LANGENHAGEN (PM). Seit dem 28. Oktober 2020 sind in Teilen Langenhagens rund 2.000 Haushalte durch eine Verunreinigung des Trinkwassers betroffen. enercity hat das Problem frühzeitig erkannt und die räumliche Ausweitung erfolgreich gestoppt.
Herkunft und genaue Art der illegal fremdeingetragenen Substanz sind jedoch weiter unklar. enercity und das Gesundheitsamt der Region Hannover bewerten kontinuierlich die Sachlage und das weitere Vorgehen – auch in Abstimmung mit der Stadt Langenhagen.
Am Freitag, 30. Oktober 2020 ist ein erstes Probenergebnis aus einem der drei untersuchenden Laboren eingetroffen. Der Verdacht erhärtet sich, dass es sich bei dem Eintrag ins Wassernetz um ein Reinigungsprodukt handelt. Die exakte Zusammensetzung wird ermittelt. Dazu warten enercity und Gesundheitsamt auf zusätzliche Analyse-Ergebnisse von rund einem Dutzend eingesandter Proben.
Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bleiben die Einschränkungen bestehen – zumindest bis kommende Woche, gegebenenfalls auch zwei bis drei Wochen. Ziel ist es, so schnell wie möglich die Verwendung des Wassers zumindest für Waschzwecke wieder zu ermöglichen. In einem Folgeschritt würde die Freigabe auch für den Verzehr erfolgen.
Weiterhin gilt die Aufforderung des Gesundheitsamts der Region Hannover, bis zu einer offiziellen Freigabe das Trinkwasser nicht zu trinken oder für Waschzwecke zu nutzen. Ausnahme: Toilettenspülung. Die Trinkwasserwagen bleiben im Einsatz.
Um Anwohner vor Ort trotz der herausfordernden Situation bestmöglich zu unterstützen, arbeiten enercity, Stadt Langenhagen und Johanniter Unfallhilfe (JUH) mit Hochdruck an weiteren Maßnahmen. Zu diesen zählt die Wasserversorgung hilfsbedürftiger Menschen an deren Haustür. Darüber hinaus finalisiert der Krisenstab ein Konzept zur Bereitstellung von alternativen Wasch- und Duschmöglichkeiten vor Ort.
Das Spülen der Hausanschlüsse in einzelnen Gebäuden ist ein wichtiger Schritt, über den wir per Flugblatt und online informiert haben. Eine Spülung hebt das Nutzungsverbot jedoch nicht auf, sondern ist nur eine Voraussetzung für die Freigabe der vollumfänglichen Wassernutzung durch das Gesundheitsamt der Region Hannover. Wir bitten alle Kunden um Verständnis für die widrigen Umstände und hoffen, dass wir möglichst rasch zumindest einen Teil der Einschränkungen lockern können. Weiter gilt: Trinkwasserqualität hat höchste Priorität.
LANGENHAGEN (red.) Nach einer Wasserstörung im Bereich Reuterdamm / Robert-Koch-Straße hat die Stadt Langenhagen für betroffene Anwohner eine Wasch- und Duschmöglichkeit geschaffen. In der Turnhalle des Gymnasiums an der Konrad-Adenauer-Straße, stehen ab sofort täglich bis auf Weiteres in der Zeit von 9:00 bis 12 Uhr und von 15:30 bis 21:00 Uhr zwei Dusch- und Waschräume zur Verfügung.
Da bei der Nutzung durch Mitglieder eines Haushalts kein Abstand eingehalten zu werden braucht, können sich jeweils bis zu 10 Personen zeitgleich duschen oder waschen. Vor Ort wird ein Sicherheitsdienst die Termine koordinieren und den Zugang kontrollieren.
Zur Terminvereinbarung hat die Stadt die Rufnummer (0173) 6734552 als sogenanntes „Duschtelefon“ eingerichtet.
„Da wir noch keine Information erhalten haben, wann das Gesundheitsamt die Nutzung des Wassers zum Waschen oder Trinken wieder freigibt, bieten wir als Stadt mit dieser Lösung eine schnelle erste Hilfe an“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. Gemeinsam mit enercity, Johannitern, THW und der Feuerwehr arbeitet die Stadt mit Hochdruck an weiteren Lösungen, etwa zu Versorgung hilfsbedürftiger Menschen, die sich ihr Trinkwasser nicht an den bereitgestellten Stationen abholen können.
Betroffene Wasseranschlussadressen in Langenhagen gemäß der enercity-Netzdatenbank (Stand: 30.10.2020)
LANGENHAGEN (PM). Die neuen Regelungen der Corona-Verordnung, die am Montag, den 2. November in Kraft treten, bedeuten Einschränkungen für Sportler, Kinder und Jugendliche sowie alle Teilnehmer an Veranstaltungen in den Dorfgemeinschaftshäusern.
So darf ab Montag kein Vereinssport mehr in den Sporthallen durchgeführt werden. „Wir haben den Sportring schon informiert und hoffen, auf diesem Weg auch alle Sportlerinnen und Sportler zu erreichen, damit sie Montag nicht vor verschlossenen Türen stehen“, sagt Thorben Noß, Leiter der für Sport zuständigen Abteilung. „Das Verbot gilt leider auch für alle Bewegungsgruppen der Volkshochschule in Langenhagen, die städtische Dorfgemeinschaftshäuser nutzen“, ergänzt Dr. Annette von Stieglitz, Leiterin der VHS Langenhagen.
Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen, da die drei städtischen Jugendtreffs in Godshorn, Kaltenweide und Wiesenau schließen. „Leider müssen wir auch alle Gruppenangebote im Haus der Jugend und die Angebote im Rahmen der kreARTiv Werkstatt absagen“, sagt Ilka Schlieker aus der Abteilung Kinder und Jugend.
„Schließlich müssen wir unsere Dorfgemeinschaftshäuser für jegliche andere Veranstaltung schließen“, sagt Kirsten Grimm-Hose, Abteilungsleiterin der Gebäudeverwaltung. „Ob Seniorentreffen oder Skatrunde des DRK, ab Montag kann keine Veranstaltung mehr in unseren Dorfgemeinschaftshäusern stattfinden“, bedauert sie. „Wenn uns die Ansprechpartner bekannt sind und wir ihre Kontaktdaten haben, werden wir sie informieren. Für alle anderen bereiten wir Aushänge an den Eingangstüren vor“, so Grimm-Hose weiter. Nur eine Ausnahme sieht die Corona-Verordnung vor: politische Sitzungen und Fraktionstreffen dürfen bei Einhaltung der gültigen Regeln stattfinden.
„Die neuen Einschränkungen tun mir in der Seele weh, da sie auch für das Gemeinwohl engagierte Menschen treffen“ sagt Bürgermeister Mirko Heuer. Damit die Entbehrungen einen Sinn haben, bittet er eindringlich, die verschärften Regelungen zu beachten. „Wir haben es jetzt noch selbst in der Hand“ betont der Bürgermeister und appelliert an die Eigenverantwortung der Langenhagenerinnen und Langenhagener. Dazu zählt Heuer auch die Nutzung der Corona Warn-App, die dabei hilft, Kontaktketten nachzuverfolgen.
„Änderungen der Corona-Verordnung werfen stets neue Fragen auf, die es nun zunächst zu klären gilt“, sagt Jan-Christopher Altenhoff aus dem Ordnungsamt. Deshalb hat die Stadt die Corona-Webseite www.langenhagen.de/coronavirus aktualisiert, auf der sie Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt oder auf weiterführende Seiten verweist. „Außerdem haben wir das Corona-Bürgertelefon reaktiviert“, sagt Ralph Gureck, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation. Unter der Rufnummer (0800) 7307 000 beantworten Mitarbeitende der Stadtverwaltung Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 18:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr Fragen, nehmen diese auf oder geben Hinweise und Empfehlungen, soweit möglich. Denn nicht jede Frage kann und darf am Corona-Bürgertelefon der Stadt Langenhagen beantwortet werden: „Bei Verstößen gegen die Corona-Verordnung müssen wir an die Region Hannover oder an die Polizei verweisen“, sagt Boris Ehrhardt, Leiter des Ordnungsamtes. „Auch Genehmigungen, die nach der Corona-Verordnung nötig sind, dürfen wir nicht erteilen“, ergänzt sein Kollege Altenhoff und fügt hinzu, dass dies auch für Auskünfte zu medizinischen Sachverhalten jeder Art gilt: „die beantwortet nur das Gesundheitsamt der Region Hannover“.
HANNOVER (PM). Nach den gemeinsamen Bund-Länder-Beratungen hat die Bundesregierung verschärfte Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Die Polizeidirektion Hannover sowie die beiden Verkehrsunternehmen ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und regiobus Hannover GmbH nehmen die verschärften Maßnahmen sowie die drastisch ansteigenden Infektionszahlen zum Anlass, die Nutzerinnen und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an die bereits seit April geltende Pflicht zum Tragen einer geeigneten Mund-Nase-Bedeckung in Bussen, Bahnen und an Haltestellen zu erinnern.
In ihrer Funktion als Trägerin des ÖPNV hat die Region Hannover in ihrer jüngsten Allgemeinverfügung die Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen und in Stationen klar geregelt: Demnach gilt für Personen, die keine Mund-Nase-Bedeckung in Fahrzeugen oder Haltestellen und in Stationen des ÖPNV tragen, ein Nutzungsverbot. Ausgenommen von der Tragepflicht sind lediglich Personen, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können sowie für Kinder unter sechs Jahren.
Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Die Einhaltung der Regelung wird von den Unternehmen, deren Sicherheitsdiensten sowie der Polizei überwacht und durchgesetzt. „Die erste Woche nach den Herbstferien hat gezeigt, dass sich in Bahnen und Bussen nicht immer die ebenfalls vorgeschriebenen Mindestabstände von 1,5 Metern einhalten lassen“, sagt Volker Kluwe, Präsident der Polizeidirektion Hannover. „Genau aus diesem Grund unterstützen wir die Verkehrsbetriebe dabei, gemeinsam an die Vernunft aller zu appellieren, aber auch noch einmal deutlich an die Maskenpflicht zu erinnern.“
Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, dankte den Fahrgästen, die bereits von Beginn an Alltagsmasken tragen, sobald sie Bahnhöfe oder Fahrzeuge betreten. „Mit einer Vielzahl von Maßnahmen schützt die ÜSTRA zudem aktiv ihre Fahrgäste vor einer Infektion mit dem Corona-Virus“, sagt Dr. Volkhardt Klöppner. „Die Tatsache, dass es bislang keine massiven Ausbrüche von Infektionen im Nahverkehr gab, belegt die Wirksamkeit dieser Maßnahmen.“
Dazu zählen unter anderem Aufkleber an Fahrzeugen, Aushänge in den Stationen und regelmäßige Durchsagen, mit denen auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes hingewiesen wird. Türen an Fahrzeugen öffnen automatisch, so dass Fahrgäste keine Türtaster bedienen müssen. Kontaktflächen an Tür- und Haltegriffen werden regelmäßig mit hochkonzentrierten Reinigungsmitteln desinfiziert. Zudem gibt es an in Stationen aufgestellten Snackautomaten Masken zu kaufen. ÜSTRA und regiobus kontrollieren die Einhaltung der Pflicht und gehen konsequent gegen Maskenverweigerer vor. Die Verkehrsunternehmen setzen dafür insgesamt rund 110 Mitarbeiter im Prüf- und Sicherheitsdienst ein.
