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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Wasserbüffel

Landschaftspflege light: Wasserbüffel grasen in Pattensen

17. Mai 2023/in Region Hannover

Erster Büffelauftrieb am „Bibersee“ in Koldingen

HANNOVER (PM). Erster Einsatz für die tierischen Landschaftspfleger: Mit dem heutigen Auftrieb ist eine kleine Herde Wasserbüffel in ihr neues Sommerquartier gewechselt – das neue Biotop rund um den sogenannten Bibersee.

Die Region Hannover hat im vergangenen Jahr das Areal nördlich von Koldingen, das wegen Biberdämmen regelmäßig überflutet war, im Rahmen eines Flächentauschs erworben, um es für den Artenschutz zu erhalten. Zum Start in die warme Jahreszeit beginnt nun die Beweidung durch Büffel, die mit ihrem Fress- und Suhlverhalten die Entwicklung von Flora und Fauna im Biotop unterstützen.

„Naturschutz und Nutzungsinteressen in gemeinsamen Projekten in einen Ausgleich zu bringen, ist uns wichtig“, sagt Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt bei der Region Hannover mit Blick auf den erfolgreichen Flächentausch mit den Landwirten: „Es freut mich, dass sich das entstandene Biotop gut entwickelt, und wir mit den Wasserbüffeln eine naturnahe Möglichkeit gefunden haben, Lebensräume für Amphibien, Insekten und Vögel zu schaffen und zu erhalten.“

Den Einsatz der Büffel organisiert der Landwirt Fritz Baumgarte gemeinsam mit seiner Familie. „Wir freuen uns, dass die Tiere hier in Koldingen einen Beitrag für den Artenschutz leisten können.“ Wasserbüffel passen gut an den Bibersee, weil sie sich auf dem feuchten Terrain sehr wohlfühlen, erklärt Baumgarte während des Büffelauftriebs. „Die robusten und gutmütigen Tiere helfen mit ihrem natürlichen Verhalten maßgeblich bei der Beweidung des Nassgrünlands“, so Baumgarte weiter. „Es ist gut, dass wir die Büffel in der Region haben.“

Hintergrund: Wasserbüffel waren in Europa lange meist nur in Italien, Bulgarien oder Rumänien anzutreffen. In der Region Hannover gibt es mehrere Wasserbüffel-Projekte. Das erste startete im Jahr 2003 im Naturschutzgebiet „Meerbruchswiesen“ am Westufer des Steinhuder Meers. Hier weiden in den Frühlings- und Sommermonaten ca. 70 Tiere. Dabei leisten die „Landschaftspfleger auf vier Beinen“ nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz im Meerbruch, sondern sind auch ein beliebtes Fotomotiv für viele Tourist*innen. Wasserbüffelprojekte zum Biotop- und Landschaftsschutz in der Region Hannover werden auch in Zukunft weiter ausgebaut.

Herzensretter

13 Schüler*innen beim Roten Kreuz zu Herzensretter*innen ausgebildet

16. Mai 2023/in Region Hannover

Bei Herzstillstand zählt jede Sekunde

HANNOVER (PM). Bei einem Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Sekunde. Bis der Rettungsdienst eintrifft, hängt das Leben der Betroffenen von beherzt eingreifenden Ersthelfer*innen ab. Doch wie reanimiert man eigentlich richtig? Das können jetzt 13 Schülerinnen und Schüler aus den Schulsanitätsdiensten verschiedener Schulen aus der Region und der Stadt Hannover vermitteln.

Sie wurden vom Jugendrotkreuz in der Region Hannover an einem Wochenende zu Multiplikator*innen ausgebildet. Unterstützt wurde das JRK dabei vom Team Erste Hilfe des DRK-Region Hannover e.V. Die insgesamt 13 Schüler*innen können nun an der Humboldtschule, der Albert-Liebmann-Schule, der Ludwig-Windthorst-Schule, der KGS Barsinghausen, der AWG Uetze und der IGS Springe sogenannte Herzensretter in Bronze und Silber selbst schulen. Der 15-jährige Lucas von der Albert-Liebmann-Schule erklärt: „Ich möchte im letzten Schuljahr, das ich an meiner Schule bin, noch ganz viele weitere junge Menschen in der Reanimation ausbilden.“

Die Aktion Herzensretter des Roten Kreuzes in der Region Hannover in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe wird ausschließlich über Spenden finanziert. Weitere Informationen zu dem Projekt bekommen Sie bei Christian Quade per Telefon 0511 3671-162 oder per Mail an quade@drk-hannover.de. Spenden können an folgendes Konto überwiesen werden.

