Neues Dashboard gibt Einblicke in die regionale Verbreitung von i-Kfz
BERLIN (redu). Die internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz) hat seit dem 1. September 2023 über eine Million digitale Vorgänge verzeichnet. Bundesdigitalminister Volker Wissing fordert alle Kommunen auf, diesen Service flächendeckend anzubieten und besser zu bewerben.
Die digitale Fahrzeugzulassung (i-Kfz) hat seit ihrer Einführung einen beachtlichen Erfolg erzielt. Seit dem 1. September 2023 wurden über eine Million Zulassungsvorgänge online abgewickelt, dank der neuen Voraussetzungen für automatisierte Verfahren. Bundesdigitalminister Dr. Volker Wissing betonte die Bedeutung dieser Entwicklung als Teil der Modernisierung der Verwaltung und hob hervor, wie die Digitalisierung den Alltag der Bürgerinnen und Bürger erleichtert.
Besonders bemerkenswert sind die regionalen Unterschiede bei der Nutzung von i-Kfz, wie ein neues Dashboard des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) zeigt. Während in einigen Kommunen, wie der Stadt Ingolstadt in Bayern, bereits über 20 Prozent der Zulassungen digital erfolgen, hinken andere Gebiete noch hinterher. Die höchsten Nutzungsquoten verzeichnen die Stadt Ingolstadt (21,1 Prozent), der Landkreis Hildburghausen in Thüringen (20,4 Prozent) und die Stadt Offenbach in Hessen (16,6 Prozent). Bei den Bundesländern führt Berlin mit über 13 Prozent.
Wissing fordert alle Kommunen auf, den i-Kfz-Dienst flächendeckend anzubieten und stärker zu bewerben. Dies sei nicht nur eine Erleichterung für die Bürger, sondern entlaste auch die Verwaltung. Er wies darauf hin, dass die Gebühren für die digitale Zulassung deutlich niedriger sind als bei herkömmlichen Verfahren am Schalter. Die Kosten für eine Online-Zulassung betragen 16,30 Euro, während sie am Schalter 30,60 Euro kosten.
Das BMDV plant gemeinsam mit dem Kraftfahrt-Bundesamt, die Nutzung von i-Kfz weiter zu fördern und den Service stetig zu verbessern. Dazu gehört auch die Anbindung von Großkunden wie Autohändlern und Versicherern über eine eigene Großkundenschnittstelle, was zu einem weiteren Anstieg der Nutzungszahlen führen dürfte.
Online-Zulassung am Beispiel der Region Hannover -> Online Portal
Auch in der Region Hannover ist selbstverständlich eine Online-Zulassung möglich Quelle: Region Hannover Webseite
Im Juli 2024 wurden deutlich weniger Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Besonders private Anmeldungen gehen zurück
MÜNCHEN (redu). Die Zulassungszahlen für reine Elektrofahrzeuge in Deutschland sind im Juli 2024 deutlich gesunken. Insgesamt wurden 30.762 E-Autos neu angemeldet, was einem Anteil von 12,9 Prozent an allen Neuzulassungen entspricht. Im Vergleich zum Vormonat Juni, in dem noch 43.412 Elektrofahrzeuge zugelassen wurden, ist dies ein Rückgang um fast 13.000 Fahrzeuge oder etwa 29 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Rückgang von 36,8 Prozent.
Der Rückgang folgt auf einen deutlichen Anstieg im Juni, in dem die Neuzulassungen um 46 Prozent gegenüber Mai zulegten. Die erhoffte Trendwende hat sich damit jedoch nicht fortgesetzt. Generell zeigt sich der Juli 2024 über alle Antriebsarten hinweg rückläufig: Insgesamt wurden 238.263 Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Minus von 19,9 Prozent gegenüber Juni entspricht.
Besonders die privaten E-Auto-Neuzulassungen verzeichnen einen starken Rückgang. Auch die gewerblichen Anmeldungen bleiben auf dem niedrigen Niveau der letzten Monate und liegen weiterhin unter dem Vorjahr. Während 2023 durchschnittlich rund 23.000 gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge neu zugelassen wurden, liegt der bisherige Jahresdurchschnitt für 2024 bei nur rund 18.000 Fahrzeugen.
Der ADAC sieht eine Belebung der gewerblichen Flotten als entscheidend, um einen stabilen Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge zu etablieren. Allerdings wird hier in den kommenden Monaten kein nennenswerter Anstieg erwartet. Viele Unternehmen warten voraussichtlich auf den Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zur geplanten Wachstumsinitiative der Bundesregierung, die unter anderem Sonderabschreibungen und Anpassungen bei der Dienstwagenbesteuerung vorsieht.
