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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Vorstellung neue Handys der Polizei NIedersachsen

Niedersachsens Polizei erhält neue Smartphones für den Einsatzdienst

31. März 2025/in Niedersachsen

Mehr als 9.500 neue Geräte sollen die Polizeiarbeit effizienter machen.

HANNOVER / WUNSTORF (redu). Die Polizei in Niedersachsen führt landesweit über 9.500 neue Smartphones ein. Die Geräte sollen den Einsatz- und Streifendienst digital unterstützen und ermöglichen eine effizientere Bearbeitung alltäglicher Aufgaben.

Die Polizei Niedersachsen stattet ihre Einsatzkräfte mit neuer digitaler Technik aus. Über 9.500 moderne Smartphones werden schrittweise eingeführt. Ziel ist es, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und bisher papierbasierte Vorgänge abzulösen. Die Einführung startete im Januar 2025 und soll bis zum Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein.

Niedersachsens Polizei erhält neue Smartphones für den Einsatzdienst – BGPress 1274668

Unfälle werden demnächst direkt vor Ort per Handy der Polizei digital über eine App aufgenommen. © Bernd Günther

Am 31. März 2025 informierte sich Innenministerin Daniela Behrens im Polizeikommissariat Wunstorf über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik. Dort wurde im Rahmen eines Termins ein Verkehrsunfall simuliert. Die Aufnahme des Unfalls erfolgte vollständig digital mit einer neu entwickelten App. Diese sogenannte Verkehrsunfall-App ermöglicht es, Bagatellunfälle ohne handschriftliche Protokolle zu dokumentieren.

Die neuen Smartphones basieren auf dem iOS-Betriebssystem. Sie sind mit verschiedenen polizeispezifischen Anwendungen ausgestattet, die sowohl bewährte als auch neue Funktionen bieten. Dazu gehört unter anderem das Scannen von Ausweisdokumenten, die Überprüfung auf Echtheit sowie der automatisierte Abgleich mit Fahndungsdatenbanken.

Niedersachsens Polizei erhält neue Smartphones für den Einsatzdienst – BGPress 1274691

Mit der App können Unfalldaten schnell erfasst werden. © Bernd Günther

Innenministerin Behrens erklärte, dass die digitalen Geräte die tägliche Arbeit der Polizistinnen und Polizisten deutlich erleichtern sollen. Durch die neuen Apps könne Zeit eingespart werden, da auf manuelle Prozesse verzichtet werden könne. Laut Behrens sei dies ein bedeutender Schritt in Richtung moderner Polizeiarbeit.

Auch der Landespolizeipräsident Axel Brockmann begrüßte die Einführung der Geräte. Er sprach von einer spürbaren Entlastung im Arbeitsalltag und einem fortschreitenden Abbau papierbasierter Verfahren. Die neuen Smartphones sind bereits die dritte Gerätegeneration im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Polizei Niedersachsen.

Mit der aktuellen Ausstattung wird die Anzahl der im Dienst verwendeten Smartphones im Vergleich zur vorherigen Generation verdoppelt. Die Geräte werden in verschiedenen operativen Einheiten genutzt, insbesondere im Einsatz- und Streifendienst.

Um den langfristigen Betrieb der Smartphones sicherzustellen, wurde der Haushalt der Polizei Niedersachsen dauerhaft angepasst. Seit 2025 stehen jährlich sieben Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Darüber hinaus arbeitet die Polizei des Landes bei der Entwicklung neuer digitaler Anwendungen eng mit anderen Landes- und Bundespolizeien zusammen.

Winterzeit endet

Sommerzeit: Tipps zur Umstellung am 30. März

29. März 2025/in Niedersachsen

Eine Stunde weniger Schlaf: So gelingt die Umstellung auf Sommerzeit.

HANNOVER (redu). In der Nacht zum 30. März 2025 beginnt in Deutschland die Sommerzeit. Damit verbunden ist die jährliche Zeitumstellung.

Am Sonntag, den 30. März 2025, beginnt die Sommerzeit. Um 2 Uhr morgens werden die Uhren eine Stunde vorgestellt – auf 3 Uhr. Die Zeitumstellung gilt in allen EU-Staaten, auch wenn ihre Abschaffung bereits 2019 vom EU-Parlament beschlossen wurde. Die konkrete Umsetzung steht immer noch aus.