Hitzeaktionsplanung: Was tun, wenn die Temperaturen steigen? – Hitzeaktion

Hitzeaktionsplanung: Was tun, wenn die Temperaturen steigen?

3. Mai 2023/in Region Hannover

Region Hannover unterstützt ihre Kommunen mit einem Leitfaden

REGION HANNOVER (PM).  Extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels nehmen in der Region Hannover in Anzahl und Intensität zu. Auch in diesem Jahr werden Tage mit Temperaturen über 30°C und sehr warme Nächte erwartet. Hitze belastet nicht nur unsere Umwelt in Form von Dürren und Wassermangel, sondern stellt zudem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.

Um darauf vorbereitet zu sein, hat die Regionsverwaltung 2018 ein umfassendes Klimaanpassungskonzept (KLAK) erarbeitet. Eine Schlüsselmaßnahme darin ist ein „Leitfaden zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen“ durch die Kommunen.

„Wir haben uns das Ziel einer klimaneutralen Region Hannover bis zum Jahr 2035 gesetzt – der fortschreitende Prozess der globalen Erwärmung wird aber nicht abrupt zu stoppen sein. Wir müssen daher mit den Maßnahmen zur Klimaanpassung zugleich auch Vorsorge treffen angesichts zunehmender Wetterextreme wie Hitze, Dürre oder Starkregen“, betonte Regionspräsident Steffen Krach: „Wie beim Klimaschutz gilt auch bei der Anpassung: Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, der sich die Akteure auf allen Ebenen stellen müssen. Der vorliegende Leitfaden ist deshalb eine Handreichung für unsere Städte und Gemeinden, wie sie der Herausforderung Hitze begegnen können. Schutzmaßnahmen für besonders betroffene Personengruppen sind dabei ebenso wichtig wie die Bereitstellung von Informationen, und nicht zuletzt muss die Kommunikationskette bei akuten Hitzewarnungen funktionieren.“

Das KLAK-Gutachten geht von einer Zunahme der Jahresmitteltemperaturen in der Region Hannover aus. Schon heute liegen die Jahresmitteltemperaturen rund 1 Grad über den Mittelwerten der 1950er bis 70er Jahre. Langfristig könnten es über 3 Grad werden; damit hätte Hannover ungefähr die heutige Jahresmitteltemperatur von Venedig. Für Jens Palandt, Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover, sind länger andauernde Hitzeperioden keine Ausnahme mehr: „Im Gegenteil, sie werden – den Prognosen nach – noch häufiger werden. Die Zahl der Sommertage mit mehr als 25°C und der heißen Tage mit mehr als 30°C hat bereits zugenommen, ebenso die Häufigkeit von Tropennächten, in denen die niedrigste Lufttemperatur nicht unter 20°C fällt. Das müssen wir in unseren Anpassungs- und Handlungskonzepten fachübergreifend berücksichtigen. Auf lokaler Ebene brauchen wir zusätzlich Hitzeaktionspläne, die auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Unser Leitfaden ist eine Mustervorlage für die Städte und Gemeinden, die gerne kopiert und entsprechend angepasst werden darf. Die Erstellung kann über unsere Richtlinie ‚Kommunale Klimaanpassung‘ mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden.“

Die Kommunen haben Zugriff auf das geografische Informationssystem der Region Hannover (ReGeo): Dort sind statistische Einwohner*innendaten mit der Klimaanalyse verschnitten. Hitze-Hotspots in denen besonders schutzbedürftige Personen wohnen oder sich aufhalten, können so im Bedarfsfall schnell identifiziert und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. In der Hitze-Cloud der Region Hannover sind dazu ausgewählte Informationen und Maßnahmenvorschläge abrufbereit – sortiert nach Berufs- und Zielgruppen. Die Kommunen können sich in der Cloud auch untereinander inspirieren, austauschen oder vielleicht gemeinsame Maßnahmen identifizieren.