Trotz dieser Entwicklungen zeigt der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge bereits positive Tendenzen. Im Juli 2024 wechselten 16.756 batterieelektrische Fahrzeuge den Besitzer – ein neuer Höchstwert, der einem Anteil von 2,8 Prozent entspricht.
Bundesapothekerkammer warnt vor Hitzeeinflüssen auf Medikamente und gibt wichtige Hinweise
BERLIN (redu). Die aktuelle Hitzewelle kann die Wirkung und Haltbarkeit von Arzneimitteln beeinträchtigen. Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer, empfiehlt eine sorgfältige Lagerung und Beratung in der Apotheke, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Die anhaltende Hitze hat nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf die Wirksamkeit von Medikamenten. Wie Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer, erklärt, können einige Arzneimittel durch hohe Temperaturen ihre Wirkung verändern. Besonders betroffen sind Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel, Schlafmittel und Abführmittel, da sie den Flüssigkeitshaushalt und die Abkühlungsmechanismen des Körpers beeinflussen können. In einigen Fällen könnte sogar eine Anpassung der Dosierung notwendig sein. Benkert rät, dies jedoch nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder in der Apotheke vorzunehmen.
Ein weiteres Problem ist die Lagerung von Medikamenten bei hohen Temperaturen. Während die meisten Arzneimittel auch an heißen Sommertagen problemlos transportiert werden können, dürfen sie nicht langfristig zu warm gelagert werden. Einige Medikamente, wie Insuline, müssen im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn dies auf der Verpackung angegeben ist.
Hitze kann Medikamente unbrauchbar machen, ohne dass dies sofort sichtbar ist. So können sich bei Asthmasprays Dosiergenauigkeit und Wirksamkeit verändern, wenn sie in der Sonne gelagert werden. Auch Cremes und Zäpfchen sind hitzeempfindlich. Wenn diese geschmolzen sind, können sich ihre Bestandteile trennen, was die Wirksamkeit beeinträchtigen kann.
Die Bundesapothekerkammer bietet unter www.abda.de weitere Informationen zum richtigen Umgang mit Medikamenten bei Hitze an.
Die beeindruckende Reise einer Visionärin, die mit Face Yoga natürliche Schönheit und ganzheitliche Gesundheit neu definiert.
HANNOVER (redu). Nadine Campbell hat mit ihrer Methode Face Yoga eine innovative und ganzheitliche Herangehensweise zur natürlichen Gesichtspflege entwickelt. Ursprünglich aus dem Tanz und dem Gesundheitscoaching kommend, hat sie es geschafft, in nur zwei Jahren ihre verschiedenen Fachkenntnisse zu einem einzigartigen Konzept zu vereinen, das international Anerkennung gefunden hat.
Ihre persönliche Reise, die von ihren Wurzeln in Celle bis zu weltweitem Interesse führte, ist geprägt von einem tiefen Verständnis für den menschlichen Körper und einem unermüdlichen Engagement für ganzheitliche Gesundheit. Im folgenden Interview gibt sie uns spannende Einblicke in die Entstehung und Wirkung von Face Yoga, ihre Inspirationen und zukünftigen Pläne. Heute lebt und arbeitet sie in Hannover. Ihre Methode wurde in diesem Jahr in internationalen Zeitschriften wie NYWEEKLYMAGAZIN, FORBES CELEBRITY und VANITYFAIRUAE vorgestellt. Der hannoversche Fotograf Bernd Günther begleitet sie schon seit 2018 und konnte den erstaunlichen Aufstieg ihrer Idee direkt mitverfolgen.
Interview mit Nadine Campbell über Face Yoga
Frage: Frau Campbell, Sie haben Face Yoga by Nadine Campbell gegründet. Können Sie uns erklären, was Face Yoga genau ist und wie es funktioniert?
Nadine Campbell: „Face Yoga ist eine von Fumiko Takatsu in Kalifornien entwickelte Methode, die Menschen dabei hilft, ihr Erscheinungsbild nachhaltig und natürlich zu verändern. Durch Lymphdrainage, Massagetechniken und gezielte Muskelübungen können sich die Gesichtsmuskeln wieder entspannen und so aufgebaut werden, dass es zu einer Glättung der Gesichtszüge führt, schmerzhafte Verspannungen gelöst und die Hautelastizität erhöht wird.“
Frage: Was hat Sie ursprünglich dazu inspiriert, sich mit ganzheitlicher Gesundheit und speziell mit Face Yoga zu beschäftigen?
