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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Streifenwagen mit Blaulicht

Nordstadt: Mann durch Messerstiche verletzt – Zeugen gesucht

30. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Am heutigen Nachmittag, 30.06.2020, gerieten zwei Männer auf offener Straße aneinander. Dabei wurde ein 43-Jähriger durch mehrere Messerstiche verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde in Tatortnähe wiedererkannt und festgenommen. Nun sucht die Polizei Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen geben können.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover gerieten die beiden Männer gegen 16:45 Uhr in einem Cafe in Streit. Sie verließen daraufhin das Cafe. Auf dem Gehweg vor der Christuskirche (An der Christuskirche) kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dabei wurde der 43-Jährige durch drei Stiche – vermutlich mit einem Messer – verletzt. Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß. Aufgrund einer guten Beschreibung konnten die alarmierten Polizeibeamten einen 29-Jährigen gegen 17:30 Uhr in Tatortnähe als Tatverdächtigen wiedererkennen und festnehmen. Das Tatwerkzeug wurde bisher jedoch nicht gefunden.

Der 43-Jährige wurde mit zwei Einstichen an den Beinen und einer Stichverletzung am Oberkörper in ein Krankenhaus transportiert. Er ist außer Lebensgefahr.

Gegen den 29-jährigen Tatverdächtigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Hintergrund der Streitigkeiten ist bis jetzt unklar. Nach derzeitigen Ermittlungen hatten sich die Männer erst kurz vorher kennengelernt und waren gemeinsam im Cafe.

Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen oder zum Verbleib des Tatmessers geben können, werden gebeten sich beim Polizeikommissariat Nordstadt unter der Rufnummer 0511 109-3117 zu melden.

Streifenwagen mit Blaulicht

Döhren: Bäckerei überfallen

30. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Heute (30.06.2020) hat ein Unbekannter in den frühen Morgenstunden die Bäckereifiliale an der Hildesheimer Straße / Ecke Borgentrickstraße überfallen und ist mit dem Geld aus der Wechselkasse geflüchtet.

Als die 54-jährige Mitarbeiterin gegen 04:45 Uhr das Geschäft geöffnet und betreten hatte, stand wenig später ein maskierter Unbekannter vor ihr. Er drohte ihr mit einem Messer und forderte das Geld. Nachdem der Täter dies erhalten hatte, flüchtete er aus der Bäckerei. Die Fluchtrichtung ist nicht bekannt.

Der Mann wird als etwa 1,60m groß und mit hagerer Statur beschrieben. Er hat eine dunkle Augenfarbe. Der Täter war mit einem schwarzen Tuch über Mund und Nase maskiert und trug einen dunklen Kapuzenpullover sowie Handschuhe. Seine Aussprache klang hochdeutsch mit einem hörbaren Nuscheln.

Zeugen melden sich bitte beim Kriminaldauerdienst unter 0511 109 5555.

Polizei im Einsatz

Präsenzmaßnahmen der Polizeiinspektion Hannover-Mitte am Wochenende

29. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Von Freitag, 26.06.2020, bis Sonntag, 28.06.2020, haben Beamte der Polizeiinspektion Hannover-Mitte Kontrollen in der hannoverschen Innenstadt durchgeführt. Dabei sind verschiedene Straftaten und zahlreiche Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden.

Zu Fuß und auf vier Rädern zogen die Beamten der Polizeiinspektion Hannover-Mitte am vergangenen Wochenende durch die Innenstadt und kontrollierten vor dem Hintergrund diverser Beschwerden und weiterer Corona-Lockerungen die Einhaltung der sogenannten Corona-Regelungen. Die Schwerpunkte wurden dabei auf die Bereiche rund um den Bahnhof (bahnhof.sicher) sowie das Steintor (Sondereinsatz Steintor/Marstall) gesetzt.

Nach konkreten Hinweisen und Beschwerden wurden auch sogenannte Shisha-Bars und diverse Kneipen in Augenschein genommen. Während die Corona-Auflagen in den Shisha-Bars generell eingehalten wurden, konnten die Abstandsregeln in einigen Gaststätten nicht gewährleistet werden. Eine Lokalität am Holzmarkt wurde daher noch am selben Abend geschlossen.