Hitze ist eine Gefahr für die menschliche Gesundheit

Hitze belastet nicht nur die Umwelt, sondern stellt auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Das Umweltbundesamt geht von mehr als 5.000 zusätzlichen Sterbefällen pro Jahr durch Hitze in den kommenden 25 Jahren aus. „Neben den starken Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems, die Herzinfarkte und Schlaganfälle, begünstigen, verändern sich Krankheitsformen und entstehen durch den Klimawandel auch neue,“ begründet Christine Karasch, Gesundheitsdezernentin bei der Region Hannover die Notwendigkeit, sich als Gesellschaft hierauf einzustellen. „Das ist beispielsweise die Zunahme an Allergien, die sich durch längere Pollensaisons verstärken oder durch die Ansiedlung fremder Pflanzenarten erst ausbrechen.“

Hohe Lufttemperaturen und eine intensive Sonneneinstrahlung führen zu einer erhöhten Luftschadstoffbelastung und zu bodennahem Ozon, das wiederum Atemwegbeschwerden begünstigt. Höhere Durchschnittstemperaturen fördern die Verbreitung von Krankheitserregern und deren -überträgern: Zecken und Tigermücken haben längere Aktivitätsphasen; das Umweltbundesamt erwartet eine Zunahme vom Dengue-Fieber, Zika, Malaria und dem West-Nil-Virus – „allesamt Infektionskrankheiten, die es früher in Deutschland nicht gab“, ergänzt Marlene Graf, Leiterin des Gesundheitsamts der Region Hannover.

Klimaanpassung als Langzeitstrategie

Gleichzeitig verfolgt die Region eine Langzeitstrategie der Klimaanpassung: Ein Punkt darin sind die dicht bebauten und versiegelten städtischen Bereiche in Hannover, Garbsen, Laatzen, Langenhagen und auch Barsinghausen. Sie sind durch Hitze besonders belastet – vor allem nachts. Dann ist das Phänomen der Überwärmung deutlich zu spüren, wenn Gebäude, Straßen, Stellflächen die gespeicherte Hitze des Tages abstrahlen und diese städtischen Wärmeinseln nicht mehr abkühlen. „Im Rahmen der Klimaanalyse schauen wir, wo die Wärmebelastungen besonders groß sind und wie sich durch bauliche Maßnahmen kühlende Luftströmungen fördern lassen“, sagt der Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt. Diese planerischen und baulichen Umgestaltungen gehören wie die Förderung von mehr Grün in den Straßen, an Fassaden oder auf Hausdächern, das Abkühlung bringt, zur Anpassungsstrategie.

Flyer „Große Hitze – was tun?“

Ausführliche Gesundheitstipps im Hitzefall gibt die Region Hannover in dem Faltblatt „Große Hitze! – Was tun?“, das auch als Senior*innen-Version erhältlich ist und auf der Internetseite www.hannover.de/hitze.

Starke Rauchentwicklung aus ehemaliger Fabrik – Laatzen Rauchentwicklung Senft

Starke Rauchentwicklung aus ehemaliger Fabrik

28. April 2023/in Region Hannover

Feuerwehr Laatzen löst Stadtalarm aus

LAATZEN (PM). Eine starke Rauchentwicklung aus den leerstehenden Gebäuden der ehemaligen Leuchtenfabrik „Hellux“ in der Mergenthaler Straße in Laatzen meldeten mehrere Anrufer am Freitag wenige Minuten nach 10 Uhr. Um 10.10 Uhr erfolgte Vollalarm für die Ortsfeuerwehr Laatzen.

Als die ersten Fahrzeuge vor Ort eintrafen, war eine starke Rauchentwicklung im linken Teil des leerstehenden Verwaltungsgebäudes zu sehen. Über zwei Treppenhäuser gelangten insgesamt zehn Trupps unter Atemschutz zu den „total verrauchten“ Räumen im 1. Obergeschoss,
dort war die Sicht „gleich null“. Mit einer Wärmebildkamera konnte das Feuer in der abgehängten Decke entdeckt werden. Mehrere Dutzend
Quadratmeter mussten die Trupps „über Kopf“ löschen. Die ganze Etage brannte und erzeugte so mit der Dämmwolle und den Plastikteilen von Kabeln die enorme Rauchentwicklung. Da immer mehr Feuerwehrleute im Einsatz waren, wurde um 10.32 Uhr die Ortsfeuerwehr Rethen nachalarmiert und gegen 10.58 Uhr Stadtalarm ausgelöst (alle vier Ortsfeuerwehren waren somit vor Ort). Die um 11.20 Uhr alarmierten Kräfte
aus Hemmingen und Pattensen wurden nicht mehr eingesetzt. Die tätigen Feuerwehrkräfte entfernten teilweise mit Einreißhaken Deckenteile,
um an den Brandherd heranzukommen.

