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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Stop Polizei

Großkontrolle an der Autobahn: Einsatzkräfte ertappen 64 Verkehrssünder

10. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Donnerstag, 09.12.2021, hat die Polizei Hannover gemeinsam mit weiteren Behörden 207 Fahrzeuge auf dem Parkplatz Varrelheide an der Bundesautobahn (BAB) 2 bei Hannover kontrolliert. Insgesamt leiteten sie 64 Verfahren wegen verschiedener Verkehrsverstöße ein.

Die Polizei Hannover hat mit Einsatzkräften des Zentralen Verkehrsdienstes sowie der Polizei aus Burgdorf gemeinsam mit dem Hauptzollamt Hannover, dem Gewerbeaufsichtsamt (GAA) und dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) eine große ganzheitliche Kontrollaktion an der Autobahn initiiert. An dem Parkplatz Varrelheide an der BAB 2 in Fahrtrichtung Berlin überwachten sie den Verkehr hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit, der Einhaltung von Sozialvorschriften und der sicheren Ladung.

In der mehrstündigen Kontrollzeit von Donnerstagmittag bis zum Abend kontrollierten die Beamten 207 Fahrzeuge und stellten dabei 64 Verstöße fest.

Ein 23-jähriger BMW-Fahrer fuhr auf den für die Kontrolle gesperrten Parkplatz und fragte die Beamten nach einem Kaffee. Seine glasigen Augen verrieten jedoch, dass er offenbar Betäubungsmittel konsumiert hatte. Nachdem ein Drogenschnelltest das bestätigte, leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren unter dem Einfluss von Drogen ein und erhoben einen mittleren dreistelligen Betrag an Sicherheitsleistung. Darüber hinaus gab es weitere fünf Kraftfahrerende, die unter dem Einfluss von Drogen gefahren sind.

Leicht machte es auch ein 46-jähriger Fahrer eines VW den Einsatzkräften, als er diese fragte, ob er zur Toilette gehen dürfe. Sein nach Alkohol riechender Atem führte zu einem freiwilligen Atemalkoholtest, der 0,64 Promille anzeigte. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Fahren unter Einfluss von Alkohol ein.

Weitere Verstöße waren unter anderen in 24 Fällen solche gegen das Fahrpersonalrecht, sieben wegen fehlender Ladungssicherung und Überladung, drei Fälle von bereits erlöschter Betriebserlaubnis sowie ein Fall von Fahren ohne Fahrerlaubnis. Insgesamt behielten die Kontrollteams einen hohen vierstelligen Betrag an Sicherheitsleistung ein und untersagten sieben Mal die Weiterfahrt. Im Zuge der Kontrolle vollstreckten sie auch zwei Haftbefehle.

Ein Streifenwagen im Einsatz

Springe: 89-Jährige bei Brand verstorben

7. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Bei einem Brand im Springer Ortsteil Eldagsen haben Rettungskräfte den Leichnam einer 89-Jährigen geborgen. Die Wohnung der Frau war zuvor in Brand geraten.

Am Sonntag, den 05.12.2021, wurde der Feuerwehr und der Polizei gegen 16:00 Uhr der Brand eines Mehrfamilienhauses in Eldagsen gemeldet. Sofort entsandte Rettungs- und Einsatzkräfte evakuierten die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses. In einer der Wohnungen entdeckten sie dabei eine nicht ansprechbare 89-jährige Frau. Trotz der Reanimation vor Ort konnte ein Notarzt nur noch den Tod der Frau feststellen.

Ein 72-jähriger Bewohner des Hauses wurde schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.

Die Löscharbeiten dauerten bis 18:40 Uhr an.

Der Zentrale Kriminaldienst Hannover hat die Ermittlungen nach der Brand- und der Todesursache der 89-Jährigen aufgenommen. Ob sie in Folge des Brandgeschehens verstarb, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

Stop Polizei

Polizei misst zwei Autofahrer mit über 160 Kilometern pro Stunde in 80er Zone

6. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Freitag, 03.12.2021, hat die Polizei auf dem Westschnellweg in Fahrtrichtung Hannover mehrere Temposünder erwischt. Dabei stachen zwei Fahrzeuge, die mit über 160 Kilometer pro Stunde (km/h) statt der erlaubten 80 km/h unterwegs waren, heraus. Nun erwarten die Fahrer unter anderem Bußgelder in Höhe von 600 Euro und Fahrverbote.