Nadine Campbell: „Schon vor meiner Zeit als Online-Coach hat mich der menschliche Bewegungsapparat fasziniert und welche Möglichkeiten es gibt, seine Leistungen schnell, effizient, nachhaltig und vor allem ohne Schaden zu verursachen, zu verbessern und zu erweitern.“
Frage: Sie haben eine umfassende Ausbildung, die Tanz, Gewichtsreduktionscoaching und Face Yoga umfasst. Wie haben diese unterschiedlichen Disziplinen Ihr aktuelles Konzept beeinflusst?
Nadine Campbell: „Meine Erfahrungen als aktive Tänzerin und langjährige Tanzpädagogin lieferten mir ein großes Spektrum über die Einsatzmöglichkeiten des körperlichen und emotionalen Trainings sowie der Ausdrucksmöglichkeiten. Die Kombination dieses stetig sich erweiternden Wissensschatzes ermöglicht mir, in Kombination mit Face Yoga, den Körper als Ganzes zu betrachten und so eine nachhaltige Form der Transformation zu ermöglichen, in der zusätzlich sowohl energetische als auch emotionale Einflüsse eingebettet werden.“
Frage: In den letzten zwei Jahren haben Sie fast 1.000 Frauen begleitet. Welche Veränderungen haben Ihre Teilnehmerinnen durch Face Yoga erlebt?
Nadine Campbell: „Face Yoga ist mehr als nur eine Veränderung des Erscheinungsbildes. Die vorwiegend weiblichen Teilnehmerinnen erleben hier wieder den Einklang mit ihrer inneren Stimme und ihren Bedürfnissen. Durch die aktive Verkörperung eines neuen Bewusstseins kreieren sie maßgebliche Veränderungen ihres Auftretens. Das neu erlangte oder wiederentdeckte Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein steigt an. Positive Veränderungen im gesundheitlichen, beruflichen und sozialen Bereich sind weitere Auswirkungen des Trainingsprogramms.“
Frage: Ihr Konzept hat international Anerkennung gefunden. Was bedeutet diese Anerkennung für Sie persönlich und Ihre Arbeit?
Nadine Campbell: „Die mir zuteilgewordene Anerkennung begreife ich nicht nur als Bestätigung meiner Arbeit, vor allem aber als Chance, weitere Menschen in die Selbstermächtigung zu führen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, ihnen dabei zu helfen, sich daran zu erinnern, dass ihr Wohl buchstäblich in den eigenen Händen liegt. Ich möchte hier ganz klar für Aufklärung sorgen und Interessierten ihr eigenes Potenzial aufzeigen.“
Frage: Wie schaffen Sie es, trotz Ihrer internationalen Erfolge, Ihrer jetzigen Heimatstadt Hannover treu zu bleiben und sich weiterhin dort zu engagieren?
Nadine Campbell: „Ich wohne jetzt seit etwa fünf Jahren in Hannover. Die Anbindung und die Möglichkeiten, von hier aus überall hinreisen zu können, bieten mir eine größere Flexibilität. Ich kann mich beruflich ausleben und meine Familienmitglieder im nahegelegenen Landkreis Celle regelmäßig besuchen. Eine persönliche Verbindung mit Menschen steht für mich immer noch im Vordergrund, auch wenn ich online viel mehr Menschen erreichen kann als in platzlimitierenden Räumlichkeiten.“
Frage: Welche Tipps und Tricks teilen Sie regelmäßig auf Ihren sozialen Medien, um einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil zu fördern?
Nadine Campbell: „Inzwischen bespiele ich diverse Netzwerke, um möglichst vielen Menschen den kostenlosen Zugang zu Face Yoga ermöglichen zu können. Die Tipps richten sich hierbei immer nach den Bedürfnissen meiner Zuschauer. Die Inhalte variieren zwischen natürlichen Lösungsmitteln bei alltäglichen Problemen von Nacken- und Kieferverspannungen über blockierte Atemwege bis hin zu konkreten Übungen, die sich gezielt mit den muskulären Strukturen und der Haut beschäftigen.“
Frage: Was sind Ihre zukünftigen Pläne für Face Yoga by Nadine Campbell und welche neuen Projekte oder Ideen haben Sie für die kommenden Jahre?