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen zum Jugendschutz wurde am Wochenende eine Vielzahl Heranwachsender kontrolliert. Dabei wurden 150 Identitätsfeststellungen und diverse Alkoholtests durchgeführt und 42 Platzverweise erteilt. Sechs Minderjährige wurden durch die Polizeibeamten nach Hause oder zur Wache gebracht und den Erziehungsberechtigten übergeben.

Darüber hinaus warfen die Polizisten einen prüfenden Blick auf die Autotuning- und Poserszene und leiteten fünf Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Zudem wurden 35 Parkverstöße sowie zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Die Polizeibeamten stellten außerdem fünf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz – Besitz bzw. Handel von Marihuana – fest und leiteten entsprechende Verfahren ein.

Polizei im Einsatz

Vinnhorst: Gruppe Maskierter greift feiernde Jugendliche an

29. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). In den frühen Morgenstunden am Sonntag, 28.06.2020, haben etwa zehn bis 15 dunkel gekleidete und maskierte Personen eine private Geburtstagsparty jäh beendet. Die feiernden Jugendlichen sind teilweise mit Schlagring, Schlagstock und Messer angegriffen und ausgeraubt worden.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand des Polizeikommissariats Nordstadt feierten einige Jugendliche an einer Sitzbank nördlich des Mittellandkanals in Höhe der Sporthalle des Turn- und Sportvereins (TuS) Vinnhorst von 1956 e.V. an der Straße Grashöfe. Gegen 05:20 Uhr griffen die mutmaßlichen Täter die alkoholisierten Jugendlichen unmittelbar an und raubten ein Handy. Durch die Tat erlitten ein 16-Jähriger aus Hannover und ein 15-Jähriger aus Laatzen leichte Verletzungen. Der alarmierte Rettungsdienst leistete erste Hilfe und verbachte einen Jugendlichen in ein Krankenhaus. Die Eltern der verletzten Jugendlichen wurden benachrichtigt. Am Tatort befand sich bei Eintreffen der Polizei kurz nach dem Notruf nur noch der Verletzte 16-Jährige. Die anderen Jugendlichen liefen offenbar davon, wobei der zweite Verletzte später angetroffen werden konnte.

Unmittelbare Fahndungsmaßnahmen nach der flüchtigen Tätergruppierung sowie nach den angegriffenen Jugendlichen verliefen zunächst erfolglos. Durch Zeugenhinweise konnte jedoch bereits ein mutmaßlich Beschuldigter (15 Jahre) aus Hannover identifiziert werden. Dieser hat nach derzeitigem Kenntnisstand bereits zuvor eine Streitigkeit mit der feiernden Gruppe gehabt.

Die weiteren Ermittlungen der Polizei wegen schweren Raubes sowie wegen Körperverletzung dauern an. Die sachbearbeitende Dienststelle ist die Polizeiinspektion Hannover-Ost, die für Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0511 109-2717 zur Verfügung steht.

Polizei im Einsatz

Das Einsatzkonzept der Polizei ist heute (27.06.2020) für die angezeigten sieben Versammlungen aufgegangen

27. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER. Im Zusammenhang mit dem Aufzug „Unsere Antwort auf die Krise: Solidarität für alle!“, der sich durch die hannoversche Innenstadt bewegte, kam es zu kurzzeitigen Straßensperrungen und damit auch zu Störungen des Individualverkehrs. Zum Ende dieser sich fortbewegenden Versammlung schlossen sich die etwa 300 Teilnehmenden der ortsfesten Versammlung „Gerechtigkeit für George Floyd“ (Black Lives Matter) auf dem Waterlooplatz an. An dieser haben in der Spitze bis zu 850 Menschen teilgenommen, sie demonstrierten friedlich und alle Versammlungsauflagen wurden eingehalten.

Bei der parallel stattfindenden Versammlung am Georgsplatz zum Thema „Für eine friedliche und freie Zukunft“ haben nach Zählung der Polizei circa 65 Personen teilgenommen. Einige Versammlungsteilnehmende kamen der Auflage, einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen, nicht nach. Nach mehrfacher Aufforderung durch die Versammlungsleiterin und der Polizei haben einzelne Personen weiter keinen MNS aufgesetzt, es wurden jeweils Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Niedersächsische Corona-Verordnung eingeleitet.

