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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Polizei im Einsatz

Kind nach einem Baumarkt-Unfall tödlich verletzt

4. Dezember 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 03.12.2022, ist ein mit Rigipsplatten beladener Einkaufswagen in einem Baumarkt in der Langenhagener Straße im Garbsener Ortsteil Berenbostel in Schieflage geraten und umgekippt. Dabei wurde ein 13 Monate altes Mädchen, das neben dem Einkaufwagen stand, tödlich verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover kam es gegen 10:40 Uhr zum tragischen Unglücksfall in einem Baumarkt. Aus bislang ungeklärter Ursache kippte ein Einkaufswagen mit Rigipsplatten auf das Kind und verletzte es lebensgefährlich. Ersthelfer leisteten umgehend Erste Hilfe und führten Wiederbelebungsmaßnahmen durch. Die Polizei und der Rettungsdienst wurden ebenfalls informiert.

Mit lebensgefährlichen Verletzungen musste das Mädchen mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Dort verstarb das Kind wenige Zeit später. Die Polizei hat Todesermittlungen eingeleitet.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Kassiererin mit Waffe bedroht

4. Dezember 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 03.12.2022, hat ein bislang unbekannter Mann eine Angestellte in einem Lebensmittel-Discounter im Hinrichsring im hannoverschen Stadtteil List mit einer Waffe bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover betrat ein bislang unbekannter Mann gegen 20:00 Uhr einen Lebensmittel-Discounter im Hinrichsring, bedrohte eine 56 Jahre alte Angestellte mit einer Waffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Da die Kassiererin seiner Aufforderung nicht nachkam, verließ der Täter den Laden. Hierbei löste sich aus der Waffe des Mannes ein Schuss in Richtung Boden. Es wurde niemand verletzt.

Eine umgehend eingeleitete Fahndung im Nahbereich führte nicht zum Auffinden des Täters. Aus diesem Grund bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Gesucht wird ein etwa 1,68 Meter großer und schlanker Mann. Bei der Tat war er mit einer schwarzen Jacke und einer schwarzen Stoffhose bekleidet. Er trug eine ebenfalls schwarze Mütze und eine Mund-Nasen-Bedeckung. Der Täter sprach mit einem Akzent.

Die Polizei ermittelt wegen der versuchten schweren räuberischen Erpressung mit Schusswaffe. Zeugen, die Hinweise zum Täter oder dem Tathergang geben können, werden gebeten, sich bei dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Polizeisperre an der Schützenallee© Bernd Günther

Polizeieinsatz im Bereich des Südschnellwegs in Hannover

4. Dezember 2022/in Polizei, Hannover

HANNOVER (ots/PM). Seit Sonntagmorgen, 04.12.2022, sind Polizeikräfte in einem Flurstück in der Leinemasch im hannoverschen Stadtteil Döhren im Einsatz. Die Polizei begleitet dort genehmigte Rodungsarbeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Südschnellwegs.

Nach dem Betreten des von den Arbeiten betroffenen Flurstücks konnte der Bauzaun wie geplant aufgestellt werden, um eine Absperrung des festgelegten Sicherheitsbereiches zu gewährleisten. Der Sicherheitsbereich ist für die Dauer der Arbeiten erforderlich, um eine mögliche Gefährdung Dritter durch die anstehenden Rodungsarbeiten auszuschließen. Da sich eine Seiltraverse der im Quartier installierten Baumhäuser im Sicherheitsbereich befand, musste diese gekappt werden. Der direkte Bereich des Quartiers war durch die polizeilichen Maßnahmen nicht betroffen, da sich dieser nicht im Sicherheitsbereich befindet.

Im Sicherheitsbereich konnte festgestellt werden, dass zwei Personen auf Bäume geklettert waren. Erst nach Gesprächen mit Einsatzkräften der Polizei konnten diese dazu bewegt werden, den Sicherheitsbereich zu verlassen. Dazu musste der Bauzaun um einige Meter versetzt werden. Um einen direkten Kontakt mit den beiden Personen herzustellen, wurde von den polizeilichen Einsatzkräften eine Hubarbeitsbühne eingesetzt.

