachsen. „Diese Einsatzfahrzeuge sind als Allrounder das Herzstück jedes Technischen Zuges (TZ)“, erklärte THW-Präsidentin Sabine Lackner. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 120 dieser modernen Fahrzeuge an die Bergungsgruppen verteilt werden.

Die Gerätekraftwagen werden auf Basis eines Mercedes-Benz Atego-Fahrgestells vom Unternehmen Binz gefertigt. Sie bieten Platz für Personal, Werkzeuge und Materialien, die an Einsatzorte transportiert werden. Die neuen Modelle wurden speziell optimiert: Neben einer geräumigeren Mannschaftskabine verfügen sie über größere Stauräume für Material, das insbesondere bei Abstützarbeiten benötigt wird.

Die Einführung der neuen GKW-Serie ist Teil einer umfassenden Modernisierung des THW-Fuhrparks. Im Jahr 2024 werden 25 Fahrzeuge an Standorte in fünf Landesverbänden ausgeliefert sein. Schulungen für die Einsatzkräfte der betroffenen Ortsverbände fanden bereits statt.

Zusätzlich hat das THW in diesem Jahr weitere Spezialfahrzeuge und Anhänger in Betrieb genommen, darunter Mobilkrane, LKW mit Ladekran und Teleskoplader. Auch neue Netzersatzanlagen und Plattformanhänger gehören zur erweiterten Ausstattung. Laut Lackner sei die Modernisierung essenziell, um den Herausforderungen klimabedingter Katastrophen gerecht zu werden.

Daniela Behrens

Niedersachsen stärkt Katastrophenschutz mit modernster Fahrzeugflotte

18. Dezember 2024/in Niedersachsen

Daniela Behrens: Signal der Wertschätzung für ehrenamtliche Einsatzkräfte

HANNOVER (redu). Die niedersächsische Landesregierung treibt die Modernisierung des Katastrophenschutzes voran und stellt den Einsatzkräften erstmals eine umfangreiche Flotte neuer Spezialfahrzeuge zur Verfügung. Innenministerin Daniela Behrens sieht darin einen wichtigen Schritt, um den wachsenden Herausforderungen durch Klimawandel und geopolitische Krisen zu begegnen.

Im Rahmen des im Frühjahr 2022 beschlossenen 40-Millionen-Euro-Pakets zur Stärkung des Katastrophenschutzes flossen rund 32,3 Millionen Euro in die Beschaffung der Fahrzeuge. Diese sollen ab 2025 sukzessive an die unteren Katastrophenschutzbehörden sowie an Freiwillige Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Niedersachsen übergeben werden.

„Die Zeitenwende in der europäischen Sicherheitslage und die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels stellen unseren Katastrophenschutz vor erhebliche Herausforderungen“, erklärte Behrens am Mittwoch, 18. Dezember 2024, in Hannover. „Wir stellen unseren Einsatzkräften Fahrzeuge zur Verfügung, die auf zukünftige Einsatz- und Gefahrenlagen bestmöglich ausgerichtet sind.“ Gleichzeitig betonte sie die Notwendigkeit weiterer Investitionen in den kommenden Jahren.

Modernste Fahrzeuge für vielseitige Einsätze

Die Flotte umfasst hochspezialisierte Fahrzeugtypen, die sowohl für lokale als auch überregionale Einsätze vorgesehen sind:

  • Hochleistungsförderpumpensysteme: Vier Systeme, die bei Vegetationsbränden oder Überflutungen Löschwasser über große Distanzen fördern oder Wasser mit hoher Kapazität abpumpen können.
  • Krankentransportwagen: Neun geländegängige Fahrzeuge, die speziell für unwegsame Schadensgebiete entwickelt wurden und die Evakuierung sowie medizinische Versorgung sicherstellen.
  • Große Gerätewagen Logistik: 18 Fahrzeuge, die für Einsätze in überfluteten oder schwer zugänglichen Gebieten geeignet sind. Niedersachsen ist Vorreiter bei der Nutzung eines für Katastrophenhilfe entwickelten Fahrgestells in größerem Umfang.
  • Kleine Gerätewagen Logistik: 16 kompakte, geländegängige Fahrzeuge, die Wassertiefen bis 1,20 Meter bewältigen.
  • Gerätewagen Strömungsrettung: Zehn Fahrzeuge, die speziell für die Etablierung der Strömungsrettung in Niedersachsen angeschafft wurden. Diese Einheiten sind entscheidend bei Hochwassereinsätzen und ermöglichen Rettungen in stark fließenden Gewässern.

