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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

365-Euro-Jobticket

Regionsversammlung beschließt 365-Euro-Jobticket

24. Mai 2023/in Region Hannover

Auch Mitarbeiter*innen der Regionsverwaltung profitieren künftig vom Zuschuss – Auch Landeshauptstadt plant die Einführung

REGION HANNOVER (PM/red). Der Weg für das 365-Euro-Jobticket ist jetzt auch für die Beschäftigten der Regionsverwaltung frei. Die Regionsversammlung hat den Plänen jetzt politisch zugestimmt. Damit kann das 365-Euro-Jobticket nun auch von tariflich Beschäftigten und Beamt*innen der Regionsverwaltung gebucht werden.

Regionspräsident Steffen Krach: „Ich danke der Regionsversammlung für diesen Beschluss. Für uns als Arbeitgeber*in im öffentlichen Dienst ist es wichtig, dass wir im Wettbewerb um Arbeitskräfte im Vergleich zu privaten Arbeitgeber*innen konkurrenzfähig bleiben. Dass wir unseren Beschäftigten nun zeitnah das 365-Euro-Jobticket anbieten können, zeigt, was möglich ist, wenn man sich dafür einsetzt.“ Mit dem Beschluss der Regionsversammlung haben die Mitarbeiter*innen der Regionsverwaltung nun ab dem 1. Juli 2023 die Möglichkeit, ihr bisheriges Jobticket als Deutschlandticket zu nutzen.

Die Finanzierung des 365-Euro-Jobtickets wird durch verschiedene Beiträge sichergestellt: Der GVH gewährt den Arbeitgebern einen Rabatt von 2,45 Euro (5%), die Region Hannover leistet einen Zuschuss von 3,90 Euro und die Arbeitgeber beteiligen sich mit 12,25 Euro (25%) als Zuschuss. Für das Jobticket der Regionsverwaltung übernimmt die Region als Arbeitgeberin auch letzteren Zuschuss. Dadurch reduziert sich der monatliche Beitrag für die Mitarbeiter*innen auf lediglich 30,40 Euro.

Die Umsetzung des „Hannover Jobtickets“ war zunächst auf Schwierigkeiten gestoßen, da sowohl besoldungs- als auch tarifrechtliche Regelungen entgegenstanden. Eine Ausnahmegenehmigung gemäß § 20 Abs. 5 des Niedersächsischen Besoldungsgesetzes (NBesG) beim Niedersächsischen Innenministerium in Absprache mit dem Niedersächsischen Finanzministerium erlaubt es der Region Hannover nun, den Zuschuss als sonstige Geldzuwendung an Beamt*innen zu gewähren. Für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst war ein Beschluss des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) vom 11. Mai 2023 der notwendige Schritt, um das 365-Euro-Ticket anbieten zu können. Hier hat der KAV den Mobilitätszuschuss des Arbeitgebers in die Liste der allgemein zulässigen übertariflichen Leistungen aufgenommen.

Auch die Stadt Hannover plant für ihre rund 11.000 Beschäftigten die Einführung eines 365-Euro-Tickets. Für dieses Vorhaben müssen aber die Ratsgremien in der Landeshauptstadt noch zustimmen. Mit der Einführung des 365-Euro-Tickets soll den Öffentlichen Dienst als Arbeitsgeber zusätzlich gestärkt werden.

LKW Brand Mellendorf A7

LKW brennt auf der A7 bei Mellendorf

23. Mai 2023/in Region Hannover

Brand verursacht kilometerlange Staus auf A7 und A352. Fünf Ortswehren im Einsatz.

