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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Vekehrsunfalldienst

Bundesautobahn (BAB) 2: Kurzfristige Vollsperrung nach schwerem Verkehrsunfall

3. November 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Montag, 01.11.2021, ist ein Opel Grandland auf der BAB 2 nach einem Fahrstreifenwechsel mit einem VW Transporter kollidiert. Durch den Zusammenstoß wurden eine 39-Jährige leicht und ein 19-Jähriger schwer verletzt. Für die Landung eines Rettungshubschraubers war die Autobahn kurzzeitig gesperrt.

Nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr gegen 15:25 Uhr die 39-Jährige mit ihrem Opel die BAB 2 auf dem mittleren Fahrstreifen in Richtung Berlin. Auf Höhe der Anschlussstelle Bad Nenndorf wechselte die Frau auf den linken Fahrstreifen. Hier leitete der nachfolgende 19-Jährige mit dem VW eine Gefahrenbremsung ein, um einen Zusammenstoß mit dem Opel zu verhindern. Daraufhin verlor er die Kontrolle über den VW und schleuderte zunächst gegen die Mittelschutzplanke. Durch die Wucht des Aufpralles schleuderte der VW zurück auf die Fahrbahn gegen den Opel und kam neben diesem an der Mittelschutzplanke zum Stehen.

Die 39-Jährige kam mit leichten Verletzungen, der 19-Jährige mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Aufgrund der Landung des Rettungshubschraubers war die Fahrbahn kurzfristig voll gesperrt.

Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden auf circa 37.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter Telefon 0511 109-1888 zu melden.

Streifenwagen mit Blaulicht

Unbekannte Männer attackieren 21-Jährigen und verletzen ihn schwer

31. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Sonntag, 31.10.2021, haben mutmaßlich fünf Männer in der U-Bahn-Station Steintor auf einen 21-Jährigen eingetreten und ihn mit einer Stichwaffe am Oberkörper schwer verletzt. Der Angegriffene rief selbst die Polizei. Zeugen gesucht.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Mitte ging am Sonntagmorgen gegen 05:50 Uhr ein Notruf in der Leitstelle ein. Demnach kam es im Bereich des Steintors zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die schwere Verletzungen bei dem 21-jährigen Anrufer nach sich zog.

Die Polizei fand den Mann in der Münzstraße auf dem Boden liegend und nur bedingt ansprechbar vor. Er hatte zwei Stichwunden im Bereich des Oberkörpers sowie sichtbare Verletzungen am Kopf. Hinzugezogene Rettungskräfte brachten den Verletzten nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus. Eine Lebensgefahr wurde dort zunächst nicht festgestellt.

Außer dem Angegriffenen 21-Jährigen trafen die Einsatzkräfte niemanden an, der Hinweise auf das Tatgeschehen geben konnte. Durch eine Absuche des Nahbereiches fanden die Beamten Blutspuren, die in Richtung der U-Bahn-Station „Steintor“ führten. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Mann in der U-Bahn-Station durch mutmaßlich fünf männliche Personen körperlich angegriffen wurde. Diese traten dabei auch gegen den Kopf des Mannes.

Die Polizei Hannover sucht nun nach Zeugen zu der gefährlichen Körperverletzung. Hinweise zur Tat oder zu den mutmaßlichen Tätern nimmt das Polizeikommissariat Hannover-Mitte unter der Telefonnummer 0511 109-2820 entgegen.

Kriminaldauerdienst ermittelt

Technischer Defekt löste Großbrand in Schneeren aus

29. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Freitag, 22.10.2021, ist gegen 13:50 Uhr ein Feuer in einem Gebäudekomplex an der Schneerener Straße in Neustadt am Rübenberge (OT Schneeren) ausgebrochen. Beim Großbrand wurde das Gebäude, in dem sich ein Friseurladen, eine Wohnung und eine Gaststätte befanden, nahezu komplett zerstört. Der 53 Jahre alte Eigentümer erlitt Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung und musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden.

Am Donnerstag, 28.10.2021, untersuchten die Ermittler den Brandort hinsichtlich der Brandursache. Sie gehen von einem technischen Defekt in der Elektroinstallation aus. Der Schaden wird von der Polizei mit circa einer Million Euro beziffert.

Polizeihubschrauber© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Polizeihubschrauber im Nachteinsatz

28. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Gleich zweimal war der Polizeihubschrauber in der Nacht von Mittwoch, 27.10.2021 auf Donnerstag über der Region Hannover im Einsatz. Der „Phönix“ fahndete aus der Luft nach Einbrechern.