Vor den beiden Eingängen sowie im Treppenhaus sorgten mehrere Hochleistungslüfter für eine frische Luftzufuhr und gleichzeitig für die Entrauchung des Gebäudes. Die Löschwasserversorgung erfolgte über die Tanks der Fahrzeuge sowie einen nahen Hydranten. Vor Ort waren knapp 20 Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr. Allein von der Laatzener Feuerwehr waren über 60 Kräfte im Einsatz. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Gegen 11.45 Uhr konnte „Feuer aus-Nachlöscharbeiten“ an die Leitstelle gemeldet werden. Um 13.10 Uhr rückte das letzte Fahrzeug der Feuerwehr ein. Die Einsatzstelle wurde dem KDD und der Polizei übergeben. Das Gebäude steht schon länger leer. Ein Bauzaun sichert das Gelände vor unbefugtem Zutritt.

Rund 170 Kinder beim Zukunftstag bei der Region Hannover – Zukunftstag Region Hannover

Rund 170 Kinder beim Zukunftstag bei der Region Hannover

27. April 2023/in Region Hannover

Schüler*innen haben sich die Regionsverwaltung hinter den Kulissen angeschaut

REGION HANNOVER (PM). Beim Zukunftstag 2023 hat auch die Region Hannover ihre Türen geöffnet und den Schüler*innen gezeigt, was es für Jobs bei der Regionsverwaltung gibt – und zwar zahlreiche.

Nach einer gemeinsamen Begrüßung ging es für die Schulkinder im Alter von 10 bis 16 Jahren in Kleingruppen in die unterschiedlichen Fachbereiche und Teams. Beim Team Kommunikation schauten beispielsweise 13 Kinder vorbei. Die Aufgabe: Recherche, eine Pressekonferenz vorbereiten, den Presseraum aufbauen und herrichten und eine Pressemitteilung schreiben. Das fiktive Szenario: Der erste Tag Steffen Krach als Regionspräsident.

„Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Professionalität der Kinder beeindruckt hat. Die Fragen auf der PK gingen teilweise richtig ans Eingemachte – aber es hat tierisch Spaß gemacht. Ich bedanke mich bei den Kindern und Organisatoren. Ich finde es ein gutes Zeichen, dass die Schüler*innen mit großer Freude bei der Sache waren.“

Rettungswache JUH Zukunftstag

Heute Zukunftstag und in Zukunft bei den Johannitern?

27. April 2023/in Region Hannover

In Rettungswachen, Kitas und erstmals auch einer Pflegeeinrichtung schauen sich Jugendliche heute den Arbeitsalltag bei einer Hilfsorganisation an

HANNOVER (PM). Heute ist Zukunftstag – auch bei den Johannitern. Die Weltkinder, die Kita Märker Strolche in Wennigsen und die Kita Pinienweg in Laatzen waren ebenso dabei wie die Rettungswachen in Hannover und Langenhagen und erstmals auch die Tagespflege-Einrichtung in Kirchrode.

Johanniter-Regionalvorstand Torsten Bierbrauer ist ein Fan des eintägigen Praktikums: „Erst der Zukunftstag und in Zukunft dann bei den Johannitern? Wir sind ein cooler, moderner Arbeitgeber mit spannenden Jobs! Ich finde es großartig, dass sich Jugendliche für uns interessieren und wir uns ihnen vorstellen können.“

„Theo, wie viele Freunde hast du?“ Mit der Antwort – etwa 30 – kann Carolin (5) nicht viel anfangen. Deshalb nimmt der 14-Jährige sich ein Blatt Papier, malt 30 Strichmännchen auf und erklärt es ihr: „Die hier sind von der Schule, die vom Volleyball und die aus meiner Familie.“ Für Theo ist es schon der zweite Zukunftstag in einer Kita. „Ich mag es, mit Kindern zu arbeiten. Es ist anstrengend, aber auch wichtig“, sagt er und könnte sich für die Zeit nach der Schule jetzt schon ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kita vorstellen. Alexander spielt derweil draußen mit ein paar Jungen Fußball. Der Zwölfjährige war früher selbst ein Weltkind. „Jetzt kann ich mir die Kita aus einer anderen Perspektive ansehen.“ Er schaut auf den Hügel mit Rutsche: „Den hatte ich als Berg in Erinnerung. Heute ist er deutlich kleiner.“