Die Umstellung bringt eine Stunde weniger Schlaf. Besonders betroffen sind Kinder, Tiere und Menschen mit einem festen Tagesablauf. Der Körper benötigt häufig mehrere Tage, um sich auf die neue Zeit einzustellen.

Zur besseren Vorbereitung auf den Wechsel wird empfohlen, bereits am Freitag und Samstag etwas früher schlafen zu gehen. Auch Tageslicht am Sonntagmorgen hilft dem Körper, sich an den veränderten Rhythmus anzupassen. Regelmäßige Essenszeiten und Bewegung zur gewohnten Zeit unterstützen zusätzlich die innere Uhr.

Neben der körperlichen Umstellung ist auch die Technik betroffen. Viele digitale Geräte wie Smartphones oder Computer aktualisieren die Zeit automatisch. Es gibt jedoch Ausnahmen. Hier einige Beispiele:

  • Analoge Armbanduhren: Diese müssen manuell eine Stunde vorgestellt werden.

  • Digitale Parkuhren oder Küchenzeitschaltuhren: Ebenfalls manuell umstellen, meist per Knopfdruck oder Menüführung.

  • Funkuhren: Falls kein Signal empfangen wird (z. B. in Kellerräumen), können sie meist manuell korrigiert oder an einen besseren Empfangsort gebracht werden.

  • Auto-Uhren: Je nach Modell erfolgt die Umstellung automatisch oder muss im Bordmenü angepasst werden.

  • Backofen- und Mikrowellenuhren: Auch hier ist meist eine manuelle Umstellung erforderlich.

Sommerzeit: Tipps zur Umstellung am 30. März – Mikrowelle Uhrzeit

Auch Haushaltsuhren sollten umgestellt werden.

Ein praktischer Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit, alle Uhren im Haushalt zeitnah auf einmal zu überprüfen und bei Bedarf zu stellen. So vermeiden Sie Verwirrung am Montagmorgen.

Die nächste Zeitumstellung erfolgt am letzten Sonntag im Oktober. Dann wird die Uhr wieder zurückgestellt.

Geldautomatensprengung in Altwarmbüchen© Bernd Günther

Internationale Konferenz zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen

28. Februar 2025/in Niedersachsen

Niedersachsen richtet internationale Konferenz zur Kriminalitätsbekämpfung aus.

OSNABRÜCK (redu). In Osnabrück haben sich Experten aus 14 Bundesländern und sieben europäischen Ländern getroffen, um Maßnahmen gegen Geldautomatensprengungen zu beraten. Die dreitägige Konferenz diente dem Austausch über neue Fahndungsstrategien und technische Entwicklungen im Kampf gegen diese Form der Kriminalität.

Die Sprengung von Geldautomaten bleibt eine ernsthafte Bedrohung. Trotz eines Rückgangs der Fallzahlen in Deutschland bleibt die Gefahr hoch, insbesondere durch den verstärkten Einsatz fester Explosivstoffe. Diese Sprengungen können erhebliche Schäden verursachen, die mit kleinen Erdbeben vergleichbar sind. Zudem nutzen Tätergruppen dieselbe Technik zunehmend für Raubüberfälle auf Museen und Kunstgalerien in anderen europäischen Ländern.

Europäische Zusammenarbeit verstärkt

Angesichts dieser Entwicklung verstärken Polizei und Justiz ihre Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Vom 25. bis 27. Februar 2025 trafen sich rund 120 Fachleute in Osnabrück zu einer Konferenz, die vom Landeskriminalamt Niedersachsen und der Polizeidirektion Osnabrück organisiert wurde. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das EU-Projekt „ISF LUMEN“, das unter der Federführung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg steht.

Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Frankreich und den Niederlanden sowie Experten von Europol, Eurojust und dem Bundeskriminalamt. Die Konferenz umfasste Fachvorträge und Workshops zu Fahndungsmethoden, Tatortanalysen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Ermittlungen. Ziel ist es, grenzüberschreitende Ermittlungsansätze weiterzuentwickeln und Täter effektiver zu verfolgen.

