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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Wie muss ich mich bei Wiedereinreise nach Deutschland aus dem Ausland verhalten – Auslandsurlaube

Wie muss ich mich bei Wiedereinreise nach Deutschland aus dem Ausland verhalten

8. Juli 2021/in Niedersachsen, Reisen

HANNOVER (red). Das Land Niedersachsen hat wegen der zurzeit häufigen Nachfragen hinsichtlich der Einreisereglungen wieder ein paar selbsterklärende Grafiken zur Verfügung gestellt. Urlaubsreisende sollten sich vor Antritt darüber im Klaren sein, dass sich der jeweilige Status ihres Urlaubslandes kurzfristig ändern kann und somit verschärfte Einreisebedingungen bei der Rückreise plötzlich vorherrschen. 

Vor allem bei Virusvariantengebieten kann es wegen der Quarantänepflicht zu ungewollten Ausfällen als Arbeitgeber kommen.

Hier die möglichen Varianten je nach Klassifizierung des Urlaubslandes oder unter Umständen auch Teilen einer Region:

Wie muss ich mich bei Wiedereinreise nach Deutschland aus dem Ausland verhalten – 2021 07 08 Flugreise


Einreise aus einem normalen Risikogebiet

Wie muss ich mich bei Wiedereinreise nach Deutschland aus dem Ausland verhalten – 2021 07 08 Urlaub Risikogebiet 1


Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet

Wie muss ich mich bei Wiedereinreise nach Deutschland aus dem Ausland verhalten – 2021 07 08 Urlaub Hochinzidenz 1


Einreise aus einem Virusvariantengebiet

Wie muss ich mich bei Wiedereinreise nach Deutschland aus dem Ausland verhalten – 2021 07 08 Urlaub Virusvarianten 1

Wiederaufforstung von historischem Ausmaß – Schwerpunkt im Harz – Wiederaufforstung2

Wiederaufforstung von historischem Ausmaß – Schwerpunkt im Harz

8. Juli 2021/in Niedersachsen

BRAUNSCHWEIG (PM). Rund 25.000 Hektar Wald der Niedersächsischen Landesforsten fielen in den vergangen drei Jahren vor allem im Harz und im Süden Niedersachsens Stürmen, Dürre und Borkenkäfern zum Opfer. „Der Harz wird zu einem Symbol des Klimawandels und des Umganges mit ihm in Deutschland werden“, fasst Dr. Merker das Ergebnis jetzt ausgewerteter Satellitenbilder anlässlich seines Jahresberichts zusammen. Der Präsident der Niedersächsischen Landesforsten sieht die Försterinnen und Förster vor der größten Herausforderung der Nachkriegszeit: „In einem für uns langfristig denkende und handelnde Förster und Försterinnen unvorstellbar kurzem Zeitraum von nur wenigen Jahren wird sich der Wald gravierend verändern.“ 

Die Klimaextreme der vergangenen drei Jahre haben große Waldflächen im Süden Niedersachsens vernichtet: Stürme warfen zahlreiche Stämme um, in der Dürre der Sommer 2018 bis 2020 vermehrten sich Borkenkäfer massenhaft und befielen zahllose Fichten. Die Schäden nahmen von Jahr zu Jahr zu. Die Niedersächsischen Landesforsten haben nun für diesen Zeitraum Satellitenbilder ausgewertet, die das Ausmaß der Schäden verdeutlichen: auf über 14.500 Hektar mussten Bäume in Folge von Dürre, Sturm oder Borkenkäferbefall entnommen werden, auf weiteren 8.500 Hektar kam jede Hilfe für vom Borkenkäfer befallene Fichten zu spät – sie stehen nun trocken und ohne Nadeln auf großen Flächen.

Die Wiederaufforstung dieser und anderer Flächen in ganz Niedersachsen stellt die Försterinnen und Förster der Landesforsten vor große Herausforderungen: „Das vor uns liegende Programm zur Wiederaufforstung ist von historischem Ausmaß. Es übersteigt im Harz sogar die Aufforstungen der Nachkriegszeit“, erläutert Merker die vor den Forstleuten liegende Aufgabe. Den in den 80er Jahren begonnenen Waldumbau wollen die Landesforsten dabei fortsetzen und auf den entstandenen Freiflächen und im Schutze der auf der Fläche belassenen abgestorbenen Fichten noch einmal forcieren, um klimaangepasste Mischwälder zu entwickeln.

Der Blick auf das finanzielle Ergebnis des Geschäftsjahres 2020, das die Landesforsten mit einem Defizit von 18 Mio. EUR abschließen, zeigt, dass diese Aufgaben selbst bei steigenden Holzpreisen nicht durch den Holzverkauf zu finanzieren sind. „Das Land sieht das große Schadensausmaß und die Notwendigkeit, den Landesforsten bei dieser Herausforderung zu helfen. Es unterstützt die Landesforsten bei der Umsetzung des Regierungsprogramms LÖWE. Ziel ist es, im Rahmen dieser ökologischen Bewirtschaftung klimastabile Landeswälder schnellstmöglich wieder aufzuforsten oder umzubauen“, so Prof. Ludwig Theuvsen, Staatssekretär im Niedersächsischen Forstministerium und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Landesforsten.

„Mit etwa 15 Mio. kleinen Bäumen, die wir in den letzten 3 Dürre-Jahren gepflanzt haben, haben wir die Herausforderung bereits angenommen“, ergänzt Merker. „Allein im Jahr 2020 haben wir für den Waldumbau knapp 16. Mio. EUR aufgewendet – und wir werden unsere Bemühungen weiter intensivieren. Angesichts der Bedeutung der Wälder für das Klima ist die Absicht des Bundes, zukünftig allen Waldbesitzenden eine Vergütung für den Erhalt der Klimaschutzleistungen der Wälder zu zahlen, sehr zu begrüßen,“ so Merker weiter.

Mit Blick auf das laufende Jahr stellt Dr. Merker fest: „Das Frühjahr hätten wir uns für die Millionen kleinen Bäume, die wir gepflanzt und gesät haben, oder die die Natur darüber hinaus für uns gesät hat, kaum besser wünschen können.“ Nach Ende der kühl-feuchten Frühjahrswitterung sei es dann aber zu einem umso stärkeren Befall an Fichten gekommen. „Dass das Holz, das wir jetzt in Folge des diesjährigen Borkenkäferbefalls ernten müssen, auf einen aufnahmefähigen Markt trifft, ist zugegeben ein nur schwacher Trost für das, was im Wald passiert“, bedauert Merker.

 

Umstellung auf Kreuzimpfung für AstraZeneca – Zweitimpfung mRNA

Umstellung auf Kreuzimpfung für AstraZeneca

7. Juli 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Niedersachsen treibt die Umsetzung der STIKO-Empfehlung zur Durchführung von Kreuzimpfungen bei Personen, die beim ersten Impftermin mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurden, in den Impfzentren weiter voran.

Am Mittwoch und Donnerstag liefert das Land rund 90.000 Dosen der Impfstoffe von BioNTech und Moderna für entsprechende Zweitimpfungen an die Impfzentren aus. „Die Umsetzung der STIKO-Empfehlung ist eine echte Herkulesaufgabe für unsere Impfzentren, aber auch für die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Eine solche tiefgreifende Umstellung funktioniert nicht von heute auf morgen. Mit den zusätzlichen Dosen der mRNA-Imfpstoffe werden ab der kommenden Woche die allermeisten Zweitimpfungstermine mit diesen Impfstoffen durchgeführt werden können“, erklärt Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

Angesichts von Berichten aus einigen Impfzentren, dass Personen ihren Termin für die Zweitimpfung verfallen lassen haben, weil ihnen vor Ort kurzfristig noch kein mRNA-Impfstoff angeboten werden konnte, appelliert Behrens: „Nehmen Sie Ihren Termin für die Zweitimpfung bitte unbedingt und unabhängig vom Impfstoff wahr! Auch eine abgeschlossene Impfserie mit zwei Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca ist hochwirksam und schützt zuverlässig vor schweren Covid-19-Erkrankungen.“

Die Umsetzung der STIKO-Empfehlung erfordert neben deutlich größeren Mengen der mRNA-Impfstoffe umfangreiche Änderungen am Terminbuchungssystem des Landes.

In einem ersten Schritt wird ab dem kommenden Donnerstag die Verkürzung des Impfintervalls für Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca auf sechs Wochen umgesetzt. Dies gilt dann für alle Erstimpfungstermine, die ab Donnerstag unter www.impfportal-niedersachsen.de oder bei der Hotline unter 0800/9988665 vereinbart werden. Derzeit stehen in vielen Impfzentren Termine für die Impfung mit AstraZeneca zur Verfügung. Ministerin Behrens: „Wir ermuntern alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die noch nicht geimpft sind, dieses Impfangebot vor den Ferien wahrzunehmen.“

Darüber hinaus wird unter Hochdruck an der technischen Implementierung einer Möglichkeit zur nachträglichen Verkürzung des Impfintervalls gearbeitet. Sobald diese technische Lösung bereitsteht, werden Personen, die bereits eine erste Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, einen früheren Termin für die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff buchen können. Voraussetzung dafür wird sein, dass im Impfzentrum vor Ort freie Termine und ausreichend Dosen der mRNA-Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Für Personen, die ihren Zweitimpfungstermin aufgrund des Mangels an mRNA-Impfstoffen in dieser Woche nicht wahrgenommen haben, wird zudem die Möglichkeit geschaffen, im Internet und über die Hotline einen neuen Termin für die Zweitimpfung im Impfzentrum zu buchen.

Sobald diese Möglichkeiten im Impfportal bereitstehen, wird das Sozialministerium dies entsprechend ankündigen. Ministerin Behrens bittet die Betroffenen bis dahin noch um Geduld: „Sowohl in den Impfzentren als auch in den Praxen und in meinem Haus wird unter Hochdruck daran gearbeitet, dass allen betroffenen Personen ein mRNA-Impfstoff für die Zweitimpfung angeboten und die verkürzten Intervalle umgesetzt werden. Bisher fehlt allerdings jegliche Bereitschaft des Bundes, uns entsprechend mit zusätzlichem Impfstoff zu beliefern.

Niedersächsischer Kampfmittelbeseitigungsdienst legt Jahresbericht für 2020 vor – Kampfmittel© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Niedersächsischer Kampfmittelbeseitigungsdienst legt Jahresbericht für 2020 vor

5. Juli 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Pistorius: „Dass es auch unter den erschwerten Bedingungen keine Verletzten gegeben hat, ist dem großen persönlichen Einsatz der Expertinnen und Experten zu verdanken“

2020 wurden in Niedersachsen rund 111 Tonnen Kampfmittel aus der Zeit der beiden Weltkriege in mehr als 1.100 Einsätzen geborgen und entsorgt. Das geht aus dem jetzt vorliegenden Jahresbericht des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) des Landes Niedersachsen hervor. 2019 waren es rund 133 Tonnen in gut 900 Einsätzen.

„Auch mehr als 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und trotz der durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen bei der Arbeit des KBD werden in Niedersachsen nach wie vor regelmäßig Kampfmittel gefunden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sorgen auch in dieser außergewöhnlich fordernden Zeit zuverlässig und unter großem persönlichem Einsatz dafür, dass diese gefährlichen Sprengkörper entschärft und beseitigt werden“, sagt Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. „Jeder Munitionsfund und die damit verbundene Entschärfung stellt sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes als auch für die Bürgerinnen und Bürger immer eine besondere Gefahr dar. Dass es im vergangenen Jahr wiederum keinen einzigen Unfall oder Verletzte gegeben hat, ist ein eindrucksvoller Beleg für die Expertise und die herausragende Arbeit aller Beteiligten. Dafür bedanke ich mich ganz besonders bei den Expertinnen und Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.“

Die Arbeit des KBD war im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich, da das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mit dem KBD Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Evakuierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Kampfmittelfunden an die zuständigen Gefahrenabwehrbehörden herausgegeben hatte.

Mehrere niedersächsische Kommunen, die in besonderem Maße von den Kriegshandlungen des Zweiten Weltkriegs betroffen waren, wie z.B. die Region Hannover und die Städte Braunschweig und Osnabrück, hatten daraufhin Allgemeinverfügungen erlassen, in denen sie die von hier gegebenen Handlungsempfehlungen für ihren Zuständigkeitsbereich konkretisiert hatten.

Erst Anfang 2021 konnten diese Maßnahmen wieder aufgehoben werden, so dass der KBD jetzt wieder verstärkt seinen Aufgaben, die gefährlichen Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege zu beseitigen, nachgehen kann.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der entdeckten Blindgänger, die nicht mehr transportfähig waren, deutlich verringert. Im vergangenen Jahr musste bei 133 Einsätzen (2019: 219 Einsätzen) alte Munition direkt vor Ort gesprengt werden. In den vergangenen Jahren ist dabei auch die niedersächsische Nordsee vor allem durch den Bau von Offshore-Windparks und dem Ausbau von Kabeltrassen verstärkt in den Fokus gerückt. So wurden dort im letzten Jahr rund 7,35 Tonnen Weltkriegsmunition entdeckt, was nahezu einer Verzehnfachung der aufgefundenen Tonnage gegenüber dem Vorjahr entspricht (2019: rund 0,76 Tonnen). Darunter befand sich auch eine Seemine.

Weiterhin rasant ansteigend sind die auf Kampfmittelfreiheit überprüften Grundstücke bei beabsichtigten Bauvorhaben, die sich ohnehin schon auf sehr hohem Niveau bewegt haben. Mehr als 5.500 Anträge (2019: gut 3.600 Anträge) wurden im vergangenen Jahr ausgewertet.

Alte Munition wird im Laufe der Zeit nicht ungefährlicher, im Gegenteil: Alterungsprozesse und Korrosionseinwirkungen erhöhen oft die Gefahr einer plötzlichen Explosion. Gefunden wird Munition vielfach durch die Auswertung von Luftbildern oder auch zufällig, etwa bei Neu- oder Umbaumaßnahmen.

Gefährdet sind dabei immer wieder auch Kinder, Sammler und Schatzsucher oder das Personal aus Land- und Forstwirtschaft sowie von Tiefbau- und Metallrecyclingfirmen.

Ein Ereignis steht 2020 exemplarisch für die Gefährlichkeit der Kampfmittel in der Natur:

Ein Vater und sein Sohn hatten beim Magnetangeln im Stichkanal Linden in Hannover einen Blindgänger einer Brandbombe (INC 30lb) herausgefischt und mit nach Hause genommen, weil sie den Fund nach ihren Angaben mit einem alten Auspuff verwechselt hatten. Als der vermeintliche Auspuff nach zwei Tagen gereinigt werden sollte, entzündete sich der Inhaltsstoff, welcher aus weißem Phosphor bestand. Die sofort herbeigerufene Feuerwehr erstickte den Brandherd und zog den Kampfmittelbeseitigungsdienst hinzu, der die Brandbombe sicher verpackte und der Entsorgung zuführte. Aufgrund der Entwicklung giftiger Rauchgase kamen drei Personen vorsorglich ins Krankenhaus.

„Dieser Vorfall zeigt wieder einmal deutlich, wie gefährlich diese vermeintlich alten Kampfmittel – auch nach so langer Zeit im Boden – immer noch sind. Deshalb möchte ich dringend an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, sich beim Fund von Kampfmitteln sofort mit der zuständigen Gemeinde oder der Polizei in Verbindung zu setzen. Denn das unsachgemäße Hantieren mit diesen unbekannten Stoffen gefährdet neben dem eigenen Leben häufig auch das Leben anderer“, so Minister Pistorius.

Die Beseitigung von Weltkriegsmunition ist oft mit großen Einschränkungen und hohem Aufwand für die unmittelbar Betroffenen, aber auch die übrigen Beteiligten, wie beispielsweise die Hilfsorganisationen und die Sicherheitskräfte, verbunden. Pistorius weiter: „Deshalb möchte ich mich auch bei den vielen Helferinnen und Helfern sowie den Niedersachsen bedanken, die in den meisten Fällen mit viel Verständnis auf diese Situation und die zu treffenden Maßnahmen der Behörden reagieren. Mein Dank gilt auch den Kommunen, die als zuständige Gefahrenabwehrbehörden alles dafür tun, um die Bevölkerung vor möglichem Schaden zu bewahren.“

Niedersachsen setzt STIKO-Empfehlung um – Zweitimpfung mRNA

Niedersachsen setzt STIKO-Empfehlung um

2. Juli 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Niedersachsen wird die am Donnerstag angekündigte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in den Impfzentren umsetzen. Diese sieht vor, dass Personen, die beim ersten Impftermin den Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, ihre zweite Impfung zukünftig mit einem mRNA-Impfstoff erhalten sollen.

Darüber hinaus verkürzt das Land das Intervall zwischen den Impfungen bei diesem sogenannten heterologen Impfschema in den Impfzentren auf sechs Wochen. Dies bedeutet eine Angleichung an das Intervall bei den Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen von Moderna und BioNTech.

„Nach Angaben der STIKO zeigen aktuelle Studien, dass die Wirksamkeit der Impfung insbesondere gegen die Delta-Variante am stärksten ist, wenn nach der ersten Dosis mit AstraZeneca bei der Zweitimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht wird. Dementsprechend werden wir allen, die ihren Zweittermin noch vor sich haben, ab der kommenden Woche einen solchen mRNA-Impfstoff von Moderna oder BioNTech anbieten“, erklärt dazu Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

Bereits ab dem heutigen Freitag können Impfzentren, die vor Ort ausreichend mRNA-Impfstoff zur Verfügung haben, so verfahren. Die Umstellung auf die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgt ab der kommenden Woche dann grundsätzlich automatisch, ein Anruf bei der Hotline des Landes oder die Kontaktaufnahme zum Impfzentrum ist dafür nicht erforderlich.

Personen, die entgegen der Empfehlung auch die zweite Impfung mit AstraZeneca erhalten möchten, können dies vor Ort beim Termin im Impfzentrum äußern und werden entsprechend auch beim zweiten Termin mit diesem Impfstoff geimpft.

„Die Kurzfristigkeit der STIKO-Empfehlung bedeutet, dass wir die Impfstofflogistik für die Impfzentren nun sehr umfangreich und sehr schnell umstellen müssen. Wir werden in den kommenden Wochen mehr mRNA-Impfstoff benötigen als ursprünglich geplant. Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben den Bund deshalb aufgefordert, die Liefermengen der Impfstoffe von BioNTech und Moderna für die Impfzentren deutlich zu erhöhen“, so Behrens.

Insgesamt warten derzeit rund 390.000 Niedersächsinnen und Niedersachsen, die ihre erste Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, auf ihre zweite Impfung in einem Impfzentrum. Alle Termine in den Impfzentren können wie geplant stattfinden. Es wird nicht zu Terminausfällen oder automatischen Verschiebungen kommen. Gesundheitsministerin Behrens erklärt: „Wir sorgen dafür, dass sich alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die bereits einen Zweittermin haben, auf diesen Termin auch verlassen können.“

Die Verkürzung des Impfintervalls auf sechs Wochen soll im Impfportal im Internet und an der Hotline so schnell wie möglich auch nachträglich ermöglicht werden. Der Dienstleister des Landes arbeite bereits daran, dass Betroffene ihre Termine für die Zweitimpfung im Impfportal und an der Hotline des Landes dem neuen Intervall zeitnah entsprechend vorverlegen können. „Hier bitten wir die Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich noch um ein wenig Geduld. Wir werden diese Möglichkeit jetzt so schnell wie möglich schaffen“, so Behrens.

Zukunftsfähiges digitales Arbeiten in den Behörden – Homeoffice© Bernd Günther

Zukunftsfähiges digitales Arbeiten in den Behörden

1. Juli 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Die Landesregierung und die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen haben nach intensiven Beratungen in einer gemeinsamen Vereinbarung die Rahmenbedingungen für mobile Arbeitsformen in der niedersächsischen Landesverwaltung ab dem 1. Juli 2021 festgelegt. Dabei wird im Bereich des so genannten Homeoffice im Wesentlichen ein Unterschied wird zwischen der so genannten Telearbeit und der mobilen Arbeit gemacht. Telearbeit einerseits ist eine seit 2004 in der Landesverwaltung bewährte Arbeitsform, deren Rahmenbedingungen – z. B. die vom Arbeitgeber fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten – in der Arbeitsstättenverordnung geregelt sind.

Die mobile Arbeit ist andererseits eine flexiblere Alternative mit einem geringeren zeitlichen Umfang, die mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung einen landesweit einheitlichen Rahmen unter besonderer Beachtung des Arbeitsschutzes erhalten hat. Die bisher geltende Beschränkung der Inanspruchnahme auf soziale Kriterien wie Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen wird mit der Vereinbarung deutlich ausgeweitet und modernisiert.

Minister Pistorius sagt: „Die Bedeutung und Nutzung mobiler Arbeitsformen hat gerade im Zuge der Corona-Pandemie noch einmal deutlich zugenommen und stark an Gewicht gewonnen. Die seit heute geltende landesweite Vereinbarung regelt einheitlich und verbindlich all das, was allgemein unter Homeoffice verstanden wird. Von dieser neuen Regelung profitieren rund 230.000 Menschen in 60 verschiedenen Berufsfeldern der Landesverwaltung. Wir bieten als größter Arbeitgeber Niedersachsens damit eine Regelung an, die auf der einen Seite modern und flexibel ist und auf der anderen Seite die Regelungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Blick hat. Wir schlagen damit heute ein neues Kapitel der Arbeitskultur hier in Niedersachsen auf! Mobiles Arbeiten ist auch immer Ausdruck der von Vertrauen und Wertschätzung getragenen Arbeitskultur in unserer Landesverwaltung.“

Die Vereinbarung wurde vom Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sowie den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, Dr. Mehrdad Payandeh, des NBB – Niedersächsischer Beamtenbund und Tarifunion, Alexander Zimbehl, und des Niedersächsischen Richterbundes, Frank Bornemann, unterzeichnet.

„Insbesondere der Rahmen für die mobile Arbeit war uns in den Verhandlungen sehr wichtig“, erklärte Dr. Mehrdad Payandeh, „denn so kann das Spannungsfeld zwischen dem Arbeitsschutz und dem Wunsch der Beschäftigten nach möglichst selbstbestimmtem Arbeiten sichergestellt werden.“

Alexander Zimbehl erklärt, „dass die Vereinbarung eine Stärkung der Personalvertretungen in den beschriebenen Prozessen zur Umsetzung der Arbeitsformen mit sich bringt und sie ein guter Schritt hin zu gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen in der Landesverwaltung ist.“

„Die Vereinbarung fördert eine moderne Arbeitsweise und sorgt durch die notwendigen Absprachen für eine gesteigerte Kommunikation zwischen Beschäftigten und Führungskräften“, stellt Frank Bornemann fest.

Mehr Impfstoff im Juli – AstraZeneca© Bernd Günther

Mehr Impfstoff im Juli

29. Juni 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Niedersachsen erhält nach den aktuellen Lieferankündigungen des Bundes im Juli wöchentlich mehr als 300.000 Impfdosen für die Impfzentren und damit deutlich mehr Impfstoff als noch vor wenigen Tagen angenommen.

„Wir freuen uns, dass die Hersteller nun doch deutlich mehr liefern können als bis zuletzt noch angekündigt war. Das wird der Impfkampagne in Niedersachsen vor den Sommerferien noch einmal einen richtigen Schub geben“, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

Insgesamt haben bereits 55,2 Prozent der Niedersächsinnen und Niedersachsen eine Impfung erhalten, 34,8 Prozent sind schon vollständig geimpft. Auf der Warteliste für die Impfzentren stehen derzeit noch rund 155.000 Personen, die aufgrund der erhöhten Lieferankündigungen zeitnah mit Terminen versorgt werden können. Ministerin Behrens: „In einigen Regionen ist die Warteliste mittlerweile sogar schon vollständig abgearbeitet, sodass die Landkreise und kreisfreien Städte vor Ort niedrigschwellige Sonderimpfaktionen anbieten können. Insbesondere an den Wochenenden im Juli wollen wir mit Impfaktionen im Land dafür werben, dass die Niedersächsinnen und Niedersachsen sich auch kurzfristig impfen lassen. Mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien und die Ausbreitung der Delta-Variante ist das Motto: Erst impfen, dann die Ferien genießen.“

Dabei warnt die Gesundheitsministerin vor Leichtsinn und insbesondere vor Reisen in Virusvariantengebiete: „Wir raten ganz ausdrücklich von allen nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete ab. Jede Reise dorthin birgt das Risiko eines Eintrags der Delta-Variante nach Niedersachsen und gefährdet damit die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie in den vergangenen Wochen.“

In vielen Impfzentren stehen derzeit Termine mit dem Impfstoff von AstraZeneca zur Verfügung. Für diesen Impfstoff verkürzt das Land das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung ab dem 1. Juli auf neun statt bisher 12 Wochen. „Es hat sich herausgestellt, dass die Schutzwirkung der Impfung mit AstraZeneca in den ersten neun Wochen schnell ansteigt, danach nimmt die Wirkung nur noch langsam und gering zu. Vor diesem Hintergrund ist eine Verkürzung des Impfintervalls für diesen Impfstoff sinnvoll“, so Daniela Behrens.

Dabei werde auch berücksichtigt, dass viele Menschen beim Impfstoff von AstraZeneca auch wegen des langen Intervalls zwischen den Impfungen zögerlich seien. Zudem könne durch die Verkürzung sichergestellt werden, dass alle Zweitimpfungen vor dem geplanten Rückbau der Impfzentren zum 30. September durchgeführt werden können. „Auch nach dem
30. September wollen wir eine im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge organisierte Impfstruktur aufrechterhalten. Dies soll dann vor allem in Form von mobilen Teams sichergestellt werden, die dezentral impfen können“, verdeutlicht Behrens.

„Die Beschäftigten und die Verantwortlichen der Impfzentren haben in den vergangenen Wochen und Monaten einen hervorragenden Job gemacht. Ohne sie wären wir mit den Impfungen nicht so weit, wie wir heute bereits sind. Bis zum Herbst werden wir allen Niedersächsinnen und Niedersachsen ein Impfangebot gemacht haben, die Impfzentren und alle Beteiligten haben ihre Aufgabe damit vorbildlich erfüllt.“

Mit den mobilen Teams könnten auch über den September hinaus niedrigschwellige, dezentrale Impfaktionen in benachteiligten Quartieren angeboten oder notwendige Drittimpfungen beispielsweise in Alten-und Pflegeheimen durchgeführt werden, so die Ministerin.

Unwetterwarnung per Video

Unwetterlage geht weiter

29. Juni 2021/in Niedersachsen

OFFENBACH (red/PM). Niedersachsen und Bremen liegen unter Tiefdruckeinfluss, dabei ist eine feuchtwarme und zu Gewittern neigende Luftmasse aktiv. GEWITTER/STARKREGEN (UNWETTER): Ab dem Mittag ansteigendes Gewitterpotential mit Gefahr von Starkregen um 20 l/qm in einer Stunde, stürmischen Böen um 70 km/h (Bft 8) und kleinem Hagel. Lokal ist heftiger Starkregen bis 40 l/qm in einer Stunde (UNWETTER) wahrscheinlich. In der Nacht zum Mittwoch vor allem in den mittleren Landesteilen abnehmende Gewittertätigkeit; bei Gewittern lokal Starkregen bis 25 l/qm in kurzer Zeit. Am Mittwoch in der Osthälfte im Tagesverlauf wieder häufiger Gewitter, teils auch länger andauernder gewittriger Starkregen. Die Niederschlagsmengen können regional unwetterartig mit bis zu 50 l/qm in wenigen Stunden ausfallen.

Das aktuelle Video mit den Unwetterinformationen des Deutschen Wetterdienstes (29. Juni 2021 12:30 Uhr):

© Deutscher Wetterdienst

Land Niedersachsen und Bundesagentur für Arbeit schaffen schnellen Einstieg in den Pflegeberuf – Pflegeberufe Tom Figiel© Tom Figiel

Land Niedersachsen und Bundesagentur für Arbeit schaffen schnellen Einstieg in den Pflegeberuf

28. Juni 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Auf den vielerorts zu sehenden Plakaten und Anzeigen mit dem Slogan „Meine Zukunft Pflege“ kommen Pflegekräfte aus Niedersachsen zu Wort. Mit selbstbewusster Haltung erklären sie, warum sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Das Land Niedersachsen und die Bundesagentur für Arbeit informieren darüber, dass sie für Berufswechslerinnen und -wechsler die neue Möglichkeit geschaffen haben, sich in nur einem Jahr zum/zur Pflegeassistenten/in ausbilden zu lassen. Und sie werben für den Pflegeberuf, der fordernd, aber auch sehr bereichernd ist.

„Neu ist, dass Menschen, die z.B. in der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben und bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung verfügen, der Wechsel in die Pflege erleichtert wird“, erklärt Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens: „Wir eröffnen all jenen, die sich beruflich neu orientieren wollen oder müssen und die gerne mit Menschen arbeiten, eine neue Perspektive.“ Das Angebot und die begleitende Kampagne seien ein weiterer Beitrag zur Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni), so die Ministerin: „Durch die Gewinnung von Pflegekräften und eine bessere Personalausstattung in den Einrichtungen und Pflegediensten verbessern sich die Arbeitsbedingungen, davon profitieren sowohl die Beschäftigten in der Pflege als auch die Pflegebedürftigen.“

Um den Wechsel in den Pflegeberuf zu erleichtern, haben das Niedersächsische Sozialministerium und das Kultusministerium zusammen mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit die ab dem 1. August 2021 bestehende Möglichkeit geschaffen, sich in nur einem Jahr zur Pflegeassistenzkraft ausbilden zu lassen.

Normalerweise nimmt diese Ausbildung zwei Jahre in Anspruch. Der Einstieg ins zweite Jahr der Pflegeassistenzausbildung steht Menschen mit beruflicher oder ehrenamtlicher Vorerfahrung offen (die genauen Zugangsvoraussetzungen sind unten im Detail aufgeführt). So wird sowohl Quereinsteigerinnen und -einsteigern als auch bereits in der Pflege tätigen Hilfskräften ein schneller, aber dennoch gut qualifizierter Zugang in das spannende Berufsfeld ermöglicht.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne erklärt: „Für alle Beteiligten ist der Einstieg in das zweite Jahr der Ausbildung eine Herausforderung, denn die Zusammensetzung der Klassen wird vielschichtiger und das Ausbildungsziel muss erreicht werden. Dennoch wollen wir die bereits erworbenen Kompetenzen stärker berücksichtigen und so individuelle Bildungswege nicht unnötig in die Länge ziehen. Hierzu liegen aus der dualen Berufsausbildung gute Erfahrungen vor, die wir nun in der Ausbildung in der Pflegeassistenz anwenden.“

„Im Schuljahr 2018/2019 wurde in Niedersachsen knapp jede vierte neu begonnene Ausbildung zur examinierten Altenpflegefachkraft von den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gefördert. Ich freue mich, dass dies in Niedersachsen nun auch für das zweite Berufsfachschuljahr zur Pflegeassistentin oder zum –assistenten möglich ist“, erklärt Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit. Für Arbeitslose, die gerne Pflegeassistenz lernen möchten und die Fördervoraussetzungen erfüllen, können die Lehrgangskosten an zertifizierten Berufsfachschulen, die Kosten für den Lebensunterhalt und die Fahrtkosten übernommen werden. Pfeiffer: „Die Bundesagentur für Arbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Dort werden auf allen Qualifikationsebenen dringend Kräfte gebraucht. Und die Jobchancen sind ausgezeichnet. Die Pflegebranche wächst kontinuierlich und wird aufgrund der alternden Gesellschaft auch längerfristig viele Arbeitsplätze bieten.“

 Weitere Informationen finden Interessierte auf www.ms.niedersachsen.de/Pflege

SERVICE

Die Pflegeassistenz zählt zu den so genannten Helferberufen, deren Ausgestaltung den Bundesländern obliegt. Die niedersächsische Pflegeassistenzausbildung bietet dabei eine umfassende Qualifikation, um im späteren Berufsfeld mit fundierten Kenntnissen tätig werden zu können. In enger Zusammenarbeit mit Pflegefachkräften wird im Arbeitsalltag die Versorgung von Menschen für Menschen umgesetzt. Dabei übernehmen Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten große Teile der Versorgung von Pflegebedürftigen unter der fachlichen Leitung einer Pflegefachkraft. Der Beruf zeichnet sich durch vielfältige Aufgaben, aber auch durch menschliche Kontakte und individuelle Betreuung aus und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung von Pflegebedürftigen in Niedersachsen. Die Aufgaben als Pflegeassistentin/Pflegeassistent unterscheiden sich je nach Einsatzbereich.

Im ambulanten Bereich gehören hier u.a. Hilfe in der Haushaltsführung, beim Einkaufen oder Kochen dazu, aber natürlich auch Aufgaben der pflegerischen Versorgung. Im ambulanten Bereich wird in der Regel ein Führerschein benötigt, um die Hausbesuche durchzuführen.

Im stationären Bereich gehört neben den Aufgaben der pflegerischen Versorgung auch die so genannte Beschäftigungstherapie zu den täglichen Aufgaben. In diesem wichtigen Feld betreuen Assistenzkräfte die Pflegebedürftigen im Alltag, spielen mit diesen Gesellschaftsspiele, gehen gemeinsam spazieren und sorgen mit Gesprächen für ein angenehmes soziales Umfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Pflege eröffnet auch weitere berufliche Perspektiven: Nach erfolgreich abgeschlossener Pflegeassistenzausbildung besteht z.B. die Möglichkeit, verkürzt in die Ausbildung zur Fachkraft einzusteigen und sich so beruflich weiter zu entwickeln. Zudem gibt es zahlreiche Weiterbildungsgänge. Karriere in der Pflege ist Karriere als Mensch.

Mit der Kampagne „Meine Zukunft Pflege“ bahnen das Niedersächsische Sozialministerium und das Niedersächsische Kultusministerium zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit Menschen den Weg in die Pflege. Die aktuell laufende Plakatkampagne wird von der Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung, Niedersachsen, unterstützt. Gemeinsam wird auf die Attraktivität des Pflegeberufs generell sowie auf die neue Möglichkeit des Einstiegs ins zweite Jahr der Pflegeassistenzausbildung aufmerksam gemacht. Ziel ist es, ausreichend Pflegekräfte insbesondere für die Altenpflege zu gewinnen.

Die Konzertierte Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) ist ein 2019 vom Niedersächsischen Sozialministerium initiierter Pakt der Landesregierung u.a. mit Pflegekassen, Verbänden gemeinnütziger und privater Einrichtungsbetreiber, Kommunalen Spitzenverbänden und Berufsfachverbänden. Mit vereinbarten, konkreten Maßnahmen werden die Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert. Die Kampagne „Meine Zukunft Pflege“ steht im Kontext der KAP.Ni. Weitere Informationen zur KAP.Ni finden Sie auf www.ms.niedersachsen.de/Pflege

Die Voraussetzungen für den Einstieg ins zweite Jahr der Pflegeassistenzausbildung wurde durch das Niedersächsische Kultusministerium mit Erlass vom 1. März 2021 geschaffen und geregelt. Die Einstiegsmöglichkeit besteht ab 1. August 2021.

Die verkürzte Pflegeassistenzausbildung kommt für Interessierte in Frage, wenn…

– sie nach Abschluss einer durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit nachweisen können

oder wenn sie

– eine zweijährige Berufsfachschule – Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege- –  oder eine gleichwertige einschlägige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben,

– mindestens einen Sekundarabschlusses I – Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen und

a) ein Jahr in Vollzeit als Hilfskraft oder

b) ein Jahr in Vollzeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im pflegenahen Bereich einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus oder

c) auch ehrenamtlich mindestens drei Jahre im Betreuungsdienst des Katastrophenschutzes tätig waren,

– nach Abschluss einer durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung an einer Qualifizierung in der Alltagsbegleitung im Umfang von mindestens 160 Unterrichtsstunden teilgenommen haben und mindestens zwei Jahre lang in der Alltagsbegleitung tätig waren.

Interessierten wird ein Beratungstermin empfohlen bei der Bundesagentur für Arbeit – die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter beraten Interessierte gerne zu den Möglichkeiten des Einstiegs in den Pflegeberuf sowie zu Fragen hinsichtlich möglicher Förderungen.

Die Entscheidung über die Aufnahme in das zweite Jahr der Pflegeassistenz-Ausbildung erfolgt durch die jeweilige Schule und nur nach Durchführung eines Beratungsgesprächs an der Schule.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit zu finden unter:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nsb/wege-in-die-pflegeberufe

Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter beraten Interessierte gerne zu den Einstiegsmöglichkeiten sowie zu Fragen hinsichtlich möglicher Förderungen. Ein Beratungstermin kann telefonisch oder über das Kontaktformular angefragt werden:

0800 4 555500 (gebührenfrei), Montag – Freitag, 8 – 18 Uhr

BERATUNGSTERMIN ANFRAGEN

Johnsson

Niedersachsen öffnet Terminvergabe in den Impfzentren für Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson für Personen unter 60 Jahren

25. Juni 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Ab sofort können sich alle Niedersächsinnen und Niedersachsen ab 18 Jahren im Impfportal des Landes unter www.impfportal-niedersachsen.de oder bei der Hotline unter 0800 9988665 für einen Termin mit den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson in ihrem örtlichen Impfzentrum anmelden. Die Beschränkung der Anmeldung für Termine in den Impfzentren auf Personen, die älter sind als 60 Jahre, ist damit aufgehoben.

Niedersachsen erhält entgegen der ursprünglichen Ankündigungen des Bundes in den kommenden Wochen mehr Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca, sodass auch wieder Erstimpfungen mit diesem Impfstoff durchgeführt werden können. Dies gilt auch für den Impfstoff von Johnson & Johnson, von dem zunächst keine weiteren Lieferungen für die Impfzentren angekündigt waren und der für einen vollständigen Schutz nur einmal verimpft werden muss.

Um einen entsprechenden Termin erhalten zu können, müssen impfwillige Personen unter 60 Jahren im Impfportal oder bei der Hotline nach der Angabe ihres Alters ausdrücklich bestätigen, dass ihnen auch einer der beiden Vektorimpfstoffe angeboten werden darf. Den rund 260.000 Personen, die derzeit noch auf der Warteliste für einen Impftermin stehen, werden Termine mit den nun freigegebenen Impfstoffen nicht automatisch angeboten, da von ihnen keine entsprechende Einwilligung vorliegt.

„Wir ermuntern alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die bisher noch nicht geimpft werden konnten, sich online oder an der Hotline um einen Termin in ihrem Impfzentrum zu bemühen. Dank der Freigabe der Anmeldung für Personen unter 60 Jahren stehen vielerorts auch kurzfristig freie Termine mit den Vektorimpfstoffen zur Verfügung“, erklärt Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

Dies gelte auch für Personen auf der Warteliste, die ebenfalls die Möglichkeit haben, einen solchen kurzfristig freien Termin zu buchen. Ministerin Behrens: „Die Wartezeiten für einen Termin werden sich in den kommenden Wochen zudem weiter verkürzen, da im Verhältnis wieder wesentlich mehr Impfstoff für Erstimpfungen an die Impfzentren ausgeliefert wird und die Warteliste so immer schneller abgebaut werden kann. Gerade mit Blick auf die bevorstehende Reisezeit und die Ausbreitung der Delta-Variante ist es wichtig, dass sich so viele Niedersächsinnen und Niedersachsen so schnell wie möglich impfen lassen und gegen das Virus geschützt werden.“

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