Der 37. Entdeckertag in Hannover lockt mit freier Fahrt im gesamten Nahverkehr und zahlreichen Veranstaltungen
REGION HANNOVER (redu). Am Sonntag, dem 8. September 2024, lädt die Region Hannover zum 37. Entdeckertag ein. Wie in den vergangenen Jahren profitieren die Besucher von kostenfreier Nutzung des gesamten öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den Zonen ABC des ÜSTRA/GVH-Verbundgebiets.
Die Regelung umfasst Busse, Bahnen, S-Bahnen, Regionalzüge (RB, BE) sowie das On-Demand-Angebot „sprinti“. Ausgenommen sind jedoch Fahrten von und zu den benachbarten Landkreisen, für die weiterhin ein Ticket erforderlich ist.
Bereits ab Samstag, dem 7. September 2024, Betriebsbeginn, bis Sonntag, dem 8. September 2024, Betriebsschluss, kommt es aufgrund von Veranstaltungen in Hannovers Innenstadt zu Änderungen im Busverkehr. Die Haltestellen „Kröpcke“ und „Kröpcke/Theaterstraße“ entfallen ganztägig. Fahrgäste der Linien 100 und 200 werden gebeten, auf die Haltestellen „Aegidientorplatz“ oder „Thielenplatz“ auszuweichen. Die Buslinien 120 und 800 enden und starten während dieser Zeit am „Aegidientorplatz“, wobei die Haltestelle in der Georgstraße nicht bedient wird. Als Alternative halten die Linien an der Bedarfshaltestelle im Schiffgraben.
Die ÜSTRA empfiehlt den Fahrgästen, sich die schnellste Route über die digitale Fahrtauskunft in der ÜSTRA App oder auf uestra.de anzeigen zu lassen.
Die ÜSTRA selbst wird beim Entdeckertag mit Infoständen im Bereich des Opernplatzes in Hannovers Innenstadt vertreten sein. Neben Informationen rund um den ÖPNV in der Region Hannover bietet die ÜSTRA auch einen Drohnenflug entlang des simulierten Streckenverlaufs der Linien 100 und 200 sowie einen Rutschparcours für Kinder auf der Wiese an.
Schnelles Eingreifen der Feuerwehr verhindert größeren Schaden im Gehrdener Jugendpavillon
GEHRDEN (redu). Am Sonntagmorgen, den 1. September 2024, wurden die Organisatoren einer Wochenendfreizeit im Gehrdener Jugendpavillon (Jupa) bei ihrem Betreten des Gebäudes von beißendem Brandgeruch empfangen. Nachdem sie den verrauchten Veranstaltungsraum betraten, alarmierten die Betreuungspersonen umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112.
Die Regionsleitstelle reagierte schnell und alarmierte gemäß einem speziellen Alarmplan für das besondere Gebäude die Schwerpunktfeuerwehr sowie vier weitere Ortsfeuerwehren, eine Drehleiter, mehrere Sonderfahrzeuge und den Rettungsdienst. Als die ersten Einsatzkräfte am Jupa eintrafen, war das Gebäude glücklicherweise leer, da die jugendlichen Teilnehmer der Freizeit auf dem benachbarten Gelände des Freibades übernachtet hatten.
Ein Einsatztrupp unter Atemschutz begann sofort mit der Erkundung des Gebäudes und entdeckte in der Küche einen eingeschalteten Herd, dessen überhitzte Herdplatte die Ursache des Feuers war. Nahebei abgelegte Geschirrhandtücher hatten sich durch die Hitze entzündet und einen Kleinbrand verursacht. Die Feuerwehrleute schalteten den Herd ab und löschten die glimmenden Reste schnell mit einer geringen Menge Wasser.
Obwohl der Brand selbst nur geringe Schäden verursachte, hatte sich der Rauch bereits im gesamten Gebäude ausgebreitet. Die Einsatzkräfte setzten spezielle Druckbelüftungsgeräte ein, um den Rauch aus dem Gebäude zu entfernen. Zudem wurde die Stromzufuhr des leicht beschädigten Herdes dauerhaft abgeschaltet, um weitere Gefahren zu verhindern.
Dank des schnellen und professionellen Eingreifens der Feuerwehr blieb der Schaden auf den Herd und die umliegenden Küchenutensilien beschränkt. Der Jugendpavillon kann weiterhin für den offenen Betrieb genutzt werden, größere Schäden wurden vermieden.