Politische Unterstützung und klare Botschaften

Michael Maßmann, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück und Verantwortlicher für das EU-Projekt „LUMEN“, eröffnete die Konferenz. Er betonte die Fortschritte, die durch internationale Zusammenarbeit erzielt wurden: „Wir verbessern die Strafverfolgung, nehmen Täter fest und schützen die Bevölkerung vor dieser gefährlichen Kriminalitätsform. Unser EU-Projekt bringt Experten zusammen, organisiert Konferenzen und unterstützt Ermittlungen. Die Täter sollen sich nirgendwo mehr sicher fühlen.“

Auch Friedo de Vries, Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen, machte deutlich, dass trotz sinkender Fallzahlen keine Entwarnung gegeben werden kann. Er verwies auf die hohe Sprengkraft der verwendeten Explosivstoffe sowie die Rücksichtslosigkeit der Täter auf ihren Fluchtfahrten. „Wir setzen auf technische Aufrüstung der Geldautomaten und verstärkte Ermittlungsstrategien. Die Bündelung der Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück hat sich als Erfolgsfaktor erwiesen.“

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hob die Erfolge der bisherigen Maßnahmen hervor, betonte jedoch die Notwendigkeit weiterer internationaler Kooperation: „Kriminelle achten nicht auf Grenzen. Deshalb ist die länderübergreifende Zusammenarbeit entscheidend. Diese Konferenz hilft uns, neue Strategien zu entwickeln und bestehende Konzepte weiter auszubauen.“

Fazit der Konferenz

Die Teilnehmer der Konferenz waren sich einig: Eine nachhaltige Bekämpfung von Geldautomatensprengungen erfordert enge internationale Zusammenarbeit. Polizei und Justiz werden ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um den Tätern das Handwerk zu legen. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in zukünftige Ermittlungs- und Fahndungsstrategien einfließen, um das Vorgehen gegen organisierte Kriminalität weiter zu verbessern.

Bundestagswahl

So hat Niedersachsen gewählt

24. Februar 2025/in Niedersachsen, Politik

Deutlich gestiegene Wahlbeteiligung und veränderte Sitzverteilung. Das vorläufige Endergebnis für Niedersachsen.

HANNOVER (redu). Die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 brachte für Niedersachsen eine hohe Wahlbeteiligung und eine veränderte Sitzverteilung im Bundestag. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stellt das Land 65 Abgeordnete im Parlament – neun weniger als zuvor.

Nach Angaben des Niedersächsischen Landeswahlleiters Markus Steinmetz lag die Wahlbeteiligung bei 83,4 Prozent. Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2021, als sie 74,7 Prozent betrug. Steinmetz dankte den rund 80.000 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihren Einsatz. Die ersten Ergebnisse aus Niedersachsen trafen um 21:05 Uhr aus dem Wahlkreis 37 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg ein, das landesweite Gesamtergebnis wurde um 01:13 Uhr an die Bundeswahlleiterin übermittelt.

So hat Niedersachsen gewählt – BGPress 1251863

Punkt 18:00 Uhr wurden im Rathaus der Landeshauptstadt die Briefwahlurnen zur Auszählung geöffnet © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Ergebnisse und Sitzverteilung

Durch die bundesweite Verkleinerung des Bundestages von 733 auf 630 Sitze reduzierte sich auch die Anzahl der Abgeordneten aus Niedersachsen. Während die SPD mit 17 Mandaten (-9) deutliche Verluste verzeichnete, konnte die CDU mit 21 Sitzen (+3) zulegen. Die AfD erreichte 13 Mandate (+7), während die Grünen mit 8 Sitzen (-5) Verluste hinnehmen mussten. Die Linke verdoppelte ihre Mandate auf 6 (+3). Die FDP verlor alle ihre bisherigen 8 Sitze und ist nicht mehr im Bundestag vertreten.

Parteiergebnisse in Niedersachsen

Bei den Zweitstimmen führte die SPD mit 28,1 Prozent, gefolgt von der CDU mit 24,2 Prozent. Die Grünen erzielten 11,5 Prozent, während die AfD 17,8 Prozent erreichte. Die Linke erhielt 8,1 Prozent, die FDP kam nur auf 4,1 Prozent und schaffte es somit nicht mehr in den Bundestag. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erzielte 3,8 Prozent.