Auch bei dem Aufzug „Für unsere Freiheit“ mit etwa 95 Teilnehmenden im Bereich Küchengarten, Königsworther Platz bis zur Nienburger Straße musste die Polizei diverse Anzeigen wegen Verstöße gegen die Hygieneverordnung fertigen. Bei beiden Versammlungen sind Strafverfahren wegen mutmaßlich gefälschter Atteste eingeleitet worden. Diese wurden von Personen in den Versammlungen dazu genutzt, eine Befreiung vom Tragen eines MNS vorzutäuschen. Die weiteren Versammlungen in der Innenstadt verliefen ohne nennenswerte Störungen.

Polizei im Einsatz

Südstadt: Frau mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen in Wohnung aufgefunden

27. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). In der Nacht von Freitag auf Samstag, 27.06.2020, ist eine Frau (57) in einem Mehrfamilienhaus an der Hoppenstedtstraße mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen aufgefunden worden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen hatten Zeugen gegen 02:00 Uhr am Samstag der Polizei zunächst eine Ruhestörung und kurz darauf auch den Warnton eines Rauchmelders aus einem Appartement gemeldet.

Bei ihrem Eintreffen fanden die Polizeibeamten dann die 57-Jährige mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen am Boden liegend in der Wohnung vor. Sie wurde umgehend mit einem Rettungswagen unter Begleitung eines Notarztes in eine Klinik gebracht. Sie ist nicht vernehmungsfähig.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht gegen einen 64-Jährigen einen Tatverdacht. Er wurde vorläufig festgenommen. Hergang und Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Polizei im Einsatz

Badenstedt: Radfahrerin bei Verkehrsunfall schwer verletzt

26. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Eine 38 Jahre alte Radfahrerin ist bei einem Verkehrsunfall an der Badenstedter Straße schwer verletzt worden. Sie ist mit dem Lkw eines 36-Jährigen zusammengestoßen, als dieser in die Carlo-Schmidt-Allee abbiegen wollte. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen war der 36-Jährige gegen 09:30 Uhr mit seinem Lkw aus Richtung Petermannstraße kommend entlang der Badenstedter Straße unterwegs. Dann beabsichtigte er, nach rechts in die Carlo-Schmidt-Allee abzubiegen. Dabei kollidierte der Lkw mit einer Radfahrerin, die in gleicher Richtung bevorrechtigt auf der Radfahrer-/Fußgängerfurt fuhr.

Bei dem Verkehrsunfall wurde die 38-Jährige schwer verletzt. Ein Rettungswagen transportierte sie zur weiteren medizinischen Behandlung in eine Klinik. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden fällt gering aus.

Die Badenstedter Straße war rund um die Unfallstelle bis 11:30 Uhr gesperrt. Es kam zu geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 an den Verkehrsunfalldienst zu wenden.

Streifenwagen mit Blaulicht

Vorsätzliche Brandstiftung in Linden-Mitte

26. Juni 2020/in Polizei

Am Donnerstag, 25.06.2020, ist es gegen 11:10 Uhr zu einem Brand im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Posthornstraße im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte gekommen. (BG-PRESS.de berichtete von dem Brandeinsatz) Dabei sind zwei Menschen verletzt worden und ein Schaden in Höhe von 60.000 Euro entstanden. Die Polizei ermittelt nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung und bittet um Zeugenhinweise.

Nach bisherigen Erkenntnissen nahmen mehrere Zeugen starke Rauchentwicklung im Treppenhaus im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses wahr und verständigten umgehend die Feuerwehr.

Zwei 47 und 57 Jahre alten Bewohner mussten per Drehleiter gerettet werden und wurden mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Auch eine Katze konnte gerettet werden und wurde vorsorglich in eine Tierklinik gebracht.

Das Mehrfamilienhaus ist weiterhin bewohnbar, der Gesamtschaden wird von der Polizei auf rund 60.000 Euro geschätzt. Während der Lösch- und Rettungsarbeiten kam es zeitweise zur Beeinträchtigung des Verkehrs.