„Um das Ansteckungsrisiko im Öffentlichen Nahverkehr auch zukünftig so gering wie möglich zu halten, sollten sich alle Fahrgäste zwingend an die Regelung zur Mund-Nase-Bedeckung halten“, betont abschließend Elke Maria van Zadel, Geschäftsführerin der regiobus Hannover GmbH.
LANGENHAGEN (PM). Alle Haushalte in Langenhagen bekommen wieder Trinkwasser, das die Anforderungen der Trinkwasserverordnung voll erfüllt. Durch eine Verunreinigung am 28. Oktober waren in Teilen Langenhagens bis zu 2.000 Haushalte von Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung betroffen.
Nach Hunderten von Probennahmen, umfangreichen Analysen und Untersuchungen ist vom Gesundheitsamt der Region Hannover die vollumfängliche Nutzung des Trinkwassers in dem betroffenen Gebiet Langenhagens wieder frei gegeben worden. Ab Donnerstagnachmittag, 12. November 2020, sind damit alle bisherigen Nutzungseinschränkungen aufgehoben.
Die laufenden Trinkwasseranalysen aus dem betroffenen Gebiet zeigten über mehrere Tage keine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität. Um auch eine langfristige Auswirkung auf das Leitungsnetz sicher ausschließen zu können, werden in den nächsten Wochen vorsorglich noch weitere Untersuchungen folgen.
„Wir hatten das seltene Glück, dass die Verunreinigung durch intensiven Geruch und Schaum auf sich selbst aufmerksam gemacht und dadurch niemand größere Mengen des mit Schaumbildnern (Tensiden) verunreinigten Wassers getrunken hat “, sagt Dr. Roland Suchenwirth vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.
Andreas Kranz, Leiter des zentralen öffentlichen Gesundheitswesens der Region Hannover, betont: „Es war für alle Betroffenen eine große Herausforderung, so lange das Trinkwasser nicht nutzen zu können. Aber es war notwendig, die Ergebnisse aller Untersuchungen abzuwarten und genau zu bewerten, bis die Gewissheit bestand, dass die Trinkwasserversorgung die hohen Ansprüche der Trinkwasserverordnung wieder voll erfüllt.“
Bis heute hieß es Proben, Proben, Proben
Seit den Erstsicherungsmaßnahmen am 28. Oktober haben rund 50 enercity-Netzexperten für die Wiederherstellung der Trinkwasserqualität gesorgt. Mit intensiven Spülungen und mehr als 400 Probenahmen im Wassernetz. „Tagelang hieß es Proben, Proben, Proben. Für uns gilt: Sicherheit vor Schnelligkeit. Bei der Wasserqualität machen wir keine Kompromisse“, so der enercity-Vorstand Prof. Dr. Marc Hansmann. Für den Nachweis der Trinkwasserqualität hat enercity dem Gesundheitsamt Hunderte von Probenergebnisse aus insgesamt fünf bundesweit verteilten Fachlaboren, umfangreiche Berichte über Maßnahmen und Befunde, Gutachten zum Fremdeintrag des Reinigungsmittels sowie Duftstoffanalysen vorgelegt. Die wichtigsten beteiligten Labore waren das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser (Mülheim an der Ruhr) sowie Dr. Wirts und Partner (Hannover), das DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW, Karlsruhe), Geodata (Garbsen) und das Labor der enercity-Netzgesellschaft.
Gemeinschaftsleistung zur Bewältigung der Lage
Zur mobilen Trinkwasserversorgung und Unterstützung der Betroffenen trat die Stadt Langenhagen in Aktion. Zeitweilig waren vor Ort über 50 Kräfte im Einsatz. Über den Krisenstab wurden THW und JUH zur Aufstockung der Wasserwagenstandorte und Hilfsleistungen für Mobilitätseingeschränkte mobilisiert. Die Feuerwehr unterstützte bei der raschen Information der Betroffenen im Gebiet. Die Stadt organisierte Duschmöglichkeiten in einer Turnhalle.