Aufgrund der Arbeiten ist der Südschnellweg für den Verkehr voll gesperrt. Die Strecke wird für die Dauer der Arbeiten in beide Fahrtrichtungen nicht befahrbar sein. Verkehrsteilnehmende werden aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu umfahren und sich gegebenenfalls auf längere Fahrzeiten auf den Alternativstrecken einzustellen.

Für Fragen und Hinweise hat die Polizeidirektion ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0511 109-6080 geschaltet.

Maßnahmen der Straßensperrung dauern voraussichtlich bis 7. Dezember 2022

Hannover (PM). Im Zuge der Modernisierung des Südschnellwegs (B 3) in Hannover finden in der nächsten Woche bauvorbereitende Arbeiten zwischen der Schützenallee und der Leinebrücke statt. Der Südschnellweg wird daher ab Sonntagmorgen, 4. Dezember, zwischen dem Landwehrkreisel und dem Seelhorster Kreuz in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Ein Auffahren von der Hildesheimer Straße auf den Südschnellweg in Richtung Seelhorster Kreuz bleibt möglich.

Dies teilte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Freitag in Hannover mit.

Wie die Behörde weiter mitteilte, sollen die Arbeiten den Tunnelbau im Bereich der Hildesheimer Straße vorbereiten und voraussichtlich bis Mittwoch, 7. Dezember, andauern.

Der Verkehr wird während der Sperrung ab Landwehrkreisel über die Ortsumgehung Hemmingen (B 3) und die Bundesstraße 443 zum Messeschnellweg umgeleitet, entsprechend umgekehrt in der Gegenrichtung.

Ebenfalls gesperrt wird die Schützenallee. Innerstädtische Umleitungen werden ausgeschildert.

Der gestohlene PKW brannte vollständig aus

Gestohlener Pkw in Brand gesteckt

2. Dezember 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am frühen Samstagmorgen, 26.11.2022, ist ein in Herford gestohlener Pkw in der hannoverschen List ausgebrannt. Unbekannte zündeten das Fahrzeug vermutlich gegen 04:20 Uhr in der Straße „Im Kreuzkampe“ an. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover war der graue Ford S-MAX mit Herforder Kennzeichen am Straßenrand in der Straße „Im Kreuzkampe“ geparkt. Gegen 04:30 Uhr meldete ein 38-jähriger Anwohner den bereits brennenden Pkw. Hinzugerufene Kräfte der Feuerwehr konnten den Ford zügig löschen, dennoch entstand ein Totalschaden am Ford und hohe Sachschäden an den unmittelbar davor und dahinter geparkten Pkw. Ebenso wurden Fensterscheiben eines nahe gelegenen Wohnhauses durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Bei dem Brand entstand ein geschätzter Sachschaden von etwa 40.000 Euro.

Erste Ermittlungen ergaben, dass der betroffene Ford S-MAX vor etwa vier Wochen in Herford gestohlen und hier in Brand gesetzt wurde. Die Beamten stellten das Fahrzeug daraufhin sicher und ermitteln nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Zeugen, die Hinweise geben können, werden geben, sich bei der Polizei zu melden. Besonders interessant für die Ermittlungen sind folgende Informationen: Wann wurde das Fahrzeug in der Straße abgestellt? Wurden nach dem Abstellen Personen am Pkw gesehen? Hat jemand die Brandstiftung beobachtet? Unter der Telefonnummer 0511 109-5555 nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover Hinweise entgegen.

Meilenstein beim Einbruchschutz – Einbruchschutz pdh

Meilenstein beim Einbruchschutz

30. November 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am heutigen Mittwoch, 30.11.2022, haben der Leiter der Schutzgemeinschaft Hannover, Roger Möhle, und Hannovers Polizeipräsident, Volker Kluwe, einer Familie aus Lehrte die Plakette des Netzwerks „Zuhause sicher“ nach erfolgter Beratung, umgesetzten Baumaßnahmen und Überprüfung durch die Polizei verliehen. Seit dem Beitritt der Schutzgemeinschaft Hannover zum Netzwerk in 2010 ist dies die 2000. Plakette.