Großübung in Welze: Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und THW auf die Probe gestellt
NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Samstag, den 31. August 2024, fand im Neustädter Ortsteil Welze eine großangelegte Alarmübung statt, an der mehr als 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und dem Technischen Hilfswerk (THW) beteiligt waren.
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen in einer realistischen Katastrophensituation zu trainieren. Das Szenario stellte einen schweren Verkehrsunfall nach, bei dem ein Reisebus mit 20 Insassen gegen das Betriebsgebäude einer Biogasanlage prallte und ein Feuer auslöste.
Die Übung begann um 10 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehr, die als erste am simulierten Unfallort eintraf. Die Einsatzkräfte standen vor der Herausforderung, eine vermisste Person im Gebäude zu suchen, während parallel die Rettung der verletzten Businsassen koordiniert werden musste. Die Feuerwehrkräfte lokalisierten die vermisste Person, die im Rahmen der Übung „tot“ geborgen wurde. Gleichzeitig wurden die Verletzten aus dem Bus evakuiert und von Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) medizinisch versorgt.
Zur Brandbekämpfung im Betriebsgebäude der Biogasanlage wurde ein umfassender Löschangriff gestartet. Dabei mussten die Feuerwehrleute nicht nur das Feuer bekämpfen, sondern auch sicherstellen, dass der angrenzende Schweinestall nicht gefährdet wurde. Aufgrund des Feuers fiel die Stromversorgung der Biogasanlage und des Stalls aus, was ein Eingreifen des THW erforderlich machte. Die Fachgruppen Elektroversorgung und Notinstandsetzung aus Wunstorf wurden alarmiert, um eine Ersatzstromversorgung aufzubauen und die Pumpen der Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Dieser Teil der Übung wurde ebenfalls praktisch umgesetzt.
Während der laufenden Rettungs- und Löschmaßnahmen trat eine zusätzliche Gefahrensituation auf, als ein vermeintlicher Angehöriger einer der verletzten Personen die Einsatzstelle betrat und die Einsatzkräfte mit einem Messer bedrohte. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war, reagierte sofort und überwältigte den Angreifer mithilfe von Trainingswaffen. Die Situation wurde schnell unter Kontrolle gebracht, und der „Gefährder“ wurde vom Einsatzort entfernt.
Angesichts der zahlreichen Verletzten rief die Einsatzleitstelle eine „Massenanfall von Verletzten (MANV)“-Lage aus. Dies bedeutete, dass weitere Rettungskräfte zur Unterstützung angefordert wurden. Die Schnellen Einsatzgruppen (SEG) des DRK aus Garbsen und Neustadt sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Wunstorf übernahmen die Registrierung und Erstversorgung der Verletzten. Die Verletzten wurden nach ihrer Stabilisierung ins Krankenhaus Neustadt transportiert, wo das Personal ebenfalls in die Übung eingebunden war. Im Krankenhaus wurde die weitere Sichtung der Verletzten nach dem Triage-Prinzip vorgenommen, und die Organisation einer möglichen Weiterverlegung in andere Kliniken wurde geübt.
Insgesamt waren neun Ortsfeuerwehren aus Büren, Esperke, Evensen, Hagen, Helstorf, Niedernstöcken, Mandelsloh, Wulfelade und Welze an der Übung beteiligt. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Welzes Ortsbrandmeister Robin Porath, unterstützt von der „Einsatzleitung Ort (ELO)“ der Feuerwehr und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Dennis Hausmann. Auch die Notfallseelsorge war vor Ort, um die Betreuung der Einsatzkräfte und „Verletzten“ zu unterstützen. Die Verpflegungsgruppe der Regionsfeuerwehrbereitschaft I sorgte für die Verpflegung der insgesamt 118 Feuerwehrkräfte.
Die Polizei war mit vier Beamtinnen und Beamten vor Ort, darunter eine Drohneneinheit, die Live-Bilder für die Einsatzbesprechungen am Einsatzleitwagen lieferte. Die Drohneneinheit unterstützte zudem die Übersicht der Lage und trug zur schnellen Entscheidungsfindung der Einsatzleitung bei.
Die Übung wurde durch zahlreiche Beobachter der teilnehmenden Organisationen begleitet, darunter auch der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner und die Erste Stadträtin Maria Lindemann. Beide verfolgten den Ablauf der Übung gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Lars Hedwig, der für die Organisation der Übung verantwortlich war.
