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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Vorsicht bei Geldforderungen über WhatsApp – Whatsapp Warnung

Vorsicht bei Geldforderungen über WhatsApp

22. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Eine vermeintlich dringende Bitte einer oder eines Angehörigen versetzt jeden in Alarmbereitschaft. Man will helfen und die Person aus der Notlage befreien. Die Polizeidirektion Hannover warnt aber nochmals vor Betrügern, die genau dieses Hilfsbedürfnis ausnutzen.

Betrügerische Anrufe, bei denen Täter sich als Angehörige in Not ausgeben oder den Angerufenen vorspielen, die Polizei habe eine nahestehende Person festgenommen, sind schon länger eine gängige Masche von Betrügern. Im Verlauf wird immer Geld gefordert, um ein vorgegaukeltes Unglück der Angehörigen abwenden zu können (Tipps zur Prävention und zum Umgang mit solchen Anrufen finden Sie auf der unten verlinkten Website).

Seit Beginn des Jahres 2022 häufen sich die Fälle in der Region Hannover, bei denen mögliche Betrugsopfer nicht mehr angerufen, sondern per Messenger-Dienst (in allen Fällen per “WhatsApp”) angeschrieben werden. Neben einer vorgespielten Notsituation einer nahestehenden Person, die nur durch zügige finanzielle Unterstützung aus der Welt geschaffen werden kann, überlegen die Täter sich eine Lügengeschichte, warum die oder der vermeintliche Angehörige nicht von der üblichen Mobilfunknummer aus schreibt. Das Handy ist kaputt oder im Zuge der Notsituation nicht mehr nutzbar. “Wundere dich nicht, dass ich von dieser Nummer aus schreibe. Mein Handy ist kaputtgegangen”, heißt es dann beispielsweise. Die Lüge setzt sich damit fort, dass weder das Telefonieren noch das Online-Banking mit dem nun genutzten Handy möglich ist. Darauf folgt meist die dringende Bitte nach Geld, oftmals mit einer Versicherung, dass es nur kurzzeitig der Überbrückung der Notlage dient und zeitnah zurückgezahlt wird. Auch die dann genannten Kontoverbindungen beginnen zwar mit “DE” und lassen Richtigkeit vermuten. In Wahrheit befinden sich die Konten aber im Ausland. Überwiesene Beträge sind nicht mehr zurückzuholen.

Waren es im ersten Quartal 2022 noch knapp zwei bis drei Betrugsversuche pro Woche in der Region Hannover, wird nun dieselbe Anzahl an nur einem Tag angezeigt. Auch die geforderten Beträge sind bis auf mehrere Tausend Euro angestiegen.

Wie können Sie sich schützen?

  • Tätigen Sie keine Überweisungen, ohne die Hintergründe vorher zu prüfen!
  • Kontaktieren Sie das Familienmitglied, das Sie angeschrieben hat oder andere Angehörige, um die Situation zu hinterfragen!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen; bleiben Sie misstrauisch, wenn jemand Geld verlangt
  • Melden Sie sich beim Verdacht des Betrugs bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle. Dort hilft man Ihnen gern weiter
  • Warnen Sie Angehörige und Bekannte vor dieser Betrugsmasche

Weitere Hinweise zum Schutz vor diesen Betrügereien finden Sie unter Aufklärungskampagne WhatsApp Betrug.

Hinweise zu Betrügereien aller Art finden Sie unter Tipps und Tricks zu Betrug

Ein Streifenwagen im Einsatz

E-Scooter mit zwei Betrunkenen kollidiert mit Radfahrerin

21. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwoch, 20.04.2022, gegen 18:15 Uhr sind zwei Männer auf einem E-Scooter mit einer 20-jährigen Radfahrerin zusammengestoßen. Die Frau befuhr den Radweg „Am Listholze“ in Richtung Mittellandkanal, als ihr der E-Scooter entgegenkam. Alle drei Beteiligten stürzten. Nun sucht die Polizei Zeugen.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhr eine 20-Jährige mit ihrem Fahrrad den Radweg an der Straße „Am Listholze“ in Richtung Norden. Kurz hinter einem Autohändler in der hannoverschen List verengt sich der Fußweg aufgrund vorhandener Wohnhausbebauung und der Radweg wird enger an die Straße geführt. An dieser Stelle kam der 20-Jährigen unerwartet ein E-Scooter mit zwei jungen Männern entgegen. Die Radfahrerin und die beiden kollidierten miteinander.