Am Freitagabend zwischen 18:00 Uhr und 00:00 Uhr stellten Beamte des Zentralen Verkehrsdienstes (ZVD) Hannover ein mobiles Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung auf dem Westschnellweg in Höhe des Klärwerks in Fahrtrichtung Hannover auf. In der Kontrollzeit wurden so Fahrzeuge gemessen, die 99 km/h und schneller fuhren. Das dort durch Verkehrszeichen erlaubte Tempolimit lag bei 80 km/h.

In den sechs Stunden der Kontrolle durchfuhren über 2800 Fahrzeuge die Kontrollstelle. Dabei wurden 207 Verkehrsteilnehmer gemessen, die zu schnell unterwegs waren. Das entspricht einem Anteil von etwa sieben Prozent.

Bei der Kontrolle stachen ein Renault und ein BMW besonders heraus. Der erste war mit 161 km/h und der zweite mit 167 km/h, also mehr als doppelter Geschwindigkeit, unterwegs. Die Folgen für die Autofahrer sind nun Anzeigen wegen überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Diese ziehen jeweils Bußgelder in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und drei Monate Fahrverbot nach sich.

„Der Bremsweg bis zum Anhalten, zum Beispiel an einer unvorhersehbaren Unfallstelle oder an einem Stauende, wäre mit den 160 km/h viermal so lang gewesen, wie bei den Verkehrsteilnehmern, die sich an die 80 km/h hielten“, so Polizeioberkommissar Christian Steeger vom ZVD.

Ein Streifenwagen im Einsatz

27-Jährige greift Polizeibeamtinnen vor Einzelhandelsgeschäft an

5. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Eine 27-Jährige hat am Samstag, 04.12.2021, zwei Polizeibeamtinnen angegriffen, nachdem ihr ein Platzverweis erteilt worden war. Außerdem bedrohte und beleidigte sie die Beamtinnen.

Gegen 15:00 Uhr rief die spätere Tatverdächtige selbst die Polizei. Zuvor hatte eine Mitarbeiterin eines Einzelhandelsgeschäfts an der Straße Hägewiesen im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp sie dazu aufgefordert, das Geschäft zu verlassen, da die 27-Jährige keine vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung trug. Eine Streife der Polizei sprach mit beiden Frauen und bestätigte die Mitarbeiterin in ihrer Aufforderung. Das Geschäft durfte nur mit entsprechender Maske betreten werden. Darauf beleidigte und bedrohte die 27-Jährige die beiden Polizeibeamtinnen. Die Beamtinnen versuchten sie zu beruhigen, jedoch wurde die Frau zunehmend aggressiver und fing an, mit Gegenständen aus der Auslage des Marktes nach den Einsatzkräften zu werfen. Die Polizeibeamtinnen brachten die Frau zu Boden und sicherten sie dort. Auch dabei leistete sie weiterhin Widerstand. Ihre ebenfalls anwesende 51 Jahre alte Mutter versuchte ihre Tochter zu befreien und die Beamtinnen von ihr wegzureißen. Nach dem Eintreffen weiterer Funkstreifenwagen konnte die Lage beruhigt werden. Auch die beiden Frauen kamen wieder zur Besinnung und wurden aus der polizeilichen Maßnahme entlassen.

Die beiden Polizeibeamtinnen erlitten leichte Verletzungen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Beleidigung, Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung, tätlichem Angriffs, Widerstand und versuchter Gefangenenbefreiung.

Polizei Mannschaftswagen

Versammlungsrechtliche Aktionen im Innenstadtbereich verlaufen ohne besondere Vorkommnisse

4. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Eine angezeigte Versammlung der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat am Samstag, 04.12.2021, in der Innenstadt von Hannover einen friedlichen Verlauf genommen. An dem Gegenprotest beteiligten sich etwa hundert Personen.

Die ordnungsgemäß angezeigte stationäre Versammlung der AfD unter dem Motto „Schluss mit dem 2G-Diktat – Freiheit und Selbstbestimmung für die Bürger in unserem Land“ vor dem Niedersächsischen Landtag mit etwa 500 Teilnehmenden startete gegen 12:00 Uhr und endete gegen 13:05 Uhr. Die stationäre Versammlung der AfD verlief ruhig und friedlich. Aufgrund der genannten Versammlung kam es zu einer ordnungsgemäß angezeigten Gegenversammlung gegen 11:00 Uhr der Partei „Die Linke“ mit dem Thema „Maske auf und Spritze rein. Solidarisch durch die Krise“ im unmittelbaren Nahbereich der AfD Versammlung. Die versammlungsrechtliche Aktion auf dem Platz der Göttinger Sieben verlief ebenfalls friedlich und störungsfrei. Gegen 13:20 Uhr löste sich die Versammlung jedoch ebenfalls auf.