WEDEMARK (PM/red). Am heutigen Dienstagmorgen, gegen 05.17 Uhr, wurden die Feuerwehren der Wedemark zu einem Lkw – Brand auf die BAB 7 / Abzweig A 352 alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Gailhof und Meitze brannte die Zugmaschine des Sattelaufliegers in voller Ausdehnung und das Feuer griff bereits auf den Auflieger über. Der Fahrer konnte sich selbst aus seinem Fahrzeug befreien ubd blieb unverletzt. Beladen war der LKW mit Lebensmittel und Supermarktwaren. Aufgrund des anfachenden Windes und der hohen Brandlast durch die Beladung wurde die Ortsfeuerwehr Elze mit ihrem Tanklöschfahrzeug nachalarmiert. Unter der Leitung vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Sebastian Jagau wurde mit diversen Atemschutztrupps die Brandbekämpfung durchgeführt. Gegen 6:20 Uhr konnte damit begonnen werden, die Ladung per Hand auseinanderzuziehen, um mithilfe der Wärmebildkamera noch vorhanden Brandnester abzulöschen. Die Löschwassermenge von mehr als 15000 Litern wurde per Pendelverkehr mit den wasserführenden Fahrzeugen auf der gesperrten Fahrbahn gewährleistet.

Während der Einsatz– und Bergungsmaßnahmen war die A7 Richtung Süden vor dem Abzweig zur A352 vollständig gesperrt.

Die Vollsperrung der Autobahn führte im Gemeindegebiet Wedemark und darüber hinaus zu Verkehrsstörungen und erheblichen Staus auf der A7 und der A352. Auch auf den Umleitungsstrecken kam es zu beträchtlichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die fünf eingesetzten Ortswehren waren mit 45 Einsatzkräften im Einsatz.

Brandbekämpfung LKW Brand

Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig © Freiwillige Feuerwehr Wedemark

Deutschlandticket

Deutschlandticket im GVH

22. Mai 2023/in Region Hannover

Bereits mehr als 16.000 Abos verkauft

HANNOVER (PM). Beim GVH (Großraum-Verkehr Hannover) sind 16.292 Deutschlandtickets bestellt worden, davon die meisten mit Gültigkeit ab dem 1. Juni.

Zur Erinnerung: Der Verkaufsstart des Deutschlandtickets musste aufgrund des Hackerangriffs auf die IT-Systeme der ÜSTRA um einen Monat verschoben werden. Die ÜSTRA ist im GVH für die Kunden- und Abonnementverwaltung zuständig. Seit dem 8. Mai war der Verkauf über gvh.de möglich.

Von den aktuell mehr als 16.000 Käufern des Deutschlandtickets sind 10.264 Neukunden, also der überwiegende Teil. Der Rest sind Wechselkunden, diejenigen, die bereits GVH Abonnenten waren. Circa 4.300 Nutzer beziehen ihr Ticket in Verbindung mit der Region-S-Karte, rund 2.000 sind Studierende und knapp 300 nutzen als ehrenamtlich Tätige die Möglichkeit, ein 365-Euro-Ticket zu bestellen.

Regionspräsident Steffen Krach sagt: „Die Zahlen sprechen für sich. Die Verkehrswende geht nur, wenn der ÖPNV eine kostengünstige und verlässliche Alternative für die Menschen darstellt. Zuverlässig ist der GVH ohnehin – jetzt kommt noch dazu, dass die Bezahlbarkeit sich verbessert. Gerade die 4.300 verkauften Sozialtickets sind ein klares Signal. Wir haben hier in der Region Hannover eines der besten ÖPNV-Angebote Deutschlands – schön, wenn das jetzt noch mehr Menschen nutzen.“

GVH Geschäftsführer Ulf-Birger Franz: „Ich freue mich sehr darüber, dass so viele Menschen in so kurzer Zeit beim GVH ihr Deutschlandticket gekauft haben. Nach der ungeplanten Verzögerung durch den Hackerangriff war nicht klar, wie groß die Resonanz aktuell ausfallen würde. Offensichtlich ist es für viele Menschen von Bedeutung, dass sie bei Ihrem lokalen Anbieter, in diesem Fall dem GVH, bestellen können. Ich bedanke mich bei Allen, die die Verspätung bei der Buchung in Kauf genommen haben und dem GVH das Vertrauen schenken.“

Job-Ticket-Nutzende sind bei den hier genannten Zahlen nicht erfasst. Auswertungen zu Firmen und Anzahl der Mitarbeitenden laufen derzeit noch. Der GVH wird zu diesem Thema in Kürze zu einem separaten Pressetermin einladen.