„Nachdem sich bei enercity abzeichnete, dass die Störung länger andauern könnte, haben wir einen Krisenstab einberufen. In der Taskforce aus Mitarbeitern von Stadt und enercity und mit den Ehrenamtlichen von THW, Johannitern und Freiwilliger Feuerwehr, haben wir schnell reagiert und geholfen: noch in der Nacht haben wir eine Website freigeschaltet und schon am Samstag früh am Bürgertelefon erste Fragen beantwortet und Trinkwasser für die Betroffenen organisiert“, berichtet Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer. „Die vergangenen Tage haben aus meiner Sicht gezeigt, dass wir so eine schwierige Situation nur gemeinsam meistern können und welche Bedeutung das Ehrenamt hat.“
Allein im öffentlichen Trinkwassernetz spülte enercity über 5.000 Kubikmeter, also mehr als fünf Millionen Liter, durch die Leitungen, um Rückstände des fremd eingetragenen Reinigungsmittels zu entfernen. Selbsthilfe-Tipps für das Spülen der Wasserinstallationen in den Gebäuden waren eine weitere Hilfe für die Betroffenen, um den Weg zur Freigabe der Trinkwassernutzung zu ebnen. „Wir danken allen betroffenen Haushalten und Betrieben für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Arbeiten. Dieser Dank geht auch in Richtung Feuerwehr, THW, Johannitern und der Stadt Langenhagen, die mit ihren Unterstützungsleistungen halfen die die Versorgungslage der Betroffenen zu verbessern“, so Hansmann.
enercity hat das Problem frühzeitig erkannt und durch sofortige Absperr- und Spülmaßnahmen am Morgen des 28. Oktober die räumliche Ausweitung erfolgreich gestoppt. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Verunreinigung hat enercity Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen stammt das Reinigungsmittel aus einem Gewerbebetrieb, Ermittlungen dazu laufen noch.
LANGENHAGEN (red.). Wie uns die Pressestelle der enercity mitteilte, gibt. es zurzeit eine Wasserstörung unbekannter Ursache im Bereich Langenhagen. Zur Erkennen ist die Störung durch schaumiges Wasser aus einigen Haushaltsleitungen. Der Stördienst von enercity arbeitet mit Hochdruck an der Ermittlung der Ursache.
Bis dahin gilt:
Das Trinkwasser aus den betroffenen Haushalten keinesfalls trinken!
Sobald wir weitere Informationen haben, ergänzen wir diese Mitteilung umgehend (Stand 28.10.2020 08:09 Uhr).
08:20 Uhr – Im Moment werden die Leitungen durch Störtrupps von enercity gespült. Es sind anscheinend nur einige Straßenzüge betroffen.
08:34 Uhr Folgende Straßenbereiche in Langenhagen sind nach Aussage von Anwohner betroffen und zum Teil von enercity bestätigt
Reuterdamm
Emil-von-Behring-Straße
Hertzstraße
Theodor-Heuss-Straße
Röntgenstraße
Werlhofstraße
Planckstraße
Kneippstraße
Wietzegrund
08:45 Uhr Mitteilung der Pressestelle von enercity
In Langenhagen nähe Reuterdamm haben am Morgen des 28.10.20 mehrere Kunden schaumiges und nach Reinigungsmittel riechendes Trinkwasser gemeldet. Die Ursache ist derzeit noch unbekannt. Kunden werden gebeten, kein Trinkwasser zu verzehren, bis die Ursache geklärt ist. Der enercity-Störungsdienst und das Gesundheitsamt Hannover arbeiten mit Hochdruck an der Ursachenforschung. Derzeit betroffene Straßen: Emil-von-Behring-Str., Otto-Hahn-Str., Walsroder Str., Robert-Koch-Str., Kneippstr., Hertzstr. Wir informieren kontinuierlich über den weiteren Verlauf u.a. auf der Website https://www.enercity.de/presse/betrieb-und-baustellen, auf Twitter https://twitter.com/enercity_presseund auf Facebookhttps://www.facebook.com/enercity
09:35 Uhr Nach Rücksprache mit enercity kann noch keine Entwarnung gegeben werden, das die Ergebnisse der Wasserproben noch ausstehen.
10:30 Uhr Im Moment wird das Trinkwasser von enercity sektioniert, um zuverhindern, dass es sich weiter nach Süden ausbreitet.
14:15 Uhr Ergänzung der Entwicklung zur Wasserstörung in Langenhagen:
In Teilen von Langenhagen haben am Vormittag des 28. Oktober 2020 rund drei Dutzend Kunden schaumiges und nach Reinigungsmittel riechendes Trinkwasser bei der enercityStörungsannahme gemeldet. Die Ursachenforschung dauert noch an. Das Gesundheitsamt der Region weist darauf hin, dass das Wasser in dem betroffenen Gebiet mit Ausnahme der Toilettenspülung nicht verwendet werden soll, solange die Ursachen für die Verunreinigung ungeklärt sind. Wasserproben wurden genommen und werden derzeit im Labor analysiert. Der enercity-Entstörungsdienst hat den Bereich durch Stellmaßnahmen sektioniert und die Ausdehnung der Verunreinigung in weitere Versorgungsgebiete verhindert.
Derzeit informiert enercity über Lautsprecherwagen die Anwohner über den Sachverhalt.
Zudem sind Wasserwagen an vier Standorten positioniert:
(1. Virchowstraße 5d; 2. Emil-von-Behringstraße / Theodor-Heuss-Straße; 3. Habereck 43 an der Wendeplatte; 4. Elsterweg / Im Gehäge 15). enercity versorgt seine Kunden dort kostenlos mit frischem Trinkwasser.