Das Szenario für die Großübung war in der regelmäßig stattfindenden „Blaulichtrunde“ entwickelt worden, einer Runde, an der Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Deutschem Roten Kreuz, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk teilnehmen. Die Erkenntnisse aus der Übung sollen in den kommenden Wochen ausgewertet und für die weitere Ausbildung und Fortbildung der Einsatzkräfte genutzt werden, um im Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein.
Alarmübung im Klinikum Neustadt: Rauchentwicklung und Evakuierung simuliert
NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Freitag, den 30. August, fand im Neustädter Klinikum eine umfangreiche Alarmübung statt, bei der eine Rauchentwicklung in einer Stationsküche simuliert wurde. Über 75 Einsatzkräfte und 40 Statisten waren beteiligt.
Freitagabend wurde im Neustädter Klinikum eine großangelegte Alarmübung durchgeführt. Das Szenario der Übung simulierte eine Rauchentwicklung in einer Stationsküche im zweiten Obergeschoss. Die Regionsleitstelle löste daraufhin einen sogenannten „Objektalarm“ aus, der durch die Brandmeldeanlage des Klinikums automatisch aktiviert wurde. Nachdem Mitarbeitende eine bestätigte Rauchentwicklung gemeldet hatten, wurde die Alarmstufe erhöht, und mehrere Feuerwehren sowie Rettungskräfte aus der Region wurden alarmiert.
An der Übung nahmen Feuerwehren aus Neustadt, Bordenau, Eilvese, Poggenhagen, Otternhagen und Empede teil. Später wurden zusätzliche Einsatzkräfte, darunter die Ortsfeuerwehr Suttorf und eine Drehleiter aus Wunstorf, hinzugezogen. Auch ein Fachberater des THW Wunstorf und Bürgermeister Dominic Herbst waren vor Ort, um den Verlauf der Übung zu beobachten.
Die eingesetzten Kräfte mussten eine Station evakuieren, auf der sich 35 Übungspatienten und deren Besucher befanden. Diese wurden von Angehörigen der Bundeswehr gespielt. Die Evakuierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des Klinikums und dem Rettungsdienst. Einige Patienten wurden in andere Gebäudeteile verlegt, während andere über Treppenhäuser nach draußen gebracht werden mussten.
Die Übung wurde von der regelmäßig stattfindenden „Blaulichtrunde“ organisiert, an der verschiedene Rettungs- und Sicherheitsorganisationen teilnehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur weiteren Aus- und Fortbildung genutzt werden. Insgesamt waren rund 75 Feuerwehrkräfte, 40 Statisten der Bundeswehr und der Rettungsdienst an der Übung beteiligt. Sebastian Brock vom THW Wunstorf, Teil der Übungsleitung, bedankte sich bei allen Beteiligten und bestätigte, dass die Aufgabenstellung erfolgreich erfüllt wurde. Am Ende erhielten alle Einsatzkräfte eine Teilnahmeurkunde.
Im September regionale Lebensmittel entdecken und genießen
REGION HANNOVER (redu). Im September startet in der Region Hannover die vierte Regio Challenge. Die Teilnehmenden sind eingeladen, einen Monat lang Mahlzeiten mit regionalen Zutaten zu kochen und dabei die Vielfalt der regionalen Landwirtschaft zu entdecken.
Die Landeshauptstadt und die Region Hannover richten zum vierten Mal die Regio Challenge aus, die im September stattfindet. Bei dieser Aktion geht es darum, 30 Tage lang möglichst viele Mahlzeiten aus Zutaten zuzubereiten, die in einem Umkreis von höchstens 100 Kilometern produziert und verarbeitet wurden. Ein Produktjoker pro Mahlzeit sorgt dafür, dass auf Dinge wie den morgendlichen Kaffee nicht verzichtet werden muss.
Ziel der Regio Challenge ist es, den Menschen die Vorteile regionaler Lebensmittel näherzubringen. Kurze Transportwege, die Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft und der Erhalt von Kulturlandschaften sind nur einige der Argumente für mehr Regionalität auf dem Teller. Besonders im Spätsommer ist die Auswahl an frischen, saisonalen Produkten groß, von Auberginen bis Zwetschgen. Aber auch das ganze Jahr über gibt es regionale Alternativen bei Fleisch, Milchprodukten, Eiern und vielem mehr.
