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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 – RVB II Uebung2

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2

12. September 2024/in Region Hannover

Rund 230 Einsatzkräfte trainieren die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

REGION HANNOVER / BAD PYRMONT (redu). Am 7. September 2024 stellte sich die Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 bei einer großangelegten Übung in Bad Pyrmont einem simulierten Waldbrand. Rund 230 Feuerwehrkräfte aus der Region Hannover probten den Ernstfall, um ihre Zusammenarbeit und Einsatzfähigkeit in Krisensituationen zu testen.

Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Großübung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 in Bad Pyrmont statt. Das Szenario: Ein großflächiger Waldbrand, der die Kräfte der örtlichen Feuerwehr überforderte und die Unterstützung der Region Hannover erforderte. Um den fiktiven Brand unter Kontrolle zu bringen und die betroffenen Gebiete zu schützen, waren insgesamt rund 230 Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Der Einsatz begann früh am Morgen: Um 05:15 Uhr machte sich der Führungszug mit der Einsatzleitung und zwei Kradmeldern auf den Weg in das Schadengebiet. Parallel dazu stellten die anderen Züge der Bereitschaft ihre Marschbereitschaft an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ronnenberg her und fuhren ab 06:00 Uhr im geschlossenen Verband über die B217 und B1 zum Bereitstellungsraum auf dem Festplatz in Holzhausen. Die Anfahrt verlief dank der Sicherung durch Kradmelder, die Kreuzungsbereiche und Auffahrten absicherten, reibungslos.

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 – RVB II Uebung1

Die Regionsfeuerwehrbereitschaft II aus Sicht einer Drohne © Regionsfeuerwehrbereitschaft

Vor Ort stellte die Führungseinheit sofort die Einsatzbereitschaft des Einsatzleitwagens (ELW 2) her. Die örtliche Einsatzleitung wies die Bereitschaftsführung in die Lage ein, während die Kradmelder das Einsatzgebiet, die Zufahrtswege und die Wasserentnahmestellen erkundeten. Anschließend erhielten die Zugführer ihre Einsatzaufträge.

Zur Unterstützung bei der Lageerkundung wurde ein Drohnenteam aus dem Brandabschnitt 4 eingesetzt, das in allen Einsatzabschnitten wertvolle Informationen lieferte. Der erste Zug wurde beauftragt, die Kräfte der Pyrmonter Feuerwehr im Bereich der Sennhütte zu unterstützen. Um die Brandausbreitung nach Osten zu verhindern, richteten die Einsatzkräfte einen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern ein. Dieser diente als zentrale Löschwasserquelle, die von Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr befüllt wurde. Die Strecke von der Wasserentnahmestelle bis zum Einsatzort betrug 3,8 Kilometer, und es musste ein Höhenunterschied von etwa 260 Metern überwunden werden. Für die An- und Abfahrten der Fahrzeuge wurden getrennte Routen eingerichtet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Gleichzeitig bekämpfte der fünfte Zug den Brand im westlichen Bereich des Einsatzgebiets. Dieser Zug, spezialisiert auf Vegetationsbrandbekämpfung und Hochwasserschutz, richtete ebenfalls Wasserbehälter ein, um eine kontinuierliche Löschwasserversorgung sicherzustellen. Der vierte Zug war für den Aufbau einer 1600 Meter langen Schlauchleitung verantwortlich, die das Wasser von einem Teich zum Einsatzort transportierte. Aufgrund der schwierigen Geländegegebenheiten, insbesondere eines Höhenunterschieds von 200 Metern, wurden Verstärkerpumpen in die Leitung eingebaut. Die letzten 1000 Meter zum Einsatzort wurden im Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen des fünften Zugs überbrückt.

Parallel dazu hatte der zweite Zug, spezialisiert auf technische Hilfeleistung, die Aufgabe, verunglückte Forstarbeiter zu retten. Diese hatten bei dem Versuch, sich vor dem Brand in Sicherheit zu bringen, einen Unfall erlitten. Ihr Anhänger war umgekippt, und sie wurden unter Holzstämmen eingeklemmt. Um den Weg zu den Verletzten freizuräumen, musste ein umgestürzter Baum mit Motorsägen entfernt werden. Anschließend befreiten die Einsatzkräfte die Forstarbeiter und richteten den Anhänger mit einem Mehrzweckzug wieder auf.