Folgende Straßenzüge in Langenhagen sind nach aktuellen Erkenntnissen betroffen:
Bauernwinkel
Breimerwinkel
Bussardweg
Ehrlichstraße
Elsterweg
Emil-von-Behring-Straße
Falkenweg
Falkenweg
Grenzheide
Habereck
Habichtweg
Hertzstraße
Im Gehäge
Kneippstraße
Leibnitzstraße
Milanweg
Otto-Hahn-Straße
Planckstraße
Poggenaue
Reuterdamm
Robert-Koch-Straße
Röntgenstraße
Sauerbruchstraße
Schnittenhorn
Sperberweg
Theodor-Heuss-Straße
Virchowstraße
Walsroderstraße 162 bis 179
Werlhofstraße
Wietzengrund
Bürgerinnen und Bürger wenden sich bei Hinweisen bitte an enercity bei der Störnummer (0511) 430 5111.
14:55 Uhr Aktualisierung der Wasserstörung
Das Gesundheitsamt der Region weist darauf hin, dass das Wasser in dem betroffenen Gebiet mit Ausnahme der Toilettenspülung nicht verwendet werden soll, solange die Ursachen für die Verunreinigung ungeklärt sind. Wasserproben wurden genommen und werden derzeit im Labor analysiert.
Der enercity-Entstörungsdienst hat den Bereich durch Stellmaßnahmen sektioniert und die Ausdehnung der Verunreinigung in weitere Versorgungsgebiete verhindert.
Derzeit informiert enercity über Lautsprecherwagen die Anwohner über den Sachverhalt. Zudem sind Wasserwagen an vier Standorten positioniert (1. Virchowstr. 5d; 2. Emil-von-Behringstr. / Theodor-Heuss-Str.; 3. Habereck 43 an der Wendeplatte; 4. Elsterweg / Im Gehäge 15). enercity versorgt seine Kunden dort kostenlos mit frischem Trinkwasser.
18:37 Uhr Wasserwelt Langenhagen wegen Problemen mit der Wasserversorgung vorübergehend geschlossen
Wegen Problemen mit dem Trinkwasser, die enercity heute Vormittag gemeldet hatte, musste die Wasserwelt Langenhagen heute um 15 Uhr vorübergehend geschlossen werden. Sie kann Donnerstag frühestens um 10 Uhr wieder öffnen, wenn die Ursache von enercity bis dahin behoben wurde. „Davon betroffen sind auch alle Kurse und das Schulschwimmen vor 10:00 Uhr“, sagt Heike Ebersbach, Betriebsleiterin der Wasserwelt und betont, dass Schulen und Vereine bereits informiert wurden. „Wir informieren unsere Gäste auf https://www.wasserwelt-langenhagen.de und auf Facebook unter https://www.facebook.com/wasserwelt.langenhagen sobald wir wissen, wann wir wieder öffnen können“, so Ebersbach.
Am Morgen hatte enercity auf seiner Website mitgeteilt, dass Kunden am Vormittag in weiten Teilen von Langenhagen, schaumiges und nach Reinigungsmittel riechendes Trinkwasser an der enercity-Störungsannahme gemeldet haben. Daraufhin habe das Gesundheitsamt der Region Hannover hingewiesen, dass das Wasser in dem betroffenen Gebiet, mit Ausnahme der Toilettenspülung, nicht verwendet werden soll, solange die Ursachen für die Verunreinigung ungeklärt sind. „Wir haben deshalb entschieden, den Betrieb der Wasserwelt vorübergehend einzustellen, da die Sicherheit unserer Badegäste an erster Stelle steht“, so Carsten Hettwer, Leiter Eigenbetrieb Bad.
21:10 Uhr Update von enercity
In Teilen von Langenhagen sind seit dem Vormittag des 28. Oktober 2020 rund 2.000 Haushalte durch eine Verunreinigung des Trinkwassers betroffen.
enercity hat das Problem erfolgreich eingegrenzt und eine Ausbreitung in weitere Abschnitte des Versorgungsgebiets verhindert. Zusätzlich spülen die Mitglieder der Nachtschicht das Wassernetz aktuell umfassend durch.
Darüber hinaus hat enercity intensiv Ursachenforschung betrieben. Erste Indizien zeigen, dass die entstandene Schaumbildung vermutlich durch ein Reinigungsprodukt verursacht wurde. Dieses ist aus bislang ungeklärter Ursache von außen ins Wassernetz gelangt (Fremdeintrag). Zur genauen Zusammensetzung gibt es bislang keine eindeutigen Erkenntnisse.
Mit ersten Laboranalysen, die sich aufgrund der unklaren Substanz aufwändiger gestalten, ist frühestens am Donnerstagmittag zu rechnen. Bis dahin greift weiterhin die Aufforderung des Gesundheitsamts der Region Hannover, das Trinkwasser nicht zu trinken oder für Waschzwecke zu nutzen. Ausnahme: Toilettenspülung.
Die Wasserversorgung der Anwohner in Langenhagen ist über bereitgestellte Wasserwagen gewährleistet. Die Fahrzeuge stehen die Nacht über an vier Stellen in den betroffenen Straßenzügen bereit. Auch das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt.
enercity arbeitet zudem eng mit dem Gesundheitsamt zusammen. Trinkwasser gilt nicht umsonst als eines der am besten überwachten Lebensmittel. Es gilt wie immer das Motto: Prävention und Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Wir bitten höflich um Verständnis für widrige Umstände und hoffen, dass wir am morgigen Donnerstag zumindest einen Teil der Einschränkungen lockern können.
29.10.2020 01:30 Uhr Update
Der Ortsverband Hannover/Langenhagen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) hat heute Nacht im Bereich der Straße Im Gehäge eine zusätzliche Wasserabgabestelle für die betroffenen Anwohner aufgebaut und in Betrieb genommen.