Über einen Messenger-Dienst wurde zu einer nicht angezeigten versammlungsrechtlichen Aktion von Impfkritikern aufgerufen. Am Trammplatz sammelten sich gegen 14:00 Uhr etwa 150 Personen, die dem Aufruf folgten. Ein Versammlungsleiter gab sich nicht zu erkennen. Als sich die Versammlung fortbewegen wollte, wurde dies durch die Polizei untersagt. Trotz der Untersagung wollte der Aufzug sich dennoch fortbewegen und musste mittels Zwang in Form von Zurückdrängen durch Polizeikräfte unterbunden werden. In der Folge löste sich die Versammlung nach etwa einer Stunde auf.

Eine halbe Stunde später trafen sich mehrere offenkundige ehemalige Versammlungsteilnehmende vom Trammplatz am Kröpcke wieder. Die etwa 60 Personen formierten sich zu einem Aufzug und wurden am Schillerdenkmal von der Polizei angehalten. Der Aufzug wurde als versammlungsrechtliche Aktion deklariert. Die Einsatzkräfte beschränkten den Versammlungsort auf den Steintorplatz und untersagten einen weiteren Aufzug. Ein Versammlungsleiter gab sich auch hier nicht zu erkennen. Nach diversen Redebeiträgen war die Versammlung gegen 16:15 Uhr beendet. Nachdem die Versammlung beendet war, wurden zwei ehemals Teilnehmende einer Polizeikontrolle unterzogen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Beleidigung und Volksverhetzung eingeleitet .

Landespolizei im Einsatz© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Leerstehendes Gebäude von Aktivisten besetzt – hohes Polizeiaufgebot

4. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 04.12.2021, haben mehrere Personen ein leerstehendes Gebäude in der Nordstadt besetzt. Aufgrund akuter Rauchentwicklung aus einigen Räumen wurde auch die Feuerwehr alarmiert. Mehrere Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs wurden gefertigt.

Etwa 50 Personen hatten sich gegen 13:30 Uhr zum Protest gegen ein geplantes Immobilienprojekt vor einem leerstehenden Gebäude am Engelbosteler Damm in Hannover angesammelt. Etwa zehn Personen drangen außerdem in das Haus ein und besetzten es. Bei der Aktion wurden Transparente mit diversen Parolen an der Fassade des Gebäudes aufgehangen und mit Farbe an die Fenster geschrieben.

Die Polizei rückte mit einem erhöhten Kräfteaufgebot inklusive Wasserwerfer an, da sie bereits ohnehin bei diversen Versammlungslagen in der Innenstadt anwesend war. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stellten sie Rauchentwicklung aus dem Gebäude fest. Um den Weg für die alarmierte Feuerwehr freizumachen, räumte die Polizei den Platz vor dem Haus von Personen. Dabei kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen der Personenansammlung und den Einsatzkräften. Des Weiteren wurde versucht Straßenbarrikaden zu errichten. Als die Einsatzkräfte vor das Objekt zogen, wurden auch Steine geworfen. Eine Person wurde nach Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte leicht verletzt und wurde für eine weitere medizinische Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.

Anschließend betraten Kräfte der Feuerwehr das Gebäude und suchten nach der Ursache der Rauchentwicklung, welche zwischenzeitlich bereits nachgelassen hatte. Dabei stellte sich heraus, dass kein Feuer für den Rauch verantwortlich war, sondern pyrotechnische Gegenstände der Hausbesetzer. Nachdem die Polizei das Gebäude vollständig umstellt und die Straßen und Gehwege gesperrt hatte, kamen fünf Personen aus dem Gebäude heraus, welche dieses zuvor besetzt hatten. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruch. Die Besetzer und die Personen der Ansammlung vor dem Gebäude entfernten sich anschließend in Richtung Lutherkirche, wo sie eine kurzzeitige Spontanversammlung mit etwa 50 Teilnehmern gegen Polizeigewalt abhielten. Die Polizei betrat das Gebäude, um sicher zu gehen, dass es alle nichtberechtigte Personen verlassen hatten. Weitere Personen konnten im Objekt nicht mehr angetroffen werden. Das Gebäude wurde gesichert. Die Straßen und Gehwege wurden ebenfalls wieder freigegeben.