Nadine Campbell: „Ich bin jetzt seit etwas über zwei Jahren tätig und beschäftige mich derzeit stark mit dem Wachstum meines Unternehmens. Strukturen werden gefestigt, das Team wird vergrößert, um das Erlebnis der Teilnehmenden stetig zu verbessern und Prozesse zu vereinfachen. Das schnelle Wachstum und die Nachfrage bestimmen hier ganz klar meinen Entwicklungsprozess. Am 12. August werde ich zum letzten Mal in diesem Jahr die kostenfreien Glow-Up Days anbieten, in denen Interessierte einen Einblick und praktische Erfahrungen über die Wirkungsweise von Face Yoga erleben können. Im Spätherbst wird dann auf Wunsch meiner Community mein erstes Buch erscheinen, welches praktische Anleitungen, aber auch ganz private Einblicke von Teilnehmern und mir verrät. Menschen zu inspirieren und dazu zu motivieren, Eigeninitiative zu ergreifen und ihre Verwandlung begleiten zu dürfen, ist zu einer Leidenschaft geworden, und ich bin unglaublich gespannt, wie sich die nächsten Monate und Jahre weiterentwickeln werden. Ein Weg zurück auf die Bühne ist hier gewissermaßen nicht ausgeschlossen.“
Rettungsgasse, Rechtsüberholen und mehr: Was Autofahrer im Stau beachten müssen
MÜNCHEN (redu/PM). In den kommenden Wochenenden erreichen die Reiseaktivitäten auf deutschen Autobahnen ihren Höhepunkt. Staus sind dabei unvermeidlich. Der ADAC informiert Autofahrer über die wichtigsten Verhaltensregeln im Stau, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.
Der ADAC hat wichtige Hinweise für Autofahrer veröffentlicht, um das Verhalten in Staus zu regeln und die Sicherheit zu erhöhen. Besonders in der Hauptreisezeit sind die Autobahnen stark frequentiert, und Staus gehören zum Alltag. Der ADAC gibt Tipps, was erlaubt ist und welche Regeln eingehalten werden müssen.
Diese Regeln sind besonders wichtig und sollte jeder Autofahrer kennen:
Zu den wichtigsten Regeln zählt die Bildung der Rettungsgasse: Bei stockendem Verkehr und bei Stau müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden, um den Einsatzfahrzeugen ein schnelles Durchkommen zu ermöglichen. Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Die Bußgelder für Autofahrer, die sich nicht an die Vorschriften halten, wurden auf 200 bis 320 Euro erhöht.
Rechts überholen ist auf der Autobahn dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit maximal 60 km/h fährt. Bei stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Rollt links der Verkehr, darf man rechts mit einer Differenzgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h überholen. Die Fahrzeuge auf der rechten Spur dürfen dann also höchstens 80 km/h schnell fahren. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldbuße von 100 Euro sowie einen Punkt.
Egal, ob man dringend auf die Toilette muss oder es bei großer Hitze im Wagen kaum noch aushält: Die Straßenverkehrsordnung verbietet das Aussteigen auf der Autobahn, es sei denn, eine Unfallstelle muss gesichert werden. Allerdings drückt die Polizei bei längeren Störungen meist ein Auge zu und ist nachsichtig. Doch auch dann gilt, dass weitere Spaziergänge tabu sind und man stets in der Nähe des Fahrzeugs bleiben muss.
Rückwärtsfahren oder wenden ist auf der Autobahn immer verboten, es sei denn, die Polizei fordert die Autofahrer bei längeren Vollsperrungen dazu auf, um den Verkehr von der Autobahn abzuleiten. Bei eigenständigen Aktionen drohen eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
Der Seitenstreifen ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer ihn bei Stau benutzt, um den nächsten Rastplatz oder die nächste Autobahnausfahrt schneller zu erreichen, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt. Ausnahme: Wenn Verkehrszeichen die Nutzung des Standstreifens erlauben. Dann muss dieser wie ein rechter Fahrstreifen genutzt werden.
Ist ein Fahrstreifen wegen eines Unfalls oder einer Baustelle blockiert, müssen sich die Fahrer unmittelbar vor der Engstelle im Reißverschlussverfahren einordnen. Bei richtiger Anwendung kann so der Verkehr am Laufen gehalten werden.
Über 16.800 Einsatzkräfte des DRK sorgen für Sicherheit bei der Europameisterschaft
BERLIN (redu). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zieht nach dem Abschluss der UEFA EURO 2024 eine positive Bilanz. Mit über 16.800 Einsatzkräften wurden 4.768 Versorgungen und Betreuungen durchgeführt.
