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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Busunfall

Großeinsatz nach Busunfall auf der Immenser Landstraße

30. Oktober 2023/in Region Hannover

Unfall fordert fünf Verletzte – Bus prallt gegen Baum

BURGDORF (PM/red). Am Montag, 30.10.2023 wurden um 11.44 Uhr die Ortsfeuerwehren Burgdorf und Hülptingsen zu einem gemeldeten Verkehrsunfall mit mehreren Personen in die Immenser Landstraße gerufen. Es wurde das Alarmstichwort MANV10 (Massenanfall von Verletzten) für den Rettungsdienst ausgelöst.

Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein Bild mit einem gegen einen Baum gefahrenen Bus sowie ein auf dem Feld stehender PKW. Augenscheinlich gab es zwischen diesen beiden Fahrzeugen Kontakt. Zum Glück gab es keine eingeklemmten Personen. Insgesamt fünf Verletzte Personen (drei Leichtverletzte, zwei mittelschwer Verletzte) wurden vor Ort behandelt und anschließend zur weiteren Versorgung bzw. Beobachtung in Krankenhäuser gebracht.

Der alarmierte Rettungshubschrauber konnte ohne Mitnahme von verletzten Personen wieder zu seinem Standort zurückfliegen. Während der Rettungs- und anschließenden Aufräumarbeiten blieb die Immenser Landstraße ab Einmündung Steinwedeler Str. Richtung Süden voll gesperrt. Insgesamt waren 30 Rettungskräfte mit sieben Fahrzeugen im Einsatz, sowie die Polizei, ein Rettungshubschrauber, der Leitende Notarzt und ein Fachberater Sanitätsdienst.

Über die Unfallursache und Schadenshöhe kann keine Angabe gemacht werden. Die Polizei und der Verkehrsunfalldienst haben die Ermittlungen aufgenommen.

ABC Schutz

Großangelegte Übung der ABC-Fachkräfte in Rethmar

28. Oktober 2023/in Region Hannover

Gefahrgutaustritt war zum Glück nur eine Übung

SEHNDE (PM). Am heutigen Sonnabendvormittag kam es zu einer großen Alarmübung im Sehnder Ortsteil Rethmar. Angenommen wurde ein Unfall mit Gefahrgutaustritt.

Gegen 11:00 Uhr ging in der Regionsleitstelle Hannover ein Notruf aus der Triftstraße in Rethmar ein. Bei Verladearbeiten wurde ein IBC-Container mit einer Staplergabel beschädigt und Gefahrgut trat aus. Ein Arbeiter und sein Kollege versuchten noch das Auslaufen zu stoppen,wobei sie sich schwere Verletzungen zuzogen.

Umgehend wurden die Ortsfeuerwehr Rethmar, sowie die Fachgruppe ABC der Stadtfeuerwehr und weitere unterstützende Einheiten der Stadtfeuerwehr Lehrte alarmiert. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte aus Rethmar gingen sofort nach der GAMS-Regel² vor, stellten dabei den
Brandschutz sicher und retteten die beiden verunfallten Arbeiter. Hierbei handelte es sich um zwei Puppen, womit allen bewusst wurde das es sich um eine Übung handelte.

Nachdem die ABC-Fachkräfte die Dekontamination aufgebaut hatten, konnte der erste Trupp dekontaminiert und die ersten Kräfte im Chemikalienschutzanzug vorgehen. Insgesamt wurden fünf Trupps mit Chemikalienschutzanzug zum Messen, Abdichten und Umpumpen eingesetzt.

Nach rund drei Stunden konnte die Übung gegen 14:30 Uhr beendet werden und alle Einheiten konnten wieder in ihre Standorte einrücken. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehr Rethmar, die Fachgruppe ABC (bestehend aus den Ortsfeuerwehren Evern, Müllingen-Wirringen, Rethmar und Sehnde), die Ortsfeuerwehren Bilm und Ilten als Dekon-Einheit, die Ortsfeuerwehr Höver mit dem Gerätewagen-Messtechnik sowie
weitere Kräfte des ABC-Zug Region Hannover-Ost aus der Stadtfeuerwehr Lehrte.