Organisiert wird die Challenge vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover und dem Team Regionale Naherholung der Region Hannover. Unterstützt wird die Aktion von verschiedenen Partnern, darunter gastronomische Betriebe, die während der Challenge regionale Gerichte anbieten. So können Teilnehmende auch außerhalb der eigenen Küche regional essen gehen.
Das begleitende Veranstaltungsprogramm zur Regio Challenge ist vielfältig: Es reicht von Hofführungen und Verkostungen über Kochevents bis hin zu Mitmachaktionen auf dem Acker. So gibt es am 21. September eine Nasch-Tour über den Bauernmarkt am Moltkeplatz in Hannover, auf der die Vielfalt regionaler Produkte erkundet werden kann. Weitere Veranstaltungen finden unter anderem auf dem Gut Adolphshof in Hämelerwald und der Obstplantage Hahne in Gleidingen statt.
Auch neue Geschäfte in der Stadt und Region beteiligen sich an der Challenge. In der Oststadt hat der StadtLandGenussLaden eröffnet, der durch die Zusammenarbeit einer Bio-Bäckerei und eines landwirtschaftlichen Betriebs entstanden ist. In Sehnde bietet die Gärtnerei Kiebitz in ihrem Bioladen selbst angebautes Gemüse und Obst an. Für Interessierte gibt es am 19. September eine Führung durch die Obstanlagen in Sehnde.
Wer nicht nur konsumieren, sondern auch selbst aktiv werden möchte, findet bei den Solidarischen Landwirtschaften (Solawi) Angebote, wie zum Beispiel Gemeinschaftsaktionen auf dem Acker. Die Solawi Wildwuchs lädt am 1. September zu einem veganen Koch-Event ein, während die Solawi Adolphshof Führungen zur Kreislaufwirtschaft und einen Filmabend anbietet.
Alle Informationen zur Regio Challenge, den teilnehmenden Betrieben und dem Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Webseite www.hannover.de/regio-challenge.
Gesundheitsamt fördert mit neuer Forschungseinheit praxisnahe Wissenschaft
REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover hat das erste Lehr- und Forschungsgesundheitsamt (LFGA) in Niedersachsen eröffnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu verbessern und die Gesundheit der 1,2 Millionen Einwohner*innen der Region nachhaltig zu fördern.
Klimawandel, Pandemien und der demografische Wandel stellen den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vor wachsende Herausforderungen. Um diesen besser begegnen zu können, hat die Region Hannover das erste Lehr- und Forschungsgesundheitsamt (LFGA) in Niedersachsen ins Leben gerufen. Dieses soll die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis stärken und so zur langfristigen Gesundheitsförderung in der Region beitragen.
Christine Karasch, die Gesundheitsdezernentin der Region Hannover, betont: „Mit der Einrichtung des Lehr- und Forschungsgesundheitsamts schaffen wir eine wichtige Plattform, um die wissenschaftliche Kompetenz des ÖGD weiter auszubauen und zukunftsfähig zu machen.“ Ein zentrales Ziel sei es, wissenschaftlich fundierte Daten auszuwerten, um im Bedarfsfall schnell und effizient reagieren zu können. Karasch hebt hervor, dass das LFGA eine Brücke zwischen Forschung und Gesundheitsamt schlägt, indem es eng mit Hochschulen kooperiert und Leitlinien gemeinsam mit anderen niedersächsischen Gesundheitsämtern entwickelt.
Die Einrichtung des LFGA folgt der Empfehlung des Beirats „Pakt ÖGD“, der im Zuge der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Der dritte Bericht des Beirats empfiehlt ausdrücklich, Wissenschaft und Praxis im ÖGD stärker zu verknüpfen, um dessen Qualität und Reaktionsfähigkeit zu verbessern.
Das LFGA wird Forschungsprojekte entwickeln und durchführen, den wissenschaftlichen Nachwuchs durch universitäre Lehre fördern und die strategische Gesundheitsplanung optimieren. Ein weiteres Anliegen ist es, den ÖGD durch praxisnahe Vorlesungen und Weiterbildungen für Studierende und Fachkräfte attraktiver und sichtbarer zu machen. „Lehre und Forschung sind keine neuen Aufgabenfelder für die Region, aber mit der neuen Einrichtung intensivieren wir die Vernetzung verschiedener Akteur*innen aus Medizin, Public Health und Umweltmedizin“, so Karasch weiter.