Um ein ganz anderes Thema geht es nicht weit entfernt. „Kompressionsstrümpfe helfen Menschen, die Probleme mit dem Blutfluss in den Beinen haben“, erklärt Pflegefachkraft Galina Bersch. Vier von acht Kindern und Jugendlichen schauen ihr beim Pflegeeinsatz im Johanniter-Quartier Kirchrode über die Schulter, während sie einer Klientin die medizinischen Strümpfe anzieht. „Heilen die Strümpfe die Beine oder bleibt das ein Leben lang so?“, möchte der elfjährige Lennie von der IGS Mühlenberg wissen. Am heutigen Tag lernt er nicht nur, dass Kompressionsstrümpfe zwar unterstützen, eine Venenerkrankung aber nicht heilen können, sondern auch, wie der Alltag in einer Tagespflege aussieht, welche Handgriffe man braucht, um älteren Menschen mit Rollator oder Rollstuhl zu helfen und welche Gerichte es beim Johanniter-Menüservice gibt (heute Spaghetti Carbonara oder Hackbällchen). „Ich bin hier, weil mich die Arbeit interessiert und mein Onkel bei den Johannitern arbeitet“, sagt er. Auch die 14-jährige Stella von der Bismarckschule hat sich für einen Zukunftstag im Johanniter-Quartier entschieden. Von der Auszubildenden Lea lässt sie sich die Wohnanlage mit Service zeigen und probiert einen Lifter aus, mit dem bewegungseingeschränkte Menschen ins Stehen gebracht werden können. Am Nachmittag erwartet die Schülerinnen und Schüler noch ein kurzer Erste-Hilfe-Kurs.

In der Rettungswache des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm am Kabelkamp geht es derweil ebenfalls medizinisch zu. Wie schwer so ein Rettungsrucksack ist, durften die Sieben- bis Neuntklässler*innen gleich am Morgen selbst versuchen. Das Ausprobieren steht beim Zukunftstag im Fokus. Mal selber auf der Trage liegen, einen Kopfverband anlegen, eine bewusstlose Person in die stabile Seitenlage bringen und allerlei mehr können die Jugendlichen am eigenen Leib erfahren. Für die 14-jährige Mira ist es genau das Richtige: „Ich finde das Medizinische ganz interessant und wollte deswegen hier mal reinschauen, ob es vielleicht für später etwas für mich ist.“ Sie freut sich schon auf den Nachmittag. Dann folgt ein „Einsatz“, bei dem die Jugendlichen eine verletzte Person versorgen und an den Rettungsdienst übergeben sollen.

Ähnlich passiert in der Rettungswache des Nordhannoverschen Ortsverbandes in Langenhagen. Jugendliche umlagern einen Rettungswagen, dürfen einsteigen, stellen viele Fragen. „Ich finde das alles hier ganz cool. Es ist sehr groß und es gibt viel zu sehen. Bis jetzt hat mir der Rettungswagen am meisten gefallen“, sagt Jonah (12) vom Gymnasium in Langenhagen. Von hier aus geht es für alle weiter zu einem Erste-Hilfe-Kurs. Nils Hoffmeyer, stellvertretender Rettungswachenleiter in Langenhagen, freut sich über das Interesse der Schülerinnen und Schüler: „Die Johanniter in Langenhagen bieten aber noch viel mehr als den Rettungsdienst. Wir haben ein großes Ehrenamt, eine Johanniter-Jugend und so viele und vielfältige Bereiche, die werden wir euch heute alle zeigen.“

Spannender Zukunftstag beim Roten Kreuz – Schueler in einer DRK Kita drk

Spannender Zukunftstag beim Roten Kreuz

27. April 2023/in Region Hannover

Das Rote Kreuz in der Region Hannover e. V. empfing am Zukunftstag 55 Schülerinnen und Schüler und ließ sie hinter die Kulissen des Roten Kreuzes blicken.

Hannover (PM). „Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Jugendliche für unsere Arbeit beim Roten Kreuz interessieren“, sagt Marlis Spieker-Kuhmann, Vorständin des DRK in der Region Hannover e. V. Die zehn bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler bekamen an ihrem Zukunftstag die Möglichkeit in die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes Einblick zu erhalten.

Der Start der Reise durch die unterschiedlichen Einrichtungen des Roten Kreuzes war die Verwaltungszentrale in der Karlsruher Straße in Mittelfeld. Marlis Spieker-Kuhmann begrüßte die Schülerinnen und Schüler. Zu Beginn besuchten sie die DRK-Kita Pappelteich in Bemerode. Dort erwartete sie ein Outdoor-Parcour und eine Tupf-Mal-Aktion, die sie gemeinsam mit den Kindergartenkindern ausprobieren konnten. Im Anschluss gab es Mittagessen im DRK-Pflegeheim Garbsener Schweiz. Mit einem spannenden Einblick in die Arbeit des Katastrophenschutzes endete der Zukunftstag. In der DRK Bereitschaft Wedemark-Burgwedel-Isernhagen (WeBuIs) konnten sie sich nicht nur die Technik, den Fuhrpark und alles, was für den Katastrophenschutz notwendig ist anschauen, die Rotkreuz-Bereitschaft WeBuIs überraschte die Jugendlichen zudem mit einem Parcour.