Zusätzlich werden acht neue Anhänger für den Betreuungsdienst eingeführt, um die Ausstattung bei Evakuierungen und Versorgungsengpässen zu modernisieren.

Signal der Wertschätzung für Ehrenamtliche

Die Fahrzeuge symbolisieren nicht nur eine technische Verbesserung, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung für die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Katastrophenschutz. Behrens bekräftigte: „Den beschrittenen Weg müssen wir konsequent weitergehen.“

Die Indienststellung der Fahrzeuge ist für 2025 geplant. Technische Details und Gelegenheiten für Bildaufnahmen sollen bei den Veranstaltungen bereitgestellt werden.

Gewalt gegen Frauen / Orange Day

Orange Day: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

25. November 2024/in Niedersachsen

Von häuslicher Gewalt bis Catcalling – der Orange Day macht auf Missstände aufmerksam

HANNOVER (redu). Am 25. November erinnert der internationale „Orange Day“ an die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Kampagne „Orange The World“ ruft weltweit zur Solidarität und zu Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt auf. Städte, Organisationen und Einzelpersonen setzen mit der Farbe Orange ein Zeichen gegen Übergriffe, Unterdrückung und Diskriminierung. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ist erneut Schirmfrau der Aktion, die bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember andauert.

Erschreckende Zahlen belegen das Ausmaß der Gewalt

Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 140 Frauen und Mädchen Opfer einer Sexualstraftat. Nahezu täglich stirbt eine Frau oder ein Mädchen durch ein Tötungsdelikt. Gewalt an Frauen und Mädchen zeigt sich in vielfältigen Formen: von häuslicher Gewalt und Stalking über sexuelle Übergriffe bis hin zu Menschenhandel und Genitalverstümmelung. Auch verbale Herabwürdigungen, wie sogenanntes Catcalling, zählen zu den Erscheinungsformen.

Häusliche Gewalt: Bedrohung im eigenen Zuhause

Besonders häufig tritt Gewalt in Partnerschaften oder im familiären Umfeld auf. Das Zuhause, eigentlich ein Ort der Geborgenheit, wird für Betroffene oft zum Schauplatz von Angst und Gewalt. Warnsignale wie das Zurückziehen aus dem sozialen Umfeld oder Kontrollverhalten seitens des Täters können Hinweise auf eine gefährliche Situation sein. Kinder, die in solchen Umfeldern aufwachsen, zeigen oft auffälliges Verhalten, das auf innerfamiliäre Konflikte hinweist.

Das soziale Umfeld spielt eine entscheidende Rolle, um frühzeitig Hilfe zu leisten. Hier setzt die Kampagne „HerzSchlag – Wenn aus Liebe Gewalt wird“ des Landeskriminalamtes Niedersachsen an. Sie bietet konkrete Tipps für Angehörige, Freunde und Nachbarn, wie Betroffenen geholfen werden kann.

So können Sie helfen

Das LKA empfiehlt:

  • Sprechen Sie Betroffene behutsam an und zeigen Sie Hilfsbereitschaft.
  • Ermutigen Sie zum Gespräch, aber bauen Sie keinen Druck auf.
  • Geben Sie konkrete Hinweise auf Hilfsangebote und begleiten Sie Betroffene, wenn möglich.
  • Im Notfall oder bei akuter Gefahr: Rufen Sie die Polizei unter 110.

Hilfsangebote für Betroffene und das Umfeld

Wer selbst betroffen ist oder Betroffenen helfen möchte, findet Unterstützung:

  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr anonym und kostenfrei unter 116 016 erreichbar. Es bietet Beratung in 18 Sprachen.
  • Weitere Informationen und Adressen finden Sie auf www.hilfetelefon.de und herzschlag-kampagne.de.

Gemeinsam gegen Gewalt

Die Kampagne „Orange The World“ erinnert daran, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht nur ein privates Problem ist, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Mit Solidarität, Information und Zivilcourage können Missstände aufgedeckt und Betroffene unterstützt werden.

Kampfhubschrauber H145M

Erster H145M Kampfhubschrauber in Dienst gestellt

21. November 2024/in Niedersachsen

Bückeburg als Schlüsselstandort der Bundeswehr: 21 Kampfhubschrauber geplant

BÜCKEBURG (redu). Am Mittwoch stellte Generalleutnant Alfons Mais, Inspekteur des Heeres, den ersten leichten Kampfhubschrauber (LKH) vom Typ H145M in Bückeburg offiziell in den Dienst. Dieser Schritt markiert den Beginn einer umfassenden Modernisierung der Hubschrauberkräfte des Heeres.