Bei dem Einsatz wurde ein Polizeibeamter schwer verletzt und kam für eine weitere medizinische Versorgung in ein Krankenhaus. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Widerstandes, Landfriedensbruchs und Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Kriminaldauerdienst ermittelt

Hoher Sachschaden nach Wohnungsbrand im Sahlkamp

3. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwoch, 01.12.2021, hat es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Hannover-Sahlkamp gebrannt. Dabei entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen.

Am Mittwochnachmittag ging gegen 18:10 Uhr bei der Polizei ein Notruf ein. Die Anruferin meldete starken Rauch im Gebäude in der Straße Hägewiesen. Daraufhin rückten die Polizei und die Feuerwehr aus. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass eine Wohnung im Erdgeschoss stark brannte. Zu diesem Zeitpunkt konnten sich bereits alle Bewohner nach draußen retten. Die Feuerwehr machte sich dennoch auf die Suche nach weiteren Personen in den Wohnungen, traf aber niemanden mehr an. Währenddessen sperrte die Polizei anliegende Straßen des brennenden Gebäudes ab. Nach kurzer Zeit hatten die Feuerwehrkräfte den Brand bereits unter Kontrolle und gaben Entwarnung.

Beim Brand wurde niemand verletzt. Die Polizei beziffert den Schaden auf etwa 150.000 Euro. Das Gebäude ist aufgrund der starken Verschmutzung durch Ruß im Treppenhaus aktuell unbewohnbar.

Die Kriminalermittler untersuchten am Donnerstag, 02.12.2021, den Brandort auf mögliche Brandursachen. Sie können eine vorsätzliche Brandstiftung nicht ausschließen. Die Ermittlungen dauern an.

Streifenwagen von Innen

Lehrte: Polizei beschlagnahmt gefälschte Impfausweise

2. Dezember 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Nachdem Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes Hannover auf Inserate von Impfausweisen im Internet aufmerksam wurden, ermittelten sie den Anbieter. Es handelte sich dabei um einen 21 Jahre alten Mann aus Lehrte.

Das Amtsgericht Hildesheim erließ einen Durchsuchungsbefehl für die Wohnung des Mannes. In der Wohnung des Tatverdächtigen fanden die Ermittler zehn falsche Impfpässe. Bei diesen waren offensichtlich gefälschte Aufkleber und Stempel schon eingefügt, die Ausweise aber noch nicht personalisiert.

Die Beamten beschlagnahmten die Pässe und circa tausend Euro Bargeld, welches mutmaßlich aus dem Handel mit den Ausweisen stammt. Nach der polizeilichen Maßnahme wurde der mutmaßliche Täter entlassen. Es wird weiterhin wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Polizei ermittelt

Teams von drei Behörden kontrollieren Betriebe und Nahverkehr

1. Dezember 2021/in Polizei, Region Hannover

HANNOVER (ots). Am Montag, 29.11.2021, haben mehrere Kontrollteams der drei Behörden Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe sowie Sporteinrichtungen kontrolliert. Die Leitung der gemeinsamen Kontrollaktion präsentiert die vorläufige Bilanz.

Neben der weiterlaufenden Bestreifung der Weihnachtsmärkte in der Innenstadt Hannovers starteten die Region Hannover, die Landeshauptstadt Hannover und die Polizeidirektion Hannover am gestrigen Morgen, 29.11.2021, eine gemeinsame Kontrollaktion um die Einhaltung der Allgemeinverfügung der Region Hannover und der Niedersächsischen Corona-Verordnung zu überwachen. Ziel waren dabei vornehmlich innerstädtische, öffentliche Betriebe wie z.B. Restaurants, Bars, Fitnessstudios und Friseurgeschäfte, aber auch der öffentliche Personennahverkehr. In über 180 Einrichtungen und Geschäfte überprüften die gemeinsamen Kontrollteams die nötigen Hygienekonzepte, die Einhaltung der 2G- und 3G-Regel, das Tragen der vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckung von Beschäftigten und Gästen und das Bereitstellen der Möglichkeit zur Kontaktnachverfolgung. Circa einhundert Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz wurden festgestellt und Verfahren eingeleitet. Fast die Hälfte der Ordnungswidrigkeiten bezog sich auf Kundinnen und Kunden, die keine Mund-Nase-Bedeckung trugen. In einer Gaststätte im Stadtteil Vahrenheide wies sich ein 28-Jähriger mit einer mutmaßlich gefälschten Impfbescheinigung aus. Ebenso zeigte ein 26-Jähriger in einem Friseurgeschäft in Ricklingen einen Impfausweis vor, bei dem es sich vermutlich um eine Fälschung handelt. Gegen beide wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. Am Nachmittag waren die Kontrollteams dann mit Beschäftigten der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe unterwegs. Zwischen der Markthalle und dem Kröpcke verstießen über 35 Fahrgäste gegen die 3G-Regel. Auch dabei wurde bei einem 31 Jahre alten Mann ein mutmaßlich falsches Impfzertifikat festgestellt und ein Verfahren eingeleitet. Auch die Beteiligten der Verkehrsbetriebe zogen nach der Kontrolle eine positive Bilanz über das Ergebnis und die funktionierende Zusammenarbeit der Behörden.