Für die Versorgung der Einsatzkräfte war der dritte Zug zuständig. Bereits am frühen Morgen verteilte er Lunchpakete und Kaffee. Später wurde am Feuerwehrhaus Holzhausen eine Verpflegungsstelle aufgebaut, an der alle Beteiligten ein warmes Mittagessen erhielten.

Erfolgreiche Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 2 – Schwake Schmidt Jakob

(v.l.) Kristof Schwake, Eberhard Schmidt und Helge Jakob – Ein Dankeschön an den scheidende Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt © Regionsfeuerwehrbereitschaft

Bei der Abschlussbesprechung lobte der scheidende Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt die Stadtfeuerwehr Bad Pyrmont für die gelungene Planung und Vorbereitung der Übung. Schmidt, der seine letzte Übung als Bereitschaftsführer leitete, betonte, dass alle gesetzten Übungsziele erreicht wurden. Zum Abschluss bedankte er sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Im Nachgang der Übung soll das Konzept des neu aufgestellten fünften Zugs, der auf Vegetationsbrandbekämpfung und Hochwasserschutz spezialisiert ist, weiter analysiert werden. Es besteht noch Bedarf an spezieller Ausrüstung, um Vegetationsbrände effektiver bekämpfen zu können. In den kommenden Jahren sollen entsprechende Geräte und Fahrzeuge beschafft werden.

Regionsentdeckertag

240.000 Menschen beim 37. Entdeckertag in Hannover und Umland

9. September 2024/in Region Hannover

Gratis-Fahrten und vielfältige Tourenziele locken Tausende nach Hannover und ins Umland

REGION HANNOVER (redu). Am 8. September 2024 fand der 37. Entdeckertag der Region Hannover statt und erreichte mit rund 240.000 Besucherinnen und Besuchern einen neuen Rekord. Davon waren etwa 200.000 Menschen in der hannoverschen Innenstadt unterwegs, um die über 190 Stände und Mitmachangebote zwischen Kröpcke und Aegidientorplatz zu erkunden. Hinzu kamen rund 40.000 Entdeckerinnen und Entdecker, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad verschiedene Tourenziele in Hannover und dem Umland besuchten.

Das Konzept der kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen, das bereits im letzten Jahr erfolgreich eingeführt wurde, erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Regionspräsident Steffen Krach zeigte sich erfreut über den Erfolg: „Der Entdeckertag war ein voller Erfolg. Besonders die Ziele im Umland waren stark besucht, was zeigt, dass das kostenlose ÖPNV-Angebot sehr gut angenommen wurde.“

An den 40 verschiedenen Tourenzielen gab es eine breite Palette an Aktivitäten zu erleben: In Barsinghausen konnten Besucher auf einer „Open Stage“ lokale Künstler erleben und im Klosterstollen tiefe Einblicke in das Bergbauhandwerk gewinnen – 220 Einfahrten „unter Tage“ wurden gezählt, ein neuer Rekord. Der Waldberg in Ronnenberg und der „Kalimandscharo“ in Sehnde lockten mit beeindruckenden Aussichten und Freizeitaktivitäten. In Garbsen gab es im Badepark spannende Einblicke in die Technik eines Schwimmbades, während auf dem Campus Maschinenbau die Wasserstoffforschung im Mittelpunkt stand.

In der hannoverschen Innenstadt war neben dem Entdeckerfest auf dem Opernplatz vor allem das Bühnenprogramm ein Highlight. Auf vier verschiedenen Bühnen begeisterten lokale und internationale Künstler das Publikum. Die Hauptbühne am Opernplatz bot unter anderem Auftritte von „Blues News“, „Buchstabe 4“ und „Shanaya“. Für einen gelungenen Abschluss sorgte die Brass Woofer Band, die mit ihrer Mischung aus Hiphop und sattem Sound für ausgelassene Stimmung sorgte. Auch die sogenannte „Bühne der Vielfalt“ am Georgsplatz brachte diverse Künstler wie Drag-DJane Carrie Gold und France Delon auf die Bühne.