Gegen 22:50 Uhr wurden der Polizei über Notruf Einbrecher an einer Kindertagesstätte an der Wiehbergstraße (Döhren) gemeldet. Einsatzkräfte der Polizei stellten wenige Minuten später ein aufgehebeltes Fenster fest. Außerdem gab es Hinweise auf zwei Täter, die auf Fahrrädern vom Tatort geflüchtet waren. Neben den Streifenwagen wurde auch der in Langenhagen stationierte Polizeihubschrauber „Phönix“ zur Fahndung eingesetzt. Die beiden verdächtigen Personen konnten jedoch in der Dunkelheit nicht mehr angetroffen werden.

Kurze Zeit später, gegen 23:30 Uhr, erreichte eine ähnliche Meldung die Polizeinotrufzentrale. In Pattensen waren auf einem Grundstück an der Wilxener Straße ebenfalls verdächtige Beobachtungen gemacht worden. Anwohner sahen Taschenlampenschein und Bewegungsmelder, die auf dem Grundstück aktiviert wurden. Der Polizeihubschrauber, der zu diesem Zeitpunkt in der Luft über Döhren kreiste, flog weiter Richtung Süden und suchte bis Mitternacht über Pattensen nach verdächtigen Personen. Aus der Luft wurden vier Personen erkannt, die sich bei einer Kontrolle durch Polizeibeamte des Streifendienstes jedoch als unverdächtig herausstellten. Auch ein Einbruch ließ sich im Nachhinein auf dem besagten Grundstück an der Wilxener Straße nicht feststellen.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Einbruchs in die Kindertagesstätte Wiehbergstraße ein. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Döhren unter der Rufnummer 0511 109-3617 zu melden.

Gefahrgut Bergung auf der A7© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Gefahrgutunfall auf der Bundesautobahn (BAB) 7

28. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am gestrigen Tag, 27.10.2021, ist die Ladung eines Lkw auf der BAB 7 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Kreuz Hannover-Kirchhorst in Brand geraten. Dies hatte mehrere Sperrungen zur Folge, die Fahrbahn in Richtung Hamburg ist noch immer gesperrt. Die Bergungsarbeiten dauern weiterhin an. Verletzt wurde niemand.

Gegen 13:20 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass ein Lkw mit Sattelauflieger auf dem Standstreifen der BAB 7 in Höhe des Altwarmbüchener Moor Feuer gefangen hat. Durch den Lkw-Fahrer war die Zugmaschine bereits vom Auflieger abgekoppelt. Vom Auflieger gingen Explosionen aus. Die Polizei richtete sofortige Sperrungen der umliegenden Autobahnen ein. Die BAB 7 war in beide Richtungen gesperrt, die BAB 2 in Richtung Hamburg sowie die Auffahrt von der BAB 37 auf die BAB 7 in Richtung Kassel wurden ebenfalls dichtgemacht.

Durch die Mitteilung des 47 Jahre alten Fahrers des Lkw wurde bekannt, dass das Gespann Gefahrgut geladen hatte. Da zu Beginn nicht klar war, dass es sich bei dem Gefahrgut um Kaliumhydroxid (UN-Nummer 1813) handelt, welches mit Wasser reagiert, kam es beim ersten Löschversuch zur chemischen Reaktion in Form von Explosionen. Nach Bekanntwerden des genauen Gefahrguts nutzte die Feuerwehr andere Löschmöglichkeiten.

Am heutigen Morgen, 28.10.2021, herrschten am Brandort noch immer erhöhte Temperaturen. Mit der Bergung und Entsorgung der Gefahrenstoffe konnte am Mittag begonnen werden. Wie lange diese andauern und welche Maßnahmen darauf folgend getroffen werden müssen, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Sperrung der Fahrbahn der BAB 7 in Richtung Hamburg dauert weiterhin an. Wann diese wieder befahrbar ist, ist noch offen. Alle weiteren Sperrungen wurden zwischenzeitlich aufgehoben.

Neben den verkehrslenkenden Maßnahmen hat die Polizei eine Brandermittlung eingeleitet, um die Ursache des Feuers aufzuklären. Nach derzeitigen Erkenntnissen überhitzte eine Bremse des Aufliegers, wodurch ein Reifen Feuer fing. Durch die chemische Reaktion des Kaliumhydroxids mit dem Löschwasser wurde der Brenneffekt zunächst verstärkt.

Außer Polizei und Feuerwehr sind mehrere Behörden an dem Einsatz beteiligt, um mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung zu untersuchen. Bisher konnten keine dieser Auswirkungen festgestellt werden.