Ersthelfer kümmerten sich um die Beteiligten, von denen sich zumindest die 20-Jährige leicht verletzt hat. Zeugen riefen die Polizei. Die beiden nach Zeugenangaben betrunken wirkenden E-Scooter-Nutzer entfernten sich bereits vor Eintreffen der Polizei vom Unfallort. Sie wurden recht spärlich beschrieben, sodass der Verkehrsunfalldienst Hannover auf weitere Zeugen des Unfallhergangs hofft.

Gegen 20:00 Uhr kontrollierten Polizeibeamte zwei betrunkene Männer mit einem E-Scooter nahe eines Krankenhauses unweit des Unfallortes. Einer der jungen Männer wies leichte Verletzungen auf. Gegen beide begründeten die Beamten einen ersten Tatverdacht. Aufgrund einer deutlichen Alkoholbeeinflussung wurden jeweils Blutproben entnommen. Die Beamten ermitteln gegen sie wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Verkehrsunfallflucht sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, da der E-Scooter nicht den Vorschriften entspricht. Zudem nutzten sie ordnungswidrig den Radweg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Die Polizei benötigt nun weitere Zeugenhinweise, um die Personen eindeutig dem Unfallgeschehen zuordnen zu können. Wer war Fahrzeugführer, wer Mitfahrer? Zeugen melden sich bitte unter der Telefonnummer 0511 109-1888 beim Verkehrsunfalldienst Hannover.

Ärmelabzeichen Bundespolizei

Bundespolizei zieht positive Bilanz zum Osterreiseverkehr am Flughafen Hannover-Langenhagen

19. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Nach Ende des Osterreiseverkehrs zieht die Bundespolizei am Flughafen Hannover-Langenhagen eine erste positive Bilanz.

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie und der eingeschränkten Möglichkeit zu reisen war mit einem hohen Andrang von Menschen zu den Osterferien zu rechnen. Mit einem erhöhten Reiseverkehr sind Wartezeiten an den verschiedenen Stellen, insbesondere zu den sogenannten Peakzeiten, nie gänzlich auszuschließen.

Alle Partner haben sich im Vorfeld gut abgestimmt und vorbereitet, um diesen Andrang möglichst reibungslos zu bewerkstelligen.

Der Dienstleister für die Luftsicherheitskontrollen hat zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, weiteres Personal befindet sich derzeit in der Ausbildung. Unterstützung erhielt dieser für den Osterreiseverkehr darüber hinaus auch aus anderen Standorten, wie Leipzig und Hamburg. In der ersten Nacht zu Ferienbeginn kam es nach krankheitsbedingten Personalausfällen bei der Luftsicherheitskontrolle noch zu Wartezeiten und Flugverspätungen. Ab dem 2. April lief der Prozess dann reibungslos.

Durch das Bereithalten der erforderlichen Dokumente beim Check-In oder der Passkontrolle wurden unnötige Wartezeiten durch langes Suchen vermieden.

Des Weiteren kam es in der Vergangenheit oft zu Nachkontrollen bei der Luftsicherheitskontrolle, weil Gegenstände mitgeführt wurden, die nicht ins Handgepäck gehören, wie Flüssigkeitsbehältnisse von über 100 ml oder aber eine bekannte Nuss-Nougat-Creme Sorte. Die im Vorfeld in sozialen Medien und der Presse veröffentlichten Empfehlungen für Fluggäste sind hier gut angenommen worden.

Inspektionsleiterin Frau Bolinius: „Es war insgesamt sehr erfreulich, dass es trotz des erheblich gestiegenen Passagieraufkommens durch intensive Abstimmungen aller Partner am Flughafen gelungen ist, die Wartezeiten in einem angemessenen Rahmen zu halten und insbesondere Urlaubsreisende weitestgehend störungsfrei in die Ferien starten konnten. Dies macht mich zuversichtlich, dass auch die Herausforderungen im Flugverkehr zu den Sommerferien gemeistert werden können.“

Vekehrsunfalldienst

Kradfahrerin wird durch einen Unfall auf der Landesstraße 422 lebensgefährlich verletzt

17. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Sonntag, 17.04.2022, ist ein 84-jähriger Fahrer mit seinem Auto von einem Parkplatz auf die L 422 eingebogen und nahm der 23-jährigen Motorradfahrerin die Vorfahrt. Die 23-Jährige fuhr in das Auto, stürzte und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Mit einem Rettungshubschrauber kam die Verletzte in ein Krankenhaus.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr die 23-Jährige mit ihrem Motorrad der Marke BMW gegen 13:40 Uhr die L 422 von Dörpe aus kommend in Richtung Eldagsen. Hinter ihr fuhr ihr 23-jähriger Begleiter auf dem Motorrad der Marke BMW. In Höhe einer Gaststätte fuhr ein 83-jähriger Fahrer, mit seinem Ford Fiesta vom Parkplatz herunter und wollte nach links in Richtung Dörpe auf die Landstraße einbiegen. Die 23-Jährige fuhr mit ihrem Motorrad in die Fahrertür vom Ford Fiesta und stürzte. Ihr 23-jähriger Begleiter fuhr in das auf der Straße liegende Krad der 23-jährigen Bad Münderin. Die Kradfahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Der 23-jährige Hamelner und der 84-Jährige Eimeler erlitten leichte Verletzungen, eine 85-jährige Beifahrerin im Ford Fiesta blieb unverletzt.

Die L 422 war bis etwa 17:00 Uhr für die Unfallaufnahme und Rettungsmaßnahmen in beide Richtungen vollgesperrt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 18.000 Euro geschätzt.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Unfalles eingeleitet.

Unbekannte zünden mehrere Autos und einen Müllcontainer in Hannover-Kleefeld an – Ausgebrannte Autofracks mf© Matthias Falk

Unbekannte zünden mehrere Autos und einen Müllcontainer in Hannover-Kleefeld an

15. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). In der Nacht von Donnerstag zu Karfreitag, 15.04.2022, haben Unbekannte mehrere Pkw im hannoverschen Stadtteil Kleefeld angezündet. Das Feuer griff auf weitere Pkw über, die ebenfalls in Brand gerieten. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldiensts Hannover alarmierte ein Anwohner aus der Fichtestraße gegen 02:40 Uhr den Notruf der Polizei, dass in der Straße bereits zwei geparkte Pkw brennen würden. Weitere Anwohnenden informierten zeitgleich den Notruf der Feuerwehr. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren fünf Autos der Marken Opel, Daimler, VW und Skoda in Vollbrand und zwei Pkw der Marken VW und BMW erlitten durch die hohe Wärmeentwicklung einen Hitzeschaden. Im Nahbereich am Kantplatz brannten des Weiteren noch zwei Müllcontainer und ein weiteres Kraftfahrzeug der Marke Saab. Durch den Brand am Saab erlitt ein weiterer Pkw der Marke Subaru Hitzeschäden. Der Gesamtschaden wird vorerst auf etwa 100.000 bis 150.000 Euro geschätzt.

Der Kriminaldauerdienst hat Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zum Täter, Tätern, Tatgeschehen oder zu verdächtigen Umständen geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5222 zu melden.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Schwerpunkteinsatz Gewerbe-Kontrollen

14. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwochabend, 13.04.2022, haben Kräfte des Polizeikommissariates Hannover-Limmer zielgerichtet Gewerbe-Kontrollen durchgeführt. In einer Gaststätte wurden mehrere Personen derart aggressiv, dass sie Widerstand gegen die Einsatzkräfte leisteten und diese tätlich angriffen. Neun Personen kamen im Anschluss ins Polizeigewahrsam.

Gegen 20:15 Uhr wurde zunächst eine Wettannahmestraße in der Ahlemer Straße kontrolliert. Die eingesetzten Kräfte stellten unzulässig betriebene Geldspielgeräte in einem Hinterzimmer in Kombination mit Sportwettenannahme fest. Darüber hinaus verfügten die Geldspielgeräte über kein Typenschild und wurden trotz Gewinnmöglichkeit als Unterhaltungsgeräte deklariert. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hannover wurden die Räumlichkeiten durchsucht. Die Geldspielgeräte, Videoserver der Überwachungsanlage, diverses Bargeld und Geschäftsunterlagen werden als Beweismittel sowie zur Vorbereitung der Einziehung beschlagnahmt. Es wurden Strafverfahren wegen unerlaubten Glücksspiels und Steuerhinterziehung eingeleitet.