Der neue Hubschraubertyp wird in vielfältigen Aufgabenbereichen eingesetzt, darunter Ausbildung, Aufklärung, Spezialeinsätze und leichte Angriffe. Insgesamt plant die Bundeswehr die Beschaffung von bis zu 72 dieser Maschinen. Am Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg werden zukünftig 21 LKH stationiert. Bereits im August 2024 begann die Ausbildung der Piloten für den H145M; der erste Hubschrauber dient hier als Schulungsgerät.

Hintergrund und Vertragsdetails

Die Grundlage für die Beschaffung der neuen Hubschrauber wurde im Dezember 2023 gelegt, als eine entsprechende Vorlage dem Haushaltsausschuss des Bundestages präsentiert wurde. Am 14. Dezember 2023 folgte die Vertragsunterzeichnung zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sowie Airbus Helicopters.

Stärkung der Hubschrauberkräfte unter zentraler Führung

Das Kommando Hubschrauber in Bückeburg übernimmt die zentrale Führungsrolle für den Flugbetrieb der Hubschrauberkräfte des Heeres. Unter der Leitung von Brigadegeneral Dr. Volker Bauersachs koordiniert es die Transporthubschrauberregimenter 10 und 30, das Kampfhubschrauberregiment 36, das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum sowie das Systemzentrum Drehflügler Heer.

Zu den wesentlichen Zielen gehören die Erhöhung der Einsatzbereitschaft, die Verbesserung der Materialverfügbarkeit und die Optimierung der Ressourcennutzung. Dabei soll auch die Kommunikation zwischen den Einheiten gestrafft und die Ausbildungskapazität der Luftfahrzeugbesatzungen gesteigert werden.

Modernisierung und Einsatzfähigkeit im Fokus

Mit der Indienststellung des H145M setzt das Heer ein klares Zeichen für die Modernisierung seiner Luftfahrzeugflotte. Die neuen Kampfhubschrauber sollen nicht nur die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr stärken, sondern auch bestehende Defizite im Bereich der Luftfahrzeugführung abbauen.

Celler Schloss

Jubiläumsmodenschau: KulturTrif(f)t e. V. feiert mit nachhaltiger Mode

18. November 2024/in Niedersachsen

Designer des TextilKollektivs zeigen Kollektionen im Residenzmuseum

CELLE (redu). Am 22. November 2024 feiert die KulturTrif(f)t e. V. ihr fünfjähriges Bestehen mit einer besonderen Modenschau. Im Residenzmuseum des Celler Schlosses präsentieren Designer des neu gegründeten TextilKollektivs kreative Upcycling-Kollektionen.

Zum fünfjährigen Jubiläum der KulturTrif(f)t e. V. findet am 22. November 2024 um 18:00 Uhr eine besondere Modenschau im Residenzmuseum des Celler Schlosses statt. Die Veranstaltung ist ein Höhepunkt für den Verein, der sich für kulturellen Austausch und nachhaltige Praktiken engagiert. Unter dem Titel „Stichpunkt“ zeigen die Designerinnen und Designer des im April 2024 ins Leben gerufenen KulturTrif(f)t TextilKollektivs Kollektionen, die den Wert von Mode als Ausdruck von Identität und kulturellem Miteinander betonen.

Der Fokus der Modenschau liegt auf nachhaltiger Mode, die durch Upcycling alten Kleidungsstücken neues Leben einhaucht. „Mode hat in unserer Kultur einen hohen Stellenwert. Sie ist mehr als ein Symbol sozialer Zugehörigkeit; sie ist Ausdruck von Identität und verbindet Menschen verschiedener Nationalitäten“, betont der Verein. Die Veranstaltung ist das Resultat der erfolgreichen Textilkurse und der Nähwerkstatt „Stichpunkt“, die seit Jahren als Begegnungs- und Lernplattform dient.

Neben den kreativen Kollektionen wird auch für das leibliche Wohl und musikalische Begleitung gesorgt. Der Einlass zur Veranstaltung erfolgt über Spendentickets zu je 20 Euro, die direkt bei der KulturTrif(f)t e. V. in Celle, Trift 32, erworben werden können. Alternativ kann die Reservierung telefonisch unter 0160 1547964 oder per E-Mail an erfolgen.

 

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