Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.
HANNOVER (PM). Heute (14.11.2022) besuchte der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, die Kreisbrandmeisterdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren. Nach einer zweijährigen Corona-bedingten „Zwangspause“ fand die Veranstaltung erstmals wieder in Präsenz statt.
Dabei informieren sich die Führungskräfte der Feuerwehren in einer 2-tägigen Veranstaltung gemeinsam mit Repräsentanten der kommunalen Spitzenverbände, des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes, der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen und des Landeskommandos Niedersachsen über aktuelle Themen des Brand- und Katastrophenschutzes.
Minister Pistorius sagte: „Ich bedanke mich in diesem Rahmen bei Ihnen, Kameradinnen und Kameraden, ausdrücklich für Ihr Engagement und Ihren Einsatz. Die Herausforderungen auch im Brand- und Katastrophenschutz durch den fortschreitenden Klimawandel und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sind enorm. Deshalb müssen wir den Zivil- und Katastrophenschutz weiter deutlich aufwerten – politisch, funktional, personell und finanziell. Mit dem von mir initiierten 40 Millionen Euro Ad-hoc-Paket ist das Land Niedersachsen bereits in Vorleistung gegangen. Niedersachsen hat allein in diesem Jahr 16 Millionen Euro in den Brandschutz investiert. Ich erwarte zudem, dass das von mir initiierte 10 Milliarden Euro Paket, das die Innenministerkonferenz im Juni in Würzburg beschlossen hat, vom Bund umgesetzt wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch eine gute Vernetzung und Kooperation auf nationaler und internationaler Ebene den Herausforderungen der Zukunft effektiv begegnen können – insbesondere was die Bewältigung von Vegetationsbränden und ähnlichen Lagen betrifft.“
Im Rahmen der sich anschließenden Feierstunde überreichte Minister Pistorius dem scheidenden Landesbranddirektor Jörg Schallhorn, der zum Monatsende in Pension geht, das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen der Sonderstufe. In seiner Laudatio würdigte Pistorius die besonderen Verdienste Schallhorns um das Feuerwehrwesen in Niedersachsen: „Für Sie steht die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Sie haben sich mit unermüdlichem Engagement für den Erhalt des flächendeckenden Brandschutz- und Hilfeleistungssystems eingesetzt. Sie haben sich um das Feuerwehrwesen in Niedersachsen auf ganz herausragende Weise verdient gemacht, das kann ich aus der langjährigen und vertrauensvollen persönlichen Zusammenarbeit im Innenministerium nur bestätigen. Darum freue ich mich ganz besonders, Ihnen die höchste Auszeichnung zu verleihen, die es für Feuerwehrangehörige in Niedersachsen gibt.“
Landesbranddirektor Schallhorn hat in seiner Dienstzeit herausfordernde Lagen miterlebt: Die Bewältigung der Flüchtlingslage 2015/2016, die Corona-Pandemie ab 2020 und mehrere Katastropheneinsätze, wie das Elbehochwasser 2013 und das Starkregenereignis 2017 mit Katastrophenfällen in den Landkreisen Goslar und Wolfenbüttel. Innenminister Pistorius dankte Jörg Schallhorn insbesondere auch für die Leitung der Strukturkommission „Einsatzort Zukunft“, die der Landtag 2018 eingerichtet hat, um den Brandschutz in Niedersachsen krisenfest und sicher aufzustellen.
Derzeit sind in Niedersachsen ca. 130.000 größtenteils ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie über 15.000 Helferinnen und Helfer in verschiedenen Hilfsorganisationen aktiv.
Morgen (15.11.2022) befasst sich die Kreisbrandmeisterdienstbesprechung weiter mit aktuellen Themen des Katastrophenschutzes und der Neuausrichtung der Bundeswehr. Der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen und die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen informieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu aktuellen Themen. Mit der Berichterstattung zur INTERSCHUTZ, der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit, die in diesem Jahr nach Corona-bedingter Verschiebung erfolgreich auf dem Messegelände in Hannover stattgefunden hat, schließt die Veranstaltung am frühen Nachmittag.
HANNOVER (PM). Heute fand die 75. Mitgliederversammlung – die Landesversammlung – des DRK-Landesverbandes Niedersachsen statt, zu der rund 220 Gäste kamen, darunter vor allem die Vertreter der 45 Kreisverbände in ihrer Funktion als Mitgliedsverbände des Landesverbandes.
Neben dem 75-jährigen Jubiläum ging es auch um Themen wie den Ukrainekrieg, die Flüchtlingssituation und den Ausbau des Katastrophenschutzes. Außerdem wurde in diesem Jahr das ehrenamtliche Präsidium des Landesverbandes gewählt bzw. wiedergewählt, was alle vier Jahre erfolgt.
Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, würdigte als Gastredner die Leistungen des DRK in Historie und Gegenwart: „Die Gründungsidee des DRK ist heute nach wie vor aktuell: Menschen allein nach dem Maß der Not zu helfen, ohne Beachtung von Hautfarbe, Religion, Nationalität, sozialen Status oder politischer Ausrichtung. Die aktuelle Situation in der Ukraine, aber auch der Klimawandel und viele weitere Faktoren machen uns immer wieder deutlich, wie wichtig Organisationen wie das DRK für unser Zusammenleben und unsere Sicherheit gerade im Notfall oder bei Katastrophen sind. Die neue rot-grüne Landesregierung steht dabei fest an Ihrer Seite. Wir haben uns für die kommenden fünf Jahre viel vorgenommen auch in den Bereichen Katastrophenschutz und Rettungswesen.“
Der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Abgeordneter im Europäischen Parlament David McAllister (MdEP) hob in seiner Rede hervor: „Das Deutsche Rote Kreuz in Niedersachsen setzt sich seit nunmehr 75 Jahren für Opfer von Konflikten und Katastrophen ein. Es unterstützt hilfsbedürftige Menschen dort, wo seine Hilfe am dringendsten benötigt wird und setzt damit ein Zeichen für ein Leben in Frieden, Gesundheit und Würde. Für diesen enormen Beitrag zum öffentlichen Wohl der Menschen in unserem Land gebührt dem DRK Niedersachsen besonderer Dank und Anerkennung.“
DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt gratulierte ebenfalls: „Der DRK-Landesverband Niedersachsen steht für das, was uns im DRK ausmacht: Er verbindet konkrete Hilfen und moderne soziale Dienstleistungen mit dem Eintreten für Menschlichkeit und Menschenwürde. Ob im Katastrophenschutz oder in der Wohlfahrtsarbeit, in der Hilfe für Geflüchtete, im Rettungsdienst, in der Familienbildung oder Pflege, die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte des DRK in Niedersachsen sind ganz nah dran an den Menschen und leisten unmittelbar Hilfe. Ich gratuliere ihm herzlich zu seinem 75-jährigen Bestehen und wünsche ihm, dass er auch weiterhin Zeichen setzt.“
Hans Hartmann ist seit 2014 Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen und wurde heute erneut in seinem Amt bestätigt: „Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen und auf weitere vier Jahre, in denen ich mich als Präsident für die Arbeit des Roten Kreuzes im Landesverband Niedersachsen einsetzen kann. Wenn wir die Jahre 1947 und 2022 vergleichen, dann stellen wir fest, wie sich die gesellschaftlichen Aufgaben, vor die uns die jeweilige Zeit gestellt hat, doch ähneln: Krieg in Europa und in anderen Teilen dieser Welt, der Leben vernichtet und Tausende von Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen.“ Hartmann verweist auf das Jubiläums-Buch zum 75. Geburtstag des Landesverbandes mit dem Titel „Wir sind da, weil wir gebraucht werden“, das die Historikerin Dr. Andrea Brinckmann geschrieben hat: „Schauen wir auf die Fotos in den ersten und den letzten Kapiteln, sehen wir Flüchtlingsunterkünfte, vertriebene Menschen, die Schutz und eine Bleibe suchen. Und wir sehen tatkräftige Frauen und Männer des Roten Kreuzes, die Hilfe leisten: Sie kümmern sich um Unterbringungsmöglichkeiten, Verpflegung, Kleidung und medizinische Versorgung – heute wie damals. Die Bewältigung von Umweltkatastrophen, wie etwa durch Sturm, Hochwasser oder Waldbrände verursacht, sind ebenfalls wiederkehrende Ereignisse, die uns auch in jüngster Zeit wieder stark gefordert haben und es aller Voraussicht nach zukünftig sogar noch häufiger tun werden. Der Appell des DRK in Niedersachsen an die Landesregierung, mehr öffentliche Mittel in den Katastrophenschutz zu investieren, ist daher ebenso ein wiederkehrender. Wir begrüßen daher außerordentlich den Entschluss des Landes Niedersachsen in 2022, die Investitionen in den Katastrophenschutz deutlich zu erhöhen.“
Dem gewählten Präsidium gehören an:
Hans Hartmann, Präsident
Sabine Schipplick, Vizepräsidentin, Schwerpunkt Soziales
Prof. Dr. Sonning Bredemeier, Vizepräsident, Schwerpunkt Finanzen
Mareike Lotte Wulf, Vizepräsidentin, MdB
Dr. Christos Pantazis, Vizepräsident, MdB
Dr. Uwe Lühmann, Landesbeauftragter Katastrophenschutz
Holger Klünder, Landesbereitschaftsleiter
Hans-Werner Beckmann, Landesleiter des Jugendrotkreuzes
Elisabeth Gleiß, Vertreterin der Schwesternschaften
Außerdem wurden für die Ämter der Landesjustiziarin Dr. Jennifer Rasche, des Landesarztes Prof. Dr. Wolfgang Koppert und des Landeskonventionsbeauftragten Dr. Alexander Götz gewählt.