Die Leitung der neuen Einrichtung übernimmt Dr. Mustafa Yilmaz, Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen und Allgemeinmedizin. Yilmaz wechselt aus dem Fachbereich Gesundheitsmanagement der Region Hannover in die neue Stabstelle. Er sieht gute Voraussetzungen für die Arbeit des LFGA: „In der Region sind viele Universitäten und Lehreinrichtungen ansässig. Zudem arbeiten wir bereits eng mit den Kliniken zusammen – das bietet eine ideale Ausgangslage.“
Rettungskräfte am Steinhuder Meer im Großeinsatz: Sturm überrascht Schiffe und Boote während Veranstaltung
STEINHUDE (redu).Ein plötzlicher Wetterumschwung sorgte am Samstagabend während des „Festlichen Wochenendes“ am Steinhuder Meer für einen Großeinsatz von Rettungskräften. Während das Feuerwerk über dem Binnensee die Veranstaltung krönte, zogen unerwartet Sturmböen mit Windstärke 8 auf.
Boote wurden von ihren Ankerplätzen losgerissen, Stand-Up-Paddler abgetrieben und etwa 20 Wasserfahrzeuge kenterten. Feuerwehr, DLRG und THW waren mit mehr als 200 Einsatzkräften und 26 Booten stundenlang im Einsatz, um Menschen zu retten und Boote zu bergen. Für die beliebte Veranstaltung war vorher das Nachtfahrverbot für das Steinhuder Meer zur dieser Zeit aufgehoben worden.
Mehrere Personen mussten aus dem Wasser gezogen werden. Insgesamt 16 Menschen konnten rechtzeitig gerettet werden, einige erlitten leichte Unterkühlungen, aber niemand musste ins Krankenhaus. Um das 30 Quadratkilometer große Steinhuder Meer effizienter absuchen zu können, wurden sämtliche Drohnen der Regionsfeuerwehrbereitschaften der Region Hannover alarmiert. Im Einsatz waren fünf DJI M300T, die auch bei schlechtem Wetter flugtauglich sind und eine lange Einsatzzeit gewährleisten. Ausgestattet mit Scheinwerfern, hochauflösenden Wärmebildkameras und Zoomobjektiven ermöglichten die Drohnen eine präzise Suche. Das Gewässer wurde dazu in Sektoren aufgeteilt. Entdeckte eine Drohne einen Verdachtsfall, wurde umgehend ein Rettungsboot zur Position geschickt, um den Bereich zu überprüfen. Die Rettungsaktionen dauerten bis in die frühen Morgenstunden.
Der Veranstalter erwartete rund 10.000 Besucher zu dem Event am Steinhuder Meer. Die Veranstaltung bot neben einem doppelten Feuerwerk auch ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Live-Musik und Familienangeboten. Die plötzliche Wetterlage führte jedoch zu einem frühzeitigen Abbruch des Events.
Gegen 22:30 hatte der Deutsche Wetterdienst aktuell sehr kurzfristig vor starkem Gewitter für die Region gewarnt. Am Flughafen Wunstorf wurden um 22:15 Uhr noch 15 km/h (4 Beaufort) gemessen. Nur 45 Minuten später hatte sich der Wind auf 42 km/h mit Böen um 57 km/h auf 9 Beaufort verstärkt. Dass es dann so heftig und plötzlich kam, damit hatte vermutlich niemand gerechnet.
Hannover: Veterinäramt warnt vor Risiken beim Mitbringen von Tieren aus dem Ausland
REGION HANNOVER (redu). Nach den Sommerferien in Niedersachsen kehrten viele Urlauber zurück, doch für einige Haustiere endete die Reise am Flughafen Langenhagen in Quarantäne. In der ersten Jahreshälfte mussten insgesamt 26 Tiere, darunter 15 Hunde und 11 Katzen, wegen fehlender Impfungen oder unzureichender Dokumente isoliert werden. Die Quarantänezeiten reichten von zwei bis 98 Tagen. Laut dem Fachbereich Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover stammten die meisten dieser Tiere aus der Türkei.
„Das Mitnehmen von Tieren aus dem Urlaub, wie streunende Hunde oder Katzen, kann für die Tiere großen Stress bedeuten und sollte vermieden werden“, erklärt Dr. Petra Spieler, Leiterin des Fachbereichs. Im Vordergrund stehe der Schutz vor Tollwut, die in vielen außereuropäischen Ländern noch verbreitet ist. Daher gelten in der EU strenge Einfuhrbestimmungen. Vor der Einreise muss ein wirksamer Tollwutschutz durch Impfung und Bluttest nachgewiesen werden. Oftmals wird zudem eine Wartezeit von 90 Tagen vorgeschrieben.