Nach dem Ende der UEFA EURO 2024 zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ein positives Fazit. Bei den 46 Spielen, 437 Trainings und den zahlreichen Fanmeilen, die durch das DRK betreut wurden, waren mehr als 16.800 Kräfte im Einsatz. Insgesamt wurden 4.768 Versorgungen und Betreuungen durchgeführt. „Wir haben ein Turnier mit weniger Einsätzen als erwartet erlebt. Beeindruckend war vor allem das große Engagement unserer vielen ehrenamtlichen Helfenden, insbesondere aus unseren Bereitschaften. Sie haben in den letzten Wochen entscheidend dazu beigetragen, dass der Fußball im Vordergrund stehen konnte“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
Einen Monat lang sorgten tausende Helfende des DRK für die notfallmäßige medizinische Versorgung und Betreuung in Stadien, auf Fanmeilen und an den Trainingsstätten, viele davon ehrenamtlich. Insgesamt wurden im Kontext der EURO mehr als 145.500 Einsatzstunden geleistet, was innerhalb von rund viereinhalb Wochen mehr als 16,5 Jahren Einsatzzeit entspricht.
Sichtbar waren dabei die Einsätze des DRK in den Stadien. Durchschnittlich rund 56 Mal pro Spiel mussten die Einsatzkräfte im Stadion Zuschauenden oder Spielern helfen, insgesamt 2.582 Mal. Diese Zahl ist deutlich geringer als bei einem herkömmlichen Bundesligaspiel. Gründe dafür liegen mutmaßlich in der unterschiedlichen Zusammensetzung der Zuschauenden sowie der weitgehend ausgebliebenen Hitze.
Insgesamt mussten im Rahmen der EURO 2024 (inklusive Fanmeilen etc.) nur 398 Krankentransporte bei 4.768 Versorgungen und Betreuungen durchgeführt werden. Diese Zahlen unterstreichen aus Sicht des DRK den insgesamt relativ ruhigen Einsatz aus medizinischer Sicht, zumal es über das Turnier keine größeren Zwischenfälle gab. Hauptgründe für die Einsätze des DRK waren Herz-Kreislauf-Probleme.
Viele ehrenamtliche Helfende standen auch im Bereich Katastrophenschutz bereit, mussten aber zum Glück nicht zum Einsatz kommen. „Es war uns eine große Freude, den Sanitätsdienst bei der EURO 2024 zu verantworten. Dank intensiver Vorbereitung und dem eindrucksvollen Einsatz unserer Helfenden, aber auch dank vieler friedlicher Fans können wir ein sehr positives Gesamtfazit ziehen. Wenn es drauf ankam, waren wir verlässlich zur Stelle“, sagt Christian Reuter.
Die medizinische Versorgung der Spieler sowie der „Fußballfamilie“ wurde neben den Mannschaftsärzten im Wesentlichen über insgesamt 32 Medical Liaison Officers organisiert. Diese Ärzte ermöglichten einen schnellen und unkomplizierten Zugang in das deutsche Medizinsystem und eine umgehende Versorgung zur Diagnostik und Behandlung. 140 Mal wurden die Liaison Officer zur Unterstützung der Mannschaftsärzte angefordert, häufig zur Organisation von bildgebenden Verfahren, zusätzlichen Medikamenten oder Terminen bei Fachärzten. Das Team um Dr. Zoran Bahtijarevic (Chief Medical Officer der UEFA) und Prof. Dr. Tim Meyer (Tournament Chief Medical Officer) zeigte sich insgesamt sehr zufrieden mit der schnellen und kompetenten Versorgung. „Wir sind sehr froh, das Turnier mit insgesamt sechs Mitarbeitenden vor Ort im medizinischen Bereich so gut über die Runden gebracht zu haben. Erfahrungen von früheren Events waren dabei sehr hilfreich“, zieht Meyer ein positives Fazit.
Auch die „Get Trained – Save Lives“-Kampagne der UEFA und des European Resuscitation Council (ERC), gestartet im November 2023, war erfolgreich. Besuchende wurden zum spielerischen Üben der Herzdruckmassage an Puppen animiert und erhielten Feedback über die Qualität der Wiederbelebungsmaßnahme. Über 35.000 Besuchende nutzten diese Möglichkeit während des Turnierzeitraums und erzielten im Durchschnitt einen Score von 75/100 Punkten.
Ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte meistern Herausforderungen der EURO 2024
BERLIN (redu). Die Sicherheitsmaßnahmen während der UEFA EURO 2024 in Deutschland haben sich als effektiv und gut koordiniert erwiesen, sodass das sportliche Großereignis sicher und ohne größere Zwischenfälle ablief.
Die umfangreichen Sicherheitsplanungen in den zehn Austragungsstädten der UEFA EURO 2024 haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Europameisterschaft sowohl sportlich als auch sicher in guter Erinnerung bleibt. Die Berufsfeuerwehren der zehn Austragungsstädte schlossen sich bereits vor mehreren Jahren unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund) und dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) zum Arbeitskreis EM 2024 zusammen. Die hierbei definierten Schutzziele mündeten in ein integriertes Sicherheits- und Gefahrenabwehrkonzept, welches den örtlichen Einsatzplanungen zugrunde lag.