Vekehrsunfalldienst

Kleintransporter fährt auf der Bundesautobahn (BAB) 7 auf einen Sattelzug auf

28. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwochabend, 27.10.2021, ist ein Kleintransporter mit einem Sattelzug auf der BAB 7 zwischen der Anschlussstelle Laatzen und der Raststätte Hannover- Wülferode Ost kollidiert. Der Fahrer des Kleintransporters erlitt durch den Unfall lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr gegen 19:10 Uhr ein 32 Jahre alter Fahrer eines weißen Renault Master Kleintransporters mit Planenverdeck die BAB 7 in Fahrtrichtung Hamburg. Zwischen der Anschlussstelle Laatzen und der Raststätte Hannover-Wülferode Ost fuhr der 32-Jährige einem, durch einen Stau bedingten, stehenden Sattelzug der Marke Volvo auf der rechten Fahrspur auf. Durch den Aufprall verkeilte sich der Kleintransporter unter dem Sattelauflieger eines 57 Jahre alten Fahrers. Der 32-Jährige wurde durch den Unfall im Kleintransporter eingeklemmt und musste durch Rettungskräfte der Feuerwehr befreit werden. Durch den Unfall erlitt der Mann schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Aktuell besteht Lebensgefahr für den Mann. Der 57-jährige Fahrer des Sattelzuges erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort durch Sanitäter medizinisch versorgt. Für die Bergungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme war die Fahrbahn in Richtung Hamburg für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 30.000 Euro.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Unfalles. Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen und zum Fahrverhalten des Fahrers vom weißen Renault Masters mit Planenverdeck geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-1888 zu melden.

Funkender Polizist am Streifenwagen

46-Jähriger verliert die Kontrolle über seinen Pkw

26. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Dienstagmorgen, 26.10.2021, hat ein 46 Jahre alter Pkw-Fahrer in einer Kurve der Landstraße (L) 387 die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Opel schleuderte auf regennasser Fahrbahn gegen einen Baum. Zeugen alarmierten sofort die Rettungskräfte, doch für den eingeklemmten Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhr der Mann aus Oelerse kommend auf der L 387 in Richtung Sievershausen. In einer langgezogenen Linkskurve verlor der Uetzer gegen 07:10 Uhr offenbar auf regennasser Straße die Kontrolle über seinen Opel Meriva. Das Fahrzeug schleuderte im weiteren Verlauf gegen einen Baum am linken Straßenrand.

Zeugen riefen unmittelbar Rettungskräfte und die Polizei hinzu, die zur Unfallstelle eilten. Der Fahrer war bei ihrem Eintreffen im Pkw eingeklemmt. Durch den Unfall erlitt der 46-Jährige jedoch tödliche Verletzungen, sodass die Retter ihm nicht mehr helfen konnten. Für die Bergungsarbeiten sowie die Unfallaufnahme und die Abschleppmaßnahmen war eine mehrstündige Sperrung der Landstraße bis etwa 09:55 Uhr erforderlich. Der entstandene Schaden wird durch die Polizei auf etwa 2.000 Euro geschätzt. Es waren keine anderen Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.

Die Polizei bittet in diesem Zuge alle Verkehrsteilnehmende um besondere Vorsicht bei nasskalter Witterung. Aufgrund von Feuchtigkeit, Laub sowie gefrierendem Boden können sich die physikalischen Fahreigenschaften von Fahrzeugen enorm verändern. Verlängerte Bremswege sowie fehlende Griffigkeit von Reifen auf dem Fahrbahnbelag bergen erhöhte Unfallgefahren und erfordern eine entsprechend angepasste Geschwindigkeit.

Streifenwagen mit Blaulicht

Überfall auf Spielothek

24. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER / LANGENHAGEN (ots). Ein bislang unbekannter Mann hat am späten Samstagabend, 23.10.2021, eine Spielothek in Langenhagen überfallen und Geld erbeutet. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können.

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover ereignete sich die Tat kurz vor Mitternacht. Eine 44 Jahre alte Angestellte war gerade dabei, die Spielothek an der Straße „Am Pferdemarkt“ zu schließen, als eine männliche Person die Räume betrat. Dieser Mann bedrohte die Mitarbeiterin von hinten mit einem Gegenstand – möglicherweise ein Messer – und forderte Geld. Daraufhin öffnete die 44-Jährige die Kasse. Nachdem der Räuber das Geld eingesteckt hatte, flüchtete er aus der Spielothek. Die anschließend alarmierte Polizei fahndete mit einer Vielzahl an Kräften nach dem Flüchtigen. Auch der Polizeihubschrauber wurde für die Suchmaßnahmen eingesetzt. Dennoch konnte der Räuber unerkannt entkommen.

Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Raubes. Personen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu melden.