Das THW hat eine zusätzliche Wasserentnahmestelle heute Nacht in der Straße Im Gehäge aufgebaut. Foto: Pierre Graser/THW
Wegen des Problems mit der Wasserversorgung muss die Wasserwelt Langenhagen heute (29. Oktober) ebenfalls geschlossen bleiben.
Aufgrund des Bund-Länder-Beschlusses vom 28. Oktober 2020 rechnen die Stadt Langenhagen mit einer Anpassung der Niedersächsischen Corona-Verordnung und möchten Sie an dieser Stelle schon einmal darauf hinweisen, dass die Wasserwelt Langenhagen ab Montag, 2. November, bis voraussichtlich Ende November geschlossen sein könnte. Weitere Informationen hierzu folgen über die Stadt Langenhagen.
29.10.2020 16:50 Uhr Update zur Wasserwelt
Hier ein weiteres Update zur Wasserwelt Langenhagen: Sie wird leider auch morgen nicht öffnen können.
Unser Ziel ist es, die Wasserwelt Langenhagen als bald als möglich zu öffnen und damit den Gästen am Sonnabend (31. Oktober) und Sonntag (1. November) Zeiten (Online-Tickets) anbieten zu können.
Da wir die Umstände, ob das Schwimmbad an der Theodor-Heuss-Straße öffnen kann, nicht beeinflussen können, bitten wir alle Gäste sich die nächsten Tage vor ihrem Besuch der Wasserwelt Langenhagen auf der Internetseite www.wasserwelt-langenhagen.de zu informieren.
29.10.2020 18:13 Update von enercity
Seit dem 28. Oktober 2020 sind in Teilen Langenhagens rund 2.000 Haushalte durch eine Verunreinigung des Trinkwassers betroffen.
enercity hat das Problem frühzeitig erkannt und die räumliche Ausweitung erfolgreich gestoppt. Herkunft und Art der illegal fremdeingetragenen Substanz sind jedoch weiter unklar. enercity und das Gesundheitsamt der Region Hannover bewerten kontinuierlich die Sachlage und das weitere Vorgehen – auch in Abstimmung mit der Stadt Langenhagen.
Weiterhin gilt die Aufforderung des Gesundheitsamts der Region Hannover, das Trinkwasser nicht zu trinken oder für Waschzwecke zu nutzen. Ausnahme: Toilettenspülung. Die Trinkwasserwagen bleiben im Einsatz.
Das öffentliche Wasserrohrnetz wurde inzwischen in Tag- und Nachtarbeit durchgespült. Damit auch aus den Wasserhähnen reines Frischwasser kommt, ist als nächstes die Spülung der Kundenhausanlagen nötig. Mit ersten Mehrfamilienhäusern hat enercity begonnen, aber auch in jedem Einzelhaus und jeder Wohnung ist dies nötig. Tipps für die bestmögliche Spülung der Hausleitungen veröffentlicht enercity auf seiner Internetseite und verteilt diese am Donnerstag, 29.Oktober 2020, auch per Wurfsendung an betroffene Haushalte in Langenhagen (siehe auch als pdf anbei).
Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt geht enercity davon aus, dass die Einschränkungen für einige Tage, längstens zwei bis drei Wochen andauern werden. Dies liegt an der aufwendigen Analytik der Wasserproben, die in spezialisierten Fremdlaboren außerhalb Hannovers untersucht werden müssen. Ziel ist es, so schnell wie möglich die Verwendung des Wassers zumindest für Waschzwecke wieder zu ermöglichen. In einem Folgeschritt würde die Freigabe auch für den Verzehr erfolgen.
Wir bitten weiterhin höflich um Verständnis für die widrigen Umstände und hoffen, dass wir möglichst schnell zumindest einen Teil der Einschränkungen mit Genehmigung des Gesundheitsamts lockern können. Die Trinkwasserqualität hat höchste Priorität.
Wasserwagen sind weiterhin an vier Standorten im betroffenen Gebiet positioniert:
Virchowstraße 5d;
Emil-von-Behringstraße / Theodor-Heuss-Straße;
Habereck 43 an der Wendeplatte;
Elsterweg / Im Gehäge 15.
enercity informiert kontinuierlich auch auf seiner Website https://www.enercity.de/presse/betrieb-und-baustellen/2020/Schaumwasser, auf Twitter https://twitter.com/enercity_presse und auf Facebook https://www.facebook.com/enercity
30.10.2020 06:20 Uhr Infoblatt von enercity zum nachlesen
HANNOVER (PM). Das Leben ist in die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen zurückgekehrt. Am 13. März 2020 war von einem auf den anderen Tag Schluss – leere Akademieflure, leere Schulungsräume. Der Johanniter-Akademie ging es zu Beginn der Corona-Pandemie wie vielen Bildungseinrichtungen. Was tun? Die Ausbildung von etwa Notfall- bzw. Rettungssanitätern und Pflegefachkräften musste weitergehen.
„Wir haben schnell auf ‚Blended Learning‘ umgestellt. Ein Zusammenspiel aus Unterricht in Kleingruppen und selbstgestaltetem E-Learning mit Hilfe eines eigenen Lern-Management-Systems sowie der Niedersächsischen Bildungscloud. Damit sind wir auf noch kommende Herausforderungen bestens vorbereitet“, sagt Johanniter-Akademieleiter Kersten Enke.