Die beteiligten Behörden äußern sich wie folgt zur gemeinsamen Kontrolle:

„Wir machen uns permanent Gedanken, wie wir als Region Hannover umfangreiche und angemessene Schutzmaßnahmen treffen können und handeln schnell. All das macht in der Realität aber nur dann Sinn, wenn die Schutzmaßnahmen auch konsequent eingehalten werden. Wer sich nicht daran hält, trägt dazu bei, dass die aktuellen Entwicklungen der Fallzahlen weitergehen. Wir hoffen, dass wir durch unsere Kontrollen dazu beitragen können, dass die Regeln auch umgesetzt werden. Jeder muss wissen: Wer sich nicht an die Regeln hält, gefährdet damit die Existenz gesamter Branchen. Jeder Regelverstoß muss hart bestraft werden“, betont Regionspräsident Steffen Krach.

„Beim Kampf gegen die Pandemie ist es jetzt ganz wichtig möglichst rasch die Impfquote zu erhöhen, aber auch, dass die bestehenden Regeln zu den Schutzmaßnahmen konsequent eingehalten werden. Selbstverständlich unterstützen wir die Polizei und die Region wo wir nur können, auch bei gemeinsamen Kontrollen, die zweifellos erforderlich sind. Wir arbeiten auf allen Ebenen gut zusammen und haben mit diesem „Joint Action Day“ auch gemeinsam ein Zeichen gesetzt: Die Regeln müssen beachtet werden, Verstöße müssen geahndet werden. Es geht um die Gesundheit aller“, verdeutlicht Oberbürgermeister Belit Onay.

„Der Schutz der Bevölkerung ist ein elementarer Baustein der Polizeiarbeit. Seit Beginn der Pandemie fasst die Polizeidirektion Hannover auch den Infektionsschutz darunter und unterstützt die kommunalen Behörden bei der Umsetzung der gesetzlichen Maßnahmen. Das intensive Überprüfen der Hygienevorschriften und das geradlinige Verfolgen von Fehlverhalten trägt zur Wahrung der Sicherheit einer und eines jeden bei. Dass dies in der Praxis gelingt, hat die Kontrolle unter der Beteiligung von knapp zweihundert polizeilichen Einsatzkräften gezeigt. Ich bedanke mich daher bei den Beteiligten aller Behörden“, erläutert Einsatzführer der Polizeiinspektion Besondere Dienste Polizeirat Maik Zilien.

Ein Streifenwagen im Einsatz

46-Jähriger sticht auf Nachbarin ein und verletzt sie lebensgefährlich

30. November 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Dienstag, 30.11.2021, hat ein 46 Jahre alter Mann aus bisher ungeklärter Ursache eine 71-jährige Nachbarin im hannoverschen Stadtteil Hainholz mit einer Stichwaffe angegriffen. Dabei wurde sie lebensgefährlich verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Totschlags.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover befand sich ein 46 Jahre alter Mann in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Helmkestraße im hannoverschen Stadtteil Hainholz. Aus bisher ungeklärter Ursache fügte er sich eigenhändig oberflächliche Schnittverletzungen im Oberkörper zu.

Anschließend verließ er die Wohnung und klopfte gegen 12:50 Uhr an der Tür der 71-Jährigen. Nachdem die Seniorin die Tür geöffnet hatte, beschimpfte der 46-Jährige die Frau und stach unvermittelt mehrfach mit einer Stichwaffe auf sie ein. Durch das Eingreifen der Zeugen konnte der 46-Jährige von weiteren Tathandlungen abgehalten und überwältigt werden.

Die Zeugen alarmierten die Polizei und den Rettungsdienst. Die lebensbedrohlich verletzte 71-Jährige wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Der 46-Jährige wurde in das Polizeigewahrsam gebracht.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags eingeleitet. Die Motivlage ist derzeit unklar. Die Ermittlungen dauern an.

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