Alle, die das Deutschlandticket für den 1. Juni bestellt haben, werden es rechtzeitig, in der Regel 48 Stunden vor Gültigkeitsbeginn, erhalten. Da die Bearbeitung der Bestellungen in vollem Gange ist, bittet der GVH von zwischenzeitlichen Nachfragen abzusehen.

Wer sich das begehrte Deutschlandticket zum nächstmöglichen Starttermin (1. Juli) sichern möchte, hat dazu noch einschließlich bis zum 10. Juni die Möglichkeit. Selbstverständlich können auch schon Buchungen für alle kommenden Monate darüber hinaus vorgenommen werden.

Die Buchung erfolgt über die Internetseite des GVH. Auf gvh.de werden Kundinnen und Kunden übersichtlich und komfortabel durch die verschiedenen zur Bestellung erforderlichen Schritte geleitet. Wer den Bestellvorgang abgeschlossen hat, erhält zunächst eine Buchungsübersicht. Der Erhalt der Buchungsbestätigung kann einige Tage dauern. Das Ticket selbst erhält der Kunde spätestens 48 Stunden vor dem Gültigkeitsbeginn.  Um das Ticket zu erhalten, muss der Käufer die GVH App nutzen. Das bestellte Ticket wird dort bereitgestellt. Wer die GVH App noch nicht nutzt, erhält sie für iPhones im App Store und für Android Handys bei Google Play.

Zwingend erforderlich:

Bei der Bestellung des Tickets auf gvh.de und der Registrierung in der GVH App muss die identische Mailadresse verwendet werden.

Alle Informationen zum Deutschlandticket gibt es unter gvh.de. Interessierte sollten sich hier informieren.

Eine FAQ-Liste gibt Antworten auf die meistgestellten Fragen.

Aussergwöhnlicher Einsatz

Aussergewöhnlicher Einsatz für Feuerwehr Laatzen

22. Mai 2023/in Region Hannover

Feuerwehrkräfte tragen zwei Rollstuhlfahrer bis in den 10. Stock

LAATZEN (PM). Zu einem außergewöhnlichen Einsatz wurde die Ortsfeuerwehr Laatzen am Sonnabend gegen 20.25 Uhr alarmiert. In einem Hochhaus (60 Wohnungen auf insgesamt zwölf Etagen) war seit einigen Stunden der Aufzug defekt. Zwei Bewohner warteten bereits vor dem Eingang, um in ihre Wohnungen zurückkehren zu können.

Immer in Vierertrupps trugen die Einsatzkräfte erst den 27 Jahre alten Mann in das 3. Obergeschoss und anschließend die 46-jährige Frau in das 10. Obergeschoss. Beide Personen saßen dabei in ihren Rollis, teilweise in „Schräglage“ ging es langsam von Etage zu Etage. Bis zum 10. Obergeschoss wechselte sogar das Team der Feuerwehr einmal die Kräfte aus. Glücklicherweise konnten die Helfer auf ihre Einsatzjacke sowie den Helm verzichten, trotzdem kamen sie ganz schön ins Schwitzen.

Gegen 21.30 Uhr waren die beiden Fahrzeuge sowie ein knappes Dutzend Helfer wieder eingerückt.

PKW brennt aus

PKW brennt unter Brücke aus

19. Mai 2023/in Region Hannover

Fahrer blieb unverletzt

LAATZEN (PM). Zu einem PKW-Brand rückte die Ortsfeuerwehr Rethen am Himmelfahrtstag gegen 22.50 Uhr aus. Unter der langgezogenen Brücke der Bundesstraße 443 Richtung Koldingen stand bei Eintreffen ein Kleinwagen in hellen Flammen. Das Fahrzeug brannte aus, der Fahrer blieb unverletzt. Es war genau 22.48 Uhr als die Funkalarmempfänger der Rethener Ortsfeuerwehr piepten „Brennt PKW unter Brücke“ stand in der Meldung.