Fazit

Die Bundestagswahl in Niedersachsen brachte eine deutlich höhere Wahlbeteiligung und starke Veränderungen in der Sitzverteilung. Während die SPD Mandate verlor, konnte die CDU Zugewinne verbuchen. Die AfD und die Linke steigerten ihre Präsenz, während die FDP aus dem Bundestag ausschied. Niedersachsen wird nun mit 65 Abgeordneten im neu gewählten Bundestag vertreten sein.

Stadtwahlleiter

Stadtwahlleiter Sascha Kusz zeigte sich sehr zufrieden mit der Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Gegen 04:10 Uhr gab die Bundeswahlleiterin in Wiesbaden das vorläufige Endergebnis bekannt.

CDU stärkste Kraft – AfD zweitstärkste Partei

Die Bundeswahlleiterin hat das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl 2025 bekannt gegeben. Die CDU erreichte 22,6 % der Zweitstimmen, gefolgt von der AfD mit 20,8 %. Die SPD rutschte auf 16,4 % ab.

Die Bundestagswahl 2025 veränderte die politische Landschaft deutlich. Die CDU legte im Vergleich zur Wahl 2021 zu und erreichte mit 22,6 % die meisten Zweitstimmen. Die AfD konnte ihren Stimmenanteil verdoppeln und kommt auf 20,8 %. Die SPD musste erhebliche Verluste hinnehmen und erzielte 16,4 %.

Die Grünen verloren ebenfalls an Zustimmung und kamen auf 11,6 %. Die Linke legte leicht zu und erreichte 8,8 %, während die CSU 6,0 % erhielt. Die FDP scheiterte mit 4,3 % an der Fünf-Prozent-Hürde und wird im neuen Bundestag nicht vertreten sein. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verpasste mit 4,97 % ebenfalls den Einzug.

Zweitstimmenergebnisse der Bundestagswahl 2025

Partei Bundestagswahl 2025 Bundestagswahl 2021
CDU 22,6 % 19,0 %
AfD 20,8 % 10,4 %
SPD 16,4 % 25,7 %
GRÜNE 11,6 % 14,7 %
Die Linke 8,8 % 4,9 %
CSU 6,0 % 5,2 %
FDP 4,3 % 11,4 %
SSW 0,2 % 0,1 %
Sonstige 9,4 % 8,6 %
darunter: BSW 4,97 % –

(Quelle: Die Bundeswahlleiterin)

Die Wahlbeteiligung lag mit 82,5 % deutlich über der von 2021 (76,4 %). Im neuen Bundestag werden 630 Abgeordnete sitzen. Die CDU stellt mit 164 Mandaten die größte Fraktion. Die AfD kommt auf 152 Sitze, die SPD auf 120. Die Grünen erhalten 85 Mandate, die Linke 64 und die CSU 44. Der SSW ist mit einem Sitz vertreten.

Sitzverteilung im Bundestag 2025

Partei Sitze 2025 Wahlkreissitze 2025 Sitze 2021 Wahlkreissitze 2021
CDU 164 128 152 98
AfD 152 42 83 16
SPD 120 44 206 121
GRÜNE 85 12 118 16
Die Linke 64 6 39 3
CSU 44 44 45 45
FDP – – 91 –
SSW 1 – 1 –

(Quelle: Die Bundeswahlleiterin)

Das endgültige Wahlergebnis wird voraussichtlich am 14. März 2025 durch den Bundeswahlausschuss offiziell festgestellt.

Wahlbriefe

Wahlbriefe müssen spätestens am 23. Februar vorliegen

19. Februar 2025/in Niedersachsen

Deutsche Post garantiert Zustellung bei Einwurf bis 20. Februar.

WIESBADEN (redu). Für die Bundestagswahl 2025 ist die rechtzeitige Abgabe von Wahlbriefen entscheidend. Wie die Bundeswahlleiterin mitteilt, müssen Wahlbriefe mit dem ausgefüllten Stimmzettel spätestens am Wahltag, dem 23. Februar 2025, bis 18:00 Uhr bei der zuständigen Stelle eingehen. Maßgeblich ist der tatsächliche Eingang – der Poststempel reicht nicht aus.