Was ist neu? Die Teilnehmenden treffen sich mit ihren Dozenten im virtuellen Raum, in einer Videokonferenz. Nach einem Lehrerimpuls erhalten sie Lernaufgaben, die sie im Selbststudium erarbeiten. Hintergrund: Selbst erarbeitetes Wissen verankert sich oftmals besser. Während dieses Prozesses gehen die Teilnehmenden unter anderem neue Lernwege und können ihr Lerntempo weitgehend selbst bestimmen. Sie erwerben neue Recherchetechniken, erschließen neue Informationsquellen, tauchen tief in die Materie ein, lernen, sich Wissen zu erarbeiten und sind am Ende des Vorgangs Experten für ein Thema. Die Ergebnisse werden im Anschluss von den Experten der Gesamtgruppe in einer Videokonferenz vorgestellt. Für etwaige Fragen stehen die Dozenten per Videochat zur Verfügung. Die Teilnehmenden werden aus der sonst so bequemen Frontalbeschallung geholt und zum Selbstlernen motiviert.
Durch das E-Learning der Teilnehmenden sind Kapazitäten geschaffen worden, so dass Corona-konform in Kleingruppen und unter Wahrung der Hygieneregeln die Praxis trainiert werden kann. Engere und intensivere Betreuung ist zum Vorteil der Teilnehmenden und Lehrkräfte. Das sei auch bei den Kompetenzüberprüfungen spürbar, sagt Enke. E-Learning sei zwar eine erfolgreiche Komponente während des Lernprozesses und bekomme seinen Platz im Lehrplan. Die Ausbildung im Gesundheitswesen lebe allerdings durch einen „physischen“ Kontakt der Lehrkräfte zu den Schülern. Denn gerade in der medizinischen Ausbildung würden zahlreiche Kompetenzen in fachpraktischen Teilen vermittelt, so Enke. Das könne nicht durch E-Learning ersetzt werden.
Über die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen
Die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen, mit ihren Standorten in Hannover, Oldenburg, Göttingen und Elsfleth ist bundesweit eine der führenden Bildungseinrichtungen für Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Das Spektrum reicht von der notfallmedizinischen Basisausbildung zum Rettungssanitäter über die dreijährige Berufsausbildung zum Notfallsanitäter bis hin zur Fortbildung von Rettungsmedizinern und Führungskräften im Rettungsdienst. Als Trainingssite der AHA (American Heart Association) sowie lizensiertes Trainingszentrum für ITLS® (International Trauma Life Support) bietet die Johanniter-Akademie in Hannover auch international anerkannte Fortbildungsprogramme an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die staatlich anerkannte Berufsfachschule für Pflege: Angeboten werden die Ausbildung zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau, zum Pflegehelfer / Pflegehelferin, zur Betreuungskraft nach § 53 c sowie weiter Pflegefortbildungen.
Unterschiedliche Kooperationspartner wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Pflege nationaler und internationaler Ausbildungsnetzwerke ermöglichen eine ideale Einbindung in Praxis und Forschung sowie einen aktuellen Erfahrungsaustausch.
Die Entwicklung und Durchführung der Bildungsangebote sind gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und AZAV zertifiziert. Die Lehrgänge werden begleitend evaluiert und die Ausbildung ständig den neuen Entwicklungen und Erkenntnissen in der Rettungsmedizin und Pflege angepasst.
REGION HANNOVER (PM). Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen in der Region Hannover erweitert die Region als zuständiges Gesundheitsamt jetzt über eine Allgemeinverfügung die Maskenpflicht: An öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum begegnen oder sich nicht nur vorübergehend aufhalten und an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann, ist ab Mittwoch, 28. Oktober 2020, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dazu gehören Fußgängerzonen, Wochen-, Spezial- und Jahrmärkte, Ladengebiete, Einkaufszentren sowie Einkaufsstraßen sowie die dazugehörenden Parkplätze.
Ausnahmen gelten:
bei der Ausübung einer andauernden beruflichen schweren körperlichen Tätigkeit,
für Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, die ein ärztliches Attest vorweisen können, das bestätigt, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist,
für Kinder unter sechs Jahren,
bei gerichtlichen Ortsterminen,
während sportlicher Betätigung.
Die Ausnahmeregelung für Sporttreibende gilt ausschließlich unmittelbar während der sportlichen Betätigung. Vor und nach dem Sport muss dagegen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden – insbesondere auf Sportanlagen, in den Umkleiden sowie beim Betreten und Verlassen der Umkleiden.
Die Allgemeinverfügung untersagt zudem den Verkauf von Alkohol zwischen 23 und 6 Uhr. Dieses Verbot galt bereits seit Freitag vergangener Woche für Gastronomiebetriebe. Die Region Hannover hat es nun auch auf alle Verkaufsstellen des Einzelhandels, Kioske, Trinkhallen, Tankstellen und andere ähnliche Verkaufsstellen erweitert.
Regionspräsident Hauke Jagau ruft zu mehr Eigenverantwortung auf: „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen sich unabhängig von Verordnungen und Allgemeinverfügungen so vernünftig verhalten, dass das Ansteckungsrisiko minimal ist. Wenn ich mich irgendwo aufhalte, wo ich auf andere Menschen treffe und den Abstand nicht einhalten kann, tragen ich eben eine Maske. Das ist nach jetzigem Stand der beste Weg, um sich selbst und andere zu schützen. Verordnungen, die nicht respektiert werden, helfen leider nichts. Deshalb glaube ich, dass wir mit Vorschriften maßvoll umgehen müssen und auf die Eigenverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner setzen sollten.“
Die jetzt erlassene Allgemeinverfügung der Region Hannover setzt die Vorgaben der seit Freitag gültigen Landesverordnung um und schärft sie nach. Die Veröffentlichung in der Tagespresse ist für Dienstag, 27. Oktober, geplant. Damit tritt die Allgemeinverfügung am Mittwoch, 28. Oktober 2020, in Kraft.