Familie Döring: „Die Plakette trägt als Sinnbild für die umgesetzten Sicherheitsempfehlungen zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden bei. Wir bedanken uns für die professionelle und kompetente Beratung und Betreuung bei dem Vorhaben unser Zuhause sicher zu machen.“

Polizeipräsident Volker Kluwe: „Seit sechs Jahren sinkt die Zahl der Einbrüche in der Region Hannover. Dies ist unter anderem auf unsere bundesweit herausragende Arbeit im Bereich der Technischen Prävention zurückzuführen. Deshalb macht es mich stolz, Familie Döring nun die 2000. Plakette der Schutzgemeinschaft Hannover zu verleihen, die als Symbol dafür gilt, dass die Polizeidirektion Hannover für die Bürgerinnen und Bürgern von Stadt und Region ein Garant für ein sicheres Zuhause ist.“

Leiter der Schutzgemeinschaft Hannover Roger Möhle: „Nicht nur die qualitativ hochwertige Arbeit der angeschlossenen Handwerksbetriebe ist heute sichtbar, sondern auch die hohe Flexibilität der Facherrichter die von der Polizei angeratenen Sicherungsmaßnahmen umzusetzen. Ich gratuliere sowohl Familie Döring als auch allen vorherigen und noch folgenden Hauseigentümerinnen und -eigentümern und bedanke mich für das Vertrauen in das Netzwerk, die Schutzgemeinschaft Hannover und die Handwerkerinnen und Handwerker.“

Das Netzwerk „Zuhause sicher“ ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, Bürgerinnen und Bürger für die Wichtigkeit von Einbruchschutz und Brandschutz zu sensibilisieren und ihnen darüber hinaus eine Begleitung auf dem Weg zum sicheren Zuhause anzubieten. 2005 wurde das Netzwerk „Zuhause sicher“ auf Initiative von Polizeibehörden ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Kommunen, Handwerksorganisation sowie Unternehmen aus Handwerk, Industrie und Versicherungswirtschaft setzen sich die Polizeibehörden für die Stärkung der Kriminalprävention in der Bevölkerung ein. Zum 31.12.2021 hatte das Netzwerk bundesweit 10.987 Plaketten verliehen. Die Schutzgemeinschaft Hannover ist dem Netzwerk im Mai 2010 beigetreten. Die darin hauptsächlich ausführenden Organe sind die angeschlossenen Handwerksbetriebe sowie die Beraterinnen und Berater der Polizeidirektion Hannover. Nicht nur in der Anzahl der verliehenen Plaketten, sondern auch in der Herangehensweise bei der Einbruchprävention ist die Schutzgemeinschaft Hannover führend. Die Technische Prävention der PD Hannover ist eine eigenständige Organisationseinheit, die hauptamtlich in Sachen Einbruchschutz beraten. Damit ist gewährleistet, dass die Beratung ganzheitlich vom Keller bis unter den Dachstuhl erfolgt und die Umsetzung der Sicherheitsempfehlungen überprüft wird. Sowohl private als auch gewerbliche Beratungen sind davon eingeschlossen. Die der Schutzgemeinsacht Hannover angeschlossenen Fachbetriebe erfüllen allesamt die Kriterien des vom Landeskriminalamt Niedersachsen vorgegebenen Pflichtenkatalogs und sind somit anerkannte Facherrichter.

Weitere Informationen zum Einbruchschutz finden Sie unter https://www.zuhause-sicher.de/ https://www.pd-h.polizei-nds.de/praevention/kriminalpraevention/beratungsstellen/technische-praevention-110616.html https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/einbruch/

Gern sind Sie auch dazu eingeladen unter 0511 109-1114 oder tech-praevention@pd-h.polizei.niedersachsen.de einen persönlichen und kostenfreien Beratungstermin vor Ort zu vereinbaren.