Später am Abend kontrollierten die Einsatzkräfte gegen 23:00 Uhr eine Gaststätte in der Deisterstraße. Im Zuge einer Personenkontrolle in der Gaststätte zu einem Verstoß gegen das Niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz wurden die zu kontrollierenden Personen zunehmend aggressiver und verweigerten sämtliche Maßnahmen. Die Polizeikräfte wurden lautstark aufgefordert die Gaststätte zu verlassen und versuchten die Polizei einzuschüchtern und zu bedrängen. Im weiteren Verlauf solidarisierten sich andere Gäste mit den zu kontrollierenden Personen und griffen die Polizeikräfte schließlich an. Die Angriffe durch Faustschläge konnten letztendlich nur unter Anwendung von einfacher körperlicher Gewalt, Einsatzstock und Reizstoffsprühgerät abgewehrt werden und so die Situation letztendlich unter Kontrolle gebracht werden. Im Rahmen der Auseinandersetzung hat ein 41-Jähriger versucht einen Einsatzstock von Polizeikräften zu entwenden. In der Folge wurden neun Tatverdächtige im Alter von 23 bis 41 Jahren festgenommen werden und kamen ins Polizeigewahrsam. Durch die Auseinandersetzung wurde ein 41-Jähriger leicht verletzt, er lehnte jedoch eine medizinische Versorgung vor Ort ab und konnte im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen zusammen mit einem 24-Jährigen entlassen werden. Die anderen Personen verweigerten eine Auskunft über Verletzungen. Eine medizinische Versorgung wurde durch die Männer auf mehrfaches nachfragen abgelehnt. Darüber hinaus erlitten zwei Polizisten im Alter von 39 und 46 Jahren leichte Verletzungen, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

Bei vier Personen wurden Messer aufgefunden, unter anderem ein Faustmesser, welches beschlagnahmt wurde. Bei einem 28-Jährigen wurde Kokain aufgefunden und ebenfalls beschlagnahmt.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, besonders schwerer Fall des Landfriedensbruches, Besitz von Betäubungsmitteln, versuchter schwerer Raub von Waffen und Verstoß Waffengesetz eingeleitet. Darüber hinaus wurde der Weiterbetrieb der Gaststätte untersagt. Die neun Tatverdächtigen wurden am Donnerstagmorgen, 14.04.2022, aus dem Polizeigewahrsam wieder entlassen.

Vekehrsunfalldienst

62-Jähriger kommt mit Pkw von der Landesstraße (L) 391 ab

12. April 2022/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montag, 11.04.2022, ist ein 62 Jahre alter Mann mit seinem Volvo von der Fahrbahn der L 391 bei Wennigsen abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Mann wurde durch den Verkehrsunfall schwer verletzt.

Gegen 13:25 Uhr befuhr der 62-Jährige aus Wennigsen mit seinem Volvo V40 die L 391 aus Richtung Gehrden-Lemmie in Richtung Wennigsen. Am Beginn der Bönnigser Straße als Teil der L 391 kam er nach rechts von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Durch den Anprall wurde der Fahrer schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte den Mann in ein Krankenhaus.

Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde die Landesstraße am Unfallort bis 15:30 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von circa 27.500 Euro. Nach derzeitigem Ermittlungsstand verlor der 62-Jährige aufgrund eines Krankheitsfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – Demo Ukraine Russland Titel© Bernd Günther / Matthias Falk

Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt

10. April 2022/in Hannover, Polizei

HANNOVER (ots). Mit einem Großaufgebot hat die Polizei Hannover am Sonntag mehrere Versammlungen im Stadtgebiet begleitet. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine kamen mehr als 4.100 Teilnehmende zusammen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Am Rande eines Autokorsos wurden einzelne Pkw durch Gegendemonstranten angegangen, Einsatzkräfte der Polizei schritten ein.

Die größte Versammlung mit in der Spitze rund 3.500 Teilnehmenden basierte auf einem Aufruf des Freundeskreises Hannover zum Anti-Kriegs-Protest. Mit Beginn der Aktion gegen 13:05 Uhr strömten immer mehr Personen zum Versammlungsort im Bereich des Aegidientorplatzes und des Friedrichswalls, so dass die Versammlungsfläche bis zum Bereich Osterstraße ausgeweitet wurde. Die Versammlung verlief friedlich und wurde um 16:30 Uhr für beendet erklärt. Viele der Teilnehmenden hatten sich bereits zuvor in Richtung Friederikenplatz bewegt.