Fahrt Rad

Fahrt Rad – Macht mit – Langenhagen stadtradelt!

24. April 2023/in Region Hannover

Dreiwöchiger Aktionszeitraum startet am 4. Juni / Anmeldung ab sofort möglich

LANGENHAGEN (PM). In sechs Wochen ist es so weit. Am Sonntag, 4. Juni, startet in der Region Hannover das Stadtradeln 2023. Dann gilt es wieder, drei Wochen für ein besseres Klima aktiv zu sein und den eigenen Beitrag – seien es nur ein paar oder richtig viele Kilometer – für das gemeinsame Ergebnis beizusteuern.

„Langenhagen hat die vergangenen Jahre so gut aufgeholt, wir werden wieder vorne mitfahren“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer zu dem unter den Regionskommunen ausgeradelten Wettbewerb. „2022 sah es sogar kurzzeitig so aus, als ob wir den dritten Platz einfahren könnten“, erinnert sich Heuer an einen spannenden Endspurt. Dass es letztlich nicht mit einem Platz auf dem Siegerpodest geklappt hat? Halb so wild. So bleibe der Ansporn größer!

„Fahrt Rad – Macht mit – Langenhagen stadtradelt!“ Da sich die Stadtgemeinschaft aus vielen Einzelteilen zusammensetzt, gibt es zahlreiche Adressaten, an die sich der diesjährige Appell richtet: Einzelpersonen oder Vereine, Betriebe, Kirchengemeinden, Familien, Schulklassen, Nachbarschaften und alle anderen möglichen Gruppierungen können einander anspornen, ihre eigenen Wettbewerbe austragen und gemeinsam einen wichtigen Beitrag für ein besseres Klima leisten.

Den erradelten Kilometern einer Gruppe kommt dieses Jahr wieder eine besondere Rolle zu: Für die Politikerinnen und Politiker richtet die Klimaschutzagentur erneut im Rahmen des Stadtradelns einen eigenen Wettbewerb aus. Sie lobt für das fahrradaktivste Kommunalparlament ein Pedelec-Lastenfahrrad aus, damit es dieses der Allgemeinheit zur Verfügung stellen kann. „Seit Jahren hoffen wir darauf, dass dieser Preis nach Langenhagen geht“, sagt Heuer. Um die Politikerinnen und Politiker zusätzlich zu motivieren, plant die Stadtverwaltung nun etwas Neues. „So viel sei vorab verraten: Um davon profitieren zu können, muss man aktiv mitmachen.“

Mitzuradeln ist nach wie vor ganz einfach: Die Stadt hat für Interessierte die Themenseite www.langenhagen.de/stadtradeln angelegt. Dort gibt es Hinweise zur Anmeldung als Team oder Einzelperson sowie einen Link auf die Stadtradeln-Website, die beim Bundeswettbewerb eigens für Langenhagen (https://www.stadtradeln.de/langenhagen) eingerichtet ist.

Und darüber hinaus? Braucht es lediglich ein verkehrstüchtiges Rad! Dieses kann durchaus mit elektronischer Unterstützung ausgestattet sein. Auch wenn die CO2-Ersparnis bei einem nur durch „Menschenstärke“ angetriebenen Zweirad größer ausfällt. „Die Art des Fahrrads ist deshalb zweitrangig, weil es beim Stadtradeln darum geht, unsere Gewohnheiten zu hinterfragen und – sofern es möglich ist – das Auto stehen zu lassen und das Rad zu nutzen“, betont Langenhagens Bürgermeister. Dass sich dieses durchaus auf das eigene Wohlbefinden auswirken kann, weiß er aus eigener Erfahrung. „Seit einigen Monaten nutze ich innerhalb der Region Hannover nahezu ausschließlich das Fahrrad. Dadurch sehe ich unterwegs viel mehr als zuvor, brauche am Ziel weniger Zeit für die Parkplatzsuche und bin dadurch ausgeglichener.“

Messebahnhof Laatzen© Bernd Günther

Bilanz zum bundesweiten Drehkreuzes auf dem Messebahnhof Laatzen

14. April 2023/in Region Hannover

Vorerst letzter Sonderzug von Vertriebenen aus der Ukraine über das Drehkreuz im Bahnhof Laatzen