Interssante Zahlen und Fakten zum Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes in Niedersachsen:
Der DRK-Landesverband Niedersachsen versteht sich als Dienstleister: als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation für Externe und als Dachverband für die untergliederten Verbände. Er berät und unterstützt 45 Kreisverbände, die insgesamt 1.029 Ortsvereine zählen. Rund 225.000 Mitglieder unterstützen die Arbeit im Landesverband. Circa 21.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich für das Rote Kreuz in Niedersachsen, mit 6.900 in den Bereitschaften, die für den Katastrophenfall bereitstehen. Dazu zählen auch die Ehrenamtlichen der Rettungshundestaffeln, der Wasserwacht und Bergwacht. Zusätzlich engagieren sich rund 5.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Jugendrotkreuz. Bei dieser Anzahl an aktiven Mitgliedern gehört er zu den größten der 19 Landesverbände des Roten Kreuzes in Deutschland. Im hauptamtlichen Bereich ist das Rote Kreuz in Niedersachsen Arbeitgeber für mehr als 23.500 Menschen. Außerdem leisten jährlich mindestens 480 junge Menschen einen Freiwilligendienst in Form des Freiwilligen Sozialen Jahres oder als Bundesfreiwilligendienst.
In den 158 DRK-Rettungswachen sind circa 3.300 hauptamtliche Rettungsdienstkräfte im Einsatz. Im vergangenen Jahr nahmen 83.000 Menschen an Erste-Hilfe-Kursen teil. In den 437 Kindertagesstätten kümmern sich über 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um rund 29.000 Kinder. Im Bereich der Pflege betreibt das DRK im Gebiet des Landesverbandes 59 vollstationäre Altenpflegeeinrichtungen, 73 ambulante Pflegedienste und 55 Tagespflegeeinrichtungen sowie 60 Angebote für Betreutes Wohnen und 33 ambulant betreute Wohngemeinschaften.
Hilfe und Unterstützung bietet das DRK in Niedersachsen außerdem mit 79 Kleiderkammern, 59 Kleidershops, neun Essens- bzw. Lebensmittelausgaben, mit Angeboten für Menschen mit Behinderung sowie für Senioren mit Gesundheitsprogrammen, Familienzentren und Migrationsberatungsstellen. Der Landesverband betreibt außerdem als Bildungseinrichtungen eine Familienbildungsstätte in Hannover, die Häuser des Jugendrotkreuzes in Einbeck sowie die Rettungsschule Niedersachsen in Goslar und (mit einem Simulations- und Trainingszentrum) in Hannover.
HANNOVER (PM). Die Niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens und Energieminister Christian Meyer haben am (heutigen) Donnerstag im Rahmen des zweiten Niedersächsischen Krankenhausgipfels Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser, der Krankenkassen und der Kommunen getroffen.
Hauptthemen der Gespräche waren dabei die finanzielle Belastung der Kliniken aufgrund der in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine massiv gestiegenen Energiekosten sowie die geplanten Finanzhilfen des Bundes.
Gesundheitsministerin Daniela Behrens erklärt zu den Beratungen: „Wir haben vom Bundesgesundheitsminister sowie der Ministerpräsidentenkonferenz unter Vorsitz von Stephan Weil das klare Signal erhalten, dass insgesamt acht Milliarden Euro für die Krankenhäuser mobilisiert werden sollen, um ihnen bei der Bewältigung der gestiegenen Energiekosten zu helfen. Das ist eine gute Nachricht, denn damit sollten für die niedersächsischen Kliniken rund 800 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Ich setze mich auf Bundesebene dafür ein, dass wir nun sehr schnell Klarheit darüber erhalten, nach welchen Kriterien das Geld verteilt werden soll und dass es dann auch möglichst schnell bei den Krankenhäusern ankommt. Dieser dringende Wunsch wurde heute von allen Anwesenden geteilt.“
Energieminister Christian Meyer erklärt: „Krankenhäuser gehören zur kritischen Infrastruktur und würden auch im Notfall immer vorrangig mit Gas versorgt.“ Aktuell sei die Gasversorgung in Deutschland stabil, die Gasspeicherkapazitäten in Deutschland derzeit zu rund 99,5 Prozent gefüllt – dennoch bleibe die Situation angespannt, betont Minister Meyer: „Wir können noch keine Entwarnung geben, sondern rufen erneut alle Menschen, Unternehmen und Institutionen auf, noch mehr Gas zu sparen. Denn das von der Bundesnetzagentur ausgegebene Ziel, den Gasverbrauch um mindestens 20 Prozent zu reduzieren, ist der zentrale Baustein, um die Lage weiterhin stabil zu halten und gut durch den Winter zu kommen.“