Ein weiteres Highlight war die erstmalig durchweg barrierearme Gestaltung der Festmeile zwischen Kröpcke und Aegidientorplatz, die es Rollstuhlfahrenden ermöglichte, sich problemlos zu bewegen. Auf der Hauptbühne am Opernplatz wurde das Programm zudem für gehörlose und schwerhörige Menschen mit Schriftdolmetscher*innen auf einer LED-Wand präsentiert.

Der Entdeckertag der Region Hannover erwies sich erneut als Event für die ganze Familie. Von sportlichen Aktivitäten wie Klettern und Torwandschießen bis hin zu kulturellen Einblicken wie exklusiven Führungen hinter die Kulissen des Opernhauses – für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Teilnahme an diesen Führungen war so begehrt, dass sie schon früh am Morgen restlos ausgebucht waren.

Die Veranstalter freuen sich bereits auf die nächste Ausgabe des Entdeckertags, die am 14. September 2025 stattfinden wird.

Neues Rettungsboot

Emotionale Bootstaufe: Feuerwehr Lehrte ehrt André Friedrichs

6. September 2024/in Region Hannover

Tauchergruppe Lehrte benennt neues Rettungsboot nach verunglücktem Feuerwehrmann

LEHRTE (redu). Am 4. September 2024 fand in Lehrte eine besondere Bootstaufe statt. Das neue Rettungsboot der Feuerwehr wurde zu Ehren des im Vorjahr verstorbenen Kameraden André Friedrichs getauft.

Rund 100 Mitglieder und Unterstützer der Tauchergruppe Lehrte sowie zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Frank Prüße und Stadtbrandmeister Hendrik Voges, versammelten sich am 4. September 2024 zur Taufe eines neuen Rettungsbootes. Auch Vertreter umliegender Feuerwehren aus Burgdorf, Hameln, Celle und weiteren Städten waren zu diesem Anlass angereist.

Das neue Rettungsboot vom Typ 2, das sowohl mit einem Kran ins Wasser gelassen als auch von vier Personen getragen werden kann, erhielt den Namen „André“. Die Namenswahl erfolgte zu Ehren von André Friedrichs, einem ehemaligen stellvertretenden Ortsbrandmeister der Feuerwehr Sievershausen, der am 4. September 2023 bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben kam. Friedrichs war ein engagierter Feuerwehrtaucher und stets darauf bedacht, Menschen zu retten.

Uwe Bee, ehemaliger Erster Stadtrat von Lehrte, übernahm die Rolle des Taufpaten und hob die Bedeutung der Namensgebung hervor. Die Taufe sei nicht nur eine Ehre für Friedrichs, sondern symbolisiere auch den Zusammenhalt und die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr, betonte Bee.

Die Zeremonie wurde von emotionalen Momenten begleitet. Ein Foto von Friedrichs wurde auf dem Rettungsboot platziert, und die Taufe endete mit stehenden Ovationen und bewegten Reaktionen der Anwesenden. „Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“, verabschiedete Dieter Koch, Leiter der Tauchergruppe, die Gäste und lud zu einem kameradschaftlichen Ausklang des Abends ein.

Feuer Laatzen

Feuer in Laatzen: Ein Toter bei Brand in Mehrfamilienhaus

2. September 2024/in Region Hannover

Am frühen Montagmorgen führte ein Wohnungsbrand in Laatzen zur Evakuierung eines Mehrfamilienhauses. Eine Person kam dabei ums Leben

LAATZEN (redu). Am Montagmorgen brach in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Laatzen ein Feuer aus, das eine vollständige Evakuierung des Gebäudes notwendig machte. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde eine tote Person entdeckt.