HANNOVER (PM). Behrens: „Das Land Niedersachsen hat den Bund erneut mit der Einrichtung und dem Betrieb eines Eisenbahndrehkreuzes bei der Erstaufnahme und bundesweiten Weiterverteilung Schutzsuchender maßgeblich unterstützt“

Seit Anfang November 2022 hat das Land Niedersachsen seine Aufnahmequote nach dem Königsteiner Schlüssel für schutzsuchende Ukrainerinnen und Ukrainer erfüllt und leitet seitdem nahezu alle neu am Drehkreuz „Messe/Laatzen“ ankommenden Personen in andere Bundesländer, die ihre Aufnahmequote noch nicht erfüllt haben, weiter. Vor diesem Hintergrund wird das Drehkreuz eingestellt, könnte aber bei Bedarf reaktiviert werden. Hierauf hat sich das Land Niedersachsen mit den zuständigen Stellen des Bundes verständigt. Der letzte Sonderzug wird am morgigen Sonnabend (15. April 2023) am Messebahnhof Laatzen eintreffen.

Die Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, sagt: „Das Drehkreuz hat sich insbesondere in der Zeit, in der wir sehr viele Menschen aus der Ukraine in wenigen Tagen und Wochen aufgenommen haben, sehr bewährt. Es war ein zentraler Ort, an dem die Menschen ankommen und Schutz finden konnten. Das war ein großer Kraftakt! Deshalb möchte ich mich bei allen Beteiligten von Bund und Land, der Region Hannover, den Städten Hannover und Laatzen, dem ASB als Betreiber, sowie den zahllosen Ehrenamtlichen – insbesondere dem deutsch-ukrainischen Freundeskreis – ganz herzlich bedanken. Ohne die sehr gute Zusammenarbeit während der vergangenen 14 Monate wäre der im Wesentlichen reibungslose Betrieb nicht möglich gewesen. Das Land Niedersachsen hat damit den Bund nach den Flüchtlingsbewegungen in 2015/2016 erneut mit der Einrichtung und dem Betrieb eines Eisenbahndrehkreuzes bei der Erstaufnahme und bundesweiten Weiterverteilung Schutzsuchender maßgeblich unterstützt.“

Das Drehkreuz zur bundesweiten Aufnahme und Verteilung von Vertriebenen aus der Ukraine war nach Ausbruch des Krieges im März 2022 eingerichtet worden. Mit dem in Niedersachsen eingerichteten Verteilungszentrum am Messebahnhof in Laatzen wurden insbesondere Städte und Regionen im Osten Deutschlands, die keine Kapazitäten mehr zur Aufnahme hatten, entlastet. Weitere Drehkreuze bestanden in Berlin und Cottbus. Zuletzt kam alle zwei Tage ein Zug in Laatzen an. Im Durchschnitt wurden in den vergangenen Wochen jeweils circa 150 Personen kurzzeitig in der Messehalle aufgenommen, bevor sie weiterreisten oder verteilt wurden. Die zum Betrieb des Drehkreuzes auf dem Messegelände angemieteten Hallen werden auch nach Einstellung des Betriebes des Drehkreuzes durch die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen vorerst weiter für die Aufnahme schutzsuchender Menschen genutzt.

Der erste Zug mit Vertriebenen aus der Ukraine hatte den Messebahnhof am 10. März 2022 erreicht. Allen Ankommenden wurden warme Verpflegung, eine Übernachtungsmöglichkeit, Kleidung und vor allem medizinische Versorgung angeboten. Die Ukrainerinnen und Ukrainer, die am Drehkreuz in Laatzen ankamen, wurden analog zum Königsteiner Schlüssel zur Verteilung von Asylsuchenden auf die Bundesländer bis zur Erfüllung der Aufnahmequote auf die niedersächsischen Kommunen verteilt.

In den ersten Tagen des Betriebes des Drehkreuzes wurde der höchste Zugang verzeichnet. In der ersten Woche (10. – 16. März 2022) waren insgesamt 6.715 Personen angekommen. Der Tag mit dem höchsten Zugang war der 16. März 2022 mit insgesamt 1.411 Personen. Neben den Zugankünften wurden auch Menschen aus privat organisierten Transporten mit Bussen oder PKWs aufgenommen.

Die Weiterreise der in den Sonderzügen ankommenden Vertriebenen erfolgte anfangs mit Sonderbussen und anderen Zügen des Regelverkehrs. Die Verteilung mittels Bussen wurde aber bereits im Mai 2022 eingestellt, da die Kapazitäten der Regelverkehre der Deutschen Bahn für eine Weiterreise ausreichten.