Mit zwei Fahrzeugen und zehn Helfern waren die Kräfte wenige Minuten später vor Ort unterhalb der B443 (dort üben immer die Fahrschulen, gepflasterte Fläche nahe den Teichen). Zu retten gab es leider wenig, der Kleinwagen Hyundai I10 brannte komplett aus. Mit etwa 1000 Litern Wasser und reichlich Schaum löschte der Angriffstrupp unter Atemschutz die Flammen. Um 23.12 Uhr meldete die Feuerwehr bereits „Feuer aus-Nachlöscharbeiten“. Mit einer Brechstange wurde gegen 23.20 Uhr die Motorhaube gewaltsam geöffnet, um auch dort letzte Löscharbeiten zu erledigen. Die Brücke ist nun von unten von der starken Rauchentwicklung „geschwärzt“.

Der 23-jährige Fahrer des Kleinwagens hatte sein Fahrzeug unter der Brücke abgestellt. Als er zurückkam, brannte das Auto. Oben an der B443 wieß er der Feuerwehr vorbildlich den Weg zur Einsatzstelle. Um 23.40 Uhr wurden die Schläuche sowie die benutzten Werkzeuge eingepackt und der Lichtmast des Löschfahrzeugs eingefahren. Gegen 0 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Rethen wieder ein.

Erste Ermittlungen zur Brandursache nahm die Polizei noch in der Nacht auf.

Waldbrand

Neue Waldbrandbeauftragte in der Region Hannover ernannt

17. Mai 2023/in Region Hannover

Region Hannover bestellt ehrenamtliche Fachleute für die Brandprävention

REGION HANNOVER (PM/cmm). Waldbrände gehören auch in der Region Hannover zu den Begleiterscheinungen des Klimawandels. Steigende Durchschnittstemperaturen zusammen mit sinkenden Niederschlagsmengen können zu Dürreperioden führen. In den Wäldern im Umland und in der Landeshauptstadt Hannover steigt dadurch das Risiko für Waldbrände.

Die Region Hannover hat deshalb für ihren Zuständigkeitsbereich insgesamt elf Gefahrenbezirke festgelegt, in denen ehrenamtliche Waldbrandbeauftragte vorsorgliche Maßnahmen in Abstimmung mit den jeweiligen kommunalen Feuerwehren gegen die zunehmende Brandgefahr treffen.

Felix Bettin (Gebiet der Landeshauptstadt Hannover), Thomas Held (Springe), Benjamin Evers (Uetze), Hannes Möhlecke (Fuhrberg), Johanna Hagemann (Lehrte) sowie Jörg Hagemann und Andreas Böttcher (Langenhagen und Wedemark) erhielten am 11.05.2023 aus der Hand von Jens Palandt, Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover, ihre Bestellungsurkunden. Hannes Vokuhl wurde zum Regionswaldbrandbeauftragten ernannt.

„Durch die globale Erderwärmung werden Waldbrände in Zukunft noch intensiver werden“, so der Dezernent: „Egal ob sie durch Blitze, Brandstiftung oder menschliche Unachtsamkeit ausgelöst werden. Durch Hitzestress, Trockenheit und Schadinsekten vorgeschädigte Waldbestände sind anfällig für größere Brandgeschehen. Die offizielle Bestellung der Waldbrandbeauftragten und des Regionswaldbrandbeauftragten ist daher ein wichtiger Baustein im Klimaanpassungskonzept der Region Hannover in der Schlüsselmaßnahme ‚Vorbeugender Bevölkerungsschutz‘“.

„Die Gefahr von Waldbränden ist in Deutschland insgesamt gestiegen. In den Jahren 2018 und 2019 verbrannte im Durchschnitt 30-mal mehr Waldfläche als zwischen den Jahren 1991 und 2019“, sagte Palandt weiter: „Umso wichtiger wird die Waldbrandvorsorge, bei der Forstexpert*innen mitwirken. Wir würden uns freuen, weitere fachkundige Menschen für dieses Ehrenamt gewinnen zu können, die uns bei dieser wichtigen Aufgabe in der Gefahrenabwehr unterstützen.“ Eine von der Regionsversammlung beschlossene Aufwandsentschädigung soll einen zusätzlichen Anreiz für den ehrenamtlichen Einsatz geben.