Am frühen Montagmorgen, dem 2. September 2024, gegen 4:00 Uhr, brach in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Laatzen ein Feuer aus. Das Feuer breitete sich schnell aus, weshalb die Feuerwehr alle Etagen des mehrstöckigen Gebäudes evakuieren musste. Um ein Übergreifen der Flammen auf den Dachbereich zu verhindern, wurden die Ortfeuerwehr Rethen sowie die Berufsfeuerwehr aus Hannover mit einer Teleskopmastbühne zur Unterstützung hinzugezogen.

Während der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte in der betroffenen Wohnung eine tote Person. Die Identität des Verstorbenen konnte vor Ort nicht festgestellt werden. Der Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Vor Ort waren rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 14 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Polizei und Rettungsdienst.

Üstra© Bernd Günther

Entdeckertag 2024: Kostenlose ÖPNV-Nutzung in der Region Hannover

2. September 2024/in Region Hannover

Der 37. Entdeckertag in Hannover lockt mit freier Fahrt im gesamten Nahverkehr und zahlreichen Veranstaltungen

REGION HANNOVER (redu). Am Sonntag, dem 8. September 2024, lädt die Region Hannover zum 37. Entdeckertag ein. Wie in den vergangenen Jahren profitieren die Besucher von kostenfreier Nutzung des gesamten öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den Zonen ABC des ÜSTRA/GVH-Verbundgebiets.

Die Regelung umfasst Busse, Bahnen, S-Bahnen, Regionalzüge (RB, BE) sowie das On-Demand-Angebot „sprinti“. Ausgenommen sind jedoch Fahrten von und zu den benachbarten Landkreisen, für die weiterhin ein Ticket erforderlich ist.

Bereits ab Samstag, dem 7. September 2024, Betriebsbeginn, bis Sonntag, dem 8. September 2024, Betriebsschluss, kommt es aufgrund von Veranstaltungen in Hannovers Innenstadt zu Änderungen im Busverkehr. Die Haltestellen „Kröpcke“ und „Kröpcke/Theaterstraße“ entfallen ganztägig. Fahrgäste der Linien 100 und 200 werden gebeten, auf die Haltestellen „Aegidientorplatz“ oder „Thielenplatz“ auszuweichen. Die Buslinien 120 und 800 enden und starten während dieser Zeit am „Aegidientorplatz“, wobei die Haltestelle in der Georgstraße nicht bedient wird. Als Alternative halten die Linien an der Bedarfshaltestelle im Schiffgraben.

Die ÜSTRA empfiehlt den Fahrgästen, sich die schnellste Route über die digitale Fahrtauskunft in der ÜSTRA App oder auf uestra.de anzeigen zu lassen.

Die ÜSTRA selbst wird beim Entdeckertag mit Infoständen im Bereich des Opernplatzes in Hannovers Innenstadt vertreten sein. Neben Informationen rund um den ÖPNV in der Region Hannover bietet die ÜSTRA auch einen Drohnenflug entlang des simulierten Streckenverlaufs der Linien 100 und 200 sowie einen Rutschparcours für Kinder auf der Wiese an.

JUPA Gehrden Feuer

Überhitzter Herd verursacht Feuer im Jugendpavillon in Gehrden

1. September 2024/in Region Hannover

Schnelles Eingreifen der Feuerwehr verhindert größeren Schaden im Gehrdener Jugendpavillon

GEHRDEN (redu). Am Sonntagmorgen, den 1. September 2024, wurden die Organisatoren einer Wochenendfreizeit im Gehrdener Jugendpavillon (Jupa) bei ihrem Betreten des Gebäudes von beißendem Brandgeruch empfangen. Nachdem sie den verrauchten Veranstaltungsraum betraten, alarmierten die Betreuungspersonen umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112.

Die Regionsleitstelle reagierte schnell und alarmierte gemäß einem speziellen Alarmplan für das besondere Gebäude die Schwerpunktfeuerwehr sowie vier weitere Ortsfeuerwehren, eine Drehleiter, mehrere Sonderfahrzeuge und den Rettungsdienst. Als die ersten Einsatzkräfte am Jupa eintrafen, war das Gebäude glücklicherweise leer, da die jugendlichen Teilnehmer der Freizeit auf dem benachbarten Gelände des Freibades übernachtet hatten.