Sommerzeit endet

Am 29. Oktober endet die Sommerzeit

28. Oktober 2023/in Region Hannover

Uhren müssen umgestellt werden – Gefahr von Wildunfällen wächst

HANNOVER (red/PM). In der Nacht von Samstag, 28. Oktober, auf Sonntag, 29. Oktober, endet die Sommerzeit. Um 3.00 Uhr werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Wer über eine Funkuhr verfügt, darf sich glücklich schätzen. Diese stellen sich, Empfang des erforderlichen Funksignals vorausgesetzt, automatisch ohne unser Zutun um. Auch Handys werden automatisch in der Regel auf die Winterzeit korrigiert.

Sonderregelungen bei ÜSTRA und regiobus in der Region Hannover

regiobus Nachtliner fahren zum Ende der Sommerzeit zweimal. In der Nacht von Samstag, 28. Oktober, auf Sonntag, 29. Oktober, endet die Sommerzeit. Um 3:00 Uhr werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Dies hat Auswirkungen auf den ÜSTRA NachtSternverkehr, die Fahrpläne der Ruftaxis und Nachtliner von regiobus:

Der ÜSTRA NachtSternverkehr verlängert sich aufgrund der Zeitumstellung um eine Stunde. Die Ruftaxi-Fahrten in Neustadt (2:42 Uhr) und Wunstorf (2:35 Uhr) fahren in dieser Nacht zweimal, sowohl nach Sommer- als auch nach Winterzeit, sodass die Anbindung an die S-Bahnen gewährleistet sein wird. Die Nachtliner der regiobus, die regulär zwischen 2:00 und 3.00 Uhr an den Umsteigeanlagen starten, werden in dieser Nacht ebenfalls zweimal, sowohl nach Sommer- als auch nach Winterzeit, durchgeführt. Dies gilt für die regiobus Linien N41, N43, N50, N56, N57, N62, N63 und N70. Die Nachtliner N31 und N94 bilden eine Ausnahme und verkehren nur nach neuer Winterzeit um 2:33 Uhr bzw. um 2:23 Uhr.

Die Fahrkarten sind in dieser Nacht eine Stunde länger gültig, sodass für die Fahrgäste durch die Zeitumstellung keine Nachteile entstehen.

ADAC sieht wachsende Gefahr von Wildunfällen durch die Umstellung auf Winterzeit

Wenn am Sonntagmorgen (29.10.) die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, nimmt die Gefahr von Wildunfällen zu. Morgens wird es früher hell, am Abend eine Stunde früher dunkel. Der ADAC macht darauf aufmerksam, dass damit die abendliche Hauptverkehrszeit in die Dämmerung fällt und somit genau in die Zeit, in der viele Wildtiere auf Nahrungssuche sind und dabei auch Straßen überqueren. Autofahrer sollten sich darauf einstellen und insbesondere in Wäldern und an Feldrändern wachsam sein.

Laut ADAC orientieren sich Rehe, Wildschweine und Hirsche ausschließlich am Tageslicht. Mit Wild, das die Verkehrswege der Menschen kreuzt, ist nach der Zeitumstellung nicht nur in der morgendlichen Dämmerung, sondern auch abends zu rechnen.

In Deutschland passiert im Schnitt etwa alle zwei Minuten ein Zusammenstoß mit Wildtieren – das sind laut Gesamtverband der Deutschen Versicherer insgesamt rund 265.000 Unfälle pro Jahr. Für das Wild endet ein Unfall meist tödlich, aber auch Verkehrsteilnehmer kommen immer wieder zu Schaden. In Deutschland gab es im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt rund 2.600 Verunglückte bei Wildunfällen.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, bei der Fahrt durch Waldgebiete und Wiesen den Fuß vom Gas zu nehmen und stets bremsbereit zu sein. Bereits Tempo 80 statt 100 verkürzt den Bremsweg um circa 24 Meter und kann dazu beitragen, den Zusammenstoß mit einem Wildtier zu vermeiden. Taucht ein Tier am Straßenrand auf, dann heißt es Tempo drosseln oder sogar ganz abbremsen. Zudem sollte man das Fernlicht ausschalten und stattdessen das Abblendlicht einschalten. Mit einem kurzen Hupen kann das Tier in der Regel verscheucht werden.

Ist eine Kollision unvermeidbar, dann sollte man eine Vollbremsung machen, dabei das Lenkrad festhalten, aber auf keinen Fall ein Ausweichmanöver riskieren. Die Gefahr, dabei die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und im schlimmsten Fall im Gegenverkehr oder an einem Baum zu enden, ist erheblich.