Ministerin Behrens und Minister Meyer versicherten den Krankenhäusern, dass eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe medizinische Versorgung für die Niedersächsinnen und Niedersachsen ein Kernanliegen der neuen rot-grünen Landesregierung sei. „Deshalb haben wir in unserem Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir die finanzielle Förderung von Investitionen in Krankenhäuser in den kommenden Jahren deutlich erhöhen wollen“, so Behrens. „Schon mit dem geplanten Nachtragshaushalt wollen wir möglichst zeitnah erste Schritte auf diesem Weg gehen. Die niedersächsischen Krankenhäuser können sich darauf verlassen, dass sie mit dieser Landesregierung eine verlässliche Partnerin an ihrer Seite haben.“
Er werde den bereits angekündigten Weg weitergehen und die Krankenhäuser auf ihrem Weg zum „Green Hospital“ mit allen Mitteln unterstützen, so Energieminister Meyer: „Energetische Sanierungen und der Ausbau Erneuerbarer Energien: Das sind auch für unsere Krankenhäuser die Schlüssel, um sich unabhängig zu machen von fossilen Energieträgern. Als Land werden wir sie dabei unterstützen, in entsprechenden Innovationen und Technologien zu investieren. Ziel ist das klimaneutrale Krankenhaus. Das spart hohe Kosten für fossile Energien, macht uns unabhängig von Importen und stärkt den Klimaschutz. Denn damit leisten Krankenhäuser auch einen wichtigen Beitrag und helfen uns dabei, die ehrgeizigen Klimaziele in Niedersachsen zu erreichen. So investieren wir schon heute in den Klimaschutz von morgen. Darum freue ich mich, dass auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erkannt hat, dass eine Investitions-Initiative des Bundes für die Krankenhäuser längst überfällig ist. Es ist auch ein gutes Signal für Niedersachsen, dass der Bund noch in dieser Legislatur entsprechend handeln und die Länder unterstützen will, um die die Energieeffizienz und Umstellung auf Erneuerbare Energien bei vielen Krankenhäuser zu verbessern.“
HANNOVER (red). Am 8. Dezember wird es wieder einen bundesweiten Warntag geben. Erstmals soll zur Bevölkerungswarnung auch der Warndienst Cell Broadcast eingesetzt werden. Provider informieren per SMS.
Bei dem Warndienst Cell Broadcast werden bundesweit alle Handys in allen Landkreisen und kreisfreien Städten über die jeweiligen Mobilfunk-Provider per SMS mit einer Warnmeldung angesteuert. Dabei benötigt man nicht wie bei den schon bekannten Warnsystemen KATWARN und NINA eine installierte App. Die Warn-SMS werden an alle kompatiblen Handys, die in einer der bundesweit verfügbaren Zellen eingebucht sind, versendet. Die Meldung erscheint automatisch auf dem Bildschirm und wird mit einem lauten Warnton dem Benutzer signalisiert.
Da es sich bei den letzten großen Unwetterereignissen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen herausgestellt hat, dass Sirenen und Warn-Apps nicht ausreichen, wird das Bevölkerungswarnsystem nun über Cell Broadcast erweitert. Hierzu müssen Handys lediglich eingeschaltet und empfangsbereit sein.
Die Provider und Smartphone-Hersteller haben bis Februar 2023 vom Gesetzgeber eine Frist zur technischen Umsetzung erhalten. In anderen europäischen Ländern läuft dieses System schon als effektives Mittel zur Bevölkerungswarnung.
In den nächsten Tagen werden alle Besitzer eines Mobiltelefons über die Mobilfunk-Provider per SMS über das anstehende neue Warnsystem informiert.
Wie funktioniert Cell Broadcast Quelle: Deutsche Telekom
BRAUNSCHWEIG (PM). Am 13. November 1972, am kommenden Sonntag vor 50 Jahren, fegte das Sturmtief „Quimburga“ über Niedersachsen hinweg und richtete Schäden im niedersächsischen Wald von bis dahin ungekanntem Ausmaß an.
Auf etwa 100.000 Hektar entwurzelte und brach der Sturm Millionen von Bäumen, vor allem Kiefern und Fichten. Allein in Niedersachsen fielen über 16 Millionen Kubikmeter Schadholz dem Sturm zum Opfer.
Für die Forstleute stellte die Beseitigung der Sturmschäden und die Wiederaufforstung von rund 10% der Waldfläche Niedersachsens eine Mammutaufgabe dar. Gleichzeitig markierte der „Jahrhundertsturm“ auch den Anfang grundsätzlicher Überlegungen, die Jahre später im „Programm zur Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung“ (LÖWE) mündeten. Die hierin entwickelten Grundsätze wurden bundesweite Wegbereiter für eine naturnahe auf ökologischen Grundlagen fußende Bewirtschaftung und sind bis heute auch angesichts der aktuellen Herausforderungen im Wald der Niedersächsischen Landesforsten maßgeblich.