Aufgaben der Waldbrandbeauftragten und des Regionswaldbrandbeauftragten Förster*innen aller Verwaltungsorganisationen nehmen häufig die Tätigkeit der/des Waldbrandbeauftragten wahr, um die löschenden Einsatzkräfte vor Ort mit ihrem Fachwissen bei der Brandbekämpfung zu beraten. Grundlage für diese Spezialaufgabe ist das niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) mit
den Paragraphen 18 und 19. Sie dürfen nur mit ihrer Zustimmung und der Zustimmung ihres Dienstherren oder Arbeitgebers bestellt werden. In der Region Hannover sind derzeit drei Waldgefahrenbezirke unbesetzt, ein weiterer ist nur für eine Teilfläche besetzt.

Waldbrandbeauftragte treffen vorsorgliche Maßnahmen gegen Brände. Insbesondere sollen sie einen Warndienst für die Waldeigentümer*innen organisieren. Bei Ausbruch eines Feuers unterstützen die Waldbrandbeauftragten die Einsatzleitung der Löschkräfte.
Sie verfügen über Kenntnisse zu Eigentums- und Wegeverhältnisse sowie über vorhandene Löschwasserentnahmestellen und wirken mit bei der Aktualisierung der Waldbrandeinsatzkarten. Sie können zudem anordnen, dass Waldbesitzende auf eigene Kosten Zufahrten, Wendeplätze und Wasserstellen für die Feuerwehren anlegen und im Rahmen der wirtschaftlichen Zumutbarkeit weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Regionswaldbrandbeauftragter Vokuhl fördert die Zusammenarbeit der Beauftragten mit dem amtierenden Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing. Er berät die Region Hannover fachlich, sorgt für die Unterrichtung und Fortbildung der Waldbrandbeauftragten in allen die Waldbrandbekämpfung betreffenden Fragen und ist Mitglied im Katastrophenschutzstab. Er wirkt im Brandfall in der Technischen Einsatzleitung mit.

Wasserbüffel

Landschaftspflege light: Wasserbüffel grasen in Pattensen

17. Mai 2023/in Region Hannover

Erster Büffelauftrieb am „Bibersee“ in Koldingen

HANNOVER (PM). Erster Einsatz für die tierischen Landschaftspfleger: Mit dem heutigen Auftrieb ist eine kleine Herde Wasserbüffel in ihr neues Sommerquartier gewechselt – das neue Biotop rund um den sogenannten Bibersee.

Die Region Hannover hat im vergangenen Jahr das Areal nördlich von Koldingen, das wegen Biberdämmen regelmäßig überflutet war, im Rahmen eines Flächentauschs erworben, um es für den Artenschutz zu erhalten. Zum Start in die warme Jahreszeit beginnt nun die Beweidung durch Büffel, die mit ihrem Fress- und Suhlverhalten die Entwicklung von Flora und Fauna im Biotop unterstützen.

„Naturschutz und Nutzungsinteressen in gemeinsamen Projekten in einen Ausgleich zu bringen, ist uns wichtig“, sagt Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt bei der Region Hannover mit Blick auf den erfolgreichen Flächentausch mit den Landwirten: „Es freut mich, dass sich das entstandene Biotop gut entwickelt, und wir mit den Wasserbüffeln eine naturnahe Möglichkeit gefunden haben, Lebensräume für Amphibien, Insekten und Vögel zu schaffen und zu erhalten.“

Den Einsatz der Büffel organisiert der Landwirt Fritz Baumgarte gemeinsam mit seiner Familie. „Wir freuen uns, dass die Tiere hier in Koldingen einen Beitrag für den Artenschutz leisten können.“ Wasserbüffel passen gut an den Bibersee, weil sie sich auf dem feuchten Terrain sehr wohlfühlen, erklärt Baumgarte während des Büffelauftriebs. „Die robusten und gutmütigen Tiere helfen mit ihrem natürlichen Verhalten maßgeblich bei der Beweidung des Nassgrünlands“, so Baumgarte weiter. „Es ist gut, dass wir die Büffel in der Region haben.“