Region Hannover auf der Messe

Region Hannover ist am Niedersachsen-Stand auf Hannover-Messe vertreten

12. April 2023/in Region Hannover

Robotics City, neu/wagen und Generation H2 präsentieren sich

REGION HANNOVER (PM). Die Region Hannover ist in diesem Jahr mit gleich drei Projekten der Wirtschaftsförderung auf der Hannover Messe vom 17. bis 21. April vertreten.

Das Projekt „Robotics City“ wird in Halle 16, Stand G12 (Digitalisierung) zu finden sein, am gleichen Stand befindet sich mit dem Transformationsnetzwerk „neu/wagen“ das neueste Großprojekt. Die Wasserstoffinitiative „Generation H2“ ist in Halle 13, Stand C61 (Energy and Industrial Supply) zu finden.

Die einzelnen Projekte in der Kurzvorstellung

Robotics City

Robotics City Hannover ist erstmals auf der Hannover Messe vertreten. Unter dieser Marke werden alle Robotik-Aktivitäten der Region Hannover und ihrer Partner zusammengefasst. Entwickelt wurde sie 2022 durch die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover, Partnern aus dem Robotikbereich in der Region Hannover sowie dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Mittlerweile besitzt sie landesweite Strahlkraft und vereint verschiedenste Initiativen, Anbieter und Projekte zur Schlüsseltechnologie Robotik.

Auf der Messe präsentieren sich mehre Aktionspartner, darunter die Roboterfabrik, ein Kooperationsprojekt der Leibniz Universität Hannover und der Region Hannover. Sie bündelt Robotik-Angebote für Studierende, Auszubildende, und Schüler*innen mit dem Ziel, sie für den späteren Berufseinstieg in einer digitalisierten Arbeitswelt vorzubereiten. Im RoboHub Niedersachsen können Automatisierungsaufgaben mit Cobots erprobt und umgesetzt werden. Der Hub bietet eine Kombination aus Labor, Informationszentrum, Schulungseinrichtung und Vernetzungsplattform mit Angeboten, die an den konkreten Bedürfnissen der Unternehmen ausgerichtet sind. Die Robokind Stiftung hat das Ziel, Robotik und Künstliche Intelligenz allen Menschen zugänglich zu machen. Die Stiftung stellt unter anderem ihr neues Qualifizierungsformat RoboScouts vor.

neu/wagen

neu/wagen ist das Netzwerk für die Entwicklung individueller Transformationsstrategien für Unternehmen der Fahrzeug- und Zuliefererindustrie in Hannover/Hildesheim. Das Projekt wird im Rahmen der Richtlinie „Transformationsstrategien für Regionen der Fahrzeug- und Zuliefererindustrie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)“ mit rund 4 Millionen Euro bis Juni 2025 gefördert. Projektpartner sind die IG Metall, NiedersachsenMetall, Leibniz Universität Hannover, Hochschule Hannover, hannoverimpuls GmbH und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim Region (HI-REG) mbH.

Ziel ist die Entwicklung von regionalen „Best-Practice“-Beispielen der Transformation und Konkretisierung von individuellen Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Transformation. Vor Ort haben Besucher*innen die Möglichkeit, sich mit einem Elektro-Forschungsfahrzeug auseinanderzusetzen. Ein Schwerpunkt hierbei ist die Verarbeitung sehr großer Datenmengen, die mittels der am Fahrzeug angebrachten Sensoren gewonnen werden können. Ausgestattet mit Radar, Lidar (eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung) und Kamerasensoren nimmt das Fahrzeug die Umwelt um sich herum auf.

Generation H2

Generation H2 ist die Dachmarke, unter der sich Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und Bildung zusammengeschlossen haben, um grünen Wasserstoff in der Region nutzbar zu machen, regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Die Region Hannover engagiert sich im Bereich Infrastruktur zur Entwicklung einer regionalen H2-Wirkungskette mit ihrem Tochterunternehmen Regiobus und der Stadtentwässerung Hannover als kommunalem Partner.

Generation H2 informiert auf der Hannover Messe darüber, welche Möglichkeiten Wasserstoff in der Region Hannover bieten kann. Das Netzwerk bringt Partner zusammen, die gemeinsam am Thema Wasserstoff arbeiten. In Kooperation bieten die Universitäten Hannover und Oldenburg eine forschungs- und praxisnahe Qualifizierung auf Masterniveau an. Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte, die sich mit dem Thema befassen.

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