„Der Jahrhundertsturm und die katastrophalen Waldbrände Mitte der Siebziger Jahre sowie das ‚Waldsterben‘ der Achtziger Jahre haben uns Forstleute zum Umdenken gebracht. Unter dem Eindruck dieser Ereignisse entwickelten die Forstleute das in den Grundsätzen noch heute geltende LÖWE-Programm mit dem Ziel, die Wälder zu stabilen und vielfältig nutzbaren Mischwäldern zu entwickeln“, stellt Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, fest. „Auch wenn der Klimawandel in den 80er Jahren noch eher theoretisch diskutiert wurde und weit weg schien, setzte sich damals schon die Erkenntnis durch, dass sich strukturreiche und gemischte Wälder auch allen klimatischen Extremereignissen besser gewachsen zeigen würden, als sogenannte Reinbestände. Angesichts der aktuellen Herausforderung, den Wald an die Folgen des Klimawandels anzupassen, sind die LÖWE-Grundsätze von immenser Aktualität“, so Dr. Merker weiter.
Wiederaufforstung mit System
Obwohl bei der damaligen Wiederaufforstung abermals großflächig Kiefern und Fichten gepflanzt wurden, kamen auch immer mehr Laubhölzer, vor allem Eichen, zum Einsatz. Entscheidend für die Wahl der Baumart war neben der Verfügbarkeit entsprechender Setzlinge vor allem die Beschaffenheit des Bodens – umfangreiche Kartierungen gingen den Pflanzarbeiten voraus und die dabei festgestellte Nährstoff- und Wasserversorgung war für die Baumartenwahl entscheidend. Heute liegen für jeden Hektar der Landesforsten detaillierte Informationen über den Boden, den Wasserhaushalt und sogar die sich für einzelne Baumarten ergebenden Risiken des Klimawandels vor. „Damit erhielt das systemische Denken, das Waldboden und Bäume als Einheit mit gegenseitigen Wechselbeziehungen versteht, endgültigen Einzug in die forstliche Praxis. Vor allem durch die Forschung am Waldsterben der Achtziger Jahre wurden diese Erkenntnisse weiter vertieft und bildeten einen zentralen Grundsatz unseres heutigen LÖWE-Programms: die Standortgemäße Baumartenwahl“, erklärt Dr. Hans-Martin Hauskeller, Leiter der Abteilung Wald und Umwelt in der Zentrale der Landesforsten in Braunschweig.
„Die damals bei der Wiederaufforstung eingesetzten Verfahren sind aktuell nicht mehr Stand der Technik, heute wissen wir vieles besser. Oftmals wurden die Flächen vollständig geräumt, Wurzelstöcke mit schwerem Gerät entfernt und zusammen mit dem gesamten Humus zu Wällen aufgetürmt. Nicht selten wurde der Waldboden auch mit schweren Pflügen vollständig umgebrochen und anschließend maschinell bepflanzt“, blickt Dr. Hans-Martin Hauskeller zurück. Derart intensive Verfahren gehören unter anderem aufgrund ihrer negativen Folgen insbesondere für den Nährstoffhaushalt der Waldböden mittlerweile der Vergangenheit an.
Einsatz moderner Technik
Die Lehren aus dem Sturm beschränkten sich jedoch keinesfalls auf Rückschlüsse für die Entwicklung künftiger Wälder. Vor allem im Bereich der Forsttechnik bedeutete der Sturm einen Quantensprung: Die Aufarbeitung der Schäden im Bereich der heutigen Landesforsten konnte nicht nur dank des Einsatzes zahlreicher Waldarbeiter aus dem europäischen Ausland (v.a. Österreich, Skandinavien) bereits nach anderthalb Jahren abgeschlossen werden. Auch bis dahin in Niedersachsen weitgehend unbekannte Holzerntemaschinen aus Skandinavien kamen erstmalig zum Einsatz. „Die tragisch hohe Anzahl von 22 bei der Aufarbeitung der Schäden tödlich verunglückten Waldarbeitern markierte ebenfalls einen Wendepunkt: bis dahin kaum eingesetzte Sicherheitskleidung wurde zur Pflicht, Arbeitsschutz zur Priorität. Damals erstmals eingesetzte Maschinen sind heute in weiterentwickelter Form Garant nicht nur für Effizienz, sondern vor allem für die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten und heute für den Arbeitsschutz bei der Waldarbeit verantwortlich.
Mit Blick auf den Holzmarkt, der binnen kürzester Zeit Holzmengen aufnehmen musste, die sonst über Jahre verteilt anfielen, kamen erstmalig Nasslagerplätze, wie sie die Landesforsten auch heute noch zur Entlastung des Holzmarktes nach Sturmereignissen anlegen, zum Einsatz. Andere Teile des angefallenen Schadholzes wurden nach Süddeutschland oder Skandinavien transportiert. „Der Holzmarkt war bis dahin noch regionaler, damals in der Not erstmals beschrittene Vertriebswege sind in einer heute globalisierten Welt auch beim Holz selbstverständlich“, erklärt Jänich weiter.
Die Erkenntnisse aus der Aufarbeitung der Sturmschäden fassten Forstleute damals zum „Leitfaden Sturm“ zusammen, der stetig weiterentwickelt noch heute Leitfaden für den Umgang mit Sturmereignissen im Wald der Niedersächsischen Landesforsten ist.