Die Einsatzvorbereitungen haben reibungslos funktioniert. Das Positionspapier diente als Grundlage für die Erstellung der lokalen Einsatzkonzepte, die ideal umgesetzt und mit hoher Professionalität aller Beteiligten realisiert wurden. Somit waren die Feuerwehren jederzeit gut vorbereitet.
Während der UEFA EURO 2024 mussten die Feuerwehren nur kleinere Einsatzlagen bewältigen. Diese Einsätze, die von medizinischen Notfällen über ausgelöste Brandmeldeanlagen und Fettbrände bis hin zur Entfernung eines verirrten Bienenvolks am Spielfeldrand reichten, konnten schnell und professionell abgewickelt werden. Glücklicherweise gab es keine größeren Zwischenfälle.
Ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes war der Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Kräften aus allen Bereichen des Bevölkerungsschutzes. Mitglieder von Feuerwehren, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter, DLRG, DRK, THW und auch des Rettungszentrums des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg sorgten für den Grundschutz und stellten an den Spieltagen zusätzliche Einsatzkräfte bereit. Auch Bundeseinheiten zur Analytik und Identifikation von Gefahrstoffen (Analytische Task Force – ATF) standen bereit.
„Die Vorhaltung der überregionalen Einsatzkräfte und Einheiten hatte zum Ziel, jederzeit schnell und umfassend reagieren und helfen zu können. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, welche stets professionell und voller Engagement zur Stelle waren und somit zum Gelingen dieses einzigartigen Großevents beigetragen haben“, resümiert Leitender Branddirektor Markus Heber von der Berufsfeuerwehr Stuttgart und zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises EM 2024.
DFV-Präsident Karl-Heinz Banse betonte die Bedeutung der Unterstützung durch die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Kräfte: „Neben dem Dank an alle Einsatzkräfte für die großartige Leistung gilt mein besonderer Dank auch den Arbeitgebern unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte für deren Freistellung von ihrer beruflichen Tätigkeit.“
Die umfangreichen Vorplanungen und Einsatzkonzepte haben sich bewährt und bieten eine gute Grundlage für zukünftige Großveranstaltungen. Die wertvollen Erfahrungen und Konzepte werden auch in der Zukunft nützlich sein.
Kommunen reagieren mit strengeren Vorschriften und Verboten im ÖPNV
MÜNCHEN (redu). Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern ist in Deutschland gestiegen. Kommunen reagieren mit neuen Vorschriften, während der ADAC sicherere Akkus fordert, um Transportverbote im ÖPNV zu vermeiden.
Seit fünf Jahren sind E-Scooter auf deutschen Straßen erlaubt. 2022 waren etwa 764.000 dieser Fahrzeuge versichert. Laut einer Umfrage des ADAC befinden sich rund 45 Prozent der E-Scooter im Privatbesitz, der Rest sind vorwiegend Leihroller. Letztere sorgen oft für Schlagzeilen, da sie häufig achtlos abgestellt werden.
Immer mehr Kommunen reagieren auf diese Problematik mit Sonderregeln. Berlin hat eine Obergrenze von 19.000 Leih-E-Scootern eingeführt, spezielle Parkflächen in der Innenstadt geschaffen und eine Sondernutzungsgebühr von 36 Euro pro Jahr und E-Scooter erhoben. In Gelsenkirchen führte die Einführung eines ID-Checks dazu, dass Verleihbetriebe die Stadt verließen.
In einigen Städten dürfen E-Scooter, sowohl private als auch geliehene, aufgrund der Brandgefahr durch die verbauten Akkus nicht mehr im öffentlichen Nahverkehr transportiert werden. Der ADAC sieht hierin jedoch keine dauerhafte Lösung. Stattdessen fordert der ADAC Anforderungen an die Akkus oder Schutzmechanismen bei drohenden Gefahren, um den sicheren Transport von E-Scootern zu gewährleisten.
Die Unfallzahlen mit E-Scootern sind ebenfalls besorgniserregend gestiegen. 2023 waren 9.439 Personen an E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden beteiligt, was einen Anstieg von 12 Prozent gegenüber 2022 bedeutet, als 8.443 Beteiligte gezählt wurden. Besonders alarmierend ist die Verdoppelung der Todesfälle von 10 im Jahr 2022 auf 20 im Jahr 2023. Diese Zunahme steht in direktem Zusammenhang mit der verstärkten Nutzung von E-Scootern.