Die Deutsche Post sichert zu, dass Wahlbriefe, die bis spätestens Donnerstag, den 20. Februar 2025, vor der letzten Leerung eines Briefkastens eingeworfen oder in einer Postfiliale abgegeben werden, rechtzeitig zugestellt werden. Wählerinnen und Wähler sollten daher sicherstellen, dass sie ihre Unterlagen frühzeitig absenden, um Verzögerungen zu vermeiden.

Für eine rechtzeitige Zustellung empfiehlt es sich, den Wahlbrief nicht erst kurz vor der Frist abzuschicken. Alternativ kann der Wahlbrief direkt bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle abgegeben werden. Wer per Briefwahl wählt, sollte die Fristen genau beachten, um sicherzustellen, dass seine Stimme zählt.

Rettungshubschrauber im Einsatz

ADAC Luftrettung: Niedersachsen verzeichnet 5.394 Einsätze 2024

18. Februar 2025/in Niedersachsen

Hauptgründe für Luftrettung: Unfälle, Herz-Kreislauf-Notfälle und neurologische Notfälle.

HANNOVER (redu). Die ADAC Luftrettung wurde 2024 in Niedersachsen zu 5.394 Einsätzen alarmiert – rund 15 Mal täglich. Damit liegt das Bundesland im bundesweiten Vergleich auf Platz vier. Besonders häufig wurden die Crews zu Unfällen und Herz-Kreislauf-Notfällen gerufen.

Die ADAC Luftrettung hat im Jahr 2024 in Niedersachsen insgesamt 5.394 Rettungseinsätze durchgeführt. Dies entspricht durchschnittlich 15 Einsätzen pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr (5.705 Einsätze) ist die Zahl um rund 5,5 Prozent gesunken.

Bundesweit wurden die Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung 49.048-mal alarmiert – ein Rückgang von 4,5 Prozent. Gründe für diese Entwicklung sind laut ADAC Luftrettung neben wetterbedingten Ausfällen auch neue Befugnisse für Notfallsanitäter sowie die verstärkte Nutzung von Telenotärztinnen und Telenotärzten.

Einsatzzahlen in Niedersachsen
Die Stationen der ADAC Luftrettung in Niedersachsen verzeichneten unterschiedliche Einsatzhäufigkeiten:

  • Christoph 19 (Uelzen): 1.200 Einsätze (Vorjahr: 1.282)
  • Christoph 26 (Sanderbusch): 1.441 Einsätze (Vorjahr: 1.415)
  • Christoph 30 (Wolfenbüttel): 1.522 Einsätze (Vorjahr: 1.635)

Die häufigsten Einsatzgründe waren Unfälle, Herz-Kreislauf-Notfälle und neurologische Notfälle.

Einsatzbesonderheiten
Während „Christoph 19“ und „Christoph 30“ nur tagsüber fliegen, ist „Christoph 26“ dank Nachtsichttechnik auch nachts im Einsatz. Zudem verfügt dieser Hubschrauber über eine Rettungswinde für schwer erreichbare Einsatzorte.

Hauptursachen für Rettungsflüge
Deutschlandweit waren 31 Prozent der Einsätze auf Unfälle zurückzuführen. Herz-Kreislauf-Notfälle machten 26 Prozent der Alarmierungen aus, gefolgt von neurologischen Notfällen (13 Prozent) und Atemnotfällen (7 Prozent).

Um die Notfallversorgung weiter zu verbessern, hat die ADAC Luftrettung eine eigene Telenotarztgesellschaft gegründet.

 

Rettungshundestaffel

35 Einsätze: Rettungshunde helfen bei Vermisstensuche

13. Februar 2025/in Niedersachsen

Johanniter-Rettungshunde suchten 2024 nach Vermissten in Niedersachsen.

HANNOVER (redu). Im Jahr 2024 wurden die Rettungshundestaffeln der Johanniter in Niedersachsen zu 35 Einsätzen gerufen. Die ehrenamtlichen Teams leisteten insgesamt 1.223 Einsatzstunden, um vermisste Personen zu finden.