Hintergrund: Wasserbüffel waren in Europa lange meist nur in Italien, Bulgarien oder Rumänien anzutreffen. In der Region Hannover gibt es mehrere Wasserbüffel-Projekte. Das erste startete im Jahr 2003 im Naturschutzgebiet „Meerbruchswiesen“ am Westufer des Steinhuder Meers. Hier weiden in den Frühlings- und Sommermonaten ca. 70 Tiere. Dabei leisten die „Landschaftspfleger auf vier Beinen“ nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz im Meerbruch, sondern sind auch ein beliebtes Fotomotiv für viele Tourist*innen. Wasserbüffelprojekte zum Biotop- und Landschaftsschutz in der Region Hannover werden auch in Zukunft weiter ausgebaut.

Herzensretter

13 Schüler*innen beim Roten Kreuz zu Herzensretter*innen ausgebildet

16. Mai 2023/in Region Hannover

Bei Herzstillstand zählt jede Sekunde

HANNOVER (PM). Bei einem Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Sekunde. Bis der Rettungsdienst eintrifft, hängt das Leben der Betroffenen von beherzt eingreifenden Ersthelfer*innen ab. Doch wie reanimiert man eigentlich richtig? Das können jetzt 13 Schülerinnen und Schüler aus den Schulsanitätsdiensten verschiedener Schulen aus der Region und der Stadt Hannover vermitteln.

Sie wurden vom Jugendrotkreuz in der Region Hannover an einem Wochenende zu Multiplikator*innen ausgebildet. Unterstützt wurde das JRK dabei vom Team Erste Hilfe des DRK-Region Hannover e.V. Die insgesamt 13 Schüler*innen können nun an der Humboldtschule, der Albert-Liebmann-Schule, der Ludwig-Windthorst-Schule, der KGS Barsinghausen, der AWG Uetze und der IGS Springe sogenannte Herzensretter in Bronze und Silber selbst schulen. Der 15-jährige Lucas von der Albert-Liebmann-Schule erklärt: „Ich möchte im letzten Schuljahr, das ich an meiner Schule bin, noch ganz viele weitere junge Menschen in der Reanimation ausbilden.“

Die Aktion Herzensretter des Roten Kreuzes in der Region Hannover in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe wird ausschließlich über Spenden finanziert. Weitere Informationen zu dem Projekt bekommen Sie bei Christian Quade per Telefon 0511 3671-162 oder per Mail an . Spenden können an folgendes Konto überwiesen werden.

Hitzeaktionsplanung: Was tun, wenn die Temperaturen steigen? – Hitzeaktion

Hitzeaktionsplanung: Was tun, wenn die Temperaturen steigen?

3. Mai 2023/in Region Hannover

Region Hannover unterstützt ihre Kommunen mit einem Leitfaden

REGION HANNOVER (PM).  Extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels nehmen in der Region Hannover in Anzahl und Intensität zu. Auch in diesem Jahr werden Tage mit Temperaturen über 30°C und sehr warme Nächte erwartet. Hitze belastet nicht nur unsere Umwelt in Form von Dürren und Wassermangel, sondern stellt zudem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.

Um darauf vorbereitet zu sein, hat die Regionsverwaltung 2018 ein umfassendes Klimaanpassungskonzept (KLAK) erarbeitet. Eine Schlüsselmaßnahme darin ist ein „Leitfaden zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen“ durch die Kommunen.

