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Schlagwortarchiv für: Niedersachsen

Zweiter Himmelfahrtstag unter Pandemie-Bedingungen – Bollerwagen

Zweiter Himmelfahrtstag unter Pandemie-Bedingungen

11. Mai 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Auch in diesem Jahr steht Himmelfahrt im Zeichen der Corona-Pandemie. Mit den sinkenden Infektionszahlen stehen in vielen Kommunen auch Lockerungen bevor, zugleich gelten die infektionsschutzrechtlichen Beschränkungen. Deshalb wird die Polizei Niedersachsen an diesem Tag präsent sein, vor allem an beliebten Ausflugszielen, um die Einhaltung der Corona-Maßnahmen zu kontrollieren.

Vor dem Hintergrund der sonst in vielen Teilen Niedersachsens üblichen Veranstaltungen rund um den sogenannten „Vatertag“ sagt der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Die Perspektive für Lockerungen steht! Viele Kommunen konnten die bestehenden Regelungen auf Grund sinkender Inzidenzzahlen bereits entschärfen oder stehen kurz davor. Und egal, ob Gastronomie, Sport oder Tourismus: Jede und jeder kann davon profitieren. Himmelfahrt fällt jetzt genau in diese Zeit, wo es auf uns alle noch einmal ankommt. Auch wenn die traditionellen Vatertags-Touren für viele dazugehören: Mit dieser Perspektive wäre es grob fährlässig, quasi am Bollerwagen die in Aussicht stehenden Lockerungen zu verstolpern, weil die bestehenden Regelungen missachtet werden und die Inzidenzzahlen in spätestens zwei Wochen wieder steigen. Die Polizei in Niedersachsen wird deshalb auch in diesem Jahr präsent sein und dort, wo es zu Verstößen kommt, tätig werden. Ich – und da spreche ich sicher auch für die Polizistinnen und Polizisten – wäre jedoch froh, wenn es ein möglichst ruhiger Feiertag wird. Gleichzeitig danke ich besonders den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sowie den Ordnungskräften, die an Himmelfahrt im Einsatz sind.“

Auch zu Himmelfahrt haben die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere auch hinsichtlich der Abstands-/Kontaktregularien, Hygieneregelungen und Maskenpflicht, weiterhin uneingeschränkt Gültigkeit. Je nach Einstufung des jeweiligen Landkreises oder der kreisfreien Stadt als Hochinzidenzkommune, sind unterschiedliche Regelungen einschlägig. Darüber hinaus sind die regionalen Allgemeinverfügungen zu beachten, wie sie seit Jahren für bekannte Hotspots an Himmelfahrt durch die örtlichen Behörden getroffen werden.

Niedersachsens Polizei wird auch in diesem Jahr zu Himmelfahrt Schwerpunktmaßnahmen an den jeweiligen bekannten Hotspots durchführen. Sämtliche Polizeidirektionen haben dazu die entsprechenden Einsatzplanungen durchgeführt.

Schulunterricht

Erster Tag im Szenario B für viele Schulen in Niedersachsen

10. Mai 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). An rund 90 Prozent der niedersächsischen Schulen fand heute Unterricht in „halben Klassen“ nach Szenario B statt. Damit wechseln seit diesem Montag zirka 670.000 Schülerinnen und Schüler zwischen Präsenz- und Distanzlernen, je nach Schulform und pädagogischem Bedarf in unterschiedlichen Modellen tage- oder wochenweise.

Nach nicht repräsentativen ersten Rückmeldungen an die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) kann der erste Tag als gelungen bewertet werden. Bei einem Großteil der Schülerinnen und Schülern, die am Präsenzunterricht teilnahmen, sei die Freude auf das Wiedertreffen der Mitschülerinnen und Mitschüler sowie der Lehrkräfte deutlich erfahrbar gewesen. Die Kinder und Jugendlichen hätten sich überwiegend froh geäußert, dass wieder Präsenzunterricht stattfindet. Die teilweise Monate währende Schulabstinenz habe aber auch Unsicherheiten bei einigen Schülerinnen und Schülern in der Klassen 5 bis 9 offengelegt, da insbesondere die Jahrgänge des Sekundarbereiches I sich erst wieder akklimatisieren müssten.

Schulorganisatorisch hätten Schulleitungen und Lehrkräfte vorbildlich agiert und den Planungsvorlauf sehr gut genutzt, um die Klassen sinnvoll aufzuteilen, Stunden- und Wochenpläne zu aktualisieren und die Schulgemeinschaften über die Abläufe zu informieren. Dabei habe sich gezeigt, dass die bereits in der Vergangenheit gesammelten Erfahrungen im Szenario B zu einer hohen Gewandtheit der Kollegien bei der Organisation des Wechselunterrichtes führt.

Insgesamt verzeichnet wurde eine überwiegend positive Stimmung bei Schulleitungen und Lehrkräften, aber auch Sorgen um das Wohl der Schülerinnen und Schüler, sowie vereinzelt Unwohlsein bezüglich des eigenen Gesundheitsschutzes.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne:

„Ich danke allen Schulleitungen und Lehrkräften für ihr großes Engagement im Sinne der Schülerinnen und Schüler! Auch den Regionalen Landesämter für Schule und Bildung danke ich für die Unterstützung der Schulen vor Ort. Hinter dem heutigen Tag steht sehr viel Arbeit, Koordination, Kommunikation, Planung. Ich zolle allen Schulleitungen und Lehrkräften Respekt, insbesondere, da mit den Tests noch eine neue Aufgabe zu organisieren ist.

Einen besonderen Dank verdient haben sich aber die Schülerinnen und Schüler, die sich so lange diszipliniert an die Vorgaben gehalten und einen zentralen Beitrag in der Pandemiebekämpfung geleistet haben. Die letzten Monate waren sehr entbehrungsreich. Ich bin froh, dass wir den Schülerinnen und Schülern nun wieder mehr Perspektive geben können.

Diese Woche muss eine Woche des Ankommens ohne Druck sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen vorerst nicht mit Arbeiten oder Klausuren konfrontiert werden. Die Klassengemeinschaften sollen zu sich finden, es geht um soziale Aspekte und darum, wieder ein Gefühl für Schule in Präsenz zu bekommen. Zudem muss sich wieder ein Rhythmus finden. Ich bin sehr optimistisch, dass das gelingen wird.“

Kabinett beschließt Stufenplan 2.0 – Stufenplan 2.0 Niedersachsen

Kabinett beschließt Stufenplan 2.0

10. Mai 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (red/PM). Sozialministerin Daniela Behrens und die Leiterin der Abteilung Richtlinien der Politik, Rechtskoordinierung und -planung in der Staatskanzlei, Veronika Dicke, haben heute Vormittag den vom Kabinett verabschiedeten Stufenplan 2.0 vorgestellt. Nach den vorsichtigen Lockerungen, die durch die geänderte Corona-Verordnung ab heute in Kraft tritt, gab die Sozialministerin einen Ausblick  auf die Lockerungszukunft in Niedersachsen. Der Stufenplan 2.0 könnte nach ihren Aussagen schon ab dem 31. Mai in Kraft treten. Voraussetzung ist die weiterhin fallenden Inzidenzwerte in Niedersachsen.