Die Einsätze konzentrierten sich auf die Suche nach verirrten Kindern sowie suizidgefährdeten oder dementiell erkrankten Personen. Oft besteht für die Vermissten akute Lebensgefahr durch Unterkühlung oder fehlende Medikamente. Auch nach Katastrophen, wie Zugunglücken oder Gebäudeeinstürzen, kommen die Rettungshunde zum Einsatz.

Zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit investierten die Ehrenamtlichen und ihre Hunde über 25.700 Stunden in Ausbildung und Training. Die Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und endet mit einer Prüfung nach den Standards von Johannitern, Maltesern und ASB. Danach sind alle zwei Jahre Nachprüfungen erforderlich.

Die Rettungshunde spezialisieren sich auf verschiedene Suchtechniken. Mantrailer folgen einer individuellen Geruchsspur, während Trümmer- und Flächensuchhunde größere Gebiete absuchen und durch Bellen oder Rückverweis Funde melden.

Die meisten geprüften Flächensuchteams stellte 2024 Hannover mit zehn Teams, darunter zwei für Trümmer. Südniedersachsen entsandte sieben, Osnabrück vier, Braunschweig und Oldenburg jeweils drei, Stade zwei Teams. Im Bereich Mantrailing war kein Hund aktiv geprüft.

Lutz Fricke, Fachberater Rettungswesen im Johanniter Landesverband Niedersachsen/Bremen, betont den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Unsere Teams stehen rund um die Uhr bereit, um vermisste Personen zu finden. Ihr Engagement und die Bereitstellung ihrer Hunde sind von unschätzbarem Wert.“

Notruf

Barrierefreier Notruf: DFV hebt Bedeutung der nora-App hervor

11. Februar 2025/in Niedersachsen

Die nora-App erleichtert Notrufe für Menschen mit Hörbehinderung.

BERLIN (redu). Zum Europäischen Notruftag hebt der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) die Bedeutung eines barrierefreien Zugangs zu Notrufdiensten hervor. Besonders im Fokus steht die nora-App, die Menschen mit Hörbehinderung eine direkte Notrufmöglichkeit bietet.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) weist anlässlich des Europäischen Notruftages am 11. Februar auf die Wichtigkeit barrierefreier Notrufsysteme hin. „Alle Menschen in Deutschland müssen im Notfall schnell und unkompliziert Hilfe erhalten können – unabhängig von persönlichen Einschränkungen“, betont DFV-Präsident Karl-Heinz Banse.

Ein zentrales Beispiel für einen barrierefreien Notruf ist die nora-App. Diese wurde gemeinsam mit den Feuerwehren entwickelt und ermöglicht es insbesondere gehörlosen und hörgeschädigten Menschen, Notrufe einfach und sicher abzusetzen. Die App erleichtert die Kommunikation mit der Leitstelle und sorgt für eine schnellere Reaktion der Einsatzkräfte.

Banse sieht in der nora-App einen wichtigen Schritt zu mehr Inklusion und Sicherheit: „Damit können alle Menschen in Deutschland die Hilfe erhalten, die sie benötigen – schnell und effektiv.“

Der DFV nutzt den Europäischen Notruftag, um auf bestehende Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen hinzuweisen und Lösungen für eine inklusivere Gesellschaft zu fördern. Detaillierte Informationen zum Notruf stehen unter www.feuerwehrverband.de/kampagnen/notruf bereit.

Zusätzlich wird der Brandschutz für hörgeschädigte Menschen ein zentrales Thema beim 3. Forum „Feuerwehr und Menschen mit Behinderungen“ sein, das am 22. März 2025 in Frankfurt am Main stattfindet. Im Rahmen des Forums wird ein gebärdengedolmetschter Vortrag angeboten. Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen/forum-feuerwehr-und-menschen-mit-behinderung/.

Auch die Deutsche Jugendfeuerwehr setzt sich aktiv für Inklusion ein. Im Rahmen des Projekts „Eine für alle – Jugendfeuerwehr und Inklusion“, das von Aktion Mensch gefördert wird, werden Standards für gute Inklusionspraxis entwickelt. Ziel ist es, ein inklusives Selbstverständnis bereits in Kinder- und Jugendfeuerwehren zu verankern. Weitere Informationen finden sich unter jugendfeuerwehr.de/schwerpunkte/inklusion.