Lesefassung der Allgemeinverfügung der Region Hannover vom 26.10.2020:
LANGENHAGEN (PM). Mit Blick auf die Entwicklung der aktuellen Infektionszahlen innerhalb der Region Hannover muss die Stadt die Vermietung der Räume in den Dorfgemeinschaftshäusern (DGH) einstellen. Aufgrund der Niedersächsischen Corona-Verordnung vom 22. Oktober dürfen mit Überschreiten des 7-Tage-Inzidenz-Wertes von 50 private Feiern in geschlossenen Räumen mit maximal zehn Personen stattfinden.
Bereits abgeschlossene Mietverträge werden rückabgewickelt. Mieterinnen und Mieter erhalten sowohl die Kaution als auch die Miete vollständig zurück. Sie werden von Mitarbeitenden der Gebäudeverwaltung kontaktiert und über die neue Situation informiert.
Wann die die Säle und Räume im DGH Godshorn, der Remise in Engelbostel, im Zelleriehaus oder Niét Hus in Kaltenweide, im DGH Schulenburg oder Brinker Park. wieder für private Feiern jeglicher Art vermietet werden können, ist derzeit ebenso ungewiss wie die weitere Entwicklung des 7-Tage-Inzidenz-Wertes innerhalb der Region Hannover. Die neue Corona-Verordnung ist vorerst vom 23. Oktober bis zum 15. November in Kraft.
REGION HANNOVER (PM). Die Zahl der neu an Covid-19 Infizierten hat am 24. Oktober für die Region Hannover den Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Der Wert betrug 52,7.
Damit greifen weitere Maßnahmen:
Öffentliche Veranstaltungen – sofern es sich nicht um Sportveranstaltungen handelt, für die eine gesonderte Regelung gilt – dürfen ab sofort nur noch mit maximal 100 Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden, sofern diese sitzen. Ausnahmen sind zulässig, wenn ein Hygienekonzept vorgelegt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt wird.
Keine Änderungen gibt es nach jetzigem Stand für Sportveranstaltungen. Wenn das Publikum sitzt, brauchen nur Veranstaltungen mit mehr als 500 Zuschauerinnen und Zuschauern eine vorherige Zulassung. Grundsätzlich gelten bei Sportveranstaltungen unter anderem ein Alkohol-Verbot und – wie überall – die Abstandsregeln bzw. Maskenpflicht. Tickets müssen personalisiert ausgegeben werden.
An privaten Feiern dürfen nur Personen aus zwei Haushalten teilnehmen, jedoch insgesamt nicht mehr als zehn Personen – unabhängig davon, wo die Feier oder Veranstaltung stattfindet. Der Mindestabstand von 1,50 Metern gilt auch in diesem Rahmen. Handelt es sich um Angehörige, zum Beispiel Verwandte oder verschwägerte Personen, dürfen die bis zu zehn Teilnehmer auch aus mehr als zwei Haushalten kommen.
Für Gastronomiebetriebe gilt eine Sperrzeit von 23 bis 6 Uhr. Unabhängig von der Sperrfrist ist nunmehr der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken durch Gastronomiebetriebe ganztägig untersagt.
All diese Regelungen sind über die Verordnung des Landes Niedersachsen gedeckt, die am Donnerstag, 22. Oktober, veröffentlicht wurde, und haben damit unmittelbare Wirkung.
Die Region Hannover wird zudem weitere Maßnahmen ergreifen:
Kiosken, Trinkhallen und anderen Anbietern wird dabei untersagt werden, in Einklang mit der vom Land festgelegten Sperrzeit für Gastronomiebetriebe alkoholhaltige Getränke zwischen 23 und 6 Uhr auszugeben.
Auch die Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird weiter ausgeweitet werden: Die Region wird hier weitere Bereiche im Regionsgebiet festlegen, in denen Menschen sich insbesondere auf engem Raum aufhalten oder begegnen. Für diese Bereiche wird dann eine entsprechende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeordnet.
Die entsprechenden Regelungen werden über eine Allgemeinverfügung der Region Hannover umgesetzt, die voraussichtlich am Dienstag, 27. Oktober, in der Tagespresse veröffentlicht wird und damit ab Mittwoch, 28. Oktober, in Kraft ist.
Regionspräsident Hauke Jagau mahnt, vor allem bei privaten Treffen die Regeln zu respektieren: „Wir erleben, dass die Menschen sich bei Familienfeiern und bei Treffen im Freundeskreis anstecken und dann das Virus weitertragen. Natürlich fällt es schwer, zu Menschen, die man gerne hat und gut kennt, auf Distanz zu gehen. Aber es kommt jetzt vor allem auf die Eigenverantwortung an. Nur, wenn wir auch im privaten Bereich die Abstände einhalten, können Infektionsketten unterbrochen werden. Jede und jeder von uns kann und muss durch das eigene Verhalten zur Unterbrechung der Infektionsketten beitragen.“
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