Die Brandermittler waren am Donnerstag vor Ort und ermitteln nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Die Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Streifenwagen mit Blaulicht

Auf Einsatzfahrt verunglückt

26. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Streifenwagen auf Einsatzfahrt in Hannover-Linden sind am Donnerstag (25.06.20) zwei Insassen verletzt worden. Eine Autofahrerin hat zunächst einem ebenfalls im Einsatz befindlichen Rettungswagen Platz gemacht, war dann jedoch mit dem Polizeifahrzeug kollidiert. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.

Nach ersten Erkenntnissen war die 76 Jahre alte Fahrerin eines Renault Scenic kurz nach 14:00 Uhr vom Westschnellweg kommend bei Grün auf die Kreuzung Fössestraße/Bardowicker Straße gerollt. Kurz hinter der Haltelinie stoppte sie jedoch, um einen Rettungswagen auf Einsatzfahrt passieren zu lassen. Nachdem dieser vorbeigefahren war, wollte die Frau geradeaus in die Bardowicker Straße weiterfahren.

Allerdings war die Sicht nach rechts aufgrund von wartenden Lastwagen so sehr eingeschränkt, dass sie einen von rechts kommenden Streifenwagen übersah, der ebenfalls zu einem Einsatz unterwegs war. In der Folge kam es zur Kollision beider Fahrzeuge. Durch die Wucht des Aufpralls rollte der Renault über den angrenzenden Gehweg und prallte im Bereich Bardowicker Straße gegen eine Mauer.

Eine 31 Jahre alte Polizeibeamtin sowie die 76 Jahre alte Autofahrerin erlitten leichte Verletzungen. Der entstandene Schaden wurde mit insgesamt 15.000 Euro beziffert.

Zeugen, die Hinweise zu dem Unfall geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter Telefon 0511 109-1888 zu melden.

Zentraler - Präsenter - Flexibler – POlizeimotorräder PD

Zentraler – Präsenter – Flexibler

25. Juni 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Verbesserte Einsatz- und Interventionsfähigkeit, Stärkung des operativen Bereichs sowie Bündelung von Fachkompetenz in der Kriminalitätsbekämpfung bei der Polizeidirektion Hannover

Am Donnerstag, 25.06.2020, haben der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, und der Polizeipräsident (PP) der Polizeidirektion (PD) Hannover, Volker Kluwe, die Ergebnisse der knapp über ein Jahr andauernden Organisationsoptimierung der Polizeibehörde präsentiert. Die PD Hannover wird ab Mittwoch, 01.07.2020, in den neuen Strukturen arbeiten.

Bereits Ende 2018 sind die Vorbereitungen in der PD Hannover für eine Organisationsoptimierung angelaufen. Vorausgegangen waren eine behördeninterne Analyse des Einsatzmanagements, eine Bürgerbefragung der Landeshauptstadt und die öffentliche Diskussion um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Hierbei ist das Kernziel, mehr polizeiliche Präsenz „auf der Straße“ wahrzunehmen und die Behörde strukturell und organisatorisch für die Zukunft schlagkräftig und modern auszurichten.

Innenminister Pistorius: „Die Organisationsänderung der PD Hannover hat mehrere Ziele: die Beamtinnen und Beamten sollen dadurch erstens noch schneller als bisher auf Einsatzgeschehen reagieren können. Zweitens soll dadurch mehr Polizei für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar auf der Straße ansprechbar sein. Außerdem führen die Veränderungen zu einer Stärkung der Spezialisierung in Schwerpunktbereichen wie der Bekämpfung von Cybercrime oder Clankriminalität. Die angestiegenen Gefahren durch Rechtsextreme, aber auch aktuelle Ereignisse, wie etwa die Ausschreitungen kürzlich in Stuttgart oder auch in Göttingen belegen, dass die Polizei sich immer wieder neu auf komplexe Lagen einstellen muss.“

Im vergangenen Jahr wurde daher eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Polizeivizepräsidenten der PD Hannover, Jörg Müller, eingerichtet. Im Rahmen einer knapp einjährigen Projektarbeit wurde unter Beteiligung von bis zu 300 Mitarbeitenden die Organisationsoptimierung der Behörde abgeschlossen. Mit Wirkung zum Mittwoch, 01.07.2020, wird die Behörde in ihren neuen Strukturen arbeiten.