Ein Einsatztrupp unter Atemschutz begann sofort mit der Erkundung des Gebäudes und entdeckte in der Küche einen eingeschalteten Herd, dessen überhitzte Herdplatte die Ursache des Feuers war. Nahebei abgelegte Geschirrhandtücher hatten sich durch die Hitze entzündet und einen Kleinbrand verursacht. Die Feuerwehrleute schalteten den Herd ab und löschten die glimmenden Reste schnell mit einer geringen Menge Wasser.

Obwohl der Brand selbst nur geringe Schäden verursachte, hatte sich der Rauch bereits im gesamten Gebäude ausgebreitet. Die Einsatzkräfte setzten spezielle Druckbelüftungsgeräte ein, um den Rauch aus dem Gebäude zu entfernen. Zudem wurde die Stromzufuhr des leicht beschädigten Herdes dauerhaft abgeschaltet, um weitere Gefahren zu verhindern.

Dank des schnellen und professionellen Eingreifens der Feuerwehr blieb der Schaden auf den Herd und die umliegenden Küchenutensilien beschränkt. Der Jugendpavillon kann weiterhin für den offenen Betrieb genutzt werden, größere Schäden wurden vermieden.

Busunfall

Realistische Großübung: Busunfall und Brand in Biogasanlage simuliert

1. September 2024/in Region Hannover

Großübung in Welze: Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und THW auf die Probe gestellt

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Samstag, den 31. August 2024, fand im Neustädter Ortsteil Welze eine großangelegte Alarmübung statt, an der mehr als 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und dem Technischen Hilfswerk (THW) beteiligt waren.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen in einer realistischen Katastrophensituation zu trainieren. Das Szenario stellte einen schweren Verkehrsunfall nach, bei dem ein Reisebus mit 20 Insassen gegen das Betriebsgebäude einer Biogasanlage prallte und ein Feuer auslöste.

Die Übung begann um 10 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehr, die als erste am simulierten Unfallort eintraf. Die Einsatzkräfte standen vor der Herausforderung, eine vermisste Person im Gebäude zu suchen, während parallel die Rettung der verletzten Businsassen koordiniert werden musste. Die Feuerwehrkräfte lokalisierten die vermisste Person, die im Rahmen der Übung „tot“ geborgen wurde. Gleichzeitig wurden die Verletzten aus dem Bus evakuiert und von Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) medizinisch versorgt.

Zur Brandbekämpfung im Betriebsgebäude der Biogasanlage wurde ein umfassender Löschangriff gestartet. Dabei mussten die Feuerwehrleute nicht nur das Feuer bekämpfen, sondern auch sicherstellen, dass der angrenzende Schweinestall nicht gefährdet wurde. Aufgrund des Feuers fiel die Stromversorgung der Biogasanlage und des Stalls aus, was ein Eingreifen des THW erforderlich machte. Die Fachgruppen Elektroversorgung und Notinstandsetzung aus Wunstorf wurden alarmiert, um eine Ersatzstromversorgung aufzubauen und die Pumpen der Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Dieser Teil der Übung wurde ebenfalls praktisch umgesetzt.

Alarmübung Busunfall

Der Rettungsdienst sichtet und behandelt die Verletzten. Die Feuerwehr unterstützt bei der Betreuung. © Feuerwehr Neustadt

Während der laufenden Rettungs- und Löschmaßnahmen trat eine zusätzliche Gefahrensituation auf, als ein vermeintlicher Angehöriger einer der verletzten Personen die Einsatzstelle betrat und die Einsatzkräfte mit einem Messer bedrohte. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war, reagierte sofort und überwältigte den Angreifer mithilfe von Trainingswaffen. Die Situation wurde schnell unter Kontrolle gebracht, und der „Gefährder“ wurde vom Einsatzort entfernt.