Die Quarantäne ist nicht nur belastend für die Tiere, sondern auch teuer. Insgesamt sind für die Quarantäne bisher Kosten von über 25.000 Euro entstanden, die meist von den Tierhalter*innen getragen wurden. Pro Tag fallen 21 Euro an, zusätzlich zu weiteren Tierarztgebühren. Bei fehlender Dokumentation kann die Quarantäne bis zu 90 Tage dauern. In solchen Fällen wird geprüft, ob die Tiere ins Herkunftsland zurückgeführt werden können.
Reisende, die ein Tier nach Deutschland bringen wollen, sollten sich frühzeitig über die Einfuhrbedingungen informieren. Die Vorbereitungszeit kann bis zu fünf Monate betragen. Weitere Auskünfte erteilt der Fachbereich unter der Telefonnummer (0511) 616-22095 oder per E-Mail GKS@region-hannover.de.
Schwerer Unfall auf der L192: Feuerwehr rettet eingeklemmten Fahrer
NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf der L192 zwischen Bevensen und Laderholz ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Golf und ein Skoda kollidierten frontal, wobei drei Personen verletzt wurden. Die Feuerwehr war mit 57 Einsatzkräften vor Ort.
Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der Landstraße L192 zwischen Bevensen und Laderholz gerufen. Gegen 14 Uhr stießen ein VW Golf und ein Skoda frontal zusammen. Die beiden Insassinnen des Golfs konnten sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Der Fahrer des Skoda war hingegen in seinem Auto eingeschlossen, jedoch nicht eingeklemmt. Mithilfe von technischem Gerät öffnete die Feuerwehr beide Fahrzeugseiten und befreite den Fahrer schließlich über die Fahrerseite.
Alle drei Unfallbeteiligten wurden dem Rettungsdienst übergeben. Der Brandschutz wurde von der Feuerwehr sichergestellt, während auslaufende Betriebsstoffe abgestreut wurden. Für die Dauer des Einsatzes war die L192 voll gesperrt.
Insgesamt waren 57 Kräfte der Ortsfeuerwehren Hagen, Laderholz, Lutter, Mandelsloh und Welze unter der Leitung von Laderholz’ stellvertretendem Ortsbrandmeister Steffen Dangers im Einsatz. Unterstützung erhielten sie vom Einsatzleitfahrzeug Nord/West, Stadtbrandmeister Torben Klingemann, dessen Stellvertreter Dennis Hausmann, Notfallseelsorger Tim Kröger sowie der Polizei und dem Rettungsdienst, der auch den Rettungshubschrauber Christoph Niedersachsen einsetzte.
Zwei Personen konnten sich retten – Feuerwehr löscht brennendes Auto und Umfeld
GEHRDEN (redu). Am Montagabend kam es auf der K231 zwischen Gehrden und Leveste zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und geriet in Brand. Zum Zeitpunkt der Alarmierung war unklar, ob sich noch Personen im Fahrzeug befanden. Da der Rüstwagen der Feuerwehr Gehrden außer Betrieb war, wurde die Feuerwehr Ronnenberg zur Unterstützung mit einem zusätzlichen Rettungssatz alarmiert.
Die beiden Insassen des Kleinwagens konnten glücklicherweise von Ersthelfern rechtzeitig aus dem Fahrzeug befreit und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreut werden. Da bereits Einsatzkräfte am Feuerwehrhaus verfügbar waren, konnten diese sofort mit einem Tanklöschfahrzeug ausrücken. Kurze Zeit später trafen weitere Fahrzeuge des Löschzugs an der Unfallstelle ein.
Nachdem sichergestellt war, dass sich keine weiteren Personen im Fahrzeug befanden, konzentrierte sich die Feuerwehr auf die Brandbekämpfung. Zwei Trupps unter Atemschutz löschten das brennende Auto sowie das bereits in Flammen stehende Umfeld. Die beiden verletzten Insassen wurden durch Rettungswagenbesatzungen und einen Notarzt versorgt. Der PKW brannte vollständig aus, die Höhe des Schadens war zum Ende des Einsatzes noch nicht bekannt.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
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