Barrierefreier Notruf: DFV hebt Bedeutung der nora-App hervor – Nora app scaled

Nora-App für Android- und Apple-Handys

Jägerdemo

Jagdgesetz in der Debatte: Proteste von Jägern und Tierschützern

30. Januar 2025/in Niedersachsen

20.000 Jäger demonstrieren – Tierschützer protestieren vor Landtag.

HANNOVER (redu). In Hannover demonstrierten rund 20.000 Jägerinnen und Jäger gegen geplante Änderungen des Landesjagdgesetzes. Gleichzeitig protestierten etwa 250 Tierschützer gegen die Einflussnahme der Jägerschaft auf die Politik.

Unter dem Motto „Jetzt geht’s ums Ganze – Jagd sichern, Natur bewahren!“ versammelten sich am Donnerstag etwa 20.000 Jägerinnen und Jäger sowie Unterstützer in Hannover. Die Demonstration zählt zu den größten politischen Versammlungen der letzten Jahre in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Breite Unterstützung aus dem ländlichen Raum

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) hatte zu der Kundgebung aufgerufen, um gegen geplante Änderungen des Landesjagdgesetzes zu protestieren. An der Seite der Jäger standen zahlreiche Gruppen aus dem ländlichen Raum sowie Jägerinnen und Jäger aus ganz Deutschland. „Niedersachsen ist ein Jägerland, das haben wir heute eindrucksvoll gezeigt“, erklärte LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Die Demonstration sollte auf die Bedeutung der Jagd für Natur- und Umweltschutz aufmerksam machen.

Zeitgleich: Tierschützer protestieren vor dem Landtag

Parallel zur Großdemonstration der Jägerschaft fand eine Gegendemonstration von Tierschützern vor dem niedersächsischen Landtag statt. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 250 Menschen an dem Protest, zu dem der Wildtierschutzbund Deutschland aufgerufen hatte. Die Demonstranten kritisierten, dass Ministerin Miriam Staudte (Grüne) vor der „Jagdlobby eingeknickt“ sei und es keine Verbesserungen beim Tierschutz gebe.

Auch der Naturschutzbund NABU hatte zur Teilnahme aufgerufen und forderte eine grundlegende Überarbeitung des Jagdgesetzes. „Große Teile der aktuellen Gesetzgebung stammen noch aus der Mitte des letzten Jahrhunderts“, erklärte der NABU. Diese entsprächen weder den gesamtgesellschaftlichen Zielen für mehr Tierschutz noch dem aktuellen Stand der Forschung.

Der Landestierschutzverband warf der Landesjägerschaft vor, politischen Druck auf Entscheidungsträger auszuüben. Zudem kritisierte der Verband die rot-grüne Landesregierung dafür, von den vereinbarten Zielen im Koalitionsvertrag abzuweichen. Dies widerspreche den Grundprinzipien der Demokratie.

Gegendemonstranten Jagd

Rund 250 Gegendemonstranten und Tierschützer auf dem Weg zum Landtag. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Politische Reaktionen im Vorfeld der Demonstration

Noch vor der Demonstration hatte das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit der SPD und den regierungstragenden Fraktionen erste Zugeständnisse gemacht. Die SPD setzte sich in zentralen Streitfragen gegen die Grünen durch und nahm mehrere umstrittene Punkte aus dem Gesetzesentwurf. Die Landesjägerschaft sieht darin eine direkte Reaktion auf die angekündigte Demonstration.

Jagd als Beitrag zum Natur- und Artenschutz

Die Jäger betonten ihren Beitrag zum Naturschutz und zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Dies umfasst den Waldumbau, die Vermeidung von Wildschäden, die Kitzrettung bei der Ernte sowie die Regulierung invasiver Arten. Die Landesjägerschaft hebt hervor, dass die ehrenamtliche Arbeit von über 60.000 Mitgliedern in Niedersachsen eine unverzichtbare Rolle spielt.