Angesichts der zahlreichen Verletzten rief die Einsatzleitstelle eine „Massenanfall von Verletzten (MANV)“-Lage aus. Dies bedeutete, dass weitere Rettungskräfte zur Unterstützung angefordert wurden. Die Schnellen Einsatzgruppen (SEG) des DRK aus Garbsen und Neustadt sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Wunstorf übernahmen die Registrierung und Erstversorgung der Verletzten. Die Verletzten wurden nach ihrer Stabilisierung ins Krankenhaus Neustadt transportiert, wo das Personal ebenfalls in die Übung eingebunden war. Im Krankenhaus wurde die weitere Sichtung der Verletzten nach dem Triage-Prinzip vorgenommen, und die Organisation einer möglichen Weiterverlegung in andere Kliniken wurde geübt.

Insgesamt waren neun Ortsfeuerwehren aus Büren, Esperke, Evensen, Hagen, Helstorf, Niedernstöcken, Mandelsloh, Wulfelade und Welze an der Übung beteiligt. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Welzes Ortsbrandmeister Robin Porath, unterstützt von der „Einsatzleitung Ort (ELO)“ der Feuerwehr und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Dennis Hausmann. Auch die Notfallseelsorge war vor Ort, um die Betreuung der Einsatzkräfte und „Verletzten“ zu unterstützen. Die Verpflegungsgruppe der Regionsfeuerwehrbereitschaft I sorgte für die Verpflegung der insgesamt 118 Feuerwehrkräfte.

Die Polizei war mit vier Beamtinnen und Beamten vor Ort, darunter eine Drohneneinheit, die Live-Bilder für die Einsatzbesprechungen am Einsatzleitwagen lieferte. Die Drohneneinheit unterstützte zudem die Übersicht der Lage und trug zur schnellen Entscheidungsfindung der Einsatzleitung bei.

Die Übung wurde durch zahlreiche Beobachter der teilnehmenden Organisationen begleitet, darunter auch der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner und die Erste Stadträtin Maria Lindemann. Beide verfolgten den Ablauf der Übung gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Lars Hedwig, der für die Organisation der Übung verantwortlich war.

Das Szenario für die Großübung war in der regelmäßig stattfindenden „Blaulichtrunde“ entwickelt worden, einer Runde, an der Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Deutschem Roten Kreuz, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk teilnehmen. Die Erkenntnisse aus der Übung sollen in den kommenden Wochen ausgewertet und für die weitere Ausbildung und Fortbildung der Einsatzkräfte genutzt werden, um im Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein.

Alarmübung

Neustadt: Feuerwehrübung mit 75 Einsatzkräften und 40 Statisten

30. August 2024/in Region Hannover

Alarmübung im Klinikum Neustadt: Rauchentwicklung und Evakuierung simuliert

NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Freitag, den 30. August, fand im Neustädter Klinikum eine umfangreiche Alarmübung statt, bei der eine Rauchentwicklung in einer Stationsküche simuliert wurde. Über 75 Einsatzkräfte und 40 Statisten waren beteiligt.

Freitagabend wurde im Neustädter Klinikum eine großangelegte Alarmübung durchgeführt. Das Szenario der Übung simulierte eine Rauchentwicklung in einer Stationsküche im zweiten Obergeschoss. Die Regionsleitstelle löste daraufhin einen sogenannten „Objektalarm“ aus, der durch die Brandmeldeanlage des Klinikums automatisch aktiviert wurde. Nachdem Mitarbeitende eine bestätigte Rauchentwicklung gemeldet hatten, wurde die Alarmstufe erhöht, und mehrere Feuerwehren sowie Rettungskräfte aus der Region wurden alarmiert.

An der Übung nahmen Feuerwehren aus Neustadt, Bordenau, Eilvese, Poggenhagen, Otternhagen und Empede teil. Später wurden zusätzliche Einsatzkräfte, darunter die Ortsfeuerwehr Suttorf und eine Drehleiter aus Wunstorf, hinzugezogen. Auch ein Fachberater des THW Wunstorf und Bürgermeister Dominic Herbst waren vor Ort, um den Verlauf der Übung zu beobachten.