Ein Streifenwagen im Einsatz

55-Jähriger bei Messerattacke schwer verletzt

24. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Ein 55 Jahre alter Mann ist am Samstagabend, 23.10.2021, in eine körperliche Auseinandersetzung geraten. Anschließend wurde er durch sechs Messerstiche schwer verletzt. Der Angreifer flüchtete. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover kam es gegen 20:15 Uhr zu einem Streit auf der Georgstraße (Nähe Steintorplatz). Dabei wurde der 55-jährige Hannoveraner durch den Täter mit einem Schlag auf den Kopf zu Boden geschlagen. Anschließend stach der Angreifer sechs Mal auf den am Boden liegenden Mann ein und verletzte ihn am Oberkörper, an der Hüfte und am Bein. Der Täter flüchtete nach der Attacke über die Treppen in den unterirdischen Bereich der Haltestelle „Steintor“. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach dem Täter verlief negativ.

Der 55-Jährige wurde durch alarmierte Rettungskräfte versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. Sein Zustand wird derzeit als stabil eingeschätzt.

Die Polizei hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover ein Verfahren wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet und die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund erster Zeugenaussagen ist es wahrscheinlich, dass Täter und Opfer sich kannten.

Festnahme durch Polizeibeamten

44-Jähriger wurde nach versuchtem Trickdiebstahl festgenommen

21. Oktober 2021/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Mittwoch, 20.10.2021, ist der Polizei ein 44 Jahre alter mutmaßlicher Betrüger ins Netz gegangen. Zuvor erhielt ein 70-jähriger Senior aus dem hannoverschen Stadtteil Ahlem verdächtige Anrufe von einem Unbekannten, der sich als Polizeibeamter ausgab und versuchte auf diese Weise, an die Wertsachen des 70-Jährigen zu gelangen. Der Senior durchschaute den Trick und alarmierte die echte Polizei. Die Beamten nahmen bei der inszenierten Abholung den mutmaßlichen Betrüger fest. Von seinem Komplizen fehlt nach wie vor jede Spur.

Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt ein 70 Jahre alter Mann am 20.10. mehrere Anrufe von einem vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser gab vor, dass in der Nähe der Wohnanschrift des Seniors eingebrochen wurde und dabei die Daten des 70-Jährigen aufgefunden wurden. Die Polizei würde seine Wertsachen in Sicherheit bringen. Der unbekannte Anrufer forderte deswegen den 70-Jährigen auf, seine Bankkarten und den Schmuck in einen Beutel zu legen und diesen für die Abholung durch die Polizei an den Türknauf seiner Wohnungstür von außen zu hängen.

Dem Senior kamen die Telefonate mit dem Unbekannten verdächtig vor und er verständigte die Polizei. Gegen 18:30 Uhr beobachteten die eingesetzten Kräfte, wie ein Mann den Beutel abholte. Er wurde unmittelbar danach von den Beamten festgenommen. Der 44-Jährige wurde ins Polizeigewahrsam gebracht.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs eingeleitet. Eine Vorführung beim Haftrichter wird heute angestrebt. Der unbekannte Anrufer konnte bislang nicht ermittelt werden. /nash, ms

Über die Betrugsmasche „Falsche Polizeibeamte“ (Callcenter-Betrugsdelikte)

Dabei geben sich die Täter den älteren Menschen gegenüber als Polizeibeamte aus, die von Einbrüchen in der Nachbarschaft berichten. Nach einer Festnahme hätten sich Hinweise auf weitere potenzielle Einbruchsobjekte ergeben und dabei wären die Daten des Seniors oder der Seniorin aufgefunden worden. Die angeblichen Polizeibeamten fragen nach vorhandenen Wertgegenständen und bieten an, diese in Verwahrung zu nehmen, bis die Gefahr vorüber ist. Bei dieser Tatbegehungsweise nutzen die Täter das Vertrauen der Menschen in die Polizei aus und erbeuten häufig hohe Summen.

Sollten Sie von vermeintlichen Polizeibeamten oder vermeintlichen Angehörigen in Notsituationen angerufen werden, gelten folgende Hinweise der Polizei:

  • Lassen Sie sich von solchen Anrufen nicht beunruhigen und legen Sie auf.
  • Gehen Sie nicht auf die Forderungen der Anrufenden ein.
  • Verständigen Sie die Polizei.
  • Detaillierte Nachfragen zu Vermögen und Wertgegenständen werden durch die tatsächliche Polizei nie am Telefon getätigt.
  • Weder Polizei noch Justiz setzen Angerufene im Gespräch dermaßen unter Druck.
  • Trotz gegenteiliger Aufforderungen der Täterseite wenden Sie sich an Verwandte, Freunde oder sonstige Vertrauenspersonen.

Weitere Verhaltenshinweise bei Trickanrufen und anderen Betrugsmaschen finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

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