Die Versammlung richtete sich inhaltlich auch gegen einen angezeigten pro-russischen Autokorso, der unter dem Motto „Gegen Volksverhetzung, Mobbing und Diskriminierung der russischen Bevölkerung“ auf einer festgelegten Route durch die Landeshauptstadt fuhr. Start- und Zielort war der Parkplatz an der Ritter-Brüning-Straße im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte. Dort versammelten sich ab 11:55 Uhr in der Spitze rund 600 Teilnehmende mit etwa 400 Fahrzeugen.

Der Start des Korsos verzögerte sich jedoch erheblich, da zahlreiche Teilnehmende im Vorfeld nicht den Beschränkungen der Versammlungsbehörde nachgekommen waren. So stellte die Polizei in einer Vielzahl von Fällen an den Motorhauben befestigte Flaggen fest, die im weiteren Verlauf Angehörige des Korsos oder andere Verkehrsteilnehmende hätten gefährden können. Auch wurden vermehrt Flaggen an zu langen Fahnenstangen aus den Fenstern gehalten. Die Polizei ordnete konsequent an, die betreffenden Gegenstände zu entfernen. Erst als dies erfolgt war, konnten sich die rund 400 teilnehmenden Fahrzeuge gegen 14:15 Uhr in Bewegung setzen.

Auf der vorgesehenen Route des Autokorsos am Leibnizufer setzten sich Gegendemonstranten, die zum Teil zuvor an der Versammlung im Bereich Aegidientorplatzes teilgenommen hatten, gegen 14:50 Uhr auf die Fahrbahn. Die Polizei deklarierte die Sitzblockade mit rund 60 Teilnehmenden als Versammlung. Eine Versammlungsleiterin gab sich zu erkennen. Die Versammlung verlief weitestgehend friedlich. Ein Großteil der am Korso teilnehmenden Fahrzeuge konnte über eine Umleitungsstrecke an der Blockade vorbeigeführt werden. Fahrzeuge, die in der Blockade feststeckten, wurden unter Begleitung der Polizei zum Wenden aufgefordert. Dabei versuchten Personen, die sich von der Sitzblockade wegbewegt haben und als eigene Versammlung deklariert wurden, mindestens ein Fahrzeug anzugreifen. Die Polizei konnte die Personen zurückdrängen. Das Fahrzeug wurde leicht beschädigt, verletzt wurde niemand.

In der Blockadesituation setzte die Beifahrerin eines Autos aus dem Korso ein Pfefferspray gegen einen Radfahrer ein. Über das Kennzeichen des Fahrzeugs konnte die Tatverdächtige wenig später gestellt werden. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ebenfalls ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs gegen einen bislang unbekannten Täter, der im Bereich des Friederikenplatzes ein Ei in Richtung des Korsos warf. Der Gegenstand traf einen Beamten, der unverletzt blieb.

Über den Königsworther Platz, Bremer Damm, Westschnellweg und den Deisterplatz kehrten die Fahrzeuge im weiteren Verlauf zum Ausgangsort zurück. Nach einer Abschlusskundgebung mit noch rund 150 Pkw und 200 Teilnehmenden wurde die Versammlung gegen 17:15 Uhr beendet.

Im Hinblick auf im Vorfeld durch die Versammlungsbehörde beschränkte Symbole, die kriegsverherrlichend oder -verharmlosend sind, wurden von den eingesetzten Kräften vor Fahrtbeginn des Autokorsos 400 Gefährderansprachen geführt. Diese gestalteten sich als Kontrolle jedes einzelnen Fahrzeuges und den Hinweisen, dass Personen nur entsprechend der vorgegebenen Auflagen am Korso teilnehmen durften. Aufgrund dieser gründlichen Vorarbeit kam es bei dieser Versammlung zu lediglich einem Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund beschränkter Symbole.

Parallel zu den größeren Versammlungen startete zudem der Vespa-Club Hannover mit 40 Teilnehmenden gegen 11:45 Uhr an der Schützenallee auf einer festgelegten Route zur Hannoverschen Straße. Der Vespa-Club deklarierte die als Versammlung angezeigte Ausfahrt als Solidaritätsfahrt mit den Opfern des Ukraine-Krieges. Gegen 13:25 Uhr war die Fahrt beendet.

  • Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – BGPress 4538
    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – BGPress 4551
    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – BGPress 4679
    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – BGPress 4685
    Rund 3.500 Gegendemonstranten und Unterstützer der Ukraine demonstrierten gegen den pro-russischen Autokorso von 350 Fahrzeugen am Aegi und Waterlooplatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – BGPress 2390
    Fahrzeuge des pro-russischen Autokorso © Matthias Falk
  • Mehrere Tausend Personen beteiligen sich an Versammlungen in der Landeshauptstadt – BGPress 2391
    Fahrzeuge des pro-russischen Autokorso © Matthias Falk
Polizei Mannschaftswagen

Versammlungslage am Wochenende in Hannover

8. April 2022/in Polizei

HANNOVER (PM). Am Sonntag, 10.04.2022, finden in Hannover vier Versammlungen statt. Da drei davon im Stadtgebiet abgehalten werden, weist die Polizeidirektion Hannover auf mögliche Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs hin.

Der Versammlungstag beginnt am Vormittag mit einem Fahrzeugkorso des „Vespa-Club Hannover“ mit dem Thema „Solidaritätsfahrt für die Betroffenen des Ukraine-Krieges und Forderung der sofortigen Beendigung des Krieges“. Es wird eine zweistellige Anzahl an Fahrzeugen erwartet, die durch die Stadtteile Döhren, Südstadt, Calenberger Neustadt, Mitte, List, Bothfeld, Groß-Buchholz und Misburg-Nord fahren.

Gegen Mittag erwartet der „Freundeskreis Hannover e.V.“ bei einer stationären Versammlung in Hannover-Mitte zum Thema „Stand with Ukraine – Hannover an der Seite der Ukraine“ Teilnehmende im drei- bis vierstelligen Bereich.

Ebenfalls ab Mittag setzt sich ein Fahrzeugkorso im Bereich Linden-Limmer in Bewegung und verläuft durch die Stadtteile Mitte, Vahrenwald, List, Zoo und Calenberger Neustadt. Demonstriert wird dabei „Gegen Volksverhetzung, Mobbing und Diskriminierung der russischen Bevölkerung“. Laut der anzeigenden Person wird eine dreistellige Anzahl an Fahrzeugen erwartet.

Die vierte Versammlung findet ab Nachmittag zwischen dem Maschsee und den Ricklinger Kiesteichen statt. Eine zweistellige Anzahl an Teilnehmenden demonstriert dort unter dem Motto „Leinemasch – Gegen den Ausbau des Südschnellweges“.

Die Polizeidirektion Hannover hält für alle Versammlungen ausreichend Einsatzkräfte bereit, um das hohe Gut des freien Versammlungsrechts zu schützen, aber auch konsequent Straftaten aus den Versammlungen zu unterbinden und zu verfolgen. Des Weiteren werden die nötigen verkehrslenkenden Maßnahmen auf den Streckenverläufen bzw. den Versammlungsflächen getroffen. Anwohnende und Besuchende werden gebeten, die Bereiche zu umfahren, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen oder sich auf entsprechende Verzögerungen im Straßenverkehr einzustellen.

25-Jähriger bei Unfall auf B118 schwer verletzt – B118 cmm© Carl-Marcus Müller

25-Jähriger bei Unfall auf B118 schwer verletzt

3. April 2022/in Polizei, Region Hannover

HANNOVER (ots). Am Samstag, 02.04.2022, ist ein 25-Jähriger mit seinem VW Fox von der Fahrbahn der B 188 abgekommen. Bei dem Unfall wurde er im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Verkehrsunfalldienstes (VUD) Hannover war der Mann gegen 17:00 Uhr auf der B 188 aus Richtung Burgdorf in Richtung Uetze unterwegs. Aus bislang noch ungeklärter Ursache kam er kurz vor der Abzweigung nach Burgdorf-Schwüblingsen mit den Rädern seines VW Fox ins rechte Erdreich. Dies brachte den Pkw ins Schleudern und anschließend von der Fahrbahn nach links ab. Das Auto überschlug sich und klemmte den Mann ein. Durch Einsatzkräfte der Feuerwehr konnte der Fahrer schwer verletzt aus dem Fahrzeug befreit werden. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.

Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von circa 1.700 Euro.

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