Die eingesetzten Kräfte mussten eine Station evakuieren, auf der sich 35 Übungspatienten und deren Besucher befanden. Diese wurden von Angehörigen der Bundeswehr gespielt. Die Evakuierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des Klinikums und dem Rettungsdienst. Einige Patienten wurden in andere Gebäudeteile verlegt, während andere über Treppenhäuser nach draußen gebracht werden mussten.

Die Übung wurde von der regelmäßig stattfindenden „Blaulichtrunde“ organisiert, an der verschiedene Rettungs- und Sicherheitsorganisationen teilnehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur weiteren Aus- und Fortbildung genutzt werden. Insgesamt waren rund 75 Feuerwehrkräfte, 40 Statisten der Bundeswehr und der Rettungsdienst an der Übung beteiligt. Sebastian Brock vom THW Wunstorf, Teil der Übungsleitung, bedankte sich bei allen Beteiligten und bestätigte, dass die Aufgabenstellung erfolgreich erfüllt wurde. Am Ende erhielten alle Einsatzkräfte eine Teilnahmeurkunde.

Neustadt: Feuerwehrübung mit 75 Einsatzkräften und 40 Statisten – Alarmuebung Neustadt Abschlussbesprechung bgp

Nach der Übung gab es noch eine gemeinsame Abschlussbesprechung © Bernd Günther / BG-PRESSPHOTO.de

Regio Challenge

Regio Challenge: 30 Tage regional essen in Hannover

27. August 2024/in Region Hannover

Im September regionale Lebensmittel entdecken und genießen

REGION HANNOVER (redu). Im September startet in der Region Hannover die vierte Regio Challenge. Die Teilnehmenden sind eingeladen, einen Monat lang Mahlzeiten mit regionalen Zutaten zu kochen und dabei die Vielfalt der regionalen Landwirtschaft zu entdecken.

Die Landeshauptstadt und die Region Hannover richten zum vierten Mal die Regio Challenge aus, die im September stattfindet. Bei dieser Aktion geht es darum, 30 Tage lang möglichst viele Mahlzeiten aus Zutaten zuzubereiten, die in einem Umkreis von höchstens 100 Kilometern produziert und verarbeitet wurden. Ein Produktjoker pro Mahlzeit sorgt dafür, dass auf Dinge wie den morgendlichen Kaffee nicht verzichtet werden muss.

Ziel der Regio Challenge ist es, den Menschen die Vorteile regionaler Lebensmittel näherzubringen. Kurze Transportwege, die Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft und der Erhalt von Kulturlandschaften sind nur einige der Argumente für mehr Regionalität auf dem Teller. Besonders im Spätsommer ist die Auswahl an frischen, saisonalen Produkten groß, von Auberginen bis Zwetschgen. Aber auch das ganze Jahr über gibt es regionale Alternativen bei Fleisch, Milchprodukten, Eiern und vielem mehr.

Organisiert wird die Challenge vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover und dem Team Regionale Naherholung der Region Hannover. Unterstützt wird die Aktion von verschiedenen Partnern, darunter gastronomische Betriebe, die während der Challenge regionale Gerichte anbieten. So können Teilnehmende auch außerhalb der eigenen Küche regional essen gehen.

Das begleitende Veranstaltungsprogramm zur Regio Challenge ist vielfältig: Es reicht von Hofführungen und Verkostungen über Kochevents bis hin zu Mitmachaktionen auf dem Acker. So gibt es am 21. September eine Nasch-Tour über den Bauernmarkt am Moltkeplatz in Hannover, auf der die Vielfalt regionaler Produkte erkundet werden kann. Weitere Veranstaltungen finden unter anderem auf dem Gut Adolphshof in Hämelerwald und der Obstplantage Hahne in Gleidingen statt.