Forderungen an die Politik

Die Jäger fordern nun eine verbindliche Umsetzung der politischen Zusagen. „Wir nehmen Ministerin Staudte und die SPD-Fraktion beim Wort“, so Dammann-Tamke. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erhalt der bisherigen Regelungen zur Jagdhundeausbildung. Die Landesjägerschaft zeigt sich zwar zufrieden mit den jüngsten Anpassungen, betont jedoch, dass ein Jagdgesetz weiterhin sowohl den Anforderungen des Tierschutzes als auch der praktischen Jagdausübung gerecht werden müsse.

Die Landesjägerschaft kündigte an, den weiteren Gesetzgebungsprozess genau zu verfolgen und sich weiterhin für ihre Positionen einzusetzen.

Erste Hilfe

Wiederbelebung wird Pflichtfach in Niedersachsens Schulen

29. Januar 2025/in Niedersachsen

Landtag beschließt verbindliche Schulungen zur Wiederbelebung – DRK begrüßt die Entscheidung

HANNOVER (redu). Der Niedersächsische Landtag hat mit den Stimmen von Grünen, SPD und CDU beschlossen, Erste-Hilfe-Kenntnisse verpflichtend in den Unterricht der Sekundarstufe I aufzunehmen. Besonders die Wiederbelebung soll fester Bestandteil der schulischen Ausbildung werden. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Niedersachsen unterstützt diesen Schritt und bietet seine Expertise für die Umsetzung an.

Mehr Sicherheit durch frühzeitige Schulung

Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, sieht in der Entscheidung einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Stillständen: „Wer bereits als Kind oder Jugendlicher Erste Hilfe und Wiederbelebung lernt, hat weniger Hemmungen, im Notfall zu handeln. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Menschen eine lebensbedrohliche Situation überleben.“

Das DRK setzt sich bereits seit Jahren für die Einführung einer solchen Pflichtschulung in Schulen ein. Mit den nun beschlossenen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig lernen, in Notfällen richtig zu reagieren.

Schnelles Handeln kann Leben retten

Jörg Zacharias, Leiter des Referats Erste Hilfe beim DRK Niedersachsen, betont die Bedeutung der schnellen Reaktion: „Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Die Herzdruckmassage muss sofort begonnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortgesetzt werden.“

Er erklärt weiter, dass neben der Herzdruckmassage auch die Beatmung eine Rolle spiele. Um Berührungsängste zu reduzieren, könnten spezielle Beatmungstücher helfen, die zwischen Helfer und Patient gelegt werden. Sollte die Scheu dennoch zu groß sein, sei auch die alleinige Herzdruckmassage effektiv und lebensrettend.

Neben den praktischen Maßnahmen wird in den Schulungen auch vermittelt, wie ein Notruf korrekt abgesetzt wird und welche Rolle Defibrillatoren bei der Wiederbelebung spielen.

DRK bietet umfassende Unterstützung

Der DRK-Landesverband Niedersachsen verfügt über rund 650 Erste-Hilfe-Ausbilderinnen und -Ausbilder, die jährlich etwa 127.000 Menschen schulen. Neben den Kursen für Jugendliche und Erwachsene bietet das DRK auch Programme für Kinder im Kindergartenalter an, um bereits früh Berührungsängste mit dem Thema Erste Hilfe abzubauen.

Darüber hinaus engagiert sich das DRK in Schulen durch Schulsanitätsdienste, die den Schülerinnen und Schülern praktische Erfahrungen ermöglichen. Diese Initiativen sollen durch die neue gesetzliche Regelung weiter gestärkt werden.

Langfristige Wirkung erwartet

Durch die Einführung des Erste-Hilfe-Unterrichts als festen Bestandteil des Lehrplans wird erwartet, dass mehr Menschen in Notsituationen richtig reagieren. Laut DRK könnten durch die breite Vermittlung von Wiederbelebungskenntnissen die Überlebenschancen bei plötzlichen Herzstillständen erheblich steigen.

Die Einführung der verpflichtenden Schulungen wird schrittweise erfolgen. Das DRK steht bereit, um Lehrkräfte zu unterstützen und Konzepte für eine praxisnahe Vermittlung der Inhalte zu entwickeln.

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