Bereits Mitte der Siebziger Jahre waren – auch dank finanzieller Unterstützung des Bundes – die Wiederaufforstungen im Bereich der heutigen Landesforsten weitgehend abgeschlossen. Den Startschwierigkeiten der jungen Setzlinge zum Trotz, die auf großen Freiflächen unter Trockenheit, zu starker Sonneneinstrahlung, Frost oder Wildverbiss litten, haben sich die damals aufgeforsteten Flächen mittlerweile zu geschlossenen Wäldern entwickelt.
In den damaligen Schadensschwerpunkten in der zentralen Heide oder im Oldenburger Land erfolgten bereits mehrfache Pflegeeingriffe, bei denen nutzbare Holzsortimente angefallen sind. „Die kontinuierliche Pflege dieser Bestände über Jahrzehnte war besonders wichtig, um die Stabilität der Einzelbäume zu erhöhen. Vor allem aber galt und gilt es, die darin vorhandenen Mischbaumarten zu erhalten und zu fördern. Gerade diese sind heute wichtige Ankerpunkte für die weitere Entwicklung hin zu klimaresilienten Wäldern“, erklärt Dr. Hauskeller das Ziel der Pflege der heute zwischen 40 und 50 Jahre alten Wälder. „Wir sehen heute, welche damaligen Entscheidungen zum Erfolg geführt haben. Dort, wo man differenziert vorging, vom Sturm verschonte Bäume und Baumgruppen beließ, wo man gezielt und in Anhalt an Bodenverhältnisse auf nicht zu kleinteilige Mischung setzte, finden wir heute viele Waldbilder, die uns auch für die aktuelle Wiederbewaldung nach Schadensereignissen wie beispielsweise im Harz Hoffnung geben“, so Hauskeller weiter.
Hintergrund
Der Sturm Quimburga
Am Vormittag des 13. November 1972 zog einer der schlimmsten Orkane des 20. Jahrhunderts über Mitteleuropa hinweg. Die Zugbahn führte das später „Quimburga“ getaufte Orkantief über die Elbmündung und Hamburg nach Osten. Das Hauptsturmfeld reichte von Niedersachsen über Sachsen-Anhalt bis nach Brandenburg und Berlin. Insgesamt forderte der Sturm mindestens 73 Menschenleben, allein in Niedersachsen waren 21 Tote zu beklagen, hinzu kamen 22 bei der Aufarbeitung der Schäden in Folge des Sturmes tödlich verunglückte Waldarbeiter.
Der insgesamt in Deutschland angerichtete Sachschaden wird mit 1,34 Milliarden DM beziffert.
In den Wäldern, die heute zu den Niedersächsischen Landesforsten zählen, waren innerhalb weniger Stunden rd. 7 Millionen Kubikmeter Holz geworfen worden – etwa so viel Holz, wie sonst nachhaltig in fünf Jahren geerntet worden wäre. Die aufzuforstende Fläche belief sich auf etwa 25.000 Hektar, ca. 10.000 Hektar weniger als seit 2018 in Folge der Extremwetterereignisse und der damit einhergehenden Borkenkäfermassenvermehrung geschädigt wurden.
Auf „Quimburga“ folgten große Waldbrände in den Jahren 1975 und 1976, die ca. 8.000 Hektar Wald vernichteten, sowie ein weiterer Sturm 1976, der abermals rd. 3 Millionen Kubikmeter Holz anfallen ließ.
Das LÖWE-Programm
Das „Programm für langfristige ökologische Waldentwicklung“ ist seit Kabinettsbeschluss von 1991 verbindliche Grundlage für das waldbauliche Handeln der Niedersächsischen Landesforsten. Ziel des Programmes ist die Entwicklung stabiler, arten- und strukturreicher, ungleichaltriger und leistungsfähiger Mischwälder, die sich überwiegend selbst verjüngen. Die 13 Grundsätze des Programms formulieren Ziele und Vorgaben in den Bereichen Waldbau, Naturschutz, Waldschutz, Wildtiermanagement und Technikeinsatz. Eine letzte Anpassung erfuhr das Programm durch die Weiterentwicklung zu LÖWE+ in 2017 und 2021 im Zuge des Niedersächsischen Weges, in deren Zuge neben naturschutzfachlichen Neuerungen vor allem die Folgen des Klimawandels und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Klimaanpassung eingefügt wurden.
Die Niedersächsischen Landesforsten
Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften mit rd. 330.000 Hektar rund ein Drittel des Waldes in Niedersachsen nach den Grundsätzen des LÖWE-Programms und betreuen außerdem ca. 75.000 Hektar Wald von Forstgenossenschaften. Darüber hinaus nehmen sie im Auftrag des Landes Aufgaben unter anderem in den Bereichen Naturschutz und Umweltbildung wahr. Mit 24 Forstämtern, elf Waldpädagogikzentren, 2 Servicestellen und der Zentrale in Braunschweig sind sie in ganz Niedersachsen vertreten.