„Erhöhtes Infektionsgeschehen in einer Inzidenz zwischen 10 und 35“, „hohes Infektionsgeschehen zwischen 35 und 50“ und „starkes Infektionsgeschehen zwischen 50 und 100“ – diese drei Stufen enthält der am (heutigen) Montag von der Landesregierung beschlossene Stufenplan 2.0. Er zeigt auf, welche weiteren Lockerungen bei einem kontinuierlichen weiteren Absinken der Zahl der Neuinfektionen in den unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen zu erwarten sind. Bei einer Inzidenz größer als 100 gilt § 28b IfSG. Die bisherigen Stufen >100 und >200 entfallen daher im Landes-Stufenplan.

Der Stufenplan gibt den Menschen, den Institutionen, Betrieben und Einrichtungen in Niedersachsen gute Perspektiven. Er dient allerdings auch der Ermutigung, von den aktuellen Lockerungen nur sehr vorsichtig und unter Beachtung aller vorgesehenen Sicherungsmaßnahmen Gebrauch zu machen. Dazu zählen insbesondere die Testungen, eine ganz wichtige Leitplanke auf dem Weg hin zu mehr Normalität in Niedersachsen.

Schon jetzt gibt es über 4.000 Testzentren in Niedersachsen. Der KVN liegen bereits weitere 3400 zusätzliche Anträge auf Akkreditierung vor. Erkennbar ist, dass die Testungen auch in den nächsten Wochen und in den nächsten Stufen eine wichtige Rolle spielen werden.

Bei einem – hoffentlich nicht eintretenden – Wiederanstieg der Zahl der Neuinfektionen erfolgt nach drei Tagen Überschreitung der Inzidenzspanne der jeweiligen Stufe der Wechsel in die nächste Stufe. Bei einem weiteren Absinken der 7-Tages-Inzidenz kommt es nach einer stabilen Entwicklung über 5 Werktage zum Wechsel in die nächst tiefere Stufe. Die Stufen gelten – das versteht sich von selbst – für die regionalen Inzidenzwerte. Maßgeblich sind die RKI-Daten.

Wichtig ist bei alledem: Die Abstand- Hygiene- und Maskenregeln behalten ihre Gültigkeit

Die ab 09.05.2021 geltende COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung ist im Stufenplan nicht gesondert abgebildet. Die dort beschriebenen Ausnahmen zu Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit Getesteten, von Beschränkungen bei Zusammenkünften sowie bei von Landkreisen angeordneten lokalen Ausgangsbeschränkung greifen dennoch auch in Niedersachsen.

Den Regionen wird empfohlen, die Maßnahmen bei einer sich lokal verschlechternden Lage zu verschärfen. Regionen über 100 sind dazu ausdrücklich aufgefordert (gesonderte Hot-Spot-Regelung).

Soweit im Stufenplan ein Ausblick auf eine nächste Zwischenstufe ausgewiesen ist, ist diese bei deeskalierendem Infektionsgeschehen für Ende Mai angedacht.

Der Stufenplan 2.0 – wie er bei weiter fallenden Inzidenzwerten mit der ab 31. Mai gültigen zukünftigen Corona-Verordnung in Kraft treten könnte (Stand 10. Mai 2021):

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Corona-Dashboard Niedersachsen liefert zentrale Corona-Daten auf einen Blick – Corona Dashboard Niedersachsen

Corona-Dashboard Niedersachsen liefert zentrale Corona-Daten auf einen Blick

5. Mai 2021/in Niedersachsen, Gesundheit

HANNOVER (PM). Seit dem Inkrafttreten der Änderungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) am 24. April 2021 sind die vom Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Inzidenzwerte maßgeblich für die Regelungen der Bundesländer. Vor diesem Hintergrund hat auch Niedersachsen die öffentliche Kommunikation der Inzidenzen von den Werten des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) auf die RKI-Werte umgestellt. Bislang erfolgte dies anhand einer tabellarischen Übersicht auf den Seiten des Portals www.niedersachsen.de.

Jetzt geht die Landesregierung einen Schritt weiter und bietet mit dem Corona-Dashboard Niedersachsen ein tagesaktuelles und interaktives Informationsangebot zum Corona-Geschehen niedersachsenweit und in den einzelnen Landkreisen und Kreisfreien Städten. Neben Informationen zum Infektionsgeschehen liefert das Dashboard Informationen zum Stand der Impfkampagne und zu der Auslastung der Intensivstationen.

Mit dem Corona-Dashboard Niedersachsen erhalten Niedersächsinnen und Niedersachsen folgende Daten:

  • Darstellung der aktuellen Inzidenzen je Landkreis, Entwicklung der 7-Tages-Inzidenz im Rückblick und aktuelle Fallzahlen sowie Todesfälle
  • Auslastung der Intensivstationen im Land inklusive der gemeldeten intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle, Zahl der Menschen, die beatmet werden, Reserve an betreibbaren Intensivbetten
  • Zahlen der Erst- und Zweitimpfung, Anzahl der Impfdosenlieferungen sowie die Impfquote für Niedersachsen
  • Informationen zu den Impfzentren sowie ausgewählten Testmöglichkeiten

Das Corona-Dashboard Niedersachsen ist unter folgender URL aufrufbar: https://t1p.de/mz5d

Einzelne Informationsangebote werden in Kürze auch auf dem Portal www.niedersachsen.de unter „Aktuelle Informationen zum Coronavirus“ zu finden sein.

Weiterführende Informationen zur Datengrundlage:

Die Daten für das Infektionsgeschehen, wie die Inzidenzen, Fallzahlen und Todesfälle, stammen vom Robert Koch-Institut (RKI), die Daten zum Impfmonitoring, darunter die Anzahl der Erst- und Zweitgeimpften, die Impfquote und Anzahl der gelieferten Impfdosen, basieren auf den Daten des Bundesministeriums für Gesundheit sowie dem Robert Koch-Institut und die Daten zur intensivmedizinischen Auslastung entstammen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

 

Öffnungen von Kitas und Schulen zum 10. Mai – Schule und Kita B

Öffnungen von Kitas und Schulen zum 10. Mai

4. Mai 2021/in Niedersachsen
HANNOVER (PM). Ab kommenden Montag, dem 10. Mai 2021, wird in Niedersachsen wieder deutlich mehr Kinderbetreuung und Präsenzunterricht stattfinden. Die Bereiche Kita und Schule werden bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 offengehalten, wie Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am (heutigen) Dienstag mitgeteilt hat.
Die Kindertageseinrichtungen in Regionen unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 wechseln ab Montag, dem 10. Mai 2021, in den eingeschränkten Regelbetrieb („Kita-Szenario B“). Damit können alle Kinder, die in der jeweiligen Einrichtung einen Betreuungsplatz haben, wieder zurück in Krippe, Kindergarten oder Hort. Es gelten Hygienevorschriften und feste Raumaufteilungen, gruppenübergreifende Angebote können nicht stattfinden. Kindertagespflegepersonen können in Regionen unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 einen Regelbetrieb unter Beachtung von Hygienevorschriften anbieten.
Alle Schulen in Regionen unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 bieten ab Montag, dem 10. Mai 2021, Präsenzunterricht im Wechselmodell („Szenario B“) an. In geteilten Lerngruppen – rotierend die eine Hälfte der Schülerinnen und Schüler vor Ort in der Schule lernend, die andere Hälfte von zu Hause aus – kommen somit alle Schülerinnen und Schüler wieder in ihre Schulen und lernen zusammen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern unter Anleitung ihrer Lehrkräfte.
Zudem wird ab Montag, dem 10. Mai 2021, geregelt, dass neben Abschlussprüfungen unabhängig von der Inzidenz für folgende Schuljahrgänge Unterricht im „Szenario B“ stattfinden kann:
  1. der 9. und der 10. Schuljahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind,
  2. der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind, und der Schuljahrgang 12,
  3. der 4. Schuljahrgang und
  4. die Förderschulen geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie die Förderschulen Sehen und Hören.
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne:
„Wir können jetzt endlich wieder allen Kindern und Jugendlichen ein Angebot auf Bildung und Betreuung machen. Das erleichtert mich sehr, denn die Kinder und Jugendlichen verzichten seit Monaten und leisten einen enormen Beitrag in der Pandemiebekämpfung. Die lange Zeit der Kontaktbeschränkungen, der Verzicht auf Hobbys, Sport und das Treffen mit Freunden hat negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen – daher sind die heutigen Öffnungsschritte notwendig, aber auch infektiologisch vertretbar. Denn mit der neuen Möglichkeit der Selbsttests haben wir eine weitere Sicherheitsmaßnahme eingezogen.
Im Zusammenhang mit der Verteilung der Tests an die Schulen hat es eine deutliche Stabilisierung gegeben. Durch den Ausbau der Umschlags- und Lieferkapazitäten sowie der Optimierung von logistischen Prozessen ist es gelungen, dass grundsätzlich alle Schulen ihre Tests für die kommende Woche bereits in der Vorwoche erhalten und voraussichtlich ab der kommenden Woche nur noch einzelverpackte Tests an die Schule ausgeliefert werden.

Beschulung im Szenario B ist sicher. Das sehen auch die allermeisten Schülerinnen und Schüler und Eltern so: Lediglich drei Prozent Abmeldequote vom Präsenzunterricht sprechen eine deutliche Sprache, dass Schule als sicherer Ort empfunden wird.

Die Auswertung der ersten beiden Testwochen hat gezeigt, dass die Selbsttests ein wirksames Instrument sind, um Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen. Mehr als 1.000 Infektionen konnten identifiziert und so die Ausbreitung in Schulen und Familien verhindert werden.

Die Tests sind ein Präventions-Tool, das gut funktioniert. Schule ist also noch sicherer geworden. Und nach wie vor haben wir es mit Einzelansteckungen zu tun, Massenausbrüche in Schulen sind in Niedersachsen nicht zu verzeichnen. Das bedeutet, die Erziehungsberechtigten oder bei Volljährigkeit durch die Schülerin oder den Schüler selbst erfolgen. Während der Befreiung von der Präsenzpflicht nehmen die Schülerinnen und Schüler am Distanzlernen bzw. am Distanzunterricht teil. Die Inanspruchnahme der Notbetreuung kommt in diesem Fall nicht mehr in Betracht.

Der Prozentsatz der geimpften Lehrkräfte steigt kontinuierlich – auch dies ein ermutigendes Signal für die kommende Zeit. Hierüber hinaus ist klar: Die Kinder und die Jugendlichen müssen in den Fokus der Debatte. Mit den Öffnungen ab Montag legen wir hier eine ganz wichtige Basis. Wir bleiben aber nicht stehen, sondern wir werden die Kinder und Jugendlichen auffangen und sie stärken. Zusammen mit dem Bund werden wir ein großes Programm zur Unterstützung und für Angebote im sozialen Bereich auflegen.“

Die Regelungen im Überblick:

I. Öffnungs- und Schließungsszenarien:

Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165, dann können Kindertageseinrichtungen und Schulen ins Szenario B wechseln.

Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165, dann müssen Kindertageseinrichtungen und Schulen ins Szenario C wechseln.

Für die 4. Klassen der Grundschulen als Übergangsklassen, die Abschlussklassen im Berufsbildenden Bereich sowie die 12 Schuljahrgänge und die Förderschulen geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie die Förderschulen Sehen und Hören bleibt Präsenzunterricht im Szenario B auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 165 möglich. Ein Wechsel ins Szenario C ist nicht vorgesehen.

Die Kommunen können schärfere Maßnahmen verhängen. Änderungen im Bereich Kita/Schule sind grundsätzlich per Allgemeinverfügung zu kommunizieren und umzusetzen.

Tabelle Bildrechte: MK Nds
Inzidenztabelle für Schulen

II. Verpflichtende Testungen zu Hause (Schulbereich):

  • Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere Schulbeschäftigte, die regelmäßig zu Unterrichtszeiten in der Schule anwesend sind, wie Verwaltungs- und Haustechnikpersonal, müssen sich zweimal pro Präsenzwoche selbst zu Hause auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen.
  • Nur bei einem negativen Testergebnis sind das Betreten der Schule und die Teilnahme am Präsenzbetrieb möglich. Die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten sowie die volljährigen Schülerinnen und Schüler haben die Negativtestung gegenüber der Schule zu bestätigen, ggf. ist das Testkit vorzulegen. Im Ausnahmefall kann der Test in der Schule nachgeholt werden.
  • Bei einem positiven Testergebnis bleiben die Betroffenen zu Hause, informieren die Schule und nehmen Kontakt zu einem Arzt auf, um einen PCR-Test zu veranlassen.
  • Den Schülerinnen und Schülern werden von der Schule wöchentlich für die Folgewoche jeweils zwei kostenlose Testkits für die Selbsttestung zu Hause ausgehändigt. Grundlage für die Menge der Testkits pro Schule ist deren Größe (Anzahl der Schülerinnen und Schüler und des Personals).

III. Inzidenzunabhängige Regelungen:

Präsenzpflicht aufgehoben:

  • In der Präsenzphase im Szenario B ist die Präsenzpflicht im Unterricht weiterhin aufgehoben. Die Befreiung von der Präsenzpflicht ist an keine Voraussetzungen geknüpft und kann durch einfaches Schreiben auch per E-Mail durch die Erziehungsberechtigten oder bei Volljährigkeit durch die Schülerin oder den Schüler selbst erfolgen. Während der Befreiung von der Präsenzpflicht nehmen die Schülerinnen und Schüler am Distanzlernen bzw. am Distanzunterricht teil. Die Inanspruchnahme der Notbetreuung kommt in diesem Fall nicht mehr in Betracht.

Maskenpflicht im Szenario B:

  • Im Unterricht ist auch im Szenario B am Sitzplatz grundsätzlich in allen Jahrgängen der Sekundarbereiche I und II eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Lediglich im Primarbereich kann die Mund-Nasen-Bedeckung am Sitzplatz abgenommen werden. Ausnahmen gelten im Sportunterricht – für dessen Durchführung zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nach dem Sportkapitel im Rahmenhygieneplan gelten – sowie kurzzeitig im Sprachunterricht oder im Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen im Szenario B:

  • „Geteilte Klassen“ in festen Gruppen mit nicht mehr als 16 Personen im Unterrichtsraum
  • Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Regelmäßiges Stoß- oder Querlüften nach dem Prinzip 20-5-20
  • Handhygiene, Husten- und Niesregeln
  • Klarer Umgang mit Symptomen: Personen, die Fieber haben oder eindeutig krank sind, dürfen unabhängig von der Ursache die Schule nicht besuchen oder dort tätig sein.
  • Maßnahmen für vulnerable Schülerinnen und Schüler sowie Personal gelten weiterhin.

Notbetreuung in der Schule:

  • Notbetreuung wird angeboten für die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1-6 in der Regel zwischen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr. An Ganztagsschulen kann das Notbetreuungsangebot zeitlich erweitert werden. Für die Notbetreuung an Schulen gelten die Vorgaben des Szenarios B. Das heißt, die Gruppen dürfen die maximale Größe von 16 Personen (wie im Szenario B auch für die Lerngruppen gültig) nicht überschreiten und das Einhalten der Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) sowie der Hygieneregeln muss gewährleistet sein.
Tagesupdate

Tagesupdate zu den Covid-19 Neuinfektionen der Region Hannover vom 03.05.2021

3. Mai 2021/in Gesundheit

HANNOVER (red.). Bestätigte und gemeldete Infektionszahlen vom 03.05.2021 der Region Hannover. Derzeit sind für die Bewertung der 7-Tage-Inzidenz ausschließlich die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) für die Umsetzung der Corona-Verordnung maßgebend, um ein einheitliches Zahlenwerk zu nutzen (http://corona.rki.de/). Bedenken Sie, dass die Meldungen am Montag / Dienstag immer wegen der fehlenden Testungen / Rückmeldungen am Wochenende niedriger ausfallen und somit nicht zwangsläufig auf einen Rückgang der Fallzahlen hinweisen. Die Region Hannover veröffentlicht am Wochenende keine Fallzahlen für ihre Gemeinden.

 

Tagesupdate zu den Covid-19 Neuinfektionen der Region Hannover vom 03.05.2021 – mPUpj 7 tage inzidenz niedersachsen stand 03 05 2021 laut rki nbsp br br

© BG-PRESS.de (Stand RKI 03.05.21)

Hannover (PM). Die Meldungen von der Region Hannover für ihre Gemeinden für den 03.05.2021

Die Inzidenzwerte der einzelnen Kommunen spielen für Corona-Regelungen des Landes und des Bundes keine Rolle. Hierfür ist der Inzidenzwert der gesamten Region Hannover maßgeblich, den das Robert-Koch-Institut (RKI) täglich veröffentlicht. Sie finden den Link zum RKI hier: http://corona.rki.de/. Laut RKI liegt die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner für die Region Hannover tagesaktuell bei 116,8.

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 45.229 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 41.009 Personen als genesen aufgeführt. 1009 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 84 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 3211 Menschen in der Region infiziert.

Verteilung nach Alter (seit Beginn der Erfassung):

Alter Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
0 – 9 Jahre 3094
10 – 19 Jahre 5027
20 – 29 Jahre 7780
30 – 39 Jahre 7121
40 – 49 Jahre 6469
50 – 59 Jahre 6358
60 – 69 Jahre 3428
70 – 79 Jahre 1995
80+ Jahre 3338
keine Angaben 619

Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch 7-Tage-Inzidenz
 
Barsinghausen 67 979 97,2
Burgdorf 86 1033 133,3
Burgwedel 41 528 110,9
Garbsen 169 3106 127,7
Gehrden 43 539 90,1
Hemmingen 49 583 122,6
Isernhagen 51 758 109,2
Laatzen 119 1814 98,9
Landeshauptstadt Hannover 1557 22.047 125,5
Langenhagen 215 2703 172,7
Lehrte 128 2030 155,5
Neustadt 94 1418 79,6
Pattensen 25 401 113,1
Ronnenberg 83 988 201,3
Seelze 142 1491 167,8
Sehnde 30 885 29,5
Springe 66 817 130,2
Uetze 57 686 97,2
Wedemark 47 863 62,8
Wennigsen 34 362 97,4
Wunstorf 108 1198 163,6

Verteilung nach Geschlecht

Männer                     48 Prozent

Frauen                      52 Prozent

Tagesupdate Corona

Tagesupdate zu den Covid-19 Neuinfektionen in Niedersachsen / Region Hannover vom 16.04.2021

16. April 2021/in Gesundheit

HANNOVER (red.). Bestätigte und gemeldete Infektionszahlen vom 15.04.2021 für das Land Niedersachsen und die Region Hannover. Es kann zwischen den Meldungen vom Land Niedersachsen und der Region Hannover zu meldebedingt unterschiedlichen Zahlen kommen. Bedenken Sie, dass die Meldungen am Montag / Dienstag immer wegen der fehlenden Testungen / Rückmeldungen am Wochenende niedriger ausfallen und somit nicht zwangsläufig auf einen Rückgang der Fallzahlen hinweisen. Die Region Hannover veröffentlicht am Wochenende keine Fallzahlen für ihre Gemeinden.

Nachfolgend können Sie auf der Grafik sehen, in welchem Modus (Gelb = Vorwarnstufe >35 / Rot = Grenzwert >50 / Dunkelrot Grenzwert oberhalb >100 / Violett >200) ihr jeweiliger Landkreis sich aktuell befindet. 1.917 Neuinfektionen in Niedersachsen gegenüber dem Vortag. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Montags nicht alle Meldungen vorliegen. Die genauen Fallzahlen entnehmen Sie bitte der beigefügten Tabelle. Neu hinzugenommen wurde der Schwellwert >200 seit dem 26.11.2020

Tagesupdate zu den Covid-19 Neuinfektionen in Niedersachsen / Region Hannover vom 16.04.2021 – NLZCn 7 tage inzidenz niedersachsen stand 16 04 2021 br br

(© BG-PRESS.de Stand 16.04.2021)

Hannover (PM). Die Meldungen vom Land Niedersachsen für den 16.04.2021

218.413 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute – Freitag, 9 Uhr – in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) übermittelt worden. Das sind 1.917 Fälle mehr als noch am Vortag.

 

Der vom Robert Koch-Institut (RKI) für Niedersachsen mitgeteilte aktuelle 7-Tage-R-Wert beträgt 1,15 (1,05 – 1,26)*.

Mit dem 7-Tage-R-Wert wird die Reproduktionszahl (R) geschätzt, die angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person in diesem Zeitraum im Durchschnitt angesteckt hat. Ein R > 1 weist auf ein tendenziell ansteigendes Infektionsgeschehen hin und ein R < 1 auf ein tendenziell rückläufiges Infektionsgeschehen.

* Bei dem 7-Tages-R-Wert handelt es sich um eine Schätzung, die mit einer Unsicherheit behaftet ist. Mit einer 95%-igen Wahrscheinlichkeit fällt der Wert in das in Klammern angegebene 95%-Prädiktionsintervall. Die Schätzung bezieht sich auf den 10.04.2021.
Informationen zur Berechnung dieses Wertes finden Sie auf den Internetseiten des RKI.

 

Insgesamt 5.115 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet.

Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung 193.532 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht einem Anteil von 88,6 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 1.072 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 771 Erwachsene auf Normalstationen, 291 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 208 Erwachsene beatmet werden, 29 davon auf einem ECMO-Platz. Neun Kinder werden aktuell auf einer Normalstation behandelt. Ein Kind wird auf einer Intensivstation behandelt und beatmet.

Fallzahlen der laborbestätigten COVID-19-Fälle in Niedersachsen
Fälle Verstorbene** Genesene*** 7-Tagesinzidenz
218413 5115 193532 125,6
(+1917*) (+9*) (+1648*)  

 

Landkreise, kreisfreie Städte Gesamtzahl der Fälle   Gesamt Inzidenz pro 100.000 Einwohner Gesamtzahl der Fälle der letzten 7 Tage 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner Gesamtzahl der Todesfälle

 

Ammerland 2623 (+41) 2 100,8 141 112,9 55
Aurich 2946 (+34) 1 553,0 146 77,0 48
Celle 3945 (+38) 2 203,8 241 134,6 60
Cloppenburg 9590 (+88) 5 618,6 362 212,1 145 (+1)
Cuxhaven 4052 (+20) 2 046,1 170 85,8 161
Diepholz 5631 (+43) 2 593,9 244 112,4 89
Emsland 10990 (+90) 3 361,3 503 153,8 161 (+1)
Friesland 1410 (+6) 1 428,5 59 59,8 40
Gifhorn 5087 (+33) 2 881,8 258 146,2 169
Goslar 2121 (+31) 1 556,2 124 91,0 107
Göttingen 6702 (+66) 2 055,6 301 92,3 234 (+2)
Grafschaft Bentheim 4402 (+34) 3 209,3 164 119,6 110
Hameln-Pyrmont 3640 (+27) 2 450,4 154 103,7 92
Harburg 5723 (+39) 2 249,3 200 78,6 101 (+1)
Heidekreis 2829 (+30) 2 011,0 142 100,9 97
Helmstedt 2070 (+23) 2 267,3 100 109,5 87
Hildesheim 7539 (+41) 2 733,3 238 86,3 267
Holzminden 1330 (+11) 1 887,6 60 85,2 56
Leer 3752 (+62) 2 197,3 265 155,2 49
Lüchow-Dannenberg 643 (+3) 1 328,2 32 66,1 23
Lüneburg 2795 (+33) 1 517,9 167 90,7 51
Nienburg (Weser) 3144 (+29) 2 590,0 131 107,9 141
Northeim 1894 (+12) 1 431,8 76 57,5 40
Oldenburg 4330 (+16) 3 308,1 146 111,5 110
Osnabrück 13559 (+79) 3 786,6 427 119,2 280
Osterholz 2312 (+20) 2 029,4 88 77,2 56
Peine 4549 (+44) 3 374,6 251 186,2 96
Rotenburg (Wümme) 3226 (+61) 1 969,7 119 72,7 80
Schaumburg 3936 (+69) 2 494,0 218 138,1 62
Stade 4110 (+41) 2 009,7 216 105,6 109
Uelzen 1932 (+20) 2 091,2 117 126,6 106
Vechta 7281 (+70) 5 098,2 465 325,6 81
Verden 3333 (+30) 2 430,5 173 126,2 50 (+1)
Wesermarsch 2881 (+22) 3 252,3 139 156,9 101 (+1)
Wittmund 1079 (+3) 1 895,4 76 133,5 32
Wolfenbüttel 2332 (+28) 1 949,5 146 122,1 90
Hannover, Region 41175 (+257) 3 558,4 1571 135,8 933 (+1)
Braunschweig, Stadt 5252 (+65) 2 105,8 280 112,3 159
Delmenhorst, Stadt 2813 (+37) 3 626,9 125 161,2 62
Emden, Stadt 862 (+18) 1 727,0 80 160,3 7
Oldenburg (Oldb), Stadt 3478 (+26) 2 057,1 196 115,9 43
Osnabrück, Stadt 6317 (+52) 3 822,7 263 159,2 91
Salzgitter, Stadt 4166 (+69) 3 994,6 385 369,2 62
Wilhelmshaven, Stadt 1611 (+5) 2 117,3 54 71,0 45
Wolfsburg, Stadt 3021 (+51) 2 429,0 229 184,1 77 (+1)
Niedersachsen gesamt 218413 (+1917) 2 732,3 10042 125,6 5115 (+9)

Hannover (PM). Die Meldungen von der Region Hannover für ihre Gemeinden für den 16.04.2021

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 41.278 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 37.584 Personen als genesen aufgeführt. 971 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 84 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 2723 Menschen in der Region infiziert. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt für die Region Hannover tagesaktuell bei 134,2.

Verteilung nach Alter (seit Beginn der Erfassung):

Alter Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
0 – 9 Jahre 2657
10 – 19 Jahre 4470
20 – 29 Jahre 7109
30 – 39 Jahre 6475
40 – 49 Jahre 5888
50 – 59 Jahre 5813
60 – 69 Jahre 3177
70 – 79 Jahre 1870
80+ Jahre 3274
keine Angaben 545

Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch 7-Tage-Inzidenz
 
Barsinghausen 41 904 51,4
Burgdorf 71 929 107,9
Burgwedel 34 476 82,0
Garbsen 128 2901 113,5
Gehrden 18 489 45,1
Hemmingen 40 518 117,5
Isernhagen 32 699 64,7
Laatzen 86 1669 147,1
Landeshauptstadt Hannover 1421 20.136 154,7
Langenhagen 140 2423 140,6
Lehrte 131 1863 171,0
Neustadt 106 1283 165,7
Pattensen 26 367 106,4
Ronnenberg 59 891 128,8
Seelze 94 1318 156,5
Sehnde 37 856 84,2
Springe 31 748 63,4
Uetze 37 615 111,8
Wedemark 40 803 46,3
Wennigsen 66 319 250,4
Wunstorf 85 1071 109,0

Verteilung nach Geschlecht

Männer                     48 Prozent

Frauen                      52 Prozent

*Die Inzidenzwerte der einzelnen Kommunen spielen für in der Corona-Verordnung aufgeführte Regelungen keine Rolle. Hierfür ist allein der Inzidenzwert der gesamten Region Hannover von Bedeutung.

Auftaktsitzung des „Impfpaktes für Niedersachsen“ – Impfen Symbol© Bernd Günther

Auftaktsitzung des „Impfpaktes für Niedersachsen“

14. April 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat am Mittwoch zur digitalen Auftaktsitzung des „Impfpaktes für Niedersachsen“ eingeladen. Der Einladung folgten Vertreterinnen und Vertreter aller Akteurinnen und Akteure, die an der niedersächsischen Impfkampagne maßgeblich mitwirken. Dazu gehören neben den Kommunen die Ärztinnen und Ärzte, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen, der Gewerkschaften und Unternehmen, der Apotheken, der Krankenhäuser und des Katastrophenschutzes. Themen der Sitzung waren unter anderem Berichte aus den Impfzenten und Praxen sowie die Erfahrungen der Kommunen vor Ort.

Gesundheitsministerin Daniela Behrens erklärt: „Die pandemische Lage ist nach wie vor herausfordernd, auch in Niedersachsen. Die Impfungen gegen das Virus sind der Weg aus der Pandemie. Es gilt daher, mit vereinten Kräften dafür zu sorgen, dass die Impfkampagne vorangebracht und noch weiter beschleunigt wird.“

Die Impfkampagne habe in den letzten Wochen bereits deutlich an Fahrt aufgenommen. Mehr als 16 Prozent der Niedersächsinnen und Niedersachsen sind mindestens einmal geimpft, 6 Prozent sind durch zwei Impfungen bereits vollständig geschützt. Durch die Einbeziehung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte seit der vergangenen Woche gebe es eine weitere große Dynamik, so Behrens.

Die Ministerin betont die Wichtigkeit, die der Impfpakt für den Impffortschritt hat: „Unsere Impfkampagne wird umso erfolgreicher sein, je besser alle Beteiligten –  die Kommunen, die Ärztinnen und Ärzte, die Akteurinnen und Akteure in der Gesundheitswirtschaft, die Hilfsorganisationen, die Verbände, die Sozialpartner und das Land – an einem Strang ziehen.“

Stand jetzt werden in Niedersachsen etwa 216.000 Dosen Impfstoff pro Woche allein in den Impfzentren verimpft. Angepeilt wird in den nächsten Wochen eine Quote von etwa 35.000 Impfungen pro Tag. In den vergangenen 3 Monaten waren es insgesamt knapp 1,8 Millionen Impfungen für rund 1,3 Millionen Niedersächsinnen und Niedersachsen.

„Um insbesondere mit dem Impfstoff von AstraZeneca noch mehr Menschen als bisher zu erreichen und den Schutz für die besonders gefährdeten Personen in Niedersachsen weiter zu erhöhen, haben wir beschlossen, dass die Impfzentren am 24. und 25. April ein landesweites Impfwochenende einplanen werden, an dem bis zu 70.000 Impfungen durchgeführt werden sollen“, kündigt Gesundheitsministerin Behrens an.

An diesen beiden Tagen sollen in allen Impfzentren vordringlich Personen geimpft werden, die derzeit noch auf der Warteliste für eine Impfung stehen und älter sind als 70 Jahre. „Gerade in dieser Altersgruppe ist die Gefahr einer schweren Erkrankung besonders hoch und es besteht für diese Menschen die klare Empfehlung, sich mit dem hochwirksamen Impfstoff von AstraZeneca impfen zu lassen. Ich appelliere deshalb an alle, die ein entsprechendes Impfangebot erhalten, dieses auch wahrzunehmen“, so Behrens.

Die Impfzentren werden die entsprechenden Termine in den nächsten Tagen in das Terminbuchungssystem des Landes eintragen, damit die Bürgerinnen und Bürger so schnell wie möglich über ihren Impftermin am 24. oder 25. April informiert werden können.

Weitere Schwerpunkte der Konferenz waren die Erfahrungen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte seit dem Start der Impfungen in den Praxen und die Perspektive für Impfungen in den Betrieben. „Wir waren uns einig, dass wir zum Erfolg der Impfkampagne drei Säulen brauchen: Die Impfungen in den Praxen, in den Impfzentren, aber mittelfristig auch in den Betrieben. Der Bund hat den Start der Impfungen durch die Betriebsärztinnen und -ärzte zuletzt für Anfang Juni angekündigt und wir bereiten uns in Niedersachsen schon jetzt so gut es geht darauf vor“, so Behrens.

Grundsätzlich gebe es bei der Impfkampagne immer wieder die Notwendigkeit, kurzfristige Anpassungen der Strategie vorzunehmen, so die Ministerin: „Wie gestern durch die Gesundheitsministerinnenkonferenz beschlossen, werden wir auch in Niedersachsen zukünftig bei Personen, die jünger sind als 60 und die beim ersten Mal mit AstraZeneca geimpft wurden, zukünftig einen mRNA-Impfstoff für die Zweitimpfung verwenden. Der mögliche Zeitpunkt des Starts der Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson ist dagegen heute noch ungewiss. Auch vor dem Hintergrund dieser vielschichtigen organisatorischen Herausforderungen bedanke ich mich bei allen Akteurinnen und Akteuren, die heute dabei waren und insbesondere bei den Landkreisen und kreisfreien Städten, die die Impfzentren betreiben, für ihren großen Einsatz für die Impfkampagne.“

Die mittelfristige Perspektive sei positiv, so Behrens: „Wir erwarten in den nächsten Wochen und Monaten deutlich mehr Impfstoff, sodass die Impfzentren weiter ihren wichtigen Teil zur Impfkampagne beitragen können. Der Anteil des Impfstoffes in den Praxen und später auch bei den Betriebsärztinnen und-ärzten wird sukzessive zunehmen. Darauf bereiten wir uns alle gemeinsam vor und werden auch weiterhin in einem engen Austausch bleiben. Je besser wir mit dem Impfen vorankommen, desto schneller bekommen wir die Pandemie unter Kontrolle.“

Tagesupdate Corona

Tagesupdate zu den Covid-19 Neuinfektionen in Niedersachsen / Region Hannover vom 13.04.2021

13. April 2021/in Gesundheit

HANNOVER (red.). Bestätigte und gemeldete Infektionszahlen vom 13.04.2021 für das Land Niedersachsen und die Region Hannover. Es kann zwischen den Meldungen vom Land Niedersachsen und der Region Hannover zu meldebedingt unterschiedlichen Zahlen kommen. Bedenken Sie, dass die Meldungen am Montag / Dienstag immer wegen der fehlenden Testungen / Rückmeldungen am Wochenende niedriger ausfallen und somit nicht zwangsläufig auf einen Rückgang der Fallzahlen hinweisen. Die Region Hannover veröffentlicht am Wochenende keine Fallzahlen für ihre Gemeinden.

Nachfolgend können Sie auf der Grafik sehen, in welchem Modus (Gelb = Vorwarnstufe >35 / Rot = Grenzwert >50 / Dunkelrot Grenzwert oberhalb >100 / Violett >200) ihr jeweiliger Landkreis sich aktuell befindet. 615 Neuinfektionen in Niedersachsen gegenüber dem Vortag. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Montags nicht alle Meldungen vorliegen. Die genauen Fallzahlen entnehmen Sie bitte der beigefügten Tabelle. Neu hinzugenommen wurde der Schwellwert >200 seit dem 26.11.2020

Tagesupdate zu den Covid-19 Neuinfektionen in Niedersachsen / Region Hannover vom 13.04.2021 – NLZCn 7 tage inzidenz niedersachsen stand 13 04 2021 br br

(© BG-PRESS.de Stand 13.04.2021)

Hannover (PM). Die Meldungen vom Land Niedersachsen für den 13.04.2021

212.475 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute – Dienstag, 9 Uhr – in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) übermittelt worden. Das sind 615 Fälle mehr als noch am Vortag.

Der vom Robert Koch-Institut (RKI) für Niedersachsen mitgeteilte aktuelle 7-Tage-R-Wert beträgt 1,07 (0,97 – 1,20)*.

Mit dem 7-Tage-R-Wert wird die Reproduktionszahl (R) geschätzt, die angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person in diesem Zeitraum im Durchschnitt angesteckt hat. Ein R > 1 weist auf ein tendenziell ansteigendes Infektionsgeschehen hin und ein R < 1 auf ein tendenziell rückläufiges Infektionsgeschehen.

* Bei dem 7-Tages-R-Wert handelt es sich um eine Schätzung, die mit einer Unsicherheit behaftet ist. Mit einer 95%-igen Wahrscheinlichkeit fällt der Wert in das in Klammern angegebene 95%-Prädiktionsintervall. Die Schätzung bezieht sich auf den 07.04.2021.
Informationen zur Berechnung dieses Wertes finden Sie auf den Internetseiten des RKI.

Insgesamt 5.047 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet.

Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung 188.614 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht einem Anteil von 88,8 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 1.098 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 786 Erwachsene auf Normalstationen, 307 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 211 Erwachsene beatmet werden, 26 davon auf einem ECMO-Platz. Drei Kinder werden aktuell auf einer Normalstation behandelt. Zwei Kinder werden auf einer Intensivstation behandelt, eines davon wird beatmet.

Fallzahlen der laborbestätigten COVID-19-Fälle in Niedersachsen
Fälle Verstorbene** Genesene*** 7-Tagesinzidenz
212475 5047 188614 109,9
(+615*) (+29*) (+764*)  

 

Landkreise, kreisfreie Städte Gesamtzahl der Fälle   Gesamt Inzidenz pro 100.000 Einwohner Gesamtzahl der Fälle der letzten 7 Tage 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner Gesamtzahl der Todesfälle

 

Ammerland 2552 (+11) 2 043,9 114 91,3 55
Aurich 2852 (+5) 1 503,5 144 75,9 48
Celle 3831 (+18) 2 140,1 207 115,6 59 (+1)
Cloppenburg 9398 (+9) 5 506,1 390 228,5 142
Cuxhaven 3965 (+4) 2 002,1 204 103,0 159
Diepholz 5504 (+48) 2 535,4 251 115,6 89
Emsland 10685 (+29) 3 268,0 493 150,8 156 (+3)
Friesland 1389 (+12) 1 407,2 58 58,8 39 (+1)
Gifhorn 4945 (+5) 2 801,3 273 154,7 168
Goslar 2028 (+4) 1 488,0 83 60,9 107
Göttingen 6528 (+51) 2 002,2 231 70,8 228 (+2)
Grafschaft Bentheim 4321 (+15) 3 150,3 138 100,6 110
Hameln-Pyrmont 3558 (+9) 2 395,2 135 90,9 92
Harburg 5596 (+3) 2 199,4 154 60,5 98 (+1)
Heidekreis 2748 (+12) 1 953,5 153 108,8 97
Helmstedt 1998 (+6) 2 188,5 81 88,7 84 (+1)
Hildesheim 7399 (+16) 2 682,6 191 69,2 267
Holzminden 1288 (+6) 1 828,0 36 51,1 56
Leer 3577 (+6) 2 094,8 208 121,8 48
Lüchow-Dannenberg 620 (-1) 1 280,7 32 66,1 23
Lüneburg 2682 (+2) 1 456,5 146 79,3 44
Nienburg (Weser) 3065 (+1) 2 524,9 89 73,3 138
Northeim 1849 (+3) 1 397,7 67 50,6 40
Oldenburg 4235 (+14) 3 235,5 171 130,6 106
Osnabrück 13326 (+67) 3 721,5 334 93,3 279
Osterholz 2252 (+14) 1 976,7 65 57,1 56
Peine 4391 (+1) 3 257,4 188 139,5 96
Rotenburg (Wümme) 3147 (+28) 1 921,5 108 65,9 80
Schaumburg 3802 (+3) 2 409,1 169 107,1 61
Stade 3963 (+5) 1 937,8 233 113,9 109
Uelzen 1868 2 021,9 117 126,6 106 (+1)
Vechta 7023 (+7) 4 917,6 321 224,8 80
Verden 3229 (+5) 2 354,6 170 124,0 49
Wesermarsch 2790 (+2) 3 149,6 112 126,4 96
Wittmund 1032 1 812,9 47 82,6 32
Wolfenbüttel 2246 (+3) 1 877,6 130 108,7 89
Hannover, Region 40199 (+84) 3 474,1 1386 119,8 924 (+15)
Braunschweig, Stadt 5094 (+15) 2 042,5 222 89,0 155 (+3)
Delmenhorst, Stadt 2734 (+11) 3 525,1 89 114,8 62
Emden, Stadt 805 (+5) 1 612,8 46 92,2 7
Oldenburg (Oldb), Stadt 3380 (+3) 1 999,1 196 115,9 42
Osnabrück, Stadt 6175 (+50) 3 736,7 231 139,8 91
Salzgitter, Stadt 3945 3 782,7 277 265,6 60
Wilhelmshaven, Stadt 1569 (+3) 2 062,1 45 59,1 45 (+1)
Wolfsburg, Stadt 2892 (+21) 2 325,3 250 201,0 75
Niedersachsen gesamt 212475 (+615) 2 658,1 8785 109,9 5047 (+29)

Hannover (PM). Die Meldungen von der Region Hannover für ihre Gemeinden für den 13.04.2021

Die Region Hannover hat seit Auftreten der ersten Corona-Infektion insgesamt 40.370 Menschen registriert, die sich in der Region mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind zum heutigen Stand 36.798 Personen als genesen aufgeführt. 962 Menschen sind infolge einer nachgewiesenen oder mutmaßlichen Corona-Infektion in der Region verstorben; der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 84 Jahren. Somit sind zum jetzigen Zeitpunkt 2610 Menschen in der Region infiziert. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt für die Region Hannover tagesaktuell bei 117,8.

Verteilung nach Alter (seit Beginn der Erfassung):

Alter Fallzahl Gesamt seit Ausbruch
0 – 9 Jahre 2568
10 – 19 Jahre 4347
20 – 29 Jahre 6958
30 – 39 Jahre 6318
40 – 49 Jahre 5746
50 – 59 Jahre 5700
60 – 69 Jahre 3119
70 – 79 Jahre 1835
80+ Jahre 3251
keine Angaben 528

Verteilung nach Kommunen:

Kommune Aktuelle Fallzahl Fallzahl Gesamt seit Ausbruch 7-Tage-Inzidenz
 
Barsinghausen 49 893 60,0
Burgdorf 63 904 107,9
Burgwedel 30 462 77,2
Garbsen 133 2858 102,5
Gehrden 29 484 45,1
Hemmingen 30 504 92,0
Isernhagen 36 689 84,9
Laatzen 72 1629 85,1
Landeshauptstadt Hannover 1341 19.682 136,0
Langenhagen 132 2378 122,8
Lehrte 121 1810 135,5
Neustadt 86 1236 101,7
Pattensen 25 359 113,1
Ronnenberg 72 876 132,8
Seelze 78 1279 110,9
Sehnde 43 846 96,8
Springe 38 739 73,5
Uetze 36 602 87,5
Wedemark 59 801 85,9
Wennigsen 62 302 292,1
Wunstorf 75 1037 87,7

Verteilung nach Geschlecht

Männer                     48 Prozent

Frauen                      52 Prozent

*Die Inzidenzwerte der einzelnen Kommunen spielen für in der Corona-Verordnung aufgeführte Regelungen keine Rolle. Hierfür ist allein der Inzidenzwert der gesamten Region Hannover von Bedeutung.

Stellungnahme Ministerpräsident Weil zur aktuellen Lockdown-Debatte – Stephan Weil MP Nds

Stellungnahme Ministerpräsident Weil zur aktuellen Lockdown-Debatte

8. April 2021/in Politik

HANNOVER (PM). Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat heute ein Statement zur aktuellen Debatte um einen Lockdown und mehr Bundesrechte im Infektionsschutzgesetz gegeben:

„Ich kann derzeit nicht erkennen, wie mehr rechtliche Bundeskompetenzen zu einer besseren Eindämmung der Pandemie führen sollen – und darum muss es uns allen doch gehen. Es drängt sich mittlerweile viel mehr der Eindruck auf, dass über eine Bundesgesetzgebung die Unionsreihen geschlossen werden sollen. Die Rufe nach einem Lockdown werden zwar lauter, aber dadurch nicht klarer:

Diejenigen, die einen kurzen und harten Lockdown fordern, sind bisher viele Antworten schuldig geblieben. Was heißt kurz – eine Woche, drei Wochen? Was heißt hart – soll die gesamte Wirtschaft stillgelegt und Schulen und Kitas komplett geschlossen werden? Und warum eigentlich jetzt, da – selbst wenn wir den Ostereffekt mit weniger Testungen einrechnen – die Tendenz dahin geht, dass der schnelle Anstieg der Infektionszahlen gestoppt werden konnte. Ob sich diese Tendenz bestätigt, werden wir erst in einigen Tagen wissen, für überhastete Schritte besteht derzeit aber kein Anlass. Im Gegenteil: Die Lockdown-Debatte führt bereits zu einer großen Verunsicherung bei den Bürgerinnen und Bürgern und Teilen der Wirtschaft. Darüber hinaus wird die Hoffnung geweckt, dass nach einem kurzen und harten Lockdown das Virus weitestgehend eingedämmt sein wird – das wird es aber erst sein, wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist. Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe des Bundes, dass wir mehr und schneller Impfstoffe bekommen.

Wir setzen in Niedersachsen die vereinbarte Notbremse konsequent um. Ich würde mir das zunächst auch von denjenigen Ländern wünschen, die jetzt schärfere Maßnahmen fordern, aber die bisherigen noch gar nicht alle anwenden. Die Bürgerinnen und Bürger haben ihr Verhalten offensichtlich dem Ernst der Lage angepasst und können von der Politik zu Recht erwarten, dass sie jetzt nicht erneut in hektischen Aktionismus verfällt, sondern verlässlich, konsequent und umsichtig handelt.

Der letzte geplante Lockdown – die sogenannte Osterruhe – wurde von der Bundeskanzlerin zurückgerufen. Wir alle waren uns danach einig, dass sich das nicht wiederholen darf, sondern die Bund-Länder-Gespräche besser vorbereitet werden müssen – das ist derzeit nicht ersichtlich.“

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