Platter Reifen

Luftablassen aus Reifen von Fahrzeugen Anfangsverdacht einer Straftat

25. November 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Aus aktuellem Anlass haben die Staatsanwaltschaft Hannover und die Polizeidirektion Hannover Sachverhalte, bei denen vorsätzlich Luft aus den Reifen von Kraftfahrzeugen abgelassen wurde, strafrechtlich bewertet. Die Prüfung hat ergeben, dass in entsprechenden Fällen regelmäßig der Anfangsverdacht einer Sachbeschädigung vorliegt. In der Folge wird gegen die Täter grundsätzlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

In der strafrechtlichen Bewertung stützen sich Staatsanwaltschaft und Polizei unter anderem auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1959 (Az: 1 StR 296/59, 14.07.1959). Laut diesem verursacht bereits das Ablassen der Luft im Regelfall eine erhebliche Einschränkung der bestimmungsgemäßen Gebrauchs- und Funktionsfähigkeit der betroffenen Fahrzeuge. Hinzu kommen gegebenenfalls mögliche weitere Beschädigungen, welche durch das Luftablassen entstehen können und womöglich erst zeitverzögert festzustellen sind. Die Anzahl der betroffenen Reifen sei nicht entscheidend, lediglich die versursachte Unbrauchbarmachung des Kraftfahrzeugs.

Staatanwaltschaft und Polizei appellieren aus diesem Grund ausdrücklich, von solchen Taten abzusehen. Das Strafgesetzbuch sieht für Sachbeschädigungen gemäß §303 eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeidirektion Hannover.

Streifenwagen mit Blaulicht

Vier Motorräder aus Tiefgarage entwendet

24. November 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am 20.11.2022, haben Unbekannte vier Motorräder aus einer Tiefgarage am Theodor-Heuss-Platz im hannoverschen Zooviertel entwendet. Zum Abtransport verwendeten die Täter vermutlich ein Transportfahrzeug. Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe.

Nach bisherigen Erkenntnissen der „Zentralen Ermittlungsgruppe Kfz“ des Zentralen Kriminaldienstes Hannover wurden zwischen dem 20.11.2022 um 21:00 Uhr und dem 21.11.2022 um 09:00 Uhr vier Motorräder gestohlen. Täter unbekannter Anzahl und Identität gelangten auf bislang ungeklärte Weise in die Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses am Theodor-Heuss-Platz und stahlen die vier Fahrzeuge. Nach Annahmen der Ermittler wurde zum Abtransport des Diebesguts ein größeres Fahrzeug, beispielsweise ein Transporter, genutzt. Dieser könnte vor der Tiefgarage Nähe des Kreisels am Hannover Congress Centrum geparkt und die Zweiräder darin verladen worden sein. Der Gesamtschaden der entwendeten Motorräder beläuft sich auf geschätzte 50.000 Euro.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen besonders schweren Falles des Diebstahls in vier Fällen eingeleitet. Zeugen, die den mutmaßlichen Transporter und/oder verdächtige Personen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Gewalt gegen Frauen / Orange Day

Orange Day 2022: Polizeidirektion (PD) Hannover setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen

24. November 2022/in Polizei, Region Hannover

HANNOVER (ots). Anlässlich des anstehenden internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, dem sogenannten „Orange Day“, haben die PD Hannover und die LHH im Zusammenarbeit mit dem KPR die Aktion „Rote Bänke für Hannover“ durchgeführt. Unter dem Jahresmotto „Hannover ist stärker als Gewalt“ wurden symbolisch vier rote Bänke in der Innenstadt aufgestellt. Darüber hinaus bietet die Polizei (Info-)Veranstaltungen an.

Bereits seit 40 Jahren organisieren Menschenrechtsorganisationen am 25. November weltweit Aktionen und Kampagnen, um damit auf Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, die Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind. Um ein deutlich sichtbares Zeichen zu setzen, wurde im Kontext zum bevorstehenden „Orange Day“ die Aktion „Rote Bänke für Hannover“ in Hannover durchgeführt.

Die erste rote Bank, „La Panchina Rossa“, machte 2016 in Perugia, Italien, den Anfang. Auf der roten Bank saß eine nackte Frauenskulptur, um die Brüste ein goldenes Band gewickelt, die Beine überschlagen. Das Band symbolisiert noch die Bindung zum Partner, von dem man sich teilweise schwer lösen kann. Die „Rote Bank“ soll auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher Gewalt zum Opfer fallen. Es folgten weitere Städte in Italien, die ebenfalls rote Bänke aufstellten.