Trotz dieser Herausforderungen haben E-Scooter ihren Platz im Mobilitäts-Mix und bieten eine sinnvolle Alternative für Kurzstrecken oder die Überbrückung der „letzten Meile“. Um Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden und die Entwicklung dieser Mobilitätsform positiv zu gestalten, unterstützt der ADAC den Ausbau und die Modernisierung der Radfahrinfrastruktur sowie das Abstellen an ausgewiesenen Stellflächen.
THW und Feuerwehr arbeiten Hand in Hand: Über 655.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch getrennt
BONN (redu). Das Hochwasser im Süden Deutschlands stellt Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Rund 2.900 THW-Helferinnen und -Helfer sind im Einsatz, um Umweltgefahren durch ausgetretenes Öl zu bekämpfen und die Auswirkungen der Flut zu mindern.
Das Hochwasser im Süden Deutschlands hält die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) weiter in Atem. „Bislang waren rund 2.900 THW-Helferinnen und -Helfer aus rund 200 Ortsverbänden im Einsatz. Eine unserer wichtigen Aufgaben ist neben den Pumparbeiten aktuell die Separation von Öl-Wasser-Gemischen“, erklärt THW-Präsidentin Sabine Lackner. Allein im Landkreis Augsburg hat das THW seit Dienstag 655.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch gefiltert und getrennt und dabei 71.000 Liter Öl separiert.
Öl stellt bei Hochwasser eine erhebliche Umweltgefahr dar. Aus Öltanks in Wohnhäusern, die durch das Hochwasser aus ihren Verankerungen gerissen werden, tritt Öl aus und vermischt sich mit dem Grundwasser. Die Fachgruppe Ölschaden des THW wird in solchen Fällen aktiv. Mit speziellen Ölfilteranlagen, sogenannten Öl-Separationsanlagen, trennen sie das ausgetretene Öl vom Wasser.
Das Gemisch wird mit Saugwägen oder Tankcontainern zu den Separationsanlagen transportiert. Diese Einsätze erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und werden in Bayern durch das Innenministerium des Bundeslandes koordiniert. Bislang wurden mehr als 655.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch getrennt, was dem Inhalt von rund 4.400 Badewannen entspricht. Neben der Anlage im Landkreis Augsburg wird das THW in Kürze eine zweite Separationsanlage im Raum Straubing in Betrieb nehmen.
Auch die Technischen Berater und Beraterinnen Öl des THW sind sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg im Einsatz. Sie unterstützen die Feuerwehren im Umgang mit dem Gefahrstoff, erkunden Einsatzstellen oder setzen Ölsperren in kleineren Gewässern. Die Helferinnen und Helfer kommen nicht nur aus Bayern und Baden-Württemberg, sondern auch aus Hessen und Bremen. „Dieser Einsatz zeigt, wie unsere Kräfte Hand in Hand arbeiten, egal ob sie aus dem gleichen Ortsverband stammen oder vom anderen Ende der Republik kommen. Unsere einheitliche Ausbildung und standardisierte Ausstattung ermöglichen eine effiziente Zusammenarbeit bundesweit“, sagt THW-Präsidentin Lackner.
Zunehmende Extremwetterlagen: vfdb betont Notwendigkeit von Selbstschutz und Führungsstrukturen
MÜNSTER (redu/PM). In Reaktion auf die jüngsten Hochwasserkatastrophen und andere Naturkatastrophen in Süddeutschland hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) ein sieben Punkte umfassendes Positionspapier veröffentlicht. Darin fordert sie umfassende Reformen in der Ausbildung und Ausrüstung der Einsatzkräfte sowie in den Führungsstrukturen und betont die Notwendigkeit, die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung zu stärken.
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) hat in einem neuen Positionspapier auf die zunehmenden Naturkatastrophen und die jüngste Hochwasserkatastrophe in Süddeutschland reagiert. Der sieben Punkte umfassende Plan betont die dringende Notwendigkeit, Ausbildung und Ausrüstung der Einsatzkräfte zu verbessern und funktionale Führungsstrukturen zu etablieren.
Das sind die sieben Punkte in Kurzform:
1. Die Ausbildung für die Einsatzkräfte der Gefahrenabwehr muss den Lagen und Risiken angepasst werden.
Nach wie vor gibt es in Deutschland keine einheitlichen Ausbildungsunterlagen für dynamische Flutlagen oder die Vegetationsbrandbekämpfung. Es gibt keine Schulen oder Trainingsmöglichkeiten für die sichere Ausbildung und das Training dynamischer wetterbedingter Schadenslagen sowie keine praktischen Ausbildungsstätten für das gemeinsame praktische Training der verbundenen Einsatzmittel aller im Einsatz beteiligten Organisationen.
2. Die Ausrüstung muss verbessert werden.
Viele Einsatzkräfte verfügen nach wie vor nicht über die richtige, oder auch nur ausreichende persönliche oder spezielle Schutzausrüstung. Viele Einsatzfahrzeuge sind nicht für den Einsatz in Schadenslagen mit oft zerstörter Infrastruktur geeignet. Sichere Kommunikationsmittel, vom Sprechfunk bis zum Datenaustausch, gehören zwingend mit dazu. Kommunen müssen sich im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die lokalen Gefahren jenseits der Standardszenarien wie Wohnungsbrand oder Verkehrsunfall besser vorbereiten. Ebenso müssen sich die dafür zuständigen Bundesländer im Katastrophenschutz besser aufstellen, diesen dafür besser ausrüsten sowie auch besser ausbilden. Aus den Erfahrungen der europäischen Strukturen zu lernen ist dabei sinnvoll.
3. Führungsstrukturen sind weiterzuentwickeln und aktuellen Anforderungen anzupassen.
In allen Bereichen muss es funktionsfähige Führungsstrukturen und -mittel geben. Das beginnt bei der Ausstattung von Einsatzzügen mit geeigneten Führungsfahrzeugen. Es geht weiter über die Vorhaltung personell und materiell über längere Zeit funktionsfähiger mobiler und stationärer Führungsstellen bis zu Stäben und den Führungseinrichtungen der jeweiligen Landesregierungen. Der Informationsaustausch über alle Ebenen muss jederzeit und adäquat erfolgen. Das bedeutet kompatible Datenübertragungsstrukturen ebenso wie Lagedarstellungsmöglichkeiten und redundante Kommunikationsmittel. Dynamische Großlagen sind in Deutschland in aller Regel wetterbedingt. Das bedeutet, dass Führungsgremien in der Lage sein müssen, um aktuelle Lagebilder und Prognosen in Realzeit erstellen und kommunizieren können.
4. Naturschutz muss gegenüber Gefährdungen für Menschen, Tiere und Sachwerte abgewogen werden.
Zu oft wird der Naturschutz nur unter einem Aspekt betrachtet. Notwendig jedoch ist es, für die bestehenden und kommenden Herausforderungen in der Gefahrenabwehr mehr praktische und pragmatische Lösungen zu finden, die auch eine Abwägung von einzelnen Maßnahmen des Naturschutzes gegenüber den dadurch hervorgerufenen oder auch nur verstärkten Risiken für Menschen, Tiere und Sachwerte beinhalten.
5. Selbstschutz und Selbsthilfe stärken.
Einsatzkräfte können in großen Einsatzlagen nicht alle Menschen und Objekte zur gleichen Zeit schützen. Daher gilt es, immer nach Risiken zu priorisieren und Einsätze nacheinander abzuarbeiten. Das heißt jedoch auch, dass es allen Betroffenen hilft, wenn sich die Bevölkerung möglichst selbstständig zu helfen weiß und so die Ressourcen für die wirklich wichtigen Einsätze frei bleiben. Die Bevölkerung muss wieder mehr dazu gebracht werden, selbst mit dafür zu sorgen, Gefahren zu vermeiden oder das eigene Risiko zu verringern. Hierzu gehören unter anderem das Verständnis für Warnungen, das Wissen um Alarmierungs- und Entwarnungsarten sowie eine Akzeptanz von Verboten in gefährdeten Gebieten. Die Gesellschaft sollte insgesamt befähigt werden, schnell, angemessen und zielorientiert zu handeln – ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.
6. Prävention verbessern.
Um die Risiken für sich und andere zu begrenzen, müssen offensichtliche Gefahren reduziert werden. Dazu gehört z.B., verstopfte Ein- und Durchflüsse zu säubern und freizuhalten; das Verbot von Feuer etc. in der Vegetation zu beachten, Entstehungsbrände zu melden und, wenn gefahrlos möglich, Brände zu löschen oder kleinzuhalten. Entsprechende Kenntnisse müssen in den Schulen, Unternehmen und Einrichtungen vermittelt werden.
In Deutschland ist die systematische Auswertung von Schadenslagen weiterhin nicht ausreichend etabliert. Aus den Erfahrungen der vergangenen Lagen zu lernen, muss in allen Bereichen der Gefahrenabwehr stärker beachtet werden. Fähigkeitslücken müssen systematisch identifiziert werden. Zugleich müssen durch Forschung und Entwicklung Lösungen zur Beseitigung zeitnah geschaffen werden. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei auf den schnellen Transfer guter Lösungen in die tägliche Einsatzpraxis zu legen.
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