HANNOVER (PM). Stephan Weil ist Ministerpräsident für die Dauer der 19. Wahlperiode des Niedersächsischen Landtags. Das Landesparlament wählte den 63-jährigen am (heutigen) Dienstag in Hannover erneut zum Chef der Niedersächsischen Landesregierung.
Weil war erstmals am 19. Februar 2013 zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Dem dritten Kabinett Weil gehören insgesamt zehn Ministerinnen und Minister an. Stellvertreterin des Regierungschefs ist Kultusministerin Julia Willie Hamburg.
Ministerpräsident Weil berief im Anschluss an seine Wahl die folgenden Personen als Mitglieder der neuen Landesregierung:
Julia Willie Hamburg (Kultus), Daniela Behrens (Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung), Gerald Heere (Finanzen), Olaf Lies (Wirtschaft, Bauen, Verkehr und Digitalisierung), Christian Meyer (Umwelt, Energie, und Klimaschutz), Falko Mohrs (Wissenschaft und Kultur), Wiebke Osigus (Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung), Boris Pistorius (Inneres und Sport), Miriam Staudte (Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Kathrin Wahlmann (Justiz).
Am Nachmittag werden die Mitglieder der Landesregierung vor dem Parlament vereidigt. Im Anschluss wird der Ministerpräsident in einer Erklärung vor dem Landtag die Schwerpunkte und Ziele der neuen Landesregierung skizzieren.
Berlin (PM). Heute fand eine gesonderte Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer mit dem Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin statt.
Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil äußerte sich nach der MPK:
„Seit Anfang Oktober haben wir bei insgesamt drei Ministerpräsidentenkonferenzen, an der Ausgestaltung der Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaftsunternehmen und zahlreicher anderer wichtiger gesellschaftlicher Institutionen gearbeitet. Heute haben Bund und Länder dafür sehr wichtige Entscheidungen getroffen. Dasselbe gilt für Finanzdiskussionen zwischen dem Bund und den Ländern, die wir heute abschließen konnten. Das war heute eine MPK der Entscheidungen.
Die im Rahmen der Gaspreisbremse und der Strompreisbremse vereinbarten Unterstützungsleistungen haben sehr konkrete Formen angenommen. Das ist gut so. Die Menschen, Unternehmen und sozialen Einrichtungen in Deutschland wissen jetzt, dass und wie sie im Dezember 2022 bzw. ab Januar 2023 entlastet werden. Die Länder unterstützen die Stoßrichtung des Bundes und das Konzept für den Energiepreisdeckel sehr.
Dabei haben wir der Bundesregierung ausdrücklich einen durchgehenden Pfad von Entlastungen empfohlen. Nach der Übernahme der Abschlagszahlungen für Gas durch den Bund im Dezember sollte es am Jahresanfang nicht zu starken Erhöhungen kommen, bevor der Gaspreisdeckel greift. Dafür hätten Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen kein Verständnis. Ebenso wie beim Strom muss auch der Gaspreisdeckel im Januar beginnen. Praktikable Möglichkeiten dazu bestehen allemal.
Gerade auch viele kleine und mittlere Unternehmen brauchen darüber hinaus Unterstützung, wenn sie eine Perspektive haben sollen. Auch bei der Ausgestaltung der Härtefallregelung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wollen Bund und Länder ein Einvernehmen erreichen. Deshalb hat die Bundesregierung zugesagt, dass die jeweils zuständigen Bundesministerinnen und Bundesminister die vom Bund vorgesehenen Härtefallhilfen mit den jeweiligen Fachministerinnen und Fachministern der Länder abstimmen.
Für die Nutzerinnen und Nutzer von Bussen und Bahnen gibt es eine wichtige Nachricht: Das 49 Euro-Deutschlandticket kommt! Wir haben uns auf die Finanzierung geeinigt. Ich bin zuversichtlich, dass dieses bundesweit gültige Nahverkehrsticket im ersten Quartal 2023 eingeführt werden kann. In Niedersachsen werden wir ergänzend ein 29 Euro Ticket für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende einführen. Die neue rot-grüne Landesregierung will den ÖPNV deutlich ausbauen. Aktuell geht es aber vor allem darum, die vorhandenen ÖPNV-Angebote angesichts der steigenden Kosten abzusichern. Deshalb war es wichtig, dass der Bund auch die Regionalisierungsmittel für die Länder um 1 Mrd. € erhöht hat – und dies schon ab 2022.
Eine gerechte Aufteilung der Kosten haben wir auch im Hinblick auf die Unterbringung und Versorgung der vielen Geflüchteten getroffen, die in diesem Jahr vorwiegend aus der Ukraine, aber auch aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind. Allen Beteiligten ist bewusst, dass insbesondere die Kommunen hier enorme Leistungen erbringen und dabei finanziell angemessen unterstützt werden müssen.