Kommt es zu einem Unfall, muss man die Warnblinkanlage einschalten, die Warnweste anziehen und die Unfallstelle absichern. Auch ohne Verletzte sollte man immer sofort die Polizei verständigen und den Wildschaden melden. Tote Tiere sollte man nie ohne Handschuhe anfassen, vor lebenden Tieren sollte man auf Abstand gehen. Für die Regulierung des Schadens kommt die Kasko- oder die Teilkaskoversicherung infrage. Dafür sollte sich Geschädigte vom Jäger oder der Polizei eine Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.

Schloss Marienburg

Sanierung von Schloss Marienburg startet im kommenden Jahr

27. Oktober 2023/in Region Hannover

Holzkonstruktionen teilweise massiv geschädigt

HANNOVER (PM). Der Ost-, Süd- und Westflügel von Schloss Marienburg können auf unbestimmte Zeit nicht mehr genutzt werden. Nach der kürzlichen Bestätigung weiterer schwerer Schäden am Tragwerk der Marienburg durch holzzerstörende Pilze, insbesondere durch den Echten Hausschwamm, hatte sich die Betreibergesellschaft Schloss Marienburg GmbH & Co. KG als Pächterin freiwillig zur Aufgabe der Nutzung der historischen Wohn- und Repräsentationsräume für den Museumsbetrieb verpflichtet.

„Sobald der Pächter nicht mehr freiwillig auf die Nutzung verzichtet oder es doch zu einer Nutzung kommt, wird die für die Marienburg zuständige Bauaufsicht der Region Hannover die betroffenen Gebäudeteile unverzüglich sperren“, kündigte Regionspräsident Steffen Krach am Freitag in Hannover an. „Die tragenden Strukturen sind durch den Hausschwamm so stark beschädigt, dass die Standsicherheit der meisten Gebäudeteile nicht mehr gewährleistet ist“, so Krach. „Wir wissen, was die Marienburg für die Region bedeutet, aber wir haben dann keine andere Option: Es geht um den Schutz von Besucher*innen und Mitarbeitenden der Burg.“

„Wir wollen den Blick jetzt nach vorn richten – auf den Beginn der Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr“, so Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs. „Es geht um den dauerhaften Erhalt und die öffentliche Zugänglichkeit dieses einzigartigen Kulturdenkmals.“ Bund und Land stellen 27,2 Millionen Euro für die denkmalgerechte Sanierung der Marienburg zur Verfügung. Damit soll zuerst das Tragwerk saniert werden, um die Standsicherheit der Marienburg wieder herzustellen. Auch die Hangsicherung am Marienberg, auf dem das Schloss steht, hat oberste Priorität. Danach wird die Gebäudehülle saniert und die technische Ausstattung erneuert. Ein positiver Nebeneffekt der vorübergehenden Unterbrechung des Museumsbetriebs könnte ein deutlich schnellerer Fortgang der Arbeiten sein, sodass die zur Verfügung stehenden Mittel effizienter verwendet werden könnten.

Schloss Marienburg

Schäden im Raum 389 von Schloss Marienburg © Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

 

Christiane Hinze erhält Verdienstkreuz am Bande – BGPress 1073121

Christiane Hinze erhält Verdienstkreuz am Bande

27. Oktober 2023/in Region Hannover

Jahrzehntelanges Engagement wird verdient gewürdigt

Hannover (PM/red). Regionspräsident Steffen Krach verlieh heute im Regionshaus stellvertretend für den Bundespräsidenten Frau Christiane Hinze das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. An der Feierstunde nahmen zahlreiche Politiker und Weggefährten der ehrenamtlich engagierten Neuwarmbüchnerin Christiane Hinze – Stellvertretende Vorsitzende der Gruppe CDU/FDP Region Hannover – teil.