„Wir haben uns das Ziel einer klimaneutralen Region Hannover bis zum Jahr 2035 gesetzt – der fortschreitende Prozess der globalen Erwärmung wird aber nicht abrupt zu stoppen sein. Wir müssen daher mit den Maßnahmen zur Klimaanpassung zugleich auch Vorsorge treffen angesichts zunehmender Wetterextreme wie Hitze, Dürre oder Starkregen“, betonte Regionspräsident Steffen Krach: „Wie beim Klimaschutz gilt auch bei der Anpassung: Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, der sich die Akteure auf allen Ebenen stellen müssen. Der vorliegende Leitfaden ist deshalb eine Handreichung für unsere Städte und Gemeinden, wie sie der Herausforderung Hitze begegnen können. Schutzmaßnahmen für besonders betroffene Personengruppen sind dabei ebenso wichtig wie die Bereitstellung von Informationen, und nicht zuletzt muss die Kommunikationskette bei akuten Hitzewarnungen funktionieren.“

Das KLAK-Gutachten geht von einer Zunahme der Jahresmitteltemperaturen in der Region Hannover aus. Schon heute liegen die Jahresmitteltemperaturen rund 1 Grad über den Mittelwerten der 1950er bis 70er Jahre. Langfristig könnten es über 3 Grad werden; damit hätte Hannover ungefähr die heutige Jahresmitteltemperatur von Venedig. Für Jens Palandt, Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover, sind länger andauernde Hitzeperioden keine Ausnahme mehr: „Im Gegenteil, sie werden – den Prognosen nach – noch häufiger werden. Die Zahl der Sommertage mit mehr als 25°C und der heißen Tage mit mehr als 30°C hat bereits zugenommen, ebenso die Häufigkeit von Tropennächten, in denen die niedrigste Lufttemperatur nicht unter 20°C fällt. Das müssen wir in unseren Anpassungs- und Handlungskonzepten fachübergreifend berücksichtigen. Auf lokaler Ebene brauchen wir zusätzlich Hitzeaktionspläne, die auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Unser Leitfaden ist eine Mustervorlage für die Städte und Gemeinden, die gerne kopiert und entsprechend angepasst werden darf. Die Erstellung kann über unsere Richtlinie ‚Kommunale Klimaanpassung‘ mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden.“

Die Kommunen haben Zugriff auf das geografische Informationssystem der Region Hannover (ReGeo): Dort sind statistische Einwohner*innendaten mit der Klimaanalyse verschnitten. Hitze-Hotspots in denen besonders schutzbedürftige Personen wohnen oder sich aufhalten, können so im Bedarfsfall schnell identifiziert und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. In der Hitze-Cloud der Region Hannover sind dazu ausgewählte Informationen und Maßnahmenvorschläge abrufbereit – sortiert nach Berufs- und Zielgruppen. Die Kommunen können sich in der Cloud auch untereinander inspirieren, austauschen oder vielleicht gemeinsame Maßnahmen identifizieren.

Hitze ist eine Gefahr für die menschliche Gesundheit

Hitze belastet nicht nur die Umwelt, sondern stellt auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Das Umweltbundesamt geht von mehr als 5.000 zusätzlichen Sterbefällen pro Jahr durch Hitze in den kommenden 25 Jahren aus. „Neben den starken Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems, die Herzinfarkte und Schlaganfälle, begünstigen, verändern sich Krankheitsformen und entstehen durch den Klimawandel auch neue,“ begründet Christine Karasch, Gesundheitsdezernentin bei der Region Hannover die Notwendigkeit, sich als Gesellschaft hierauf einzustellen. „Das ist beispielsweise die Zunahme an Allergien, die sich durch längere Pollensaisons verstärken oder durch die Ansiedlung fremder Pflanzenarten erst ausbrechen.“

Hohe Lufttemperaturen und eine intensive Sonneneinstrahlung führen zu einer erhöhten Luftschadstoffbelastung und zu bodennahem Ozon, das wiederum Atemwegbeschwerden begünstigt. Höhere Durchschnittstemperaturen fördern die Verbreitung von Krankheitserregern und deren -überträgern: Zecken und Tigermücken haben längere Aktivitätsphasen; das Umweltbundesamt erwartet eine Zunahme vom Dengue-Fieber, Zika, Malaria und dem West-Nil-Virus – „allesamt Infektionskrankheiten, die es früher in Deutschland nicht gab“, ergänzt Marlene Graf, Leiterin des Gesundheitsamts der Region Hannover.