Was die Wohngeldreform anbelangt, hoffe ich sehr, dass die von Hamburg und Niedersachsen vorgeschlagenen Verfahrensvereinfachungen im Rahmen des derzeit im Bund laufenden parlamentarischen Verfahrens noch berücksichtigt werden. Wir wollen alle, dass insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern, deren finanziellen Möglichkeiten trotz der vorgesehenen Entlastungen infolge der erhöhten Energiepreise nicht ausreichen, schnell und unbürokratisch geholfen wird.
Es waren vergleichsweise kurze Beratungen, die heute in Berlin nötig waren. Die Ergebnisse, so meine ich, können sich umso mehr sehen lassen.“
HANNOVER (PM). Ministerpräsident Stephan Weil hat am (heutigen) Dienstag dem Rücktrittsgesuch gemäß Artikel 33 Abs. 1 der Niedersächsischen Verfassung von Kultusminister Grant Hendrik Tonne entsprochen und ihn aus dem Amt eines Niedersächsischen Ministers entlassen.
Ministerpräsident Stephan Weil dankte Grant Hendrik Tonne herzlich für dessen geleistete Arbeit. Die Amtsgeschäfte werden vorübergehend von Sozialministerin Daniela Behrens übernommen.
UELZEN (PM). Die nach den Sommermonaten erneut ansteigenden Corona-Infektionszahlen machen sich aktuell leider auch bei den Eisenbahnunternehmen metronom und erixx bemerkbar. In der Folge fallen aktuell viele Zugverbindungen aus.
„Wir haben einen erhöhten Krankenstand, darunter einen steigenden Anteil an Coronaerkrankungen“, so Sprecherin Miriam Fehsenfeld. Im laufenden Monat gäbe es bereits so viele Coronafälle wie in den zwei vorherigen Monaten zusammengenommen. „Das sind die uns bekannten Fälle. Da es keine Meldepflicht mehr gibt, kann der Anteil der Coronafälle auch deutlich höher liegen. Eine Prognose ist unter diesen Umständen schwierig“, so Fehsenfeld. Beide Unternehmen gehen aktuell zumindest bis Ende kommender Woche von einer deutlich angespannten Personalsituation aus.
Natürlich würde immer versucht, bei kurzfristigen Krankmeldungen Schichten nachzubesetzen, das gelinge aber nicht immer. „Im schlechtesten Fall müssen Züge entfallen, das betrifft dann leider auch nicht nur einen Zug, sondern in der Regel ganze linienübergreifende Umläufe.“ Daher fallen im gesamten Streckennetz Verbindungen aus. „Es tut uns sehr leid, wir hoffen, dass die Corona-Fallzahlen bald wieder abebben“, erklärt die Sprecherin.
Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt in den elektronischen Auskunftsmedien zum Beispiel auf den Webseiten von metronom und erixx oder in der FahrPlaner-App oder der App von metronom zu informieren.
HANNOVER (ots). Seit dem 12.09.2022 ermittelt die Polizeidirektion Hannover im Vermisstenfall der 56-jährigen Kerstin Simone G. Die Ermittlungen begründen den Verdacht, dass sie Opfer eines Tötungsdeliktes geworden ist.
Die Polizei sucht nun mit einem Foto nach Robert E. aus Warburg, der als dringend tatverdächtig gilt. Die Ermittler wollen auch wissen, wo das Fahrzeug des Gesuchten zuletzt gesehen wurde.
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeidirektion Hannover.
Am 12.09.2022 meldete eine Bekannte der 56-Jährigen diese als vermisst. Die umfangreichen Ermittlungen und Suchmaßnahmen der Polizei führten bisher leider nicht zum Auffinden der Kerstin G. Die bisherigen Ermittlungen begründen den Verdacht, dass sie Opfer eines Tötungsdeliktes geworden ist. Unter dringendem Tatverdacht steht Robert E., ein 54-Jähriger aus Warburg (NRW). Da der Aufenthaltsort von Robert E. zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt ist, sucht die Polizei auf richterlichen Beschluss hin öffentlich mit einem Foto nach ihm. Ebenso suchen die Ermittlerinnen und Ermittler nach dem Pkw des Tatverdächtigen. Es handelt sich dabei um einen silbernen Ford Focus (siehe beigefügtes Beispielbild) mit dem amtlichen Kennzeichen WAR-SE 512.
Der Gesuchte ist nach den bisherigen Ermittlungen sehr mobil und könnte sich im gesamten Bundesgebiet oder dem benachbarten europäischen Ausland aufhalten.
Wer den Tatverdächtigen oder dessen Fahrzeug erkennt, sollte umgehend über den Notruf 110 die Polizei verständigen und nicht selbst an den Gesuchten herantreten. Es ist nicht auszuschließen, dass der Gesuchte bewaffnet ist.
Zeugen, die Hinweise zum Verbleib des silbernen Ford Focus oder zum Aufenthalt von Robert E. machen können, werden gebeten, diese dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.
This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass dies für Sie in Ordnung ist, aber Sie können die Verwendung von Cookies ablehnen, wenn Sie dies wünschen. ACCEPT / AKZEPTIERTREJECT / ABLEHNEN
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.