Letztes Jahr stellte bereits die Region Hannover im Bereich Neustadt am Rübenberge rote Bänke auf. Jetzt folgten vier rote Bänke in der Innenstadt von Hannover. Auf den Sitzbänken Bahnhofstraße, Georgstraße, vor der Markthalle und vor dem Neuen Rathaus sind Plaketten mit relevanten Rufnummern für Frauen angebracht. Die vier roten Bänke wurden gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat, Dr. Axel von der Ohe, Bürgermeister und Vorsitzender des KPR Thomas Hermann, der Gleichstellungsbeauftragten Friederike Kämpfe, Geschäftsführerin von HAIP (Hannoversches Interventionsprojekt gegen Männergewalt in der Familie), Christine Kannenberg, dem Polizeivizepräsident Detlef Hoffmann und den beiden Geschäftsführerinnen des Kommunalen Präventionsrates Sinem Eryurt-Celik und Thea Giebl eingeweiht.

„Der Kommunale Präventionsrat setzt mit dieser Aktion ein nachhaltiges Zeichen für Zivilcourage und gegen Häusliche Gewalt – lassen Sie uns nicht wegschauen, wenn jemand unsere Hilfe benötigt. Als Vorsitzender des Kommunalen Präventionsrates bin ich stolz auf dieses starke Zeichen“, so Bürgermeister Thomas Hermann. „Das Projekt ist eine wichtige Aktion und rückt ein bedeutendes Thema in den Fokus. Es ist wichtig, dass wir Hilfsangebote zur Verfügung stellen und den betroffenen Frauen entsprechende Hilfe zukommen lassen können und auch die Polizeidirektion Hannover ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzt“, ergänzt Polizeivizepräsident Detlef Hoffmann.

Die Fallzahlen zum Deliktsbereich „Häusliche Gewalt“ sind seit 2016 auf einem stetig hohen Niveau. Das Phänomen betrifft alle Bildungs- und Einkommensschichten und existiert in allen Altersgruppen, Nationalitäten, Religionen und Kulturen. Ein Drittel aller Frauen machen einmal im Leben eine Gewalterfahrung, häufig im sozialen Umfeld. Die Rohheitsdelikte reichen über Straftaten wie gegen die persönliche Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung, Körperverletzungsdelikten bis hin zu Tötungsdelikten, sogenannten Femiziden. Häufig ist der Beginn von häuslicher Gewalt durch psychische Gewalt geprägt. Dies ist meist ein schleichender Prozess. Sie beginnt in ganz alltäglichen Situationen. Oftmals befinden sich die Frauen bereits in einer Gewaltspirale. Die Abstände zwischen den Gewalttaten werden mit der Zeit immer kürzer und deren Intensität nimmt zu. Den betroffenen Personen fällt es schwer sich daraus zu lösen und entsprechende Hilfe in Anspruch zu nehmen, da es sich ja zumeist um ein Familienmitglied als Täter handelt, den man ja eigentlich liebt und er sich in den meisten Fällen nach den Gewaltausbrüchen entschuldigt. Hat die Polizei Kenntnis von einem Fall von häuslicher Gewalt, so können verschiedene Maßnahmen durchgesetzt werden, unter anderem eine Wegweisung für den Täter von bis zu 14 Tagen. Durch das Gewaltschutzgesetz werden die Schutzmöglichkeiten von betroffenen Frauen deutlich verstärkt, hiernach ist es auch möglich ein Annäherungs- und Kontaktverbot zu erwirken.

Die PD Hannover bietet im Rahmen des „Internationen Tages gegen Gewalt an Frauen“ folgende (Info-)Veranstaltungen an:

In Burgdorf wird der Arbeitskreis am 25.11.2022 „Häusliche Gewalt“ gemeinsam mit dem Präventionsteam der Polizei Burgdorf über das Thema „Häusliche Gewalt“ informieren. In der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr befindet sich der Info-Stand am Rewe-Markt in der Marktstraße in Burgdorf. Anschließend sind die Kollegen in der Zeit von 14:00 bis 15:30 Uhr am Edeka-Markt in der Weserstraße in Burgdorf anzutreffen.