Klimaanpassung als Langzeitstrategie

Gleichzeitig verfolgt die Region eine Langzeitstrategie der Klimaanpassung: Ein Punkt darin sind die dicht bebauten und versiegelten städtischen Bereiche in Hannover, Garbsen, Laatzen, Langenhagen und auch Barsinghausen. Sie sind durch Hitze besonders belastet – vor allem nachts. Dann ist das Phänomen der Überwärmung deutlich zu spüren, wenn Gebäude, Straßen, Stellflächen die gespeicherte Hitze des Tages abstrahlen und diese städtischen Wärmeinseln nicht mehr abkühlen. „Im Rahmen der Klimaanalyse schauen wir, wo die Wärmebelastungen besonders groß sind und wie sich durch bauliche Maßnahmen kühlende Luftströmungen fördern lassen“, sagt der Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover, Jens Palandt. Diese planerischen und baulichen Umgestaltungen gehören wie die Förderung von mehr Grün in den Straßen, an Fassaden oder auf Hausdächern, das Abkühlung bringt, zur Anpassungsstrategie.

Flyer „Große Hitze – was tun?“

Ausführliche Gesundheitstipps im Hitzefall gibt die Region Hannover in dem Faltblatt „Große Hitze! – Was tun?“, das auch als Senior*innen-Version erhältlich ist und auf der Internetseite www.hannover.de/hitze.

Starke Rauchentwicklung aus ehemaliger Fabrik – Laatzen Rauchentwicklung Senft

Starke Rauchentwicklung aus ehemaliger Fabrik

28. April 2023/in Region Hannover

Feuerwehr Laatzen löst Stadtalarm aus

LAATZEN (PM). Eine starke Rauchentwicklung aus den leerstehenden Gebäuden der ehemaligen Leuchtenfabrik „Hellux“ in der Mergenthaler Straße in Laatzen meldeten mehrere Anrufer am Freitag wenige Minuten nach 10 Uhr. Um 10.10 Uhr erfolgte Vollalarm für die Ortsfeuerwehr Laatzen.

Als die ersten Fahrzeuge vor Ort eintrafen, war eine starke Rauchentwicklung im linken Teil des leerstehenden Verwaltungsgebäudes zu sehen. Über zwei Treppenhäuser gelangten insgesamt zehn Trupps unter Atemschutz zu den „total verrauchten“ Räumen im 1. Obergeschoss,
dort war die Sicht „gleich null“. Mit einer Wärmebildkamera konnte das Feuer in der abgehängten Decke entdeckt werden. Mehrere Dutzend
Quadratmeter mussten die Trupps „über Kopf“ löschen. Die ganze Etage brannte und erzeugte so mit der Dämmwolle und den Plastikteilen von Kabeln die enorme Rauchentwicklung. Da immer mehr Feuerwehrleute im Einsatz waren, wurde um 10.32 Uhr die Ortsfeuerwehr Rethen nachalarmiert und gegen 10.58 Uhr Stadtalarm ausgelöst (alle vier Ortsfeuerwehren waren somit vor Ort). Die um 11.20 Uhr alarmierten Kräfte
aus Hemmingen und Pattensen wurden nicht mehr eingesetzt. Die tätigen Feuerwehrkräfte entfernten teilweise mit Einreißhaken Deckenteile,
um an den Brandherd heranzukommen.

Vor den beiden Eingängen sowie im Treppenhaus sorgten mehrere Hochleistungslüfter für eine frische Luftzufuhr und gleichzeitig für die Entrauchung des Gebäudes. Die Löschwasserversorgung erfolgte über die Tanks der Fahrzeuge sowie einen nahen Hydranten. Vor Ort waren knapp 20 Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr. Allein von der Laatzener Feuerwehr waren über 60 Kräfte im Einsatz. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Gegen 11.45 Uhr konnte „Feuer aus-Nachlöscharbeiten“ an die Leitstelle gemeldet werden. Um 13.10 Uhr rückte das letzte Fahrzeug der Feuerwehr ein. Die Einsatzstelle wurde dem KDD und der Polizei übergeben. Das Gebäude steht schon länger leer. Ein Bauzaun sichert das Gelände vor unbefugtem Zutritt.

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