Auch neue Geschäfte in der Stadt und Region beteiligen sich an der Challenge. In der Oststadt hat der StadtLandGenussLaden eröffnet, der durch die Zusammenarbeit einer Bio-Bäckerei und eines landwirtschaftlichen Betriebs entstanden ist. In Sehnde bietet die Gärtnerei Kiebitz in ihrem Bioladen selbst angebautes Gemüse und Obst an. Für Interessierte gibt es am 19. September eine Führung durch die Obstanlagen in Sehnde.

Wer nicht nur konsumieren, sondern auch selbst aktiv werden möchte, findet bei den Solidarischen Landwirtschaften (Solawi) Angebote, wie zum Beispiel Gemeinschaftsaktionen auf dem Acker. Die Solawi Wildwuchs lädt am 1. September zu einem veganen Koch-Event ein, während die Solawi Adolphshof Führungen zur Kreislaufwirtschaft und einen Filmabend anbietet.

Alle Informationen zur Regio Challenge, den teilnehmenden Betrieben und dem Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Webseite www.hannover.de/regio-challenge.

Region Hannover eröffnet innovatives Lehr- und Forschungsgesundheitsamt für den ÖGD.

Niedersachsen startet erstes Lehr- und Forschungsgesundheitsamt

26. August 2024/in Region Hannover

Gesundheitsamt fördert mit neuer Forschungseinheit praxisnahe Wissenschaft

REGION HANNOVER (redu). Die Region Hannover hat das erste Lehr- und Forschungsgesundheitsamt (LFGA) in Niedersachsen eröffnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu verbessern und die Gesundheit der 1,2 Millionen Einwohner*innen der Region nachhaltig zu fördern.

Klimawandel, Pandemien und der demografische Wandel stellen den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vor wachsende Herausforderungen. Um diesen besser begegnen zu können, hat die Region Hannover das erste Lehr- und Forschungsgesundheitsamt (LFGA) in Niedersachsen ins Leben gerufen. Dieses soll die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis stärken und so zur langfristigen Gesundheitsförderung in der Region beitragen.

Christine Karasch, die Gesundheitsdezernentin der Region Hannover, betont: „Mit der Einrichtung des Lehr- und Forschungsgesundheitsamts schaffen wir eine wichtige Plattform, um die wissenschaftliche Kompetenz des ÖGD weiter auszubauen und zukunftsfähig zu machen.“ Ein zentrales Ziel sei es, wissenschaftlich fundierte Daten auszuwerten, um im Bedarfsfall schnell und effizient reagieren zu können. Karasch hebt hervor, dass das LFGA eine Brücke zwischen Forschung und Gesundheitsamt schlägt, indem es eng mit Hochschulen kooperiert und Leitlinien gemeinsam mit anderen niedersächsischen Gesundheitsämtern entwickelt.

Die Einrichtung des LFGA folgt der Empfehlung des Beirats „Pakt ÖGD“, der im Zuge der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Der dritte Bericht des Beirats empfiehlt ausdrücklich, Wissenschaft und Praxis im ÖGD stärker zu verknüpfen, um dessen Qualität und Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

Das LFGA wird Forschungsprojekte entwickeln und durchführen, den wissenschaftlichen Nachwuchs durch universitäre Lehre fördern und die strategische Gesundheitsplanung optimieren. Ein weiteres Anliegen ist es, den ÖGD durch praxisnahe Vorlesungen und Weiterbildungen für Studierende und Fachkräfte attraktiver und sichtbarer zu machen. „Lehre und Forschung sind keine neuen Aufgabenfelder für die Region, aber mit der neuen Einrichtung intensivieren wir die Vernetzung verschiedener Akteur*innen aus Medizin, Public Health und Umweltmedizin“, so Karasch weiter.

Die Leitung der neuen Einrichtung übernimmt Dr. Mustafa Yilmaz, Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen und Allgemeinmedizin. Yilmaz wechselt aus dem Fachbereich Gesundheitsmanagement der Region Hannover in die neue Stabstelle. Er sieht gute Voraussetzungen für die Arbeit des LFGA: „In der Region sind viele Universitäten und Lehreinrichtungen ansässig. Zudem arbeiten wir bereits eng mit den Kliniken zusammen – das bietet eine ideale Ausgangslage.“

 

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