Am 25.11.2022 um 09:45 Uhr wird auf dem Rathausmarkt in Isernhagen, OT Altwarmbüchen gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Gleichstellungsbeauftragten und der Polizei ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Die Fahne eines Hilfetelefons wird gehisst.

Ebenfalls am 25.11.2022 wird in Mellendorf um 11:55 Uhr vor dem Rathaus der Wedemark ein Zeichen „Fünf vor zwölf“ gesetzt, indem ebenfalls eine Fahne gehisst wird. Die Polizei wird auch hier vor Ort sein und die Aktion begleiten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter folgendem Link: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/haeusliche-gewalt/

Ein Streifenwagen im Einsatz

Muslimische Gräber auf dem Stadtfriedhof Stöcken beschädigt

23. November 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). In der Dienstagnacht, 22.11.2022, sind Beschädigungen an muslimischen Gräbern auf dem Stadtfriedhof Stöcken angezeigt worden. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen des polizeilichen Staatsschutzes meldete eine Hinweisgeberin eine Beschädigung von Gräbern auf dem Stadtfriedhof Stöcken. Polizeikräfte stellten mehrere zerbrochene Grabestafeln unterschiedlicher Materialien, die im Bereich der Gräber umherlagen, fest. Die betroffenen Grabstätten liegen im Bereich des Friedhofs, welcher für muslimische Begräbnisse von Kindern vorgesehen ist.

Der Kriminaldauerdienst Hannover hatte am Dienstag die Ermittlungen am Tatort aufgenommen. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Von menschlicher oder tierischer Beteiligung bis hin zu natürlichen Ursachen wird alles als mögliche Ursache einbezogen. Auch ein islamfeindliches Motiv kann nicht ausgeschlossen werden. Bislang sind keine Täterhinweise vorhanden.

Die Polizei sucht dringend Zeugen zur Tat. Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Fahrzeug des Verkehrsunfalldienstes© Bernd Günther

Zwei Pkw stoßen in der Einmündung zusammen

20. November 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 19.11.2022, sind infolge eines Verkehrsunfalls an der Kreuzung Waldstraße/ Walderseestraße in dem hannoverschen Stadtteil List zwei Personen lebensgefährlich bzw. schwer und zwei weitere Personen leicht verletzt worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover bog eine 21 Jahre alte Fahrerin eines Seat Ibiza gegen 15:30 Uhr von der Waldstraße kommend nach links in die Walderseestraße ein und blieb vor dem dortigen Fußgängerüberweg hinter einem verkehrsbedingt haltenden Fahrzeug verkehrsbehindert stehen.

Zeitgleich kam ein 83 Jahre alter Fahrer mit seinem Audi A4 aus Richtung Burckhardtstraße und bog von der Walderseestraße nach links in die Waldstraße ab. Hierbei prallte er gegen den Pkw der 21-Jährigen. Infolgedessen kam der Audi nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit zwei Fußgängerinnen – Mutter (58) und Tochter (26), die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem dortigen Fußweg befanden. Anschließend durchbrach er noch eine Umfriedung und kam auf einem Grundstück an der Hauswand zum Stehen.

Die 26 Jahre alte Frau erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Ihre Mutter stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Die Seat-Fahrerin und der Audi-Fahrer wurden bei dem Verkehrsunfall leicht verletzt. Ersthelfer kümmerten sich um die Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Mit je einem Rettungswagen wurden die beiden Fußgängerinnen und der Audi-Fahrer zur weiteren medizinischen Behandlung in die Krankenhäuser gebracht.

Die Polizei beziffert Gesamtschaden, der an den betroffenen Fahrzeugen, der Umfriedung, dem Garten und der Hausmauerecke entstand, mit circa 45.000 Euro. Die Polizei ermitteln gegen die 21-Jährige und den 83-Jährigen wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

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