Drei strategische Ziele waren handlungsleitend für die Neuausrichtung:

In der Landeshauptstadt sollten die Polizeiinspektionen zentral organisiert werden, jedoch mit der grundsätzlichen Vorgabe, dass keine Dienststelle geschlossen wird. „Es war und ist mir wichtig, dass keine Polizeidienststelle für die Bürgerinnen und Bürger der Region Hannover verloren geht. Ihnen werden ihre örtlichen, polizeilichen Anlaufstellen in vollem Umfang erhalten bleiben“, unterstreicht Volker Kluwe.

Mehr polizeiliche Präsenz im öffentlichen Raum zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger der Region Hannover sollte durch die Freisetzung von Personal im Sinne einer Umverteilung und der damit verbundenen Stärkung des operativen Bereichs erfolgen.

Durch Bündelung von Einsatzkräften unter dem Dach einer neuen Polizeiinspektion sollte darüber hinaus die Interventionsfähigkeit erhöht werden, um flexibler auf Einsatzlagen und auf polizeiliche Schwerpunkte reagieren zu können. Neben der Interventionsfähigkeit soll auch die Kriminalitätsbekämpfung u. a. in den Bereichen Cybercrime und Betäubungsmittelkriminalität gebündelt werden.

„Auch im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung werden wir flexibler werden, damit wir komplexen bzw. neuen Kriminalitätsphänomenen begegnen können. Mir ist es ein besonderes Anliegen, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger auch in diesem Bereich zu stärken. Alle Einwohnerinnen und Einwohner in unserem Zuständigkeitsbereich sollen sich jederzeit sicher fühlen können und in der PD Hannover einen verlässlichen Ansprechpartner sehen“, sagt Volker Kluwe.

Die PD Hannover wird sich zukünftig aus vier Polizeiinspektionen zusammensetzen. Die Inspektionen in Garbsen und Burgdorf bleiben an ihrem Standort erhalten. Veränderungen wird es in der Landeshauptstadt Hannover geben: so entsteht am Standort der PI Ost die PI Hannover, die Inspektionen Süd, West und Mitte werden nunmehr als Polizeikommissariate geführt und heißen zukünftig Polizeikommissariat (PK) Döhren, PK Limmer und PK Mitte. „Die Optimierung hat für die PD Hannover elementare Bedeutung, um die polizeiliche Präsenz im öffentlichen Raum und die damit verbundene Interventionsfähigkeit zu erhöhen“, sagt der Polizeipräsident.

Darüber hinaus entsteht neben der PI Hannover am Standort des Welfenplatzes die PI Besondere Dienste. Diese Inspektion ist einmalig in Niedersachsen und insbesondere den umfangreichen und vielfältigen Einsatzlagen in der Landeshauptstadt geschuldet. Sie wird auf dem Gelände der Reiter- sowie Diensthundführerstaffel untergebracht werden. Unter dem Dach dieser Inspektion werden zukünftig auch alle sechs Verfügungseinheiten untergebracht sein. Zusätzlich werden dieser Dienststelle auch der Einsatz- und Streifendienst Bundesautobahnen, der Verkehrsunfalldienst, die Spezialisierte Verfügungseinheit (zuständig für Verkehrsüberwachung), die Wasserschutzpolizei und ein Ermittlungsdienst (KVED) angehören. Die PI Besondere Dienste ist zuständig für die gesamte Region Hannover.

Die beiden neu eingerichteten Polizeiinspektionen werden von Polizeidirektor Detlef Hoffmann (PI Hannover) und Polizeidirektor Jens Künnmann (PI Besondere Dienste) geleitet. Der 59-jährige Detlef Hoffmann ist Vater dreier Kinder und hat zuletzt die PI Ost geleitet. Jens Künnmann ist 54 Jahre alt, Vater von zwei Kindern und hat zuletzt bei der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen im Bereich Einsatzmanagement seinen Dienst versehen.

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