Seit 1996 ist Frau Hinze im Ortsrat Neuwarmbüchen tätig. Von Beginn an bis zum Jahr 2006 war sie dort stellvertretende Ortsbürgermeisterin, anschließend fünf Jahre lang ehrenamtliche Ortsbürgermeisterin. Seit dem Jahr 2001 gehört Frau Hinze zusätzlich dem Rat der Gemeinde Isernhagen an. Seit 2011 hat Frau Hinze mit kurzer Unterbrechung die Funktion einer stellvertretenden Bürgermeisterin der Gemeinde Isernhagen inne. Derzeit engagiert sie sich im Verwaltungsausschuss sowie im Umwelt-, Klimaschutz- und Mobilitätsausschuss. Zudem gehört sie dem Beirat der Kindertagesstätte in Neuwarmbüchen sowie dem Beirat der Zentraldeponie Lahe an. Zuvor war sie in weiteren Ausschüssen aktiv und von 2018 bis 2021 Ausschussvorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses.

Frau Hinze ist seit 2011 Abgeordnete in der Regionsversammlung der Region Hannover.  Seit 2013 ist sie dort Vorsitzende der FDP-Fraktion. Sie ist sehr aktiv in den Bereichen Feuer- und Rettungsschutz, Gleichstellung und Finanzen. Auch bei den Plänen zur Erweiterung des Wertstoffhofes in Springe brachte Frau Hinze sich engagiert ein. Sie setzt sich konsequent zum Wohle der Allgemeinheit ein.

Christiane Hintze

Christiane Hinze blickt über jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit in Politik und Vereinen zurück © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Neben ihrem kommunalpolitischen Engagement ist Frau Hinze Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Isernhagen. Sie leitet dort seit mehr als 10 Jahren in Neuwarmbüchen den Seniorenkreis. Dort finden regelmäßige Treffen für Seniorinnen und Senioren statt. Neben Kaffeenachmittagen sind Frau Hinzes liebevoll gestaltete Faschingsfeiern, Oktoberfeste und Grillnachmittage sehr beliebt. Zudem organisiert sie seit vielen Jahren Tagesfahrten, z.B. zum Spargelessen, zum Weihnachtsmarkt oder zu Theaterbesuchen.

Während der kontaktarmen Zeit der Pandemie hat Frau Hinze stetigen Kontakt zu „ihren“ Seniorinnen und Senioren in Neuwarmbüchen gehalten und hygienesichere Zusammenkünfte im Freien auf dem Hof ermöglicht. Auch die Besuche zu runden Geburtstagen nimmt sie mit viel Freude wahr. Für ihr Engagement hat Frau Hinze im Jahr 2021 die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Isernhagen und die Goldene Ehrennadel des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes erhalten.

Brand auf Campingplatz am Tannenbruchsee – Brand Campingplatz Nst

Brand auf Campingplatz am Tannenbruchsee

22. Oktober 2023/in Region Hannover

Tannenbruchsee versorgt Feuerwehr mit Löschwasser

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (pm). Am Sonntagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr kurz nach 14 Uhr zu einem Brand auf dem Campingplatz am Tannenbruchsee in Metel alarmiert. Auf einer Parzelle des Campingplatzes hatte ein Dauercamper seinen Wohnwagen um einen Anbau aus Holz erweitert und zwei weitere Holzhütten als Küchen- bzw. Waschbereich auf das Grundstück gebaut.

Eine dieser Holzhütten war in Brand geraten, sie stand beim Eintreffen der ersten Kräfte schon in Vollbrand, ein dahinter stehender Baum hatte ebenfalls Feuer gefangen. Aufgrund der Ausbreitungsgefahr durch die enge Bebauung wurde die Alarmstufe erhöht, um weitere Kräfte zu alarmieren.

Der Bewohner hatte den Wohnwagen bereits verlassen, es waren keine Personen in Gefahr. In den Holzhütten befanden sich acht Gasflaschen, von denen vier beim Eintreffen der Feuerwehr bereits ihr Gas über die Sicherheitseinrichtung abbliesen. Die anderen Flaschen konnten aus dem Gefahrenbereich entfernt werden und wurden mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.

Die Wasserversorgung war nicht einfach auf dem Gelände, mangels Hydranten auf dem Campingplatz wurde das Löschwasser mit einer Pumpe aus dem Tannenbruchsee entnommen. Bis zum Aufbau der Wasserversorgung fuhr das Tanklöschfahrzeug aus Mariensee im Pendelverkehr.

Es wurden 3 Trupps unter Atemschutz mit C-Rohren zum Löschen und zum Abriegeln der umliegenden Gebäude und Wohnwagen eingesetzt. Teilweise mussten die Wände der brennenden Holzhütten eingerissen werden. Zwei der Holzhütten auf der Parzelle brannten komplett herunter, vom Wohnwagen-Anbau wurde die Außenwand angebrannt, ein Fenster war geborsten, das Gebäude und der Wohnwagen blieben ansonsten unversehrt.

Großbrand in Hagen

Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg.

9. Oktober 2023/in Region Hannover

Zum Glück keine Verletzten – Bauernhaus total zerstört

NEUSTADT AM RÜBENBERGE / HAGEN (PM/red). Sonntagmittag (08.10.2023) wurde die Freiwillige Feuerwehr um 14.10 Uhr zunächst zu einem Zimmerbrand in einem ehemaligen Bauernhaus von 1911 an der Hagener Straße im Neustädter Ortsteil Hagen alarmiert.

Beim Eintreffen stellten die ersten Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung sowohl an der Vorderfront als auch im rückwärtigen Teil des ehemaligen Bauernhauses fest. Die beiden Familien, die die Wohnungen in dem Haus bewohnen, hatten das Haus bereits unverletzt verlassen können.

Da die Trupps, die in den Innenangriff geschickt wurden, das Feuer hinter dem massiven Brandrauch zunächst nicht lokalisieren konnten, wurde erst auf Alarmstufe „b2“ (Mittelbrand) erhöht. Ein zwischenzeitlich vermisster Hund konnte im Gebäude gefunden werden. Das Feuer hatte sich im Inneren des Hauses weiter entwickelt, insbesondere in die Holzbalken der Zwischendecke. Zwischenzeitlich gab es im Haus eine Durchzündung der Rauchgase. Die Alarmstufe wurde nunmehr auf „b3“ (Großbrand) erhöht, um weitere Einsatzkräfte an die Einsatzstelle zu beordern. Wegen der massiven Rauchentwicklung wurden vornehmlich Atemschutzgeräteträger benötigt, da auch im Außenangriff unter Atemschutz gearbeitet werden musste. Die Feuerwehrtechnische Zentrale Neustadt wurde alarmiert, um weitere Atemschutzgeräte zur Verfügung zu stellen. Nachdem Teile der Zwischendecke heruntergefallen waren, wurden alle Trupps aus dem Gebäudeinneren aus Sicherheitsgründen abgezogen, es konnte nur noch von außen gelöscht werden. Von der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Neustadt aus wurde das Dach des Hauses geöffnet und von oben weiter gelöscht. Um das gleiche auch im hinteren Gebäudeteil zu ermöglichen, wurde eine zweite Drehleiter aus Garbsen angefordert.

Die Drohneneinheit der Regionsfeuerwehrbereitschaft wurde alarmiert, um einen Überblick aus der Luft zu ermöglichen, außerdem kann die Drohne die Temperaturen darstellen, sodass man besser ausmachen konnte, wo im Gebäude die größte Wärmeentwicklung bestand, damit man gezielter löschen konnte. Dieses erleichterte auch die Entscheidungen der Einsatzleitung vor Ort.

Ein Schwerpunkt im vorderen Brandabschnitt war das Abriegeln des Nebengebäudes gegen das Feuer, dieses hat eine große Fotovoltaikanlage auf dem Dach, zudem ist unter dem Dach Heu gelagert. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich inzwischen um die Bewohner des Hauses. Der Umweltschutzmesswagen der Feuerwehr führte Messungen in der Umgebungsluft durch, da es aber überwiegend windstill war und der meiste Brandrauch nach oben abzog, war eine Evakuierung der Nachbarn nicht notwendig, Fenster und Türen geschlossen zu halten war ein ausreichender Schutz. Die Ortsdurchfahrt in Hagen ist für die Dauer des Einsatzes komplett gesperrt.

Die Stadtwerke waren vor Ort, um den Gasanschluss des Hauses zu kappen. Bis 19 Uhr waren ca. 150 ehrenamtliche Kräfte aus den Ortsfeuerwehren Bordenau, Borstel, Büren, Dudensen, Eilvese, Empede, Hagen, Laderholz, Lutter, Mariensee, Neustadt, Nöpke, Schneeren, Suttorf, Welze und Wulfelade im Einsatz, dazu die Drehleiter und ein Löschzug aus Garbsen, die Hygieneeinheit Nord der Feuerwehr, die ELO/IuK-Einheit, ein Notfallseelsorger, der Umweltschutzmesswagen, die Feuerwehrtechnische Zentrale, die Stadtwerke, die Abwasserbetriebe Neustadt, die stv. Stadtbrandmeister Lars Hedwig und Christian Brandt, der stv. Brandschutzabschnittsleiter Martin Höflich, Rettungsdienst und Polizei.

Gegen 18.20 Uhr wurde die Fachgruppe Notinstandsetzung des THW angefordert. Hierbei kam das THW Stadthagen und Wunstorf zum Einsatz. Diese haben die Einsatzstelle mit einem Lichtmast ausgeleuchtet. Des weiteren haben sie mit einem Bagger den Giebel geöffnet, um an das Feuer ran zu kommen. Beim Öffnen des Giebels kam es immer wieder zu einer starken Rauchentwicklung und Feuerschein, deswegen wurde viel Schaum verwendet, um das Feuer zu ersticken. Die Berufsfeuerwehr Hannover unterstützte mit einem Abrollbehälter Schaum und einem Großtanklöschfahrzeug, um das Schaummittel im benötigten Rahmen sicher zu stellen.

Gegen 03:12 wurde „Feuer aus“ gemeldet und die Feuerwehr Helstorf hat bis in die Morgenstunden Brandwache gehalten, um noch vorhandene bzw. aufflackernde Glutnester zu löschen. Am Montagmorgen hat die Ortsfeuerwehr Hagen die Einsatzstelle wieder übernommen.

Am heutigen Morgen gegen 09:04 kam zu einer erneuten Aufflammung im Dach, weswegen die Ortsfeuerwehr Neustadt erneut mit der Drehleiter in Einsatz kam. Die Einsatzleitung am heutigen Montag lag bei Hagens Ortsbrandmeister Nico Könnecke.

  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072595
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072596
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072608
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072587
    Großbrand in einem alten Bauernhaus von 1911 im Ortsteil Hagen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072592
    Großbrand in einem alten Bauernhaus von 1911 im Ortsteil Hagen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072603
    Drehleitereinsatz zur Brandbekämpfung von Außen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072598
    Großbrand in einem alten Bauernhaus von 1911 im Ortsteil Hagen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072616
    Großbrand in einem alten Bauernhaus von 1911 im Ortsteil Hagen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand in Hagen
    Von mehreren Seiten wird ein Außenangriff auf das brennende Bauernhaus vorgenommen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072602
    Auch im hinteren Bereich des Gebäudes wird mit mehreren Angriffstrupps versucht, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072604
    Von mehreren Seiten wird ein Außenangriff auf das brennende Bauernhaus vorgenommen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072614
    Von mehreren Seiten wird ein Außenangriff auf das brennende Bauernhaus vorgenommen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072613
    In der örtlichen Einsatzleitung der Feuerwehr wird das weitere Vorgehen abgesprochen © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Großbrand im Ortsteil Hagen bei Neustadt a. Rbg. – BGPress 1072611
    Die Wärmebildkamera der Drohne der Regionsfeuerwehrbereitschaft zeigt auf einem Bildschirm die Hitzeentwicklung im Gebäude © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Fluthilfemedaille

Fluthilfemedaille: Ehrung und Dank für Regionsfeuerwehr

6. Oktober 2023/in Region Hannover

Einsatz der Bereitschaft I bei Flutkatastrophe im Ahrtal 2021

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (PM). Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2021 wird den Menschen kollektiv als Jahrhundertunwetter im Gedächtnis bleiben: Innerhalb von 24 Stunden fielen in der Nacht auf den 15. Juli 2021 mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter in Teilen der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Schnell war klar, dass Hilfe benötigt wird. Die Regionsfeuerwehrbereitschaft I rückte noch in der Nacht zum 17. Juli nach Düsseldorf aus – 150 Männer und Frauen aus den Ortsfeuerwehren Neustadt a. Rbge., Wunstorf und Garbsen.

„Die Hilfe der Region Hannover, besser gesagt der Regionsfeuerwehr, war damals innerhalb weniger Stunden organisiert. Das zeigt, wie schlagkräftig die Regionsfeuerwehr aufgestellt ist. Ich bedanke mich ausdrücklich für die geleistete Hilfe und das Engagement der Feuerwehrmänner und -frauen – nicht nur im Namen des Landes Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Namen des Regionspräsidenten und in meinem Namen“, sagt Christine Karasch, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit der Region Hannover.

Lars-Robert Schwieger leitete damals die Gruppe als Leiter der Regionsfeuerwehrbereitschaft I an. „Wir sind damals um 3 Uhr mitten in der Nacht mit 35 Fahrzeugen vom Feuerwehrzentrum Neustadt aus ausgerückt – das war ein bewegender Moment, denn wir wussten nicht wirklich, was uns vor Ort erwarten wird“, erinnert sich Schwieger. 48 Stunden war der Einsatz für die Regionsfeuerwehr angesetzt. „Viele wären gern länger geblieben, um weiter zu helfen. Der offizielle Auftrag war allerdings zu Ende und wir mussten wieder abrücken.“ Zurück in Neustadt a. Rbge. begrüßte Verteidigungsminister Boris Pistorius, 2021 noch Niedersachsens Innenminister, die ankommenden Feuerwehrmänner und -frauen und dankte ihnen für ihren Einsatz.

Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing ist stolz auf die Feuerwehrbereitschaften der Region Hannover: „Unsere Bereitschaften zeichnen sich durch organisierte, schnelle und professionelle Hilfe aus, ohne den alltäglichen Brandschutz und die Hilfeleistungen in unseren Kommunen zu gefährden. Das System der Bereitschaften hat sich in der Region Hannover bewährt. Auch ich bedanke mich bei den Kamerad*innen der Regionsfeuerwehrbereitschaft I für den nicht alltäglichen Einsatz.“

„Viele Kamerad*innen haben bedrückende, aber auch positive Erfahrungen mit nach Hause genommen, die noch lange in den Köpfen gearbeitet haben“, so Lars-Robert Schwieger. Einige Feuerwehrleute seien wenig später noch einmal privat aufgebrochen, um zu helfen. „Der Einsatz im Ahrtal hat uns alle sehr bewegt.“

Waldbrandbehälters bei der Feuersprung 2023

Feuersprung 2023

1. Oktober 2023/in Region Hannover

Regionsfeuerwehrbereitschaft IV der Region Hannover übt in Weferlingsen

BURGDORF (PM). Am Samstag, dem 30.09.2023, hat die Großübung „Feuersprung“ der Regionsfeuerwehrbereitschaft 4 in einem Waldgebiet in Weferlingen bei Burgdorf stattgefunden. Keine alltägliche Übung für die Kräfte aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze, es galt einen angenommenen Waldbrand mit mehreren Brandstellen zu bekämpfen.

Übungsbeginn war gegen 12 Uhr an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf, wo die Übungsteilnehmer von Übungsleiter Tim Herrmann, stellvertretender Brandabschnittsleiter IV, begrüßt und in die Lage eingewiesen wurden. Hiernach verlegten die Einsatzkräfte, bestehend aus 5 Zügen und einer Führungskomponente zum Übungsgelände.

Die Regionsfeuerwehrbereitschaft 4 der Region Hannover ist zusammengesetzt aus den Städten Burgdorf, Lehrte und Sehnde, sowie der Gemeinde Uetze. Mit einer Sollstärke von 145 Einsatzkräften arbeitet die Bereitschaft größere Schadenslagen ab. Zugleich bleiben ausreichend
Kräfte in den Kommunen zur Verfügung, um den Grundschutz sicherzustellen. Zwei Züge nahmen die Brandbekämpfung im betroffenen Waldabschnitten vor, bauten Riegelstellungen auf, um ein Übergreifen auf weitere Waldgebiete zu verhindern, während die weiteren Züge den Wassertransport mittels Pendelverkehres und die Wasserförderung über lange Wegtrecke aus mehreren Brunnen vornahmen.

Während der Übung mussten unter anderem Probleme wie eine schlechte Wasserversorgung durch nicht nutzbare Brunnen gelöst werden. Durch eine gute Zusammenarbeit zwischen den Zügen und der Führungsgruppe konnten diese schnell gelöst werden. Gegen 16:30 Uhr wurde die Übung beendet und die 140 Kräfte trafen sich zur Nachbesprechung an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf. Tim Herrmann und Tobias Jacob, Brandabschnittsleiter IV, freuten sich über die große Resonanz aus den Zügen. Es gäbe Punkte, an denen noch gearbeitet werden müsste, aber auch vieles was bereits gut liefe, so Herrmann.

Im Anschluss verpflegte der 2018 beschaffte Gerätewagen Küche die eingesetzten Kräfte, bevor diese zurück zu ihren Standorten kehrten.

Hornissen

Hornissen greifen Läufer in Burgdorf an

30. September 2023/in Region Hannover

Vier Schwerverletzte und mehrere leicht verletzte Teilnehmende beim Burgdorfer Spargel-Lauf

BURGDORF (red). Beim Burgdorfer Spargel-Lauf wurde mehrere Läuferinnen und Läufer auf der Strecke von Hornissen angegriffen und teilweise gestochen. Die zuständigen Rettungskräfte lösten deswegen das Alarmstichwort „Massenanfalles von Verletzten (MANV)“ aus. Die umliegenden Gemeinden und auch die Landeshauptstadt entsendeten mehrere Rettungsfahrzeuge, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie einen Leitenden Notarzt direkt zur Einsatzstelle.

Bei der Insektenattacke wurden vier Personen zum Teil schwer verletzt. Wegen allergischer Reaktionen mussten sie in Krankenhäuser transportiert werden. Hinzu kamen eine größere Anzahl Leichtverletzter, die durch die Rettungskräfte mit Coolpacks vor Ort versorgt werden konnten. Der Veranstalter brach den Burgdorfer Spargel-Lauf vorsorglich ab.

Der Angriff der Hornissen ereignete sich in Höhe des Burgdorfer Stadtwaldes. Durch die Großveranstaltung waren zum Glück auch schon Sanitätshelfer zur normalen Veranstaltungssicherung vor Ort. Da immer mehr Meldungen von Betroffenen eintrafen, fordert diese dann Unterstützung durch weitere Rettungskräfte an. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 4 wurde zur Einsatzstelle beordert.

Die Anzahl der von Insektenstichen betroffenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist derzeit nicht bekannt.

Der Stadtpark wurde von der Feuerwehr abgesperrt und die Einsatzkräfte machten sich gemeinsam mit einem Insektensachverständigen des NABU auf die Suche nach dem Hornissennest. Ein sehr große Hornissennest wurde dann an einer Kopfweide gefunden. Mutmaßlich durch die Erschütterung des Bodens waren die Insekten nervös geworden und haben die Teilnehmenden angegriffen. Eine Entfernung des Nestes wurde aber nicht vorgenommen, da Hornissen unter Naturschutz stehen. Der Bereich um das Nest bleibt abgesperrt.

Laut Ortsbrandmeister Florian Bethmann (Feuerwehr Burgdorf) waren die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit 22 Fahrzeugen und rund 60 Rettungskräften vor Ort im Einsatz.

Information zu Hornissen

Hornissen sind die größten Wespenarten in Mitteleuropa. Sie sind etwa 2,5 bis 3,5 cm groß und haben einen schwarz-gelben Körper. Hornissen sind soziale Insekten und bilden Staaten mit bis zu 700 Tieren. Sie sind nützliche Tiere, da sie viele Schadinsekten wie Fliegen, Wespen, Bienen, Heuschrecken, Käfer, Raupen und Libellen jagen. Ein Hornissenvolk kann bis zu einem halben Kilogramm Insekten am Tag fressen. Hornissen gelten als weniger aggressiv als andere Wespenarten. Sie greifen nur an, wenn ihr Nest oder ihre Brut bedroht sind. Ein Stich kann jedoch sehr schmerzhaft sein und in seltenen Fällen auch allergische Reaktionen hervorrufen. Diese Insektenart ist in Deutschland streng geschützt. Es ist verboten, sie zu töten oder ihr Nest zu zerstören.

Hornisse

Europäische Hornisse © pixabay

Tipps für den Umgang mit Hornissen

  • Vermeiden Sie es, Hornissennester zu stören.
  • Halten Sie sich von einem Hornissennest fern, gehen Sie langsam und vorsichtig von dem Ort weiter.
  • Wenn Sie von einer Hornisse gestochen werden, entfernen Sie den Stachel schnell und kühlen Sie die Stichstelle.
  • Sollten Sie allergisch gegen Hornissenstiche sein, tragen Sie immer ein